Diakonie soll mit Sozialbeiträgen und Fördergeldern jongliert haben

MESCHEDE/ARNSBERG - Betrugsverdacht gegen Wohlfahrtsverband: Die Diakonie Ruhr-Hellweg mit Sitz in Meschede soll jahrelang Sozialbeiträge für Mitarbeiter verkürzt und Fördergelder zweckentfremdet haben. Dies haben Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Arnsberg ergeben.

Nach Auskunft der Ermittlungsbehörde vom Donnerstag wurden Mitarbeiter bei den Abrechnungen wie Ehrenamtliche behandelt, und so zwischen 2006 und 2011 rund 86 000 Euro Sozialversicherungsabgaben zuwenig gezahlt. Außerdem sollen 200 000 Euro an Personalkosten-Zuschüssen vom Landesjugendamt nicht für die Schwangerenkonflikt-Beratung und andere förderfähige Aufgaben genutzt worden sein.

Ob Mitarbeiter der Diakonie und dreier gemeinnütziger GmbHs sich für die Unregelmäßigkeiten strafrechtlich verantworten müssen, werde noch geprüft. Angestoßen worden waren die Ermittlungen im vergangenen Frühjahr durch Zeugenhinweise. Eine Diakonie-Sprecherin teilte mit, dass die zu Unrecht erhaltenen und verkürzten Gelder bereits erstattet wurden. Zudem habe sich durch die Fehlabrechnungen niemand persönlich bereichert. - lnw

Quelle: wa.de

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