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Coronavirus in NRW: Lockerungen greifen - Greenpeace demonstriert bei Tönnies

Nach den Ausbrüchen des Coronavirus in den in NRW befindlichen Kreisen Gütersloh und Warendorf plant die Bundesregierung ein zielgenaueres Durchgreifen bei regionalen Ausbrüchen. Derweil gelten neue Lockerungen.

  • 45.233 Infektionen mit dem Coronavirus wurden bisher in NRW nachgewiesen.
  • Wegen der Corona-Pandemie gelten nach wie vor besondere Regeln.
  • Seit Mittwoch (15. Juli) gelten neue Lockerungen in NRW.

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Nordrhein-Westfalen

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17.947.221 (Stand: 31. Dezember 2019)

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Armin Laschet

Coronavirus in NRW: Aktuelle Entwicklungen im News-Ticker

Update, 16. Juli, 15.48 Uhr: Wie geht es mit Schule in NRW nach den Sommerferien weiter? Eltern, Lehrer und Schüler warten auf eine Antwort. Zumindest eine neue Regel wird kommen.  Das Schulministerium will ab Mitte August an den 6000 Schulen in NRW wieder in den Normalbetrieb gehen. 

Doch sollte die viel zitierte zweite Welle des Virus Sars-CoV-2 kommen oder sollte es regional Schließungen geben, braucht es einen Plan B. Schulministerin Yvonne Gebauer hat vorgestellt, wie man in das Schuljahr 2020/2021 gehen will.

Update, 16. Juli, 15.30 Uhr: Die Umweltorganisation Greenpeace hat heute beim Schlachtkonzern Tönnies gegen die Arbeit der Fleischindustrie demonstriert. 

Am Morgen landeten nach Beobachtungen eines dpa-Reporters Aktivisten mit motorisierten Gleitschirmen auf dem Dach einer Halle des Werks

Coronavirus in NRW: Tönnies darf wieder schlachten

Update, 16. Juli, 8.45 Uhr: Am Morgen wurden die ersten Tiere im Schlachthof Tönnies in Rheda-Wiedenbrück angeliefert - der Betrieb ist nach der vierwöchigen Zwangspause wieder angelaufen. Allerdings hat die Stadt Rheda-Wiedenbrück offenbar noch keine Genehmigung für den zweiten Produktionsschritt, das Zerteilen des Schlachtviehs für die weitere Verarbeitung, erteilt. 

Zuvor soll es wohl eine Begehung des Betriebes geben, Gutachter sollen sich etwa die Trennelemente aus Acrylglas ansehen, die die Arbeiter voneinander trennen sollen. Am Freitag soll nach Angaben der Stadt dann der Probebetrieb in diesem Bereich aufgenommen werden. 

Update, 15. Juli, 16.03 Uhr: Die Entscheidung ist gefallen! Tönnies darf in Rheda-Wiedenbrück wieder schlachten.

Update, 15. Juli, 15.57 Uhr: Der Schlachthof-Riese Tönnies will wieder schlachten. Derzeit liegt die Produktion bei dem Betrieb im Kreis Gütersloh noch still. Nach einem Coronavirus-Massenausbruch musste sie eingestellt werden.

Derweilen ist lokal die Unsicherheit gegenüber dem Fleisch von Tönnies noch immer groß: Supermarkt-Betreiber berichten, dass sie immer öfter gefragt werden, woher das Fleisch, das sie verkaufen, stammt.

Update, 15. Juli, 15.41 Uhr: Das NRW-Gesundheitsministerium hat die aktuellen Corona-Zahlen veröffentlicht. Die Zahl der Menschen, die sich seit Beginn der Pandemie mit dem Coronavirus infiziert haben, ist leicht gestiegen: von 45.115 auf jetzt 45.233 (+118). Insgesamt starben in NRW 1.708 Personen im Zusammenhang mit Sars-Cov-2.

Die Zahl der aktuell Infizierten nähert sich weiter der 2000er Grenze. Derzeit sind in Nordrhein-Westfalen 2.139 Menschen infiziert.

Coronavirus in NRW: Lockerungen gelten ab heute

Update, 15. Juli, 9.12 Uhr: Mit Lockerung der Corona-Regeln dürfen die Menschen in NRW von heute an privat wieder größere Feste feiern. Hochzeit, Ausstand, Taufe oder Geburtstag - zu Festen aus besonderem Anlass dürfen bis zu 150 Gäste kommen, also drei Mal so viel wie bisher. 

Das NRW-Kabinett hatte die Änderungen für die Coronaschutzverordnung beschlossen, die in der neuen Version bis zum 11. August verlängert wurde. Bei Kultur und sonstigen Veranstaltungen muss ein Hygienekonzept erst bei 300 Teilnehmern vorgelegt werden und nicht mehr schon bei 100. 

Beim Kontaktsport in der Halle sind statt der bisher 10 Teilnehmer 30 erlaubt. Zuschauen dürfen bei Sportveranstaltungen 300 statt der bisher 100. 

Änderungen gibt es in der Corona-Einreiseverordnung für Beschäftigte aus kritischen Infrastrukturen: Wer aus dem Sommerurlaub oder vom Verwandtschaftsbesuch aus Corona-Risikogebieten zurückkommt, ist nicht mehr automatisch von der Quarantänepflicht ausgenommen. Er ist das nur nach einem negativen Test. Damit werde ausreichenden Testkapazitäten Rechnung getragen, hatte das Gesundheitsministerium mitgeteilt.

Coronavirus in NRW: Kein Alkoholverbot in temporären Freizeitparks

Update, 14. Juli, 20 Uhr: Nach massiven Protesten aus der Wirtschaft stoppt NRW zunächst die Nachprüfungen zur Corona-Soforthilfe. Einige Abrechnungsverfahren zu Rückzahlungsverpflichtungen hätten sich als problematisch erwiesen, teilte NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) am Dienstag in Düsseldorf mit.  Die Landesregierung habe dem Bund nun offene Punkte mitgeteilt und halte das Rückmeldeverfahren bis zur Klärung dieser Fragen an.

Update, 14. Juli, 15.55 Uhr: In dentemporären Freizeitparks gibt es gebrannte Mandeln, Fahrgeschäfte undZuckerwatte - bislang aber noch kein Alkohol. Das soll sich bald ändern: Im Rