Covid-19-Pandemie im Live-Ticker

Coronavirus/NRW: Weiterer Todesfall in Essen - 150-Euro-Bußgeld und Party-Limit sollen kommen

Das Coronavirus grassiert wieder stärker als im Sommer – auch in NRW. Der Live-Ticker mit aktuellen Zahlen aus Dortmund, Bochum, Essen und dem Ruhrgebiet.

  • Das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2)* verbreitet sich auch in NRW aktuell wieder rasanter.
  • RUHR24.de* informiert im Live-Ticker über alle Zahlen, Maßnahmen und Entwicklungen zur Corona-Pandemie.
  • Besonders Hamm ist von einem großen Ausbruch betroffen.

Update, Mittwoch (30. September), 16.10 Uhr: Leider gibt es traurige Nachrichten aus Essen. Wie die Stadt mitteilt, hat es einen weiteren Todesfall nach einer Corona-Erkrankung gegeben. Ein 62-jähriger Patient ist im Universitätsklinikum Essen verstorben.

Corona-Todesfall in Essen: 62-Jähriger stirbt in Uniklinik

Er wurde Mitte September stationär aufgenommen, danach verschlechterte sich der Gesundheitszustand innerhalb kurzer Zeit, sodass der Patient an die Herz-Lungen-Maschine angeschlossen werden musste. Auch danach hat sich der Gesundheitszustand weiter verschlechtert, so dass dies zum Tod geführt hat.

Die aktuellen Corona-Zahlen aus Essen lauten wie folgt: Aktuell sind in der Ruhrgebietsstadt 181 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. In den vergangenen sieben Tagen hat es 167 Neuinfektionen gegeben, was einen Inzidenzwert von 28,2 ausmacht. 49 Personen sind an oder in Verbindung mit einer Corona-Infektion verstorben.

Update, Dienstag (29. September), 21.34 Uhr: Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat die Bevölkerung in Nordrhein-Westfalen auf noch länger andauernde Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie eingestimmt. Flächendeckende Maßnahmen in Deutschland seien aber nicht notwendig, sondern "lokale Handlungsmuster", sagte Laschet am Dienstag in Düsseldorf. Zuvor hatte der CDU-Politiker eklärt, 150 Euro Bußgeld von Menschen zu kassieren, die in Restaurants falsche Angaben zu ihrer Identität machen würden.

NRW: Corona-Lage in Hamm hat sich leicht entspannt 

Update, Dienstag (29. September), 20.47 Uhr: Die Stadt Hamm mit den aktuell meisten Corona-Neuinfektionen in NRW will bis zum kommenden Montag (5. Oktober) über mögliche weitere Schritte entscheiden. Ob die bis zum 6. Oktober geltenden Maßnahmen in Gänze oder in Teilen verlängert werden müssten oder ob gar neue Einschnitte nötig würden, ergebe sich aus dem Infektionsverlauf der nächsten Tage, sagte ein Sprecher am Dienstag. Derzeit hoffe man, mit dem geschnürten Maßnahmenpaket gut aufgestellt zu sein.

Die Stadt mit mehr als 180.000 Einwohnern hat die höchste Sieben-Tage-Inzidenz landesweit: Laut Robert Koch-Institut gab es am Dienstag 98,3 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen. Vor einer Woche hatte Hamm die "Corona-Notbremse" gezogen. Immerhin zeichne sich eine leichte Entspannung ab, betonte der Sprecher. Das RKI hatte zwischenzeitlich einen Wert von 112 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner für Hamm ausgewiesen.

Remscheid in NRW: Bundeswehr schickt Helfer wegen Corona-Ausbruch

Update, Dienstag (29. September), 20.32 Uhr: Die von Corona-Neuinfektionen ebenfalls stark betroffene Stadt Remscheid erwartet zehn Helfer der Bundeswehr. Sie werden das Gesundheitsamt bei der Kontakt-Nachverfolgung unterstützen und Abstriche für Corona-Tests nehmen, wie eine Stadtsprecherin sagte. 

Angesichts der seit Tagen steigenden Zahlen sollten die Helfer "zeitnah" eintreffen. Die bergische Stadt verzeichnete am Dienstag 65,8 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den letzten sieben Tagen - etwas weniger als in den Tagen zuvor.

Emsdetten: Stadt in NRW lässt Belegschaft von Geflügelverarbeiter auf Corona testen

Update, Dienstag (29. September), 20.13 Uhr: Nach einem Ausbruch bei einem Geflügelverarbeiter in Emsdetten wurde die Belegschaft am Dienstag erneut getestet. Das Gesundheitsamt des Kreises Steinfurt will auf diese Weise erfahren, ob ein Unterbrechen der Infektionsketten gelungen ist, wie eine Sprecherin erläuterte. 

