Drei Tage Doppelfeier in Bonn

„Landesmutter“ und Bundesratspräsidentin Hannelore Kraft freut sich schon.

DÜSSELDORF - Bonn rüstet sich für eine drei Tage dauernde Doppelfeier mit den Spitzen der Bundesrepublik und Hunderttausenden Bürgern: An diesem Wochenende feiert Nordrhein-Westfalen in Bonn den 21. Jahrestag der Deutschen Einheit und gleichzeitig 65. Landesgeburtstag.

Der Einheitstag wird jeweils von dem Land ausgerichtet, das den Bundesratspräsidenten stellt.

NRW sei das erste Bundesland, das diesen Tag nicht in der Landeshauptstadt feiere, sagte die Bundesratspräsidentin, Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD), gestern in Düsseldorf. „Damit soll Bonn als Wiege der erfolgreichsten und friedvollsten deutschen Demokratie gewürdigt werden.“ Die Entscheidung für Bonn hatte noch die schwarz-gelbe Vorgängerregierung unter Jürgen Rüttgers (CDU) getroffen.

Kraft stellte gemeinsam mit Bonns Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch (SPD) das Festprogramm vor. Vom 1. bis zum 3. Oktober werden auf zehn Bühnen rund 500 Programmpunkte geboten. „Sie werden bei diesem Fest für jede Altersstufe und Interessenslage etwas finden“, sagte Kraft. Auch für Kinderbetreuung, familienfreundliche Preise und die Sicherheit der Besucher sei gesorgt worden.

„Wir rechnen mit mindestens soviel Besuchern wie Bonn Einwohner hat, also rund 320 000“, sagte Nimptsch. „Wetterabhängig kann sich das auch verdreifachen.“ Bund, Land, Stadt und Sponsoren bringen für das Doppelfest gemeinsam fast vier Millionen Euro auf.

NRW will vor allem ein Familienfest feiern. Zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober wird Bonn aber sämtliche Spitzen des Staates zu Gast haben. Bundespräsident Christian Wulff öffnet sogar für zwei Tage die Villa Hammerschmidt und richtet ein großes Kinderfest aus, das er selbst mit seiner Familie besuchen wird. Auch Kanzlerin Angela Merkel wird an den offiziellen Feierlichkeiten teilnehmen. Die Festrede hält aber in diesem Jahr kein Politiker, sondern erstmals der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Andreas Voßkuhle. Das höchste deutsche Gericht feiert ebenfalls einen runden „Geburtstag“: Es wird an diesem Mittwoch 60 Jahre alt.

Nimptsch bat alle Besucher, mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. Busse und Bahnen würden eng vertaktet. „Alles, was wir haben, bringen wir ein.“ Die Verkehrsunternehmen in ganz NRW bieten besondere Angebote und weiten die Geltungsdauer vieler Verbundtickets aus. „Für 20 Euro kann man mit fünf Personen drei Tage lang hin und her fahren“, sagte Nimptsch. „Den nächsten NRW-Tag wird Detmold ausrichten“, kündigte Kraft an. Im vergangenen Jahr hatte Siegen mit rund 300 000 Teilnehmern gefeiert. Beim Einheitstag 2010 in Bremen hatten 400 000 Bürger mitgemacht. - dpa

Quelle: wa.de

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