8000 Schüler nutzen Angebot zum Islamunterricht

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In NRW wird seit mehr als drei Jahren Islamunterricht angeboten. Rund 8000 Schüler sind in den Unterricht integriert.

Wuppertal - Gut drei Jahre nach Einführung des islamischen Religionsunterrichts in Nordrhein-Westfalen nutzen etwa 8000 muslimische Schüler das Angebot.

Bei der Umsetzung des Unterrichts an Grund- und weiterführenden Schulen befinde man sich derzeit noch in einem "Prozess der Institutionalisierung", sagte Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) am Mittwochabend in Wuppertal.

Ausbaubedarf ist groß

Angesichts von rund 320.000 Schülern muslimischen Glaubens in in dem Bundesland müsse das Angebot noch deutlich ausgebaut und "Schritt für Schritt" umgesetzt werden. Dazu zählten auch die Weiterentwicklung von Lehrplänen sowie Konzeption von Schulbüchern zu dem Fach, kündigte Löhrmann an.

NRW hatte zum Schuljahr 2012/13 als erstes Bundesland den bekenntnisorientierten Religionsunterricht als ordentliches Unterrichtsfach eingerichtet.

Aktuell 69 Islam-Lehrer tätig

Nach Angaben des Beirates für den islamischen Religionsunterricht haben bislang mehr als 200 Lehrkräfte eine Lehrerlaubnis für den Religionsunterricht erhalten, davon seien allerdings erst 69 auch an Schulen tätig.

Mehmet Soyhun, Mitglied des Beirats, bedauerte, dass noch nicht ausreichend Lehrer und Stellen für das Fach zur Verfügung stünden. Zugleich forderte er, noch stärker als bislang auch "Seiteneinsteiger" für den islamischen Religionsunterricht einzusetzen. Löhrmann verwies darauf, dass derzeit an der Universität Münster die ersten Lehrer für den Islamunterricht ausgebildet werden.

Weitere 50 Stellen für islamische Religionslehrer geplant

Nach ihren Angaben werden die ersten Absolventen im Jahr 2017 zur Verfügung stehen. Im kommenden Haushaltsjahr sollten zudem 50 Stellen für islamische Religionslehrer geschaffen werden.

Quelle: wa.de

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