In der vergangenen Woche waren rund 340 Mitarbeiter entweder auf dem Firmengelände oder von mobilen Teams auf das Coronavirus getestet worden, nachdem seit Mittwoch die Zahl der infizierten Menschen stark gestiegen war. 55 Infizierte wurden bisher festgestellt.

NRW-Virologe Streeck sieht zu viel Angst vor dem Coronavirus

Update, Dienstag (29. September), 20.03 Uhr: Deutschland hat es aus Sicht des nordrhein-westfälischen Virologen Hendrik Streeck im Sommer verpasst, pragmatische Lösungen für Zeiten mit steigenden Corona-Infektionszahlen zu finden. 

"Ich glaube, im Gesundheitssystem sind wir sehr gut vorbereitet", sagte er mit Blick auf den Herbst und Winter der Deutschen Presse-Agentur. "Mental sind wir dagegen in Deutschland weniger gut vorbereitet." Es sei zu viel Angst vorhanden. Er befürchte, dass im Herbst wenig über Lösungen diskutiert werde - und "zu viel darüber, wie wir das Leben wieder zurückfahren".

NRW will noch drastischere Strafen gegen Corona-Lügner in Restaurants

Update, Dienstag (29. September), 19.47 Uhr: In Nordrhein-Westfalen müssen Menschen, die in Restaurants oder Gaststätten falsche Angaben zu ihrer Person machen, mit mehr als 150 Euro Bußgeld rechnen. Die genaue Höhe werde noch geklärt, sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Dienstag nach einer Bund-Länder-Schalte in Düsseldorf. Die Kontaktangaben würden auch in Stichproben überprüft.

Das Bußgeld werde höher sein als die jetzige Strafe für Maskenverweigerer im öffentlichen Nahverkehr, weil auch mehr Menschen mit Corona in Gaststätten infiziert werden könnten, sagte Laschet. Es liege im gesundheitlichen Interesse jedes Einzelnen, seinen richtigen Namen zu hinterlassen. Die Kontaktnachverfolgung sei "die Schlüsselfrage der Pandemie".

Zuvor hatte Kanzlerin Angela Merkel in einer Telefonschalte mit den Ländern ein Bußgeld von 50 Euro ins Gespräch gebracht (siehe Update von 17.09 Uhr).

Coronavirus in NRW: Mehrere Corona-Positive in Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge

Update, Dienstag (29. September), 18.14 Uhr: Die Stadt Essen hat bekannt gegeben, dass es in einer Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge mehrere positiv auf das Coronavirus getestete Fälle gegeben hat. Bei der Einrichtung handelt es sich um jene am Overhammshof. Drei Fälle wurden dort zuletzt verzeichnet, gab die Stadt am Dienstag (29. September) bekannt.

Essen/NRW: Drei Corona-Positive in Erstaufnahmeeinrichtung 

Die Testungen wurden im Rahmen eines Screenings von insgesamt rund 400 neu aufzunehmenden Personen durchgeführt. Die betroffenen Personen befinden sich in einer angeordneten häuslichen Quarantäne und werden entsprechend von den anderen Bewohner*innen der Einrichtung getrennt. Weitere Ergebnisse stehen noch aus.

Update, Dienstag (29. September), 17.36 Uhr: Bund und Länder wollen angesichts anhaltend hoher Corona-Infektionszahlen Feiern in öffentlichen oder angemieteten Räumen auf maximal 50 Teilnehmer beschränken. Dies gelte, wenn in einem Landkreis innerhalb von sieben Tagen mehr als 35 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner auftreten. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag von Teilnehmern des Treffens von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder.

In privaten Räumen soll es demnach keine Vorschriften zur Teilnehmerzahl geben. In dem Beschluss heißt es nach dpa-Informationen, es werde dringend empfohlen, in privaten Räumen keine Feierlichkeit mit mehr als 25 Teilnehmern durchzuführen.

Coronavirus: Bund und Länder wollen weiteres 50-Euro-Bußgeld einführen

Update, Dienstag (29. September), 17.09 Uhr: Bürger, die in einem Restaurant oder anderen Gastwirtschaften falsche Angaben zu ihrer Person machen, müssen künftig mit einem Mindestbußgeld von 50 Euro rechnen. Das beschlossen die Ministerpräsidenten der Länder nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag bei ihrer Videoschalte mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU). 

Offen blieb zunächst, wie die Bußgeldregeld konkret angewandt werden soll, wenn beispielsweise durch Eintrag eines falschen Namens gar nicht klar ist, um wen es sich handelt.

Angela Merkel hat es satt: Wer aber künftig etwa «Micky Maus», «Hulk» oder «Volker Racho» in die Listen einträgt, der muss mit 50 Euro Bußgeld rechnen.

