Debatte um Grubenwasser: RAG soll Gift-Einleitung unterbinden

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Düsseldorf - Neue Gutachten habe der Debatte um die PCB-Belastung der Gewässer in Nordrhein-Westfalen durch den Bergbau neue Nahrung gegeben. Ein vom NRW-Umweltministerium in Auftrag gegebenes Gutachten komme zu dem Ergebnis, dass die Reinigung des Grubenwassers von der Chemikalie PCB für die RAG in wirtschaftlich vertretbarer Weise möglich sei, sagte ein Ministeriumssprecher am Sonntag. Die Gutachter hatten unter anderem Investitions- und Betriebskosten für Filteranlagen geschätzt.

Der Bergbaubetreiber RAG sieht dagegen durch ein weiteres Gutachten seine Einschätzung bestätigt, dass durch den von ihm geplanten Anstieg des Wassers unter Tage die PCB-Einleitung deutlich reduziert werden kann. Komplett herausfiltern lasse sich das PCB nicht. Der Bergbaukonzern verweist darauf, dass der PCB-Anteil der RAG an der gesamten PCB-Fracht im Rhein lediglich 0,2 Prozent betrage.

Einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" zufolge will NRW- Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) der RAG diese Filterung vorschreiben und den Kohlekonzern zwingen, die Schließung der Bergwerke in einem öffentlichen Verfahren mit Bürgerbeteiligung prüfen zu lassen. Betroffene des Bergbaus und Umweltverbände hätten dann weitreichende Einspruchsmöglichkeiten.

Die Ergebnisse der Gutachten sollten jetzt mit der RAG besprochen werden, sagte der Ministeriumssprecher. Die RAG benötigt eine wasserrechtliche Genehmigung, um auch nach dem Ende der Bergbaus 2018 Grubenwasser in Flüsse einleiten zu dürfen. Sie will das Grubenwasser künftig nur noch an einigen zentralen Punkten an die Oberfläche pumpen. Die Chemikalie PCB wurde früher in Hydraulikölen von Maschinen und Förderbändern in Zechen eingesetzt. Vieles davon wurde unter Tage zurückgelassen. - dpa

Quelle: wa.de

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