Drei Kilo Marihuana im Tank beschert drei Jahre Knast

HAMM - Drei Kilo Marihuana – das ist schon eine Hausnummer. Weil der 33-Jährige die Drogen gekauft hatte und über Deutschland in seine polnische Heimat bringen wollte, muss er jetzt drei Jahre hinter Gittern bleiben.

Zu dieser Freiheitsstrafe verurteilte ihn das Hammer Schöffengericht. Strafmildernd wirkte sich dabei sein umgehendes Geständnis aus. Leugnen können hätte er aber allenfalls, den Stoff nicht in Holland gekauft zu haben, geglaubt hätte ihm das sowieso niemand. Er habe in seiner langjährigen Praxis noch nicht erlebt, dass eine solche Menge nicht aus Holland oder Belgien eingeführt worden wäre, meinte der Vorsitzende Richter.

Wieder einmal hatten die Zollbeamten auf der A 2 am 1. Juni den richtigen Riecher. Als sie den Pkw des Angeklagten kontrollierten, ließen sie es nicht bei der Überprüfung der Fahrzeugpapiere. In der Werkstatt bestätigte sich der Verdacht. Nach Ausbau der vorderen Sitze – wobei die abgenutzten Schrauben nichts Gutes ahnen ließen – und Öffnung des Tanks fanden sich die in Plastik verpackten Drogenpakete. So wurde Hamm Endstation für den Fahrer. Er landete im Gefängnis und jetzt auf der Anklagebank.

Natürlich war es angeblich sein erstes Geschäft dieser Art. Er habe sich nach Einrichtung einer Bar in seiner Heimatstadt völlig verschuldet und dringend Geld gebraucht, erklärte er. Sein Pech: Er war bereits wegen Diebstahls vorbestraft. Zuletzt war er 2009 in Helmstedt zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr verurteilt worden und stand noch unter Bewährung. - be

Quelle: wa.de

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