Bei ihrer Videokonferenz appellierten Bund und Länder am Dienstag angesichts der beginnenden Herbstferien an Bürgerinnen und Bürger, Reisen in Risikogebiete zu unterlassen. Zudem wollen sie mehr Schnelltestverfahren einführen und damit die bisherige Teststrategie erweitern, wie die dpa von Teilnehmern des Treffens von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit 22den Ministerpräsidenten der Länder erfuhr.

Keine weiteren Öffnungsschritte wegen anhaltend hoher Infektionszahlen

Angesichts anhaltend hoher Infektionszahlen mit dem Coronavirus sollen demnach derzeit keine weiteren Öffnungsschritte zugelassen werden, hatte es vor dem Gespräch Merkels mit den Länderchefs geheißen.

Bei der Diskussion über die richtigen Gegenmaßnahmen waren vor dem Bund-Länder-Gespräch Meinungsverschiedenheiten deutlich geworden. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte sich für bundesweit einheitliche Regeln für regionale Gegenmaßnahmen ausgesprochen. Baden-Württembergs Regierungschef Winfried Kretschmann (Grüne) und die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) befürworteten Teilnehmer-Obergrenzen bei Feiern. Manuela Schwesig (SPD) in Mecklenburg-Vorpommern und Michael Kretschmer (CDU, Sachsen) lehnten dagegen bundeseinheitliche Verschärfungen auch mit Verweis auf die unterschiedlichen Ansteckungszahlen in den Ländern ab.

Update, Dienstag (29. September), 16.39 Uhr: In Dortmund sind heute sind 30 positive Testergebnisse hinzugekommen. Eines stammt von einem Reiserückkehrenden aus einem Risikogebiet, berichtet die Stadt am Dienstag. Aufgrund des positiven Testergebnisses bei einem Erziehenden der Kita im Grünen (Am Gardenkamp) seien eine Gruppe und sechs Erzieher in Quarantäne.

Trotz Corona in NRW: Weihnachtsmärkte sollen Stehtische bekommen

Update, Dienstag (29. September), 15.46 Uhr: Die Landesregierung will Stehtische auf den Weihnachtsmärkten in Nordrhein-Westfalen erlauben. "Wir werden bei den Weihnachtsmärkten Stehtische statt wie bislang ausschließlich Sitzplätze gestatten", sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) der Rheinischen Post (Dienstag) auf die Frage nach einer Anpassung in der neuen Coronaschutzverordnung des Landes.

Karl-Josef Laumann (CDU)

Es gehe um Weihnachtsmärkte unter Corona-Bedingungen, "weil wir am Ende nicht wollen, dass nach der Pandemie unsere Innenstädte leer stehen und alle nur noch beim Onlinehändler kaufen", unterstrich Laumann. Man werde die Stände auseinanderziehen müssen. Zudem müssten die Betreiber von Glühweinständen auf Abstände und Nachverfolgung achten.

Coronavirus: Pandemie drückt auf Preise in NRW

Update, Dienstag (29. September), 11.13 Uhr: Corona drückt die Preise in NRW. Im August lagen die Lebenshaltungskosten im bevölkerungsreichsten Bundesland um 0,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau, wie das Statistische Landesamt heute mitteilte. Der August war damit der dritte Monat in Folge, in dem die Preise im Vorjahresvergleich zurückgingen.

Corona in NRW drückt die Preise: Benzin und Bekleidung sind günstiger geworden

Besonders stark verbilligten sich den Statistikern zufolge Benzin, Diesel und Heizöl. Aber auch bei Bekleidung und Schuhe sanken die Preise spürbar. Dagegen verteuerten sich die Besuche in Gaststätten sowie Mieten, Strom und Tabakwaren.

Update, Dienstag (29. September), 8.17 Uhr: Heute besprechen sich Bund und Länder wie es weitergehen soll in der Coronavirus-Pandemie. Noch vor dem Gespräch kommt heute das nordrhein-westfälische Landeskabinett zusammen. Laut Deutscher Presse-Agentur dürfte dabei die Aktualisierung der Corona-Schutzverordnung für NRW ein Thema sein, die zum Donnerstag (1. Oktober) ausläuft.

Coronavirus in NRW: verschärfte Auflagen für private Feiern stehen zur Debatte

Nachdem es in Hamm zu einem Corona-Ausbruch nach einer Großhochzeit gekommen war, werde es demnach wohl auch um verschärfte Auflagen für private Feiern gehen. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hatte bereits angekündigt, die Vorgaben für private Partys in angemieteten Räumen zu verschärfen.

Heute will Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in einer Videoschaltkonferenz mit den Ministerpräsidenten über geeignete Maßnahmen gegen die steigenden Infektionszahlen in der Pandemie beraten. Priorität hätten dabei Schulen, Kindertagesstätten und die Wirtschaft, sagte sie. Demnach soll in der Runde auch über Maßnahmen etwa bei großen Familienfeiern debattiert werden.

