PCB in Eiern - Jetzt wird der Boden untersucht

BORKEN - Bei der Suche nach der Ursache für mit PCB und Dioxin belasteten Eiern konzentrieren sich die Behörden jetzt auf den Boden im Auslauf der Hühner. Das teilte der Kreis Borken am Dienstag mit.

Amtliche Untersuchungen hätten das Ergebnis der freiwilligen Eigenkontrolle des Betriebs bestätigt: Die Eier waren demnach belastet, das getestete Futter unauffällig. Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) habe Bodenproben entnommen.

Bei der Summe aus Dioxinen und dioxinähnlichem PCB (Polychlorierte Biphenyle) war der Grenzwert laut amtlichem Ergebnis um das 5,5- bis 6-Fache überschritten. PCB findet man in Öl von Transformatoren. "Wir haben unbestätige und unüberprüfbare Hinweise, dass es in diesem Bereich nach dem Zweiten Weltkrieg Gerätschaften gegeben hat", sagte LANUV-Sprecher Peter Schütz vorsichtig. Wenn der Boden stark belastet sein sollte, hätte man das aber schon früher merken müssen. Die Eier würden alle drei Monate geprüft.

Der Betrieb produziert Eier in konventioneller Freilandhaltung. Zwei Ställe mit 8200 Legehennen sind nach Angaben des Kreises Borken gesperrt. Hühner und Eier dürfen den Hof nicht verlassen. - lnw

Quelle: wa.de

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