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Dortmund: Stadt enthüllt Pläne für großes ICE-Werk am Hafen

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Von: Daniele Giustolisi

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Die Deutsche Bahn baut am Hafen von Dortmund ein großes ICE-Werk. Viele Arbeitsplätze entstehen. Erste Vorarbeiten sind bereits gestartet.

Dortmund – Bis zu 500 neue und „zukunftssichere“ Arbeitsplätze versprechen Stadt Dortmund und die Deutsche Bahn durch den Bau des neuen ICE-Werks an der Westfaliastraße am Hafen von Dortmund, wie RUHR24* berichtet.

BauICE-Werk
BauherrinDeutsche Bahn
OrtDortmund, Hafen

Dortmund: Deutsche Bahn baut großes ICE-Werk am Hafen

In dem 450 Meter langen Werk mit vier Gleisen sollen künftig ICE bereitgestellt und instand gesetzt werden. Die Deutsche Bahn braucht dafür mehr Platz, weil sie aktuell mit einer Verdopplung der Fahrgastzahlen plant und dafür mehr Züge braucht – die wiederum gewartet werden müssen.

Das seit 2007 verwaiste Grundstück, auf dem das Werk entstehen soll, gehört bereits der Deutschen Bahn – es ist der alte Güterbahnhof, südwestlich der Westfaliastraße. Dort sollen künftig täglich bis zu 17 ICE pro Tag instand gehalten werden, also gewartet, gereinigt und repariert. Auch sollen dort ICE parken können, die über Nacht in Dortmund stationiert sind.

Deutsche Bahn verspricht Dortmund durch Bau von ICE-Werk bis zu 500 neue Arbeitsplätze

Die Deutsche Bahn verspricht zusätzlich zu den 500 neuen Arbeitsplätzen auch weitere Ausbildungsmöglichkeiten. Eingestellt werden Mechatroniker, Zugbereitsteller, Reinigungskräfte, Elektriker und Ingenieure.

Erste Arbeiten für den Bau des ICE-Werks auf dem Dortmunder Gelände sind bereits gestartet. So wurden erste leerstehende Gebäude abgerissen. In Kürze sollen weitere Gebäude und die inzwischen üppig zwischen den Gleisen gewachsenen Birken weichen – allerdings mit möglichst wenig „Gehölzverlust“, wie die Stadt versichert. Danach soll das Areal auf Blindgänger untersucht werden.

Neue Straßen für ICE-Werk am Hafen von Dortmund

Zu klären wäre noch, welche neuen Straßen für das neue ICE-Werk gebaut werden müssen. Geplant ist ein Anschluss der Westfaliastraße an die OWIIIa, also an die Mallinckrodtstraße. Möglich ist auch, dass die Brücke an der Franziusstraße, die über die Gleise führt, erneuert werden muss. Grund dafür ist der Bau neuer Gleise für das ICE-Werk.

So könnte das neue ICE-Werk in Dortmund künftig aussehen.
So könnte das neue ICE-Werk in Dortmund künftig aussehen. © Deutsche Bahn

Auch der Radverkehr ist tatsächlich vom Bau des ICE-Werks betroffen. Ein für die Internationale Gartenschau (IGA) 2027 geplante Radweg parallel zur Westfaliastraße sollte ursprünglich über das Gelände des alten Güterbahnhofs führen. Nun werden die Pläne dafür an jene für das ICE-Werk angepasst.

ICE-Werk ist Ergänzung zu bestehendem Werk in Dortmund

Übrigens: Das neue ICE-Werk wird als Ergänzung zum bestehenden Dortmunder Werk im „Spähenfelde“ (Nordstadt) geplant. „Die dortigen Kapazitäten werden weiter benötigt und bleiben in vollem Umfang erhalten“, verspricht die Deutsche Bahn.

Und wann steht das neue ICE-Werk am Hafen von Dortmund? Nach Öffentlichkeitsbeteiligung, Planfeststellung und die Erteilung der Baugenehmigung sollen die Bauarbeiten im Jahr 2025 beginnen. Mitte 2027 plant die Deutsche Bahn dann mit der Inbetriebnahme. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

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