Karl-Josef Laumann (CDU)

Gelsenkirchen: Corona-Hygieneregeln nicht eingehalten – Feier mit 100 Teilnehmern von der Polizei beendet

Update, Montag (28. September), 22.30 Uhr: Unterstützt von der Polizei hat der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) der Stadt Gelsenkirchen am Samstag (26. September) eine private Feier in einer angemieteten Gaststätte im Stadtteil Bismarck beendet. Grund für das Einschreiten seien laut Stadt "erhebliche Verstöße gegen die seit dem 22. September geltende Allgemeinverfügung der Stadt Gelsenkirchen, nach welcher Feste nur mit höchstens 50 Teilnehmern und unter Einhaltung strenger Auflagen zulässig sind."

Es seien rund 100 Menschen in der Gaststätte gewesen, zudem seien die geltenden Corona-Hygieneregeln nicht eingehalten worden. Sowohl gegen den Vermieter der Gaststätte als auch gegen den Veranstalter der unangemeldeten und in diesem Rahmen unerlaubten Feier wurden Ordnungswidrigkeitsverfahren und eine Zwangsgeldfestsetzung eingeleitet. Zudem wurden die Zugänge zur Gaststätte versiegelt und die Schlüssel sichergestellt. Nachbarn der Gaststätte hatten sich über laute Musik beschwert und den KOD verständigt.

Coronavirus in NRW: Hamm kämpft gegen Corona-Welle

Update, Montag (28. September), 21.55 Uhr: Die Stadt Hamm kämpft weiter mit der Corona-Welle nach einer Großhochzeit Anfang September. Von Sonntagmittag bis Montagmittag registrierte die westfälische 180.000-Einwohner-Kommune 37 neue Corona-Fälle. Akut infiziert sind derzeit 229 Menschen, darunter 40 Schüler. 17 Menschen liegen laut Stadt im Krankenhaus, einer davon auf der Intensivstation. Fast 2800 Menschen befinden sich in Quarantäne. Zwölf Schulen sind betroffen, zwei Kitas geschlossen. Das Robert Koch-Institut (RKI) nannte am Montag auf der Grundlage der Zahlen vom Vortag einen Wert von 112,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen, den mit Abstand höchsten Wert bundesweit.

NRW: Corona-Chaos in Bielefeld - fast 1000 Menschen in Quarantäne

Update, Montag (28. September), 19.03 Uhr: Nach einer Hochzeit in Hamm gibt es nun auch nach einer Familienfeier in Bielefeld einen Corona-Ausbruch in NRW. In der ostwestfälischen Stadt müssen rund 1000 Schüler, Lehrer und Angehörige in Quarantäne.

Nach der Geburtstagsfeier waren 38 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Insgesamt gibt es in Bielefeld derzeit 70 Corona-Fälle. Man sei auf dieser Feier nicht besonders vorsichtig gewesen, betonte der Bielefelder Sozialdezernent Ingo Nürnberger. Er sei deshalb "sehr verärgert".

Infolge des Coronaausbruchs kam es auch zu chaotischen Zuständen an einem Corona-Testzentrum. Die Stadt bat Betroffene, das Drive-In nicht mehr anzufahren, weil sich davor lange Autoschlangen bebildet hatten, wie da Westfalenblatt berichtet. 

Coronavirus in NRW: Quarantäne für Klassenverband in Herne

Update, Montag (28. September), 17.23 Uhr: Aufgrund eines positiven Covid-19-Falls hat die Stadt Herne eine vorsorgliche Quarantäne für einen Klassenverband der Realschule Crange angeordnet. "Die Tests der Kontaktpersonen werden nun wie gewohnt veranlasst und finden am Mittwoch statt. Die betroffene Klasse ist bereits informiert", teilt die Stadt am Montag mit. 

Ebenfalls positiv getestet wurde ein Schüler eines Oberstufenjahrgangs der Gesamtschule Wanne-Eickel. Aktuell erfolgt hier die Information über die vorsorgliche Quarantäne. Die Tests sind für Donnerstag terminiert.

NRW: Dortmund meldet 13 neue Corona-Fälle

Update, Montag (28. September), 16.41 Uhr: In Dortmund sind heute 13 neue Corona-Fälle gemeldet worden. "Aufgrund des positiven Testergebnisses bei zwei Kindern der Kita RuFa e.V. bleibt die Einrichtung bis zum 8. Oktober geschlossen", teilt die Stadtverwaltung mit.

Bochum: Stadt führt Maskenpflicht im Rathaus wegen Corona-Verstößen bei Hochzeiten ein

Update, Montag (28. September), 16 Uhr: Ab sofort müssen Besucher des Historischen Rathauses in Bochum auch im Innenhof des Gebäudes eine Alltagsmaske tragen. Dies hat die Stadtverwaltung entschieden, nachdem es zuletzt insbesondere bei Hochzeitsgesellschaften zu Verstößen gegen die Abstands- und Hygieneregeln gekommen war.

