NRW im Eiskeller: Kälteste Nacht seit drei Jahren

NRW - Ganz NRW friert. Die Nacht auf Dienstag war in NRW die kälteste seit drei Jahren. In den nächsten Tagen soll es ein bisschen wärmer werden, aber das ist nur ein kurzes Zwischenspiel.

In Nordrhein-Westfalen war die Nacht auf Dienstag die kälteste seit drei Jahren. Der eisige Spitzenwert von minus 22,3 Grad wurde in der Eifel gemessen, teilte der Wetterdienst Meteomedia am Dienstag in Bochum mit. Die Schifffahrt hat zunehmend mit dem Eis auf den Kanälen zu kämpfen.

Der kälteste Ort in der Nacht war Nettersheim in der Eifel mit minus 22,3 Grad, gefolgt von Kalterherberg in der Eifel mit minus 21,5 Grad. Schmallenberg im Sauerland erreichte in der Nacht auf Dienstag minus 21,1 Grad. Mit der tagsüber anhaltenden grimmigen Kälte hatte der Dienstag gute Chancen, der eisigste Tag des Jahres zu werden.

Mittwoch und Donnerstag sollen die Temperaturen etwas ansteigen, bevor sie dann wieder richtig in den Eiskeller sacken. Bundesweit lagen die Spitzenwerte um die minus 25 Grad.

In Nettersheim leiden Mensch und Tier unter der Kälte. Am Morgen standen frierende Asylbewerber vor dem Sozialamt und baten um Geld für wärmere Kleidung. Die Gemeinde werde wohl in Kürze die Notzeit für das Wild ausrufen und an die Jäger appellieren, das Wild zu füttern, sagte Rainer Breinig von der Gemeindeverwaltung.

"Das war die kälteste Nacht in NRW seit drei Jahren", sagte Meteorologin Rebekka Krampitz. Im Januar 2009 sei es noch kälter gewesen. Auch wenn es in der laufenden Woche zwischendurch mal ein bisschen wärmer werden und etwas schneien soll - die Jecken müssen sich nächste Woche wohl richtig warm anziehen. "Tendenziell bleibt es wahrscheinlich kalt", sagte Krampitz, auch wenn es noch einige Ungenauigkeiten in der Langzeit-Vorhersage gebe.

Auf dem Dortmund-Ems-Kanal wird das Eis immer dicker. "Der Kanal ist ziemlich zugefroren. Wir haben 12 bis 15 Zentimeter dickes Scholleis", schilderte der Kapitän des Eisbrechers E 15 51 Ralf Majkrowitz dem Westdeutschen Rundfunk. Das Schiff mit 480 PS versuche, das Eis zu durchbrechen. "Im Moment gehts noch, aber das Eis wird zunehmend dicker", schilderte der Kapitän.

Am Morgen hatte die E 15 51 zwei Schiffe befreit, die über Nacht festgefroren waren. Später machte sie eine Rinne für zwei Schiffe frei und brachte sie sicher durchs Eis. "Danach friert das auch ziemlich schnell wieder zu", sagte Majkrowitz. Der Eisbrecher selbst könne noch bei Schollen bis zu 25 Zentimeter fahren, aber für die Schifffahrt sei dann Schluss. - lnw

Quelle: wa.de

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