Deutsche als Terroristen der FDLR verurteilt

DÜSSELDORF - Zwei 45 und 51 Jahre alte Männer sind am Freitag vom Düsseldorfer Oberlandesgericht als Terroristen der ruandischen Terrorgruppe FDLR verurteilt worden. Die Gruppe soll am Völkermord an den Tutsis 1994 beteiligt gewesen sein.

Zwei 45 und 51 Jahre alte Männer sind am Freitag vom Düsseldorfer Oberlandesgericht als Terroristen der ruandischen Terrorgruppe FDLR verurteilt worden. Sie erhielten Haftstrafen von drei und vier Jahren, teilte das Gericht mit. Ein dritter Angeklagter (68) wurde als Terror-Unterstützer zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt.

Die FDLR ("Demokratische Kräfte zur Befreiung Ruandas") operiere im Osten Kongos mit dem Ziel, die Regierung Ruandas zu entmachten. Sie habe hunderte Zivilisten umgebracht, Frauen vergewaltigt und Kindersoldaten rekrutiert, stellte das Gericht fest.

Die als Terroristen verurteilten Männer hätten in Deutschland Propagandaarbeit für die FDLR geleistet. Mit ihrer Propaganda leugne und verharmlose die FDLR ihre schweren Verbrechen und Menschenrechtsverletzungen. Beide Männer hätten erst spät Geständnisse abgelegt. Der Prozess hatte vor einem Jahr begonnen, das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Die FDLR ist von der Volksgruppe der Hutus dominiert, etliche ihrer Mitglieder sollen am Völkermord an den Tutsis 1994 in Ruanda beteiligt gewesen sein, als rund 800.000 Menschen ermordet wurden. Mit Macheten und Knüppeln wurden damals ganze Dörfer entvölkert. - lnw

Quelle: wa.de

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