Insgesamt sind in Bochum seit März 1.301 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. 1.155 sind insgesamt genesen, 28 an bzw. mit Covid-19 verstorben. Aktuell sind 118 Personen infiziert, 7 davon werden stationär, drei von ihnen intensiv-medizinisch betreut. Die Zahl der Infektionen im Schnitt der letzten sieben Tage gerechnet pro 100.000 Einwohner/innen beträgt 17,2.

Angela Merkel warnt vor Corona-Horror - NRW fordert Ampel-System

Update, Montag (28. September), 15.04 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat kurz vor einer Beratung mit den Bundesländern am Dienstag (29. September) vor einer dramatischen Corona-Situation an Weihnachten in Deutschland gewarnt. 

Sollte der aktuelle Trend sich fortsetzen, werde es zu Weihnachten 19.200 Neuinfektionen am Tag geben, sagte Merkel nach Angaben aus Teilnehmerkreisen in einer Videokonferenz des CDU-Präsidiums. Zum Vergleich: Die Höchstzahl der Corona-Meldungen innerhalb von 24 Stunden lag in Deutschland am 2. April bei 6555 Fällen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel

Die befürchtete Zahl der Corona-Neuinfektionen beruhe laut Merkel auf Hochrechnungen. 

Bei den Beratungen am Dienstag will Angela Merkel zusammen mit den Ländern Pläne entwerfen, die dieses Szenario verhindern sollen. Priorität hätten Schulen, die Kindertagesstätten und die Wirtschaft, sagte Merkel. Man müsse lokale Infektionsherde sehr deutlich angehen, sonst habe man an Weihnachten Zahlen wie in Frankreich. Dort wurden zuletzt 16.000 Corona-Fälle innerhalb von 24 Stunden gemeldet.

Aus NRW kommt die Forderung, eine sogenannte Corona-Warnampel einzuführen. Auch Bayern befürwortet dieses Konzept. Bei Überschreiten bestimmter Infektionszahlen würde diese auf Gelb oder Rot springen und entsprechende Maßnahmen würden in Kraft treten, wie Tests für Risikogruppen, weniger Zuschauer bei Sportveranstaltungen, weniger Teilnehmer bei privaten Veranstaltungen oder eine verschärfte Maskenpflicht etwa auf öffentlichen Plätzen.

Update, Montag (28. September), 13.27 Uhr: Hamm – Die westfälische Stadt Hamm weist aktuell den bundesweit höchsten Wert an Corona-Neuinfektionen auf. Die Zahl der Neuinfizierten in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner ist auf 112,2 gestiegen. Dies geht aus den am Montag veröffentlichten aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts hervor (Stand 0.00 Uhr).

Coronavirus in NRW: Aktuell rund 230 Infizierte in Hamm

Von Samstag auf Sonntag hatte die Stadt 15 Neuinfektionen registriert. Zum Vergleich: Am 21. September waren es allein 46 neue Fälle. Diese fallen bei der nächsten Zählung allerdings aus der Berechnung des Sieben-Tage-Werts heraus. Der Wert der sogenannten Wocheninzidenz könnte daher am Dienstag zurückgehen. Das Landeszentrum Gesundheit NRW schätzte die Zahl der akut Infizierten in Hamm am Montag auf 230.

Als Ursache für die Corona-Welle in Hamm gelten eine Großhochzeit und damit verbundene weitere Feste. Um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern, gilt in der Stadt unter anderem eine Genehmigungspflicht für private Feiern mit mehr als 50 Gästen.

Update, Montag (28. September), 12.57 Uhr: Emsdetten – Durch einen Massentest in Emsdetten sind bei einem Geflügelverarbeiter unter 335 Getesteten insgesamt 55 neue Fälle bekannt geworden. Dies teilte der Kreis Steinfurt am Montag mit.

Corona in NRW: Sieben-Tage-Wert steigt im Kreis Steinfurt

Von den 296 Tests auf dem Gelände der Geflügelfirma am Freitag (25. September) waren 50 positiv, wie der Kreis bereits am Sonntag (27. September) mitgeteilt hatte. Hinzu kamen jetzt fünf weitere Fälle unter 39 Mitarbeitern und Kontaktpersonen, die von mobilen Teams aufgesucht worden waren. 

22 der Infizierten lebten in Emsdetten, 23 in Rheine, hieß es. Die anderen verteilten sich auf weitere Kommunen des Kreises. Im Kreis Steinfurt leben laut Robert Koch-Institut knapp 448.000 Menschen. Das Robert Koch-Institut verzeichnete am Montagmorgen kreisweit einen Sieben-Tage-Wert von 26,8 Corona-Fällen pro 100.000 Einwohner. Ab einem Wert von 35 müssen die Behörden besondere Gegenmaßnahmen zur Eindämmung ergreifen.

Bei einem Massentest in Emsdetten wurden 55 neue Corona-Fälle entdeckt.

