Nach Tod auf Frühchen-Station

Darmkeime in Lippstadt: Zweites Kind erkrankt

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Symbolbild eines Frühchen im Krankenhaus.

LIPPSTADT - Nach dem Tod eines Mädchens wegen eines gefährlichen Darmkeims auf einer Frühchen-Intensivstation in Lippstadt ist ein zweites Kind erkrankt.

Die Klinik geht davon aus, dass es sich an demselben multiresistenten Keim angesteckt hat, der zwischenzeitlich bei 14 dort untergebrachten Frühchen entdeckt worden war. Bislang hatte es nach der Infektion des Mitte Mai gestorbenen, nur 650 Gramm schweren Frühchens aber keine Erkrankungen gegeben.

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Jetzt sei der Keim vermutlich in die Blutbahn des betroffenen Kindes gelangt und habe seit Mittwochabend eine Entzündung ausgelöst, sagte ein Sprecher des Evangelischen Krankenhauses am Donnerstag. Die Mediziner gehen nach seinen Angaben davon aus, dass sich der Keim schnell eindämmen lässt. Das jetzt betroffene Kind sei mit sechs Wochen und etwas über einem Kilo Gewicht älter und robuster als das verstorbene Mädchen. Der Keim spreche außerdem auf das verabreichte Antibiotikum an.

Bei dem Keim handelt es sich um eine Variante des Bakteriums "Escherischia coli", das als Darmkeim bei gesunden Erwachsenen meist nicht zu größeren Problemen führt. Für eine weitere Verbreitung des Keimes gebe es derzeit keine Hinweise, hieß es in der Klinik-Mitteilung von Donnerstag. Zwei der Kinder, die mit dem Keim besiedelt, ansonsten aber gesund und stabil sind, konnten nach Hause entlassen werden. Ein weiteres sollte am Freitag folgen. - lnw

Quelle: wa.de

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