Der schnellste Weg zur Altenpflege

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Wenn keiner Ihrer Angehörigen die Altenpflege übernehmen kann, benötigen Sie einen mobilen Pflegedienst.

Ein Sturz auf der Treppe und alles ist anders: Plötzlich sind Sie auf fremde Hilfe angewiesen – und das täglich. Jetzt benötigen Sie schnelle Unterstützung durch eine geeignete Altenpflege. Lesen Sie dazu unsere Tipps von der Antragsstellung bis zur Betreuung.

Verlieren Sie keine Zeit, wenn Sie Hilfe brauchen. Stellen Sie innerhalb eines Monats den Antrag auf Leistungen der Pflegeversicherung bei der Pflegekasse Ihrer Krankenversicherung. Je eher das Schreiben dort eingeht, desto früher erhalten Sie die benötigte Unterstützung bei der Altenpflege. Denn ausschlaggebend für den Beginn der Leistungen ist das Eingangsdatum.

Unterstützung vom Pflegeberater

Jetzt ist die Pflegekasse am Zug: Sie muss Ihre Unterlagen an den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) weiterleiten. Außerdem ist sie verpflichtet, Ihnen innerhalb von zwei Wochen einen Termin bei einem Pflegeberater anzubieten. Dieser unterstützt Sie bei der Organisation der Altenpflege:

  • Er berät Sie und Ihre Angehörigen über Leistungen.
  • Er hilft Ihnen beim Ausfüllen von Anträgen.
  • Er erstellt einen individuellen Versorgungsplan mit allen an der Altenpflege beteiligten Personen, Diensten und Einrichtungen.
  • Er vermittelt Ihnen eine Haushaltshilfe oder einen geeigneten Pflegedienst.

Die Einstufung durch den Medizinischen Dienst

Neben dem Treffen mit Ihrem Pflegeberater steht ein weiterer wichtiger Termin an: der Hausbesuch des Medizinischen Dienstes. Er verschafft sich dabei einen Eindruck von Ihrer Lebenssituation, Ihrer Beeinträchtigung und davon, wie viel Altenpflege Sie täglich benötigen. Anhand dieser und weiterer Kriterien nimmt der MDK die Pflegeeinstufung vor:

Die Pflegebedürftigkeit wird in die Pflegestufe I (erhebliche Pflegebedürftigkeit) bis III (Schwerstpflegebedürftigkeit) eingeteilt. Von der Pflegestufe hängt die Höhe der Leistungen ab. Die Pflegekasse entscheidet auf Basis des Gutachtens des MDK über die Leistungen. Nach spätestens fünf Wochen teilt Ihnen die Pflegekasse das Ergebnis mit.

Bitten Sie die Person, die Sie bei der Altenpflege betreut, beim Termin mit dem MDK dabei zu sein. Um genau dokumentieren zu können, wie viel Unterstützung Sie benötigen, führen Sie schon im Vorfeld ein Pflegetagebuch. Notieren Sie darin alle Tätigkeiten, bei denen Sie Hilfe brauchen, und die Zeiten.

Wer die Altenpflege übernimmt

Nun müssen Sie klären, ob ein Angehöriger sich die Altenpflege zutraut. Wenn nicht, beauftragen Sie einen ambulanten Pflegedienst in Ihrer Nähe. Einige Pflegedienste sind in mehreren westfälischen Städten vertreten. Beziehen Sie in Ihre Suche daher auch den Großraum Münster mit der Vorwahl 0251 ein.

Übernimmt ein Verwandter Ihre Pflege, geben Sie das Pflegegeld an ihn weiter. Entscheiden Sie sich für einen ambulanten Pflegedienst, müssen Sie einen Vertrag mit ihm schließen. Aus diesem sollte ersichtlich sein, welcher Betrag jeden Monat von Ihnen selbst gezahlt werden muss, was also nicht als Pflegesachleistung über die Versicherung abgedeckt ist. Können Sie nicht zuhause gepflegt werden, übernimmt die Kasse anteilig die Kosten für ein Heim.

Möchte ein Angehöriger die Altenpflege selbst übernehmen, ist aber berufstätig, nehmen Sie zusätzlich eine Tagespflege in Anspruch. Sie werden morgens daheim abgeholt, verbringen den Tag in der auf Betreuung spezialisierten Einrichtung und kommen abends wieder nach Hause. Die Kosten übernimmt die Pflegekasse. Lediglich Mahlzeiten und Getränke zahlen Sie aus eigener Tasche.

Quelle: wa.de

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