Update, Montag (28. September), 10.07 Uhr: Hünxe – Im Kreis Wesel musste die Polizei eine Geburtstagsfeier auflösen. In Hünxe fand eine Feier mit rund 100 Gästen statt, bei der die Regeln der Corona-Schutzverordnung nicht eingehalten wurden. 

Coronavirus in NRW: Partygäste verstoßen gegen Corona-Schutzverordnung

Wie die Polizei heute (28. September) mitteilt, haben die Teilnehmer weder den geforderten Mindestabstand eingehalten, noch hat der Veranstalter eine Gästeliste geführt. Ursprünglich wurden die Beamten zu der Feier gerufen, weil es eine tätliche Auseinandersetzung zwischen den Gästen gegeben haben soll. Bei der Auflösung der Feier habe sich ein Gast so aggressiv verhalten, dass er in Polizeigewahrsam genommen wurde.

Update, Montag (28. September), 7.24 Uhr: Der Corona-Ausbruch in Hamm hat Konsequenzen: Die Stadt hat am Wochenende vier Feste unersagt, Grund dafür waren strengere Regeln

Hamm: Vier Feste mussten wegen strengerer Regeln abgesagt werden

Wie ein Stadtsprecher am Sonntag sagte, handelte es sich dabei um ein sogenanntes Henna-Fest, eine Verlobung und zwei – nicht runde – Geburtstage. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) betonte unterdessen, dass man ab 1. Oktober zwar die Vorgaben für private Partys in angemieteten Räumen verschärfen werde – die eigenen vier Wände blieben aber außen vor. "Wir sind der Meinung, dass der Staat, wenn irgend möglich, bei privaten Feiern in einer Wohnung oder in der Garage nichts zu suchen hat. Wir wollen nicht mit dem Ordnungsamt in die Wohnungen oder Häuser, weil wir die Privatsphäre achten", sagte Laumann der Zeitung Die Welt

Karl-Josef Laumann (CDU)

Private Feiern mit mehr als 50 Personen in angemieteten Räumen müssten dagegen dem Gesundheitsamt zwei Wochen vorher mit kompletter Gästeliste angemeldet werden. "Ehe man ein Verbot erlässt, kann man auf diese Weise mit dem Wunsch nach Feiern umgehen. Das A und O ist eine funktionierende Nachverfolgung", sagte Laumann der Welt.

Nach Corona-Ausbruch in Hamm: Stadt führt Meldesystem ein

Wie so etwas ablaufen kann, lässt sich bereits in Hamm beobachten. Die Stadt hat nach dem Corona-Ausbruch durch eine Großhochzeit mit Veranstaltungen an drei Tagen bereits ein Meldesystem eingeführt. Elf größere private Veranstaltungen habe man am Wochenende genehmigt, so ein Sprecher der Stadt. Bei allen habe man kontrolliert, ob sich alle an die Vorgaben halten. Es habe keine Auffälligkeiten gegeben – "es musste keine Feier abgebrochen oder aufgelöst werden."

Update, Sonntag (27. September), 19 Uhr: NRW - Wieder trifft es nach Tönnies und Westfleisch einen Fleischbetrieb. In einem Unternehmen in Emsdetten im Kreis Steinfurt ist es zu einem massiven Corona-Ausbruch gekommen. 

Corona in NRW: Nach Massentests am Freitag - zahlreiche Mitarbeite positiv getestet 

Schon in der vergangenen Woche sind 26 der 300 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Laut Bild ist am Freitag (25. September) ein Massentest gefolgt. Das Resultat: 50 Menschen sind an Covid-19 erkrankt. 

Update, Sonntag (27. September), 15.52 Uhr: Neue Zahlen gibt es auch aus Bochum. Sieben Neuinfektionen verzeichnet die Stadt am Sonntag – insgesamt liegen somit 1.295 positive Testergebnisse vor. Derweil gelten zwei neue Personen als genesen.

Coronavirus in NRW: Bochum meldet sieben Neuinfektionen mit SARS-CoV-2

Aktuell gibt es 126 Infektionen, die Zahl der Todesfälle bleibt unverändert bei 28. Die 7-Tage-Inzidenz, beträgt zurzeit 16,4.

Update, Sonntag (27. September), 15.46 Uhr: Soeben hat auch die Stadt Dortmund die tagesaktuellen Fallzahlen für das Coronavirus (SARS-CoV-2) veröffentlicht. Am Sonntag zählt die Stadt insgesamt 2005 positive Tests – ein Plus von elf im Vergleich zum Vortag.

Coronavirus in NRW: Elf Neuinfektionen mit SARS-CoV-2 in Dortmund

Von den neuen Infektionsfällen sind drei Personen einer Familie zuzuordnen. Die anderen acht Personen sind voneinander unabhängige Einzelfälle. Zurzeit werden in Dortmund zwölf Patienten stationär behandelt, zwei intensivmedizinisch, einer muss beatmet werden.

