Andacht in Plettenberg

Eine Region trauert um getötetes Pflegekind aus Gelsenkirchen

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Symbolbild

Plettenberg - „Es ist etwas passiert, das wir einfach nicht fassen können“  - Mit diesen Worten begann Pfarrer Patrick Schnell sein Gebet in der Trauerandacht für das getötete Kleinkind (1) aus Plettenberg. 

Zwei Wochen, nachdem der Junge in einer Essener Klinik gestorben war, kamen viele Menschen in die Plettenberger Christuskirche, um für das Kleinkind und seine Familie zu beten. 

Gestaltet wurde die Andacht von Pfarrer Dietmar Auner und Pfarrer Patrick Schnell, musikalisch unterstützte Liesa-Verena Forstbauer. Es wurde für das Kind selbst, aber auch für die Eltern und Pflegeeltern des 19 Monate alten Jungen gebetet, der Anfang Januar an den Folgen von Gewalteinwirkung gestorben war. Der Pflegevater steht unter Tatverdacht.

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Irritationen gab es nach der Feier um die Aussage der leiblichen Eltern, sie hätten für die Beerdigung selbst aufzukommen. Das dementierte später die Stadt Gelsenkirchen und gab an, die Entscheidung, die Kosten zu übernehmen sei den Eltern auch mitgeteilt worden. Zwischenzeitlich waren in Plettenberg Spendenboxen aufgestellt worden, um die Eltern zu unterstützen. 

„Die Mordkommission ermittelt weiter“

Der 29-jährige Plettenberger, der nach dem gewaltsamen Tod seines 19 Monate alten Pflegekindes weiter in Hagen in Untersuchungshaft sitzt, hat die Tat weiterhin nicht gestanden. Wie der leitende Staatsanwalt Michael Burggräf auf Anfrage mitteilte, ermittelt die Mordkommission weiter.

Einen natürlichen Tod des Kindes könne man nach der Obduktion zwar ausschließen, dennoch werde weiter in alle Richtungen ermittelt. „Alles was für und gegen den Angeklagten spricht, muss in aller Ruhe ermittelt werden“, so Burggräf. Dazu zählen auch weitere Zeugenvernehmungen. Der Plettenberger stehe weiterhin unter „dringendem Tatverdacht“.

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Quelle: wa.de

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