Echtzeit-Strategiespiele: Wie die virtuellen Welten funktionieren

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Echtzeit-Strategiespiele sind bei Zockern sehr beliebt.

Gerade bauen Sie friedlich Ihr Bergwerk aus, da stürmen wilde Horden in Ihr Gebiet. Reagieren Sie schnell, sonst ist Ihre Mine futsch! Bei Echtzeit-Strategiespielen geht es darum, den Gegner im Auge zu behalten und vorausschauend zu handeln. Lesen Sie, wie diese Spiele funktionieren.

Alle daddeln gleichzeitig

Echtzeit-Strategiespiele sind neben Shootern das beliebteste Genre auf dem Markt. Gerade in den Online-Varianten tummeln sich teilweise hunderttausende Spiele. Alle Aktionen der User laufen dabei gleichzeitig ab. Das unterscheidet diese Variante von sogenannten rundenbasierten Spielen, in denen die Teilnehmer nacheinander ihren Zug machen. Wenn Sie in einem Echtzeitspiel agieren, kommt es auf Überblick und Vorsicht an, um den Gegner zu besiegen. Der Begriff „Echtzeit“ bedeutet übrigens nicht, dass die Uhr genauso tickt wie in der realen Welt. Vielmehr agieren alle Spieler in der gleichen Zeitlinie.

Für jeden das passende Echtzeit-Strategiespiel

Inzwischen gibt es Spiele für jeden Geschmack: Sie bauen als erfolgreicher Kaufmann ein Handelsimperium wie in „Anno“ auf. Oder Sie ziehen als wilder Ork durch die Fantasywelt von „Warcraft“. In einigen der erfolgreichsten Echtzeit-Strategiespiele meistern Sie als Elitesoldat heikle und gefährliche Spezialmissionen wie in „Command & Conquer“. Die Ziele sind dabei der Aufstieg von Level zu Level und der Ausbau Ihres Herrschaftsgebietes.

In den meisten Spielen steht zu Beginn der Bau Ihrer eigenen Basis im Vordergrund. Wenn dort alles rund läuft und Sie ausreichend Rohstoffe gesammelt haben, stellen Sie Ihr Expeditionschor zusammen und erkunden Ihre Umgebung. Das kniffelige dabei ist, dass Sie nicht wissen, was Ihre Nachbarn planen. Wollen sie Ihr Territorium erobern oder setzen sie auf friedliche Koexistenz? Darum gehen Sie langsam und strategisch vor. Sie unternehmen Raubzüge, schließen Allianzen – oder begehen Verrat an Ihren Verbündeten. Wie Sie agieren, um Ihr Ziel zu erreichen, bliebt Ihnen überlassen.

Zocker bilden echte Mannschaften

In Echtzeit-Strategiespielen mischen sich viele verschiedene Genres. Sie enthalten Elemente von Wirtschaftssimulationen, Shootern und Rollenspielen. Diese Abwechslung und die riesige Menge von Usern machen sie so beliebt. Die Zocker schließen sich dabei oft zu Teams, sogenannten Clans, zusammen. Sie verabreden sich zum Daddeln und versuchen, ihre Missionen gemeinsam zu lösen. Viele dieser Clans halten im realen Leben Kontakt zueinander, treffen sich oder veranstalten Partys mit befreundeten Mannschaften.

Allerdings liegt in den Programmen auch eine gewisse Gefahr. Denn gerade die Online-Varianten der Echtzeit-Strategiespiele haben kein Ende. Die Entwickler bauen ständig neue Missionen oder Welten ein, um die Spieler bei Laune zu halten. Es gibt immer wieder Zocker, die sich aus der Fantasiewelt der Software nicht mehr lösen und regelrecht süchtig werden. Für diese Fälle wurden spezielle Hilfsstellen ins Leben gerufen.

Erfolg kostet Geld

Die Anbieter der Software wollen Geld verdienen – auch wenn der Download oder die Teilnahme selbst kostenlos sind. Neben Werbung, die die Provider einblenden, bieten sie den Usern spezielle Rohstoffe, Fahrzeuge oder Waffen an, die dann mit echtem Geld bezahlt werden. Viele dieser Gimmicks sind wichtig, um im Spiel voranzukommen. Oft bekommt der Spieler sie sonst nur sehr schwer oder gar nicht. Besonders ehrgeizige Zocker scheuen sich daher nicht, für ein virtuelles Schwert die reale Kreditkarte zu zücken.

Quelle: wa.de

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