Update, Sonntag (27. September), 15.27 Uhr: Die Stadt Essen meldet am heutigen Sonntag 17 Neuinfektionen mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) – seit Beginn der Corona-Pandemie zählt die Ruhrmetropole somit 1.979 positive Testergebnisse.

Coronavirus in NRW: Essen meldet 17 Neuinfektionen und einen weiteren Todesfall

Essen beklagt zudem einen weiteren Todesfall. Ein 88-jähriger Patient ist im häuslichen Umfeld an Covid-19 gestorben. Die Zahl der Todesfälle in der Stadt steigt auf insgesamt 48.

Update, Sonntag (27. September), 15.01 Uhr: Der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, hat den Eindruck bestätigt, dass viele der aktuellen Corona-Infektionen in Deutschland auf private Zusammenkünfte zurückzuführen sind. "Die Menschen stecken sich derzeit hauptsächlich im privaten Umfeld an, also auf Partys, Hochzeitsfeiern, Beerdigungen, auch im Gottesdienst", sagte er der Welt am Sonntag. Der private Bereich spiele "die große Rolle".

Coronavirus: RKI-Präsident Wieler sieht private Feiern als große Gefahr

Dagegen sei das Risiko einer Ansteckung in Betrieben bisher nicht so hoch, sagte Wieler. Es habe zwar sehr spektakuläre Ausbrüche gegeben, aber nicht sehr viele. "Die meisten Betriebe scheinen die Pandemie gut zu managen."

Auch in Geschäften gebe es bislang ganz wenige Ansteckungen, sagte der RKI-Chef. An Schulen gebe es mittlerweile einige Ausbrüche. Dies müsse gut analysiert werden.

Update, Sonntag (27. September), 14.16 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) infizierten Menschen am Sonntag mit 284.140 angegeben - ein Plus von 1411 seit dem Vortag. Die in der US-Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldete 285.026 Infizierte.

Coronavirus: RKI meldet 1411 Neuinfektionen mit SARS-CoV-2

Das RKI, das nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern berücksichtigt und seine Aufstellung einmal täglich aktualisiert, registrierte 9457 Todesfälle und damit fünf mehr als am Vortag. Die JHU zählte 9459 Tote. Die Zahl der Genesenen lag laut RKI bei etwa 250.800.

Das Robert Koch-Institut veröffentlicht einmal täglich die Fallzahlen zum neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2).

Update, Sonntag (27. September), 10.15 Uhr: Der Städte- und Gemeindebund fordert eine Verschärfung der Maskenpflicht in Deutschland und NRW. Ihrer Meinung nach, soll das Tragen der Mund- und Nasenbedeckung überall dort vorgeschrieben werden, wo kein richtiger Mindestabstand eingehalten werden kann.

Corona in NRW: Maskenpflicht auf Weihnachtsmärkten und auf Marktplätzen?

Demnach soll auch das Tragen einer Schutzmaske auf dem Weihnachtsmarkt oder Marktplätzen vorgeschrieben werden. Auch, wo der Sieben-Tage-Inzidenz über 50 steigt, beispielsweise in Hamm, soll das Tragen einer Maske in der gesamten Öffentlichkeit vorgeschrieben werden.

Update, Samstag (26. September), 17.17 Uhr: Die Stadt Dortmund meldet am heutigen Samstag 13 Neuinfektionen mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2). Zwei von ihnen seien einer bereits bekannten Familie zuzuordnen, eine Person ist aus einem Risikogebiet zurückgekehrt, die übrigen zehn sind voneinander unabhängige Einzelfälle.

Coronavirus in NRW: Dortmund meldet 13 Neuinfektionen und weiteren Todesfall

Seit Beginn der Covid-19-Pandemie liegen in Dortmund insgesamt 1994 positive Tests vor. 1770 Menschen haben die Erkrankung bereits überstanden und gelten als genesen. Elf Patienten werden zurzeit stationär behandelt, zwei intensivmedizinisch, einer wird beatmet.

Heute meldet die Stadt Dortmund zudem einen weiteren Todesfall. Ein 94-jähriger Mann, der sich seit dem 10. September in stationärer Behandlung im Marien-Hospital in Hombruch befand, ist verstorben. Die Zahl der Todesfälle im ursächlichen Zusammenhang mit Covid-19 steigt somit insgesamt auf 14 – weitere sieben infizierte Personen verstarben aufgrund anderer Ursachen.

Update, Samstag (26. September), 16.07 Uhr: Aktuelle Zahlen gibt es jetzt auch von der Stadt Essen. Insgesamt zählt die Ruhrmetropole 1.962 Infektionen mit SARS-CoV-2 – 32 mehr als am Vortag.

