Eisbär-Baby in Gelsenkirchener Zoo geboren

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Die Überwachungskamera zeigt deutlich das nur meerschweinchengroße Jungtier im Arm der Mutter.

Gelsenkirchen - Der Gelsenkirchener Zoo hat flauschigen Nachwuchs bekommen. Vor etwa einer Woche hat Eisbärenmama Lara drei Junge zur Welt gebracht.

Am 4. Dezember wurden drei kleine Eisbärjungtiere in der abgeschlossenen Wurfbox von Eisbärdame Lara geboren. Die Überwachungskamera zeigte deutlich die nur meerschweinchengroßen Jungtiere. Die 13-jährige Eisbärin hat damit zum zweiten Mal Jungtiere von Eisbär Bill, 10 Jahre, ausgetragen, schreibt der Zoo in einer Mitteilung.

Dieses Mal breite sich nach gut eineinhalb Wochen auch vorsichtiger Optimismus in der ZOOM Erlebniswelt aus, heißt es weiter. Eines der Jungtiere trinke regelmäßig,sei gut entwickelt und lebhaft. Die anderen Jungtiere seien – wie das letzte Jungtier im Dezember 2015 – nach wenigen Tagen gestorben. Das sei jedoch nicht ungewöhnlich bei der Nachzucht von Eisbären. "Die Sterblichkeitsrate der Jungtiere in der ersten Lebenswoche liegt bei über 45 Prozent. Im Durchschnitt überlebt nur jeder zweite Eisbär", teilte der Zoo mit.

Eisbärbabys kommen immer zwischen November und Januar zur Welt. Eisbärmütter bereiten sich Wochen vorher auf die Geburt vor. In einer sicheren Höhle bringt die Eisbärin in Abwesenheit des Vaters in der Regel Zwillinge zur Welt. Selten werden drei Jungtiere zur Welt gebracht. Im Gelsenkirchener Zoo wurde Lara deshalb bereits Ende Oktober von Bill getrennt beherbergt und durfte sich in der Wurfbox ihr sicheres Nestchen schaffen.

Der Nachwuchs ist taub, blind, nackt und mit nur rund 400 bis 800 Gramm Gewicht völlig hilflos. In dieser Zeit frisst die Mutter wenig, kümmert sich ausschließlich um ihren Nachwuchs. Eisbären sind sehr empfindlich und störanfällig, wenn es um ihren Nachwuchs geht. Eisbärmütter fressen während der ersten Wochen nichts und auch vertraute Pfleger gehen nicht in die Nähe der Wurfbox, die Überwachung erfolgt nur per Video. Die Eisbärmutter Lara wird komplett abgeschirmt.

Nach gut drei, vier Monaten erst verlässt das Eisbärbaby die sichere Höhle. Dann wird es auch für die Besucher der Erlebniswelt Alaska zu sehen sein. Vater Bill wird vermutlich erst nach gut zwei Jahren auf sein Jungtier treffen.

Quelle: wa.de

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