Diese Fakten über Kuba sollten Sie kennen

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Touristen verbinden mit Kuba Musik, Tanz und traumhafte Strände. Darüber hinaus ist der sozialistisch geprägte Inselstaat Produzent des besten Tabaks weltweit.

Kuba steht für mehr als Rum und Mojito. Die Karibikinsel gilt als Exporteur des weltbesten Tabaks und als einer der größten Zuckerlieferanten. Trotzdem ist das Land aufgrund seiner sozialistischen Staatsform von der Außenwelt relativ abgeschnitten. Lesen Sie die wichtigsten Fakten über die Insel.

Ursprungsland des weltweit besten Tabaks

Die Zigarrenherstellung gilt in Kuba als alte Tradition. Deren weltweite Verbreitung ab dem 16. Jahrhundert geht auf Christoph Kolumbus zurück. Er hatte sie im Jahr 1492 auf der Insel entdeckt. Die karibischen Zigarren überzeugten schnell durch die hohe Qualität des Tabaks. Diese ist unter anderem auf das subtropische Klima und die nährstoffreichen Böden zurückzuführen. Allein im Jahr 2011 betrugen die Einnahmen durch den Export von kubanischen Zigarren rund 400 Millionen US-Dollar.

Ausschlaggebend für die gute Qualität ist auch die Lagerung der Zigarren. Bei einer Temperatur von 16 bis 19 Grad und einer Raumfeuchtigkeit zwischen 65 und 72 Prozent bleiben die Vorzüge über lange Zeit erhalten. Vergleichbar mit einem guten Wein, können sich bei optimalem Klima die Aromen mit der Zeit sogar verbessern. Zum Bespiel die Cohiba gehört heute zu den erlesensten und namhaftesten Marken weltweit. Besondere Bekanntheit erlangte sie durch berühmte Konsumenten wie Che Guevarra oder Fidel Castro.

Kuba – einer der wichtigsten Zuckerlieferanten

Seit Mitte des 16. Jahrhunderts, als die Spanier das Land übernahmen, wird in Kuba auch Zuckerrohr angebaut. Die Eroberer brachten die Pflanze von den Kanarischen Inseln mit. Unzählige Sklaven schufteten in den Folgejahren auf den Feldern. Dadurch stiegen auch bald die Exportzahlen. Bereits im Jahr 1850 galt der Inselstaat mit 14.000 Plantagen als größter Zuckerlieferant der Welt. 1960 wurden die Fabriken verstaatlicht und die Politiker zu reichen Männern. Sie ließen sich prächtige Paläste errichten – hauptsächlich in Trinidad, der Hauptstadt des Zuckers.

Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion gingen die Exportzahlen und somit die Zuckerproduktion auf der Insel stark zurück. Denn die UdSSR war über Jahre einer der wichtigsten Abnehmer des Zuckers. Erst seit den letzten Jahren erholt sich das Geschäft: Es gibt neue Investoren und die Weltmarktpreise steigen wieder. Kuba ist damit erneut einer der weltweit wichtigsten Zuckerlieferanten und auf dem besten Weg, es zurück an die Spitze zu schaffen.

Paradies nach sozialistischen Prinzipien

Mit Kuba wird nicht nur die Zigarrenherstellung und der Export von Zucker in Verbindung gebracht, sondern auch Traumstrände, freundliche Gastgeber und Musik. Die Insel hat jedoch noch eine andere Seite: Seit 1959 ist Kuba eine sozialistische Republik. Für die einheimische Bevölkerung ist das mit erheblichen Repressalien verbunden. Zum Beispiel ist die Meinungs- und Pressefreiheit eingeschränkt. Den Journalisten, die sich darüber hinwegsetzen, drohen hohe Geld- oder Haftstrafen. Private Internetanschlüsse müssen vom Staat genehmigt werden. Deshalb haben nur drei Prozent der Bevölkerung einen Zugang.

Bis zum Jahr 2013 benötigten alle Kubaner, die das Land verlassen wollten, zusätzlich zum Reisepass ein Ausreisevisum. Auch durfte eine Reise nicht länger als elf Monate andauern, da sonst der Verlust der Aufenthaltserlaubnis drohte. Inzwischen wurde die Regelung auf 24 Monate erweitert. Doch der Staat nimmt weiterhin Einfluss auf das Reiseverhalten seiner Bürger. Es heißt, er habe Angst davor, seine Talente an das Ausland zu verlieren.

Quelle: wa.de

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