Deutsch-holländische Teams fahren weiter Streife

BORKEN - Die Polizei im deutsch-niederländischen Grenzgebiet soll auch in den nächsten Jahren gemeinsam auf Streife gehen. Eine entsprechende Absichtserklärung haben alle an dem EU-Projekt beteiligten Behörden am Freitag unterzeichnet. Ende März 2014 endet die Förderperiode des EU-Projekts mit dem Titel "Grenzüberschreitendes Polizeiteam" (GPT).

Stellvertretend sagte Polizeipräsident Witthaut zur Fortführung des GPT-Projektes: "Die erfolgreiche Arbeit der Grenzüberschreitenden Polizeiteams entlang der innereuropäischen Grenze zeigt, dass diese Form polizeilicher Zusammenarbeit zur Kriminalitätsbekämpfung wichtig ist. Alle Beteiligten Behörden sind sich einig, dass dieses innovative Projekt fortgesetzt werden soll."

In Enschede trafen sich am Freitag Vertreter der niederländischen Polizei, der Bundespolizeidirektion Hannover, der Kreispolizei Borken und der Polizeidirektion Osnabrück zu einer Abschlussfeier.

Seit 2008 arbeiten deutsche und niederländische Polizeistreifen in der Grenzregion zusammen. Jeweils ein Polizist aus beiden Ländern fahren gemeinsam Streife. Dabei dürfen sie die Grenze jederzeit überfahren.

Pro Jahr werden die rund 20 Polizisten des GPT in ca. 1900 Fällen aktiv. Häufige Delikte sind Wohnungseinbruch, Rauschgiftschmuggel und irreguläre Migration. In rund zwei Dritteln der Fälle geht es um die Verfolgung von Straftaten und Ordnungswidrigkeiten, bei einem Drittel um die Vorbeugung.

Nach der Auswertung von 24 Empfehlungen der beteiligten 20 Polizisten soll bis spätestens Ende des Jahre 2014 eine Entscheidung über die Fortsetzung des Projektes fallen, so ein Polizeisprecher. Bis dahin würden die gemeinsamen Streifen aber auch ohne neue Fördergelder unterwegs sein.

Gelöst werden müssten Probleme, wie zum Beispiel die Anpassung der unterschiedlichen digitalen Funksysteme in den Nachbarländern. "Ohne neue Fördergelder geht das nicht", so der Sprecher. - dpa

Quelle: wa.de

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