Uhrmacher haben Nachwuchssorgen

DORTMUND/MÜNSTER - In Deutschland gibt es zu wenig Ausbildungs-Betriebe für Uhrmacher. Bundesweit seien es nur etwa 400 Uhrmacher-Lehrlinge, sagte der nordrhein-westfälische Landes- Innungsmeister für Uhren, Schmuck und Zeitmesstechnik, Alfons Bußkamp, in Münster.

Es würden momentan aber dreimal so viele Uhrmacher gebraucht, um der Nachfrage gerecht zu werden, sagte Bußkamp der dpa.

Die meisten Uhrmacher würden keine Nachfolger mehr finden. "Die Situation ist katastrophal." Dabei gebe auf der anderen Seite genügend Schüler, die gerne eine Ausbildung als Uhrmacher absolvieren würden, betonte Bußkamp. Es gebe aber kaum Ausbildungsplätze, weil der kleine Uhrmacherbetrieb "um die Ecke" aussterbe.

Gefragt seien momentan entweder Billiguhren oder Uhren im oberen Preissegment. Das trifft häufig die kleinen Geschäfte, die ihre Vorstadt-Läden schließen müssen. Um am Markt überhaupt überleben zu können, müssten Uhrmacher eine Marktlücke finden. -dpa/lnw

Quelle: wa.de

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