Drama im Watt: Mann ertrinkt, Frau gerettet 

AACHEN/ST. PETER-ORDING - Das neue Jahr hat mit zwei tragischen Todesfällen begonnen: In Aachen wurde ein 78-jähriger Mann in seiner Wohnung erstochen, während seine Frau einkaufen war. Und bei einem Watt-Ausflug vor St. Peter-Ording ist ein 49-jähriger Mann aus der Nähe von Bonn ertrunken.

Es war ein tödliches Drama an Schleswig-Holsteins Nordseeküste, das nur die Ehefrau (48) überlebte. Vermutlich habe Unkenntnis zu dem Unglück geführt, hieß es von der Wasserschutzpolizei. Beim Wandern in südliche Richtung sei das Ehepaar auf einen Priel gestoßen, also einen Wasserlauf im Watt, der den Weg zum Strand versperrte.

"Dann versuchten sie, den Priel zu durchschwimmen, was leider nur die Frau schaffte." Da sich das Unglück bei ablaufendem Wasser ereignete, hätte es wahrscheinlich bei besserer Kenntnis der Gegebenheiten nicht dazu kommen müssen, sagte Boe. Wäre das Paar seinen eigenen Fußspuren entlang zurückgegangen, hätte es einen sicheren Weg gefunden.

Mehrere Stunden lang hatten Einsatzkräfte von Feuerwehr und DLRG mit Hundestaffeln und einem Hubschrauber den 49-Jährigen gesucht. Am Abend entdeckte dann die Hubschrauberbesatzung den Toten auf einer Sandbank. Ein Hund, der mit dem Paar im Watt unterwegs war, wurde nach Angaben der Feuerwehr nicht gefunden. Den genauen Herkunftsort des Paars nannte die Polizei nicht.

In Aachen ergab die Obduktion, dass der 78-Jährige erstochen worden war. Die Frau hatte demnach die Wohnung in Eschweiler bei Aachen am Morgen des Silvestertags kurz verlassen um einzukaufen. Als sie zurückkam, lag ihr Mann tot in der Wohnung. Zu Verletzungen, Tatwaffe und Auffindesituation machte die Staatsanwaltschaft keine detaillierten Angaben, um die Ermittlungen nicht zu gefährden. Die Mordkommission ermittle auf Hochtouren. - dpa

Quelle: wa.de

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