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Dortmund: Klinikum hat wegen Corona und Grippe eine große Befürchtung

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Von: Christian Keiter

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Die Grippesaison beginnt und die Corona-Pandemie ist noch längst nicht vorbei. Am Klinikum Dortmund befürchtet man deshalb einen Mangel an Blutspenden.

Dortmund – Das Klinikum Dortmund ist stets auf der Suche nach Blutspendern. Gerade in der kalten Jahreszeit ist der Blutbestand traditionell deutlich geringer als üblich. In diesem Jahr droht noch früher ein Engpass, weiß RUHR24*.

KrankenhausKlinikum Dortmund
Betten1422
Mitarbeiterca. 4600

Klinikum Dortmund droht Blutspende-Mangel – „gemischte Gefühle“ wegen Grippe, Corona und Herbst

Man gehe in diesem Jahr davon aus, dass es deutlich früher und deutlich mehr Grippefälle geben wird, erklärt Dr. Uwe Cassens, Direktor des Instituts für Transfusionsmedizin im Klinikum Dortmund, das Dilemma. „Das bedeutet natürlich, dass viel weniger Menschen für eine Blutspende infrage kommen.“

„Noch geht es uns einigermaßen gut“, sagt Cassens. Doch dem Herbst blicke man in Dortmund* angesichts der anstehenden Grippesaison mit „gemischten Gefühlen“ entgegen. Dabei bestehe aber weder für Spender noch für Patienten ein erhöhtes Risiko. Vor jeder Blutspende finde eine ärztliche Untersuchung statt. Zudem sind die Liegen in der Alexanderstraße Corona-gerecht entzerrt und es gilt Maskenpflicht.

Dortmund: Klinikum warnt vor Engpass bei Blutspenden – Corona-Impfung ist kein Hindernis

In Dortmund können alle Erwachsenen zwischen 18 und 68 Jahren Blut spenden, sofern sie über 50 Kilogramm wiegen und keine relevanten Vorerkrankungen haben. Wer zum ersten Mal Blut spendet, darf maximal 60 Jahre alt sein (mehr News aus Dortmund* bei RUHR24).

Die Corona-Impfung ist für das Infragekommen als Blutspender* unerheblich. Wie das Deutsche Rote Kreuz erklärt, können geimpfte Personen bereits einen Tag nach der Impfung wieder Blut spenden, wenn sie sich fit fühlen. In Dortmund liegt der Anteil der vollständig Geimpften inzwischen bei 70 Prozent. In den Dortmunder Stadtteilen lässt sich dadurch erstmals ein interessanter Corona-Effekt beobachten*.

Auch ungeimpfte Personen dürfen Blut spenden, ein Test ist nicht erforderlich. Laut Robert Koch-Institut (RKI) ist eine Übertragung des Coronavirus durch Blut derzeit nicht anzunehmen, weil das Virus bei symptomlosen Personen im Blut nicht nachweisbar ist.

Mann spendet Blut
Die Corona-Impfung spielt für Blutspenden keine Rolle. © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Andere Regeln gelten für Personen mit Erkältungssymptomen – unabhängig davon, ob sie in Zusammenhang mit der Grippe oder Covid-19 stehen. Sie dürfen kein Blut spenden. Denn Personen, die eine Blutspende erhalten, sind aufgrund eines vorherigen Blutverlusts ohnehin geschwächt.

Blutspende im Klinikum Dortmund: Bei Erkältungssymptomen ist Spenden nicht möglich

„Erhalten die Betroffenen in diesem Zustand Blut, in dem sich grippale Krankheitserreger befinden, kann dies den Genesungsprozess nicht nur beeinträchtigen, sondern stark gefährden und zu schweren Komplikationen führen“, warnt das Klinikum Dortmund.

Wie lange müssen Blutspender warten, bis sie nach einer Erkrankung wieder spenden dürfen? Das kommt ganz auf die Erkrankung und die Symptome an. Bei einer Corona-Infektion muss die betroffene Person ohnehin zunächst in Quarantäne. Ansonsten empfiehlt Cassens, nach einem fieberhaften Infekt vier Wochen bis zur nächsten Blutspende zu warten. Nach einer Erkältung ohne Fieber sei die nächste Spende bereits sieben Tage nach Genesung wieder möglich. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Blutspende am Klinikum Dortmund

Die Blutspende im Klinikum Dortmund ist montags und freitags von 8 bis 15 Uhr, dienstags bis donnerstags von 8 bis 19 Uhr und samstags (nur mit Termin) von 8 bis 14 Uhr möglich. Termine können online oder telefonisch unter 0231/953 199 99 vereinbart werden.

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