Deutsche Bahn investiert

2015 fast 700 Millionen Euro für Schienen-Infrastruktur

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DÜSSELDORF - Die Deutsche Bahn steckt 2015 fast 700 Millionen Euro in Neubau und Erhalt der Schieneninfrastruktur in Nordrhein-Westfalen. 975 größere Baustellen seien geplant, teilte die Bahn am Mittwoch in Düsseldorf mit. Zeitweise Vollsperrungen sind die Folge.

Insgesamt werden über 700 Kilometer Schienen und zwölf Brücken erneuert. Zu den großen Projekten gehört im Frühjahr die Gleiserneuerung eines Teils der ICE-Hochgeschwindigkeitsverbindung zwischen Köln und Frankfurt. Die Strecke wird im Frühjahr an vier Wochenenden gesperrt.

Neue Gleise werden auch zwischen Aachen und Düren verlegt. Der Abschnitt bleibt im Sommer sechs Wochen lang gesperrt, Züge fahren Umleitungen. Die Bahn hat zuletzt jeweils zwischen 600 und 700 Millionen Euro pro Jahr investiert.

Nordrhein-Westfalens Bahn-Chef Reiner Latsch sagte, in den kommenden fünf Jahren würden nach jetzigem Stand fast drei Milliarden Euro in die bestehende Schieneninfrastruktur fließen. In den kommenden Jahren werde es mit großen Vorhaben weitergehen, kündigte Latsch an. Dazu gehöre der Ausbau der Güterzug-Strecke Betuwe-Linie in NRW.

2015 sollen erste Masten für Oberleitungen entstehen und alte Bahnübergänge verschwinden. Ab 2017 könne es langsam mit dem Bau der Trasse für den Rhein-Ruhr-Express (RRX) auf der Pendlerstrecke zwischen Köln und Dortmund losgehen. Auch die jeweils 100 Millionen Euro teure Sanierung der Bahnhöfe in Dortmund und Duisburg rücke dann näher.

Neben Gleis- und Weichenerneuerungen werden der Bau von Lärmschutzwänden fortgeführt und die Modernisierungen an der Leit- und Sicherungstechnik für neue elektronische Stellwerke vorangetrieben. Mehrere Bahnhöfe werden im Rahmen der Modernisierungsoffensive erneuert und barrierefrei ausgebaut.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den Brücken. Geplant sind unter anderem Brückenarbeiten in Mönchengladbach (Hubertusstraße), in Aachen (Roermonder und Vaalser Straße) sowie in Viersen (Bachstraße und Eichenstraße).

Die neun großen Baukorridore in Nordrhein-Westfalen haben teils überregionale Auswirkungen auf den Bahnbetrieb. Dies sind zum Beispiel 2015 die Baumaßnahmen an den Strecken Köln – Aachen, Köln – Siegen sowie Emmerich und Emmerich Grenze zu den Niederlanden.

Vollsperrung zwischen Hamm und Münster

Umfangreiche Gleisbauarbeiten erfordern auf der Strecke zwischen Hamm und Münster Totalsperrungen zwischen dem 27. März und 13. April. Betroffen ist der Abschnitt zwischen Mersch und Münster. Auf dieser Strecke wird ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.

Zwischen Dortmund-Hörde und Holzwickede und zwischen Schwerte und Hörde kommt es zwischen dem 22. Juni und 21. September zu zeitweisen Vollsperrungen. Gründe dafür sind Gleis- und Weichenerneuerungen auf den Abschnitten. Betroffen sind die RB 53 und RB 59 sowie der RE 57. Ausfälle werden mit Schienenersatzverkehr kompensiert. - dpa

Quelle: wa.de

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