NRW-Innenminister wirbt um Polizeianwärter mit Migrationshintergrund

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Bei einer Veranstaltung zum Start der landesweiten Kampagne zur Einstellung von 1500 neuen Polizeianwärtern werden auch Polizeieinsätzen demonstriert.

BOCHUM - Für die aktuell 1500 Anwärterstellen bei der nordrhein-westfälischen Polizei werden gezielt junge Leute aus Zuwandererfamilien gesucht. "Wir wollen den Anteil der Menschen mit Zuwanderungsgeschichte bei der Polizei weiter erhöhen und werben deshalb gezielt um sie", teilte NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) am Montag in Bochum mit.

Dort startete Jäger eine landesweite Werbekampagne für den Polizeiberuf. Wer ab September 2015 in Nordrhein-Westfalen Polizistin oder Polizist werden will, kann sich ab Dienstag (3. Juni) online bewerben. Im vergangenen Jahr seien 131 Bewerber mit Zuwanderungshintergrund eingestellt worden. Das entsprach neun Prozent der angehenden Polizisten.

Voraussetzung für eine Bewerbung sind Abitur, Fachhochschulreife, ein Meisterbrief im Handwerk oder eine abgeschlossene mindestens zweijährige Berufsausbildung mit anschließender beruflicher Tätigkeit von wenigstens drei Jahren.

Wer das mehrtägige Auswahlverfahren übersteht, kann am 1. September 2015 ein Bachelorstudium an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung aufnehmen. Die Polizeianwärter erhalten in Nordrhein-Westfalen während des dreijährigen Studiums monatlich rund 1000 Euro und werden nach bestandener Prüfung übernommen.

Knapp 8700 junge Menschen hätten sich im vergangenen Jahr auf die 1500 Anwärterstellen beworben. In Bochum präsentierten am Montag Polizisten auf dem Gelände eines Schwimmbads die Bandbreite ihres Berufs. - dpa

Quelle: wa.de

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