Zu dünn? - Kreis Paderborn lässt 225.000 Stimmzettel neu drucken

PADERBORN - Der Kreis Paderborn hat 225 000 Wahlzettel zur Bundestagswahl neu drucken lassen, weil das Papier möglicherweise zu dünn gewesen wäre. Die Landeswahlleiterin habe eine zu geringe "Opazität" der Stimmzettel beanstandet, teilte der Kreis am Montag mit.

Mit anderen Worten: Auf dem Weg von der Kabine zur Wahlurne hätte am 22. September durchscheinen können, wo der Wähler sein Kreuz gemacht hat. Kosten der Aktion: 18 000 Euro.

Der erste Auftrag war dagegen noch ein Schnäppchen: Das Angebot einer Paderborner Druckerei in Höhe von 8500 Euro hatte den Zuschlag bekommen. Doch dann kamen die Bedenken der Landeswahlleiterin. "Da uns ganze 24 Stunden für die Entscheidung blieben, sind wir auf Nummer sicher gegangen", erklärte Landrat Manfred Müller (CDU). Alle Städte und Gemeinden seien mit den neuen Stimmzetteln versorgt. Für die Briefwahl spiele das Papier keine Rolle.

In einem Erlass der Landeswahlleiterin sind die technischen Vorgaben für den Druck von Stimmzetteln genau definiert. Inzwischen liegt auch die Expertise jenes Papierherstellers vor, der die Paderborner Druckerei beliefert hat. Demnach sind alle technischen Vorgaben beachtet worden. Wer die Rechnung nun bezahlen muss, ist noch unklar. Darüber werden sich wohl die Juristen streiten. - lnw

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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