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Vor genau einem Jahr: So verheerend war Orkantief Friederike bei uns

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Von: Simon Stock

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"Friederike" deckte in Menden das Dach eines Rewe-Marktes ab. © Klümper

NRW - Am 18. Januar 2018 fegte Orkantief Friederike über Deutschland und hinterließ eine Schneise der Verwüstung - auch in Westfalen. Wir blicken zurück: So verheerend war der Schaden bei uns.

Vor genau einem Jahr fegte Friederike über uns hinweg. Die stürmische Dame kam aus dem Westen von der Küste Kanadas, sammelte auf ihrem Weg über den Atlantik Kraft und traf in der Nacht zum 18. Januar 2018 mit großer Wucht die britischen Inseln, am Morgen dann auf das europäische Festland und am Vormittag auf Wesfalen.

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Friederike riss bei uns Dächer von Häusern, knickte Bäume auf Straßen und Häuser und brachte das öffentliche Leben weitgehend zum Stillstand. Schulen machten dicht, die Bahn stellte landesweit den Zugverkehr ein, tonnenschwere Laster wurden auf der Autobahn regelrecht umgeblasen. Der versicherte Schaden wird bundesweit auf eine Milliarde Euro geschätzt (hier geht es zur NRW-Sturmbilanz).

Feuerwehren und Polizei waren an diesem Tag im Dauereinsatz. In den Wäldern richtete das Unwetter die schlimmsten Schäden seit Orkan "Kyrill" im Jahr 2007 an. Über Wochen und Monate waren Wälder wegen der Gefahr durch umknickende Bäume Sperrgebiet.

Und Friederike tötete: Bundesweit starben acht Menschen, in Nordrhein-Westfalen, dem ersten und am schwersten betroffenen Bundesland, waren es drei.

So wütete Orkantief Friederike in Westfalen

Einer von ihnen starb in Geseke im Kreis Soest: Der Transporter eines 68-Jährigen kippte durch den Sturm auf die Gegenfahrbahn. Dort traf ihn ein entgegenkommender Laster. Jede Hilfe kam zu spät. Im Kreis Soest wurden 475 Einsätze gemeldet. In Sundern kam ein Feuerwehrmann im Einsatz ums Leben.

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Überall in Westfalen stürzten Bäume auf Häuser - so wie hier im sauerländischen Balve. © Cordes

Im bergigen und stark bewaldeten Märkischen Kreis waren es 517 Einsätze. In Menden-Lendringsen deckte Friederike jedoch das Dach eines Rewe-Marktes ab. Auch in Hamm hinterließ der Sturm Spuren.

Lesen Sie auch: Große Multimedia-Reportage 10 Jahre nach Kyrill

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