Demo gegen Rechtsextremismus

Polizei schützt Dortmunder Ratssitzung

300 Demonstranten waren am Rathaus unterwegs.

DORTMUND - Begleitet von einem massiven Polizeiaufgebot hat sich am Mittwoch der Dortmunder Stadtrat konstituiert. Mehr als 100 Polizisten waren im Umfeld des Rathauses zu sehen.

Siegfried Borchardt im Ratssaal mit seinem Markenzeichen - den Stock mit Totenkopf.

Vor dem Rathaus demonstrierten rund 300 Menschen gegen Rechtsextremismus. Nachdem am Abend der Kommunalwahl im Mai Anhänger der rechtsextremistischen Partei Die Rechte versucht hatten, das Rathaus zu stürmen, hatten Stadt und Polizei zur ersten Ratssitzung den ungewöhnlichen Schutz organisiert. Bei der Randale waren mehrere Menschen verletzt worden. Die Rechte ist mit dem mehrfach vorbestraften Siegfried Borchardt im Rat vertreten.

Grund für den Polizeieinsatz ist die Randale von Anhängern der rechtsextremistischen Partei Die Rechten, die am Wahlabend versucht hatten, das Rathaus zu stürmen. Es gab Verletzte. Bei der Wahl hatten die Rechten einen Sitz errungen. Sie wollen nun ihren Vertreter zur Ratssitzung begleiten. Etliche haben nach der Randale Zugangsverbot.

Lesen Sie auch:

- GdP erwartet langfristige Einsätze vor Dortmunder Rathaus

- Rechte Störer in Dortmund - Das sagt die Polizei

- Dortmund: Rechtsradikale wollen Rathaus stürmen

"Wir müssen uns der Herausforderung gemeinsam stellen", sagte Polizeipräsident Gregor Lange am Dienstag an der Seite von Oberbürgermeister Ullrich Sierau (SPD). Lange betonte, die Polizei sei für alle Eventualitäten gewappnet. Er rief die demokratischen Kräfte zur Besonnenheit auf. Auf Blockaden solle verzichtet werden. Er wolle nicht, dass die Polizei den Zugang für die Rechten durchsetzen müsse. Sie erhielten dadurch nur ein größeres Forum. Die Rechtsextremisten hätten insgesamt weniger Stimmen erhalten als bei der vorangegangenen Kommunalwahl. Gegner der Rechten wollen am Mittwoch vor dem Rathaus demonstrieren.

In Duisburg hatte am Montag der Rat, dem jetzt fünf Mitglieder rechter Parteien angehören, mit breiter Mehrheit eine Initiative gegen Rechts beschlossen. Es dürfe kein Podium für hetzerische Inszenierungen und diskriminierende Positionen geben. - dpa

Quelle: wa.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare