Wetterphänomen am Ostermontag

Eis-Chaos auf Autobahnen in NRW: Massenhaft Glätte-Unfälle mit Verletzten

Eis-Chaos auf der Autobahn A44 in NRW: Massenhaft Unfälle mit Verletzten
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Eis-Chaos auf der Autobahn A44 in NRW: Massenhaft Unfälle mit Verletzten, hier Höhe Raststätte Haarstrang-Süd.

Plötzliches Eis hat auf Autobahnen in Westfalen zu massenhaften Unfällen mit Schwerverletzten am Ostermontag geführt. Betroffen waren vor allem die A44, aber auch A46 und A445.

Hamm/Werl - Plötzlicher Eisregen und schwere Graupelschauer haben auf Autobahnen in NRW zu Verkehrschaos geführt. Es gab massenhaft Unfälle mit zum Teil schwer Verletzten. Betroffen waren vor allem die Autobahnen rund um Unna und Werl (Kreis Soest): A44, A46 und A445.

AutobahnA44
Gesamtlänge266 km (davon 212 km in NRW)
BundesländerNRW, Hessen

Nach Informationen der zuständigen Polizei Dortmund setzte am Ostermontag (5. April) gegen 9.30 Uhr ein Eisschauer ein, der die Autobahnen zu einer spiegelglatten Fläche machte. In der folgenden Stunde kam es zu zehn Unfällen eben wegen dieses Graupelschauers, bei denen vor allem die Autobahnen A2, A44 und A445 betroffen waren. Mehrere Personen wurden verletzt.

Einer dieser Unfälle passierte gegen 10 Uhr auf der A46 bei Neheim. Bei dem Unfall zwischen Neheim und Wickede landete ein Fahrzeug auf dem Dach. Die Patienten wurden vom Rettungsdienst betreut und, sofern notwendig, ins Krankenhaus gebracht. Die Feuerwehr sicherte die Unfallstellen ab und beseitigte auslaufende Flüssigkeiten.

Auf der A46 kam es zu einem Unfall. Ein Auto landete auf dem Dach.

Nach Angaben der Polizei-Leitstelle in Dortmund ereigneten sich zudem noch zehn weitere Unfälle, die auf die Wetter-Bedingungen zurückzuführen sind. Dabei verletzten sich zehn Personen leicht, zwei Personen verletzten sich schwer. Zwei Stunden nach dem Eisschauer ebbten die Unfälle auf den Autobahnen in NRW wieder ab. „Das war ganz punktuell“, kommentierte ein Polizeisprecher das Unfall-Geschehen, bei dem insgesamt ein Sachschaden von rund 120.000 Euro entstand.

Eis-Chaos auf Autobahnen: Massenhaft Unfälle mit Verletzten - Hubschrauber im Einsatz

Auf der besonders von dem Eis betroffenen A44 zwischen Werl und Unna-Ost kam ein Rettungshubschrauber zum Einsatz. Zwei Pkw, die in Richtung Kassel unterwegs waren, kamen kurz hinter der Ausfahrt der Tank- und Rastanlage „Haarstrang Süd“ von der Fahrbahn ab. Die Insassen in einem der Autos wurden eingeklemmt und mussten von der Feuerwehr Werl befreit werden. Der Fahrer wurde mit schwersten Verletzungen von einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen; eine Frau wurde leicht und ein Kind mittelschwer verletzt, wie die Feuerwehr mitteilte. Demnach wurde auch der Fahrer des zweiten Pkw, welcher auf dem Mittelstreifen zu stehen kam, mittelschwer verletzt.

Der Fahrer des zweiten Pkw, der mit seinem Wagen auf dem Mittelstreifen der A44 in Richtung Kassel zum Stehen kam, wurde leicht verletzt. Einsatzkräfte aus Unna leisteten auf der Gegenfahrbahn bei einem weiteren Unfall Hilfe, bei dem vier eher leicht Verletzte behandelt werden mussten.

Unfall auf der Autobahn A2 in Hamm zwischen Rhynern und Uentrop.

Auch auf der A2 ereignete sich am Ostermontag gegen 9.30 Uhr ein Unfall mit zwei Pkw. Die Feuerwehr Hamm rückte zum Unfallort zwischen den Anschlussstellen Rhynern und Uentrop aus.

Alle Unfälle ereigneten sich in einem Zeitfenster von gut zwei Stunden. Gegen 11.30 Uhr wurden der Polizei Dortmund keine Unfall-Meldungen mehr gemeldet, die mit dem Wetter in Verbindung standen. Die Fahrbahn habe das Eis nach Angaben der Polizei Dortmund nicht aufgenommen. Die Rede war von einem „kurzfristigen Wetterphänomen“.

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