Dortmunder (12) verblüfft die Polizei mit seinem "Sonderfahrzeug" und einem schnellen Ermittlungserfolg

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Dortmund - Dieser 12-Jährige aus Dortmund hat bereits im jungen Alter ein ganz besonderes Gespür für Gerechtigkeit. Der Dortmunder Polizei half er, einen Fall in kurzer Zeit aufzulösen - mit einem wirklich speziellen Einsatzfahrzeug.

Es war am 30. Juni, als der 12-Jährige mit seinem Tretroller unterwegs von der Schule nach Hause war. An der Einmündung Neißestraße/Oderstraße beobachtete er einen Lkw. Denn der Schüler hegt eine Faszination für diese großen Gefährte. 

Jedoch nicht, wenn ihre Fahrer einen Unfall bauen und einfach weiterfahren. So geschehen an diesem Tag gegen 14.05 Uhr. Der Lkw, den der Junge beobachtete, krachte mit seinem Anhänger bei einem Wendemanöver in einen Stromkasten, den er stark beschädigte. 

Unfall verursacht und davongefahren - doch der Junge hat alles im Blick

Als er dies bemerkte, stieg der Fahrer den ersten Zeugenaussagen zufolge aus, begutachtete den Schaden, sammelte die abgerissenen Teile seines Fahrzeugs auf und verstaute sie in diesem. Anschließend fuhr er weiter seines Weges.

Und hatte dabei seine Rechnung ohne den jungen Dortmunder gemacht: Denn dessen Gerechtigkeitsgefühl sagte ganz klar: Das geht nicht. Und so kam das neue Sonderfahrzeug der Polizei zu seinem ersten Einsatz. 

Verfolgung auf dem Tretroller

Auf dem Tretroller nahm der junge Hilfs-Sheriff furchtlos die Verfolgung auf. Der Kampf David gegen Goliath nahm sodann auch in dieser Geschichte ein glückliches Ende. Denn der 12-Jährige konnte nur kurze Zeit später feststellen, wie der Lkw in der Benediktinerstraße parkte. 

Mit diesem Observationsergebnis kehrte er zurück zur Unfallstelle. Dort hatte in der Zwischenzeit ein weiterer Zeuge bereits die Polizei verständigt. Die dort eingesetzten "Kollegen" informierte der Junge umgehend über seine Erkenntnisse.

Fahrer gerät in Erklärungsnot

Und so konnten die Beamten in der Benediktinerstraße den 49-jährigen Fahrer aus Lettland ausfindig machen, der für seine Flucht vom Unfallort keine wirkliche Erklärung parat hatte.

Der Polizei bleibt jetzt nur noch eine Aufgabe, die Suche nach einem passenden Namen für das "neue Einsatzfahrzeug". Dazu schreibt die Behörde: "Benötigt wird eine passende Bezeichnung. Analog zum Streifenwagen, der gemäß des Aküfi (Abkürzungsfimmel) der Polizeisprache als FuStKw (Funkstreifenkraftwagen) bezeichnet wird, gäbe es mehrere denkbare Varianten. 

TKw zum Beispiel für "Tretkraftwagen". Oder vielleicht ObTKw für "Observationstretkraftwagen"?" Wie auch immer die Bezeichnung - der polizeilichen Ermittlungsleistung des Dortmunders gilt: Daumen hoch und ein großes Lob!

Quelle: wa.de

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