Coronavirus in NRW: Essen meldet 32 Neuinfektionen mit SARS-CoV-2

Die Zahl der Genesenen ist um 18 auf 1.758 gestiegen. Ein 86-jähriger Patient ist im Evangelischen Krankenhaus Essen-Werden verstorben. Somit beklagt die Stadt Essen insgesamt 47 Todesfälle. Aktuell sind 157 Personen erkrankt.

Update, Samstag (26. September), 15.50 Uhr: Die Stadt Bochum zählt am heutigen Samstag insgesamt 1.288 mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) infizierte Personen – vier mehr als noch am Vortag. Gleichzeitig gelten auch vier neue Personen als genesen, wodurch die Zahl der Genesenen auf insgesamt 1.139 ansteigt.

Coronavirus in NRW: Zahl der aktuell Infizierten in Bochum ändert sich nicht

Unverändert bleibt auch die Zahl der Covid-19-Todesopfer (28). Aktuell sind also 121 Personen mit dem Coronavirus infiziert. Die 7-Tage-Inzidenz ist in Bochum derweil von 17,5 auf 17,0 gesunken.

Update, Samstag (26. September), 14.12 Uhr: Deutschlands Intensivmediziner bereiten sich auf eine wachsende Zahl von Corona-Toten vor. "Die Totenzahlen werden in den kommenden Wochen weiter steigen", sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Uwe Janssens, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Der Deutsche Lehrerverband rechnet derweil mit einer zunehmend schwierigen Lage an den Schulen. Einem Medienbericht zufolge sind derzeit zehntausende Schüler in Quarantäne.

Coronavirus: Deutsche Intensivmediziner rechnen mit mehr Corona-Todesfällen

Divi-Präsident Janssens sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Samstag, die aktuell steigende Zahl der Covid-19-Toten spiegele zeitversetzt das anwachsende Infektionsgeschehen der vergangenen Wochen wider. Von der Erstinfektion bis zu einer schweren Erkrankung dauere es in der Regel zehn bis 14 Tage, die durchschnittliche Zeit auf der Intensivstation betrage 21 bis 24 Tage.

Update, Samstag (26. September), 13.15 Uhr: Nach der Corona-Hochzeit in Hamm, die zum Superspreader-Event wurde*, ist die Stadt gespalten. Besonders in den Sozialen Medien gibt es von kritischen Beiträgen, über eine vermeintliche "Hexenjagd", bis hin zu rechter Hetze ein breites Spektrum an Reaktionen.

Coronavirus in NRW: Corona-Ausbruch nach Großhochzeit sorgt für Ärger in Hamm

Die türkischstämmige Gemeinde der Stadt ist ebenso sauer auf Teilnehmer und Veranstalter der Hochzeit, fühlt sich aber gleichzeitig in "eine Schublade" gesteckt durch die Kommentare.

Erstmeldung, Samstag (26. September): Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) steigt in großen Teilen Europas wieder deutlich stärker an. Das Robert Koch-Institut (RKI) mit Sitz in Berlin meldet auch für Deutschland wieder mehr Ansteckungen, wenngleich der Anstieg im Vergleich zu Spanien oder Frankreich hierzulande noch moderat verläuft.

Coronavirus: RKI meldet Höchstwert seit April – über 600 Neuinfektionen in NRW

Am heutigen Samstag meldete das RKI 2507 Neuinfektionen mit SARS-CoV-2 im Vergleich zum Vortag. Das ist der höchste Anstieg in Deutschland seit April. Seit Beginn der Pandemie steigt die Zahl der Infizierten somit auf insgesamt 282.730.

Die in der US-Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldete 283.712 Infizierte. Das RKI, das nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern berücksichtigt und seine Aufstellung einmal täglich aktualisiert, registrierte 9452 Todesfälle und damit neun mehr als am Vortag. Die JHU zählte 9456 Tote. Die Zahl der Genesenen lag laut RKI bei etwa 249.700.

Das Robert Koch-Institut veröffentlicht einmal täglich die Fallzahlen zum neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2).

Laut RKI hat es in NRW im Vergleich zum Freitag 625 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gegeben. Insgesamt zählt das bevölkerungsreichste Bundesland seit Beginn der Pandemie somit 67.903 Fälle. An Covid-19 sind seit Beginn der Pandemie insgesamt 1.863 Menschen gestorben. Die 7-Tage-Inzidenz, also die Summe der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus der vergangenen sieben Tage je 100.000 Einwohner, liegt laut RKI in Nordrhein-Westfalen bei 16,7.

Zu berücksichtigen ist, dass sich die Zahlen des Robert Koch-Instituts nicht zwingend mit denen des NRW-Gesundheitsministeriums oder den Kreisen und Städten decken. Das liegt an den unterschiedlichen Meldewegen.

Alle Informationen zum Coronavirus in NRW aus der vergangenen Woche findet ihr hier*. *RUHR24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Achim Scheidemann/dpa

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