Vorsichtige Entspannung auch auf Autobahnen

Einige Bahnstrecken in NRW wieder befahrbar

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Auf einer Anzeigetafel am Berliner Hauptbahnhof werden für viele Strecken Verspätungen angezeigt.

DÜSSELDORF - Nach schweren Unwetterschäden hat sich die Lage im Bahnverkehr von Nordrhein-Westfalen am Donnerstagmorgen etwas entspannt. Auf einigen Strecken sei der Betrieb wieder aufgenommen worden, erklärte die Bahn.

Zwischen Aachen und Duisburg und von Emmerich nach Koblenz fahren demnach wieder Regionalbahnen. Reisende kommen zudem wieder im ICE von Dortmund nach Berlin.

Hier finden Sie alle aktuellen Bahn-Störungen in NRW

Auch die Trasse Richtung München funktioniert der Bahn zufolge wieder, allerdings entfallen die Halte in Düsseldorf, Duisburg, Essen und Bochum.

Zahlreiche Strecken im Regional- und S-Bahnverkehr bleiben allerdings weiterhin gesperrt. Reisende müssten nach wie vor mit Verspätungen rechnen, sagte ein Sprecher der Bahn am Donnerstag.

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Die Abellio Rail NRW hat folgendes mitgeteilt: Planmäßig verkehren Züge auf den Linien RB 91 (Hagen - Siegen/Iserlohn), S7 (Wuppertal-Remscheid-Solingen) und RE 16, hier allerdings nur auf der Verbindung Hagen-Letmathe-Siegen/Iserlohn.

Von Essen Hauptbahnhof nach Witten Hauptbahnhof gibt es am Donnerstag einen Ersatzverkehr mit Bussen. Diese verkehren alle 60 bis 120 Minuten im Anschluss an die Linie RB 40 in Witten. Es ergeben sich dadurch Fahrtzeitverlängerungen und Wartezeiten. Voraussichtlich bis Montag, 16. Juni, sollen die Störungen hier andauern.

Die Linie RB 46 verkehrt zwischen Gelsenkirchen Hauptbahnhof und Wanne-Eickel/Herne als Pendelverkehr. Von Wanne-Eickel nach Bochum gibt es weder Zug- noch einen Busnotverkehr. Fahrgäste werden gebeten, die Linie 306 oder U35 zu nutzen. Dauer der Störung ist auch hier voraussichtlich bis Montag, 16. Juni.

Die Verkehrslage auf den Autobahnen hat sich etwas normalisiert. "Die Lage ist entspannter", sagte ein Sprecher des Landesbetriebs Straßenbau am Donnerstagvormittag in Gelsenkirchen. "Die Leute haben sich darauf eingestellt."

Dennoch kam es erneut zu vielen Staus, weil Berufspendler vor allem im Ruhrgebiet die Bahn nicht nutzen konnten. Der WDR meldete am Morgen zeitweise 160 Kilometer Stau. Am Dienstagmorgen waren es noch über 300 Kilometer.

Unwetterbedingt gesperrt waren am Donnerstagmorgen noch die nur wenige Kilometer lange A540 bei Grevenbroich sowie eine Richtungsfahrbahn der A44 bei Jackerath.

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Hilfe aus Kreis Soest und Hamm in Düsseldorf

Die Lage bei Bussen und Bahnen im Gebiet des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) beginnt ebenfalls, sich zu entspannen. Zwei Drittel des Essener Schienennetzes und 90 Prozent der Busstrecken seien bereits wieder befahrbar, teilten die Essener Verkehrsbetriebe (EVAG) am Donnerstag mit.

Bis zum Freitagabend wird nach Angaben eines Sprechers damit gerechnet, dass sich der Betrieb auf 90 Prozent des Schienennetzes und 95 Prozent der Busstrecken wieder normalisiert. An besonders gefährlichen Stellen, etwa im Bereich der U-Bahn-Linie 18 entlang der A40, seien auch Baumkletterer im Einsatz, hieß es.

Auch die Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen (BOGESTRA) berichteten am Donnerstag über eine weitgehende Normalisierung des öffentlichen Nahverkehrs. Aufgrund von anhaltenden Straßensperrungen könnten jedoch auch weiterhin einzelne Linien oder auch Haltestellen nicht bedient werden, hieß es.

Die Düsseldorfer Rheinbahn berichtete, dass mittlerweile alle Buslinien den Betrieb wieder aufgenommen hätten. Teilweise müssten jedoch Umwege in Kauf genommen werden. Bei den U- und Straßenbahnen sei es gelungen, das Notnetz weiter zu verdichten. - dpa/eB

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Quelle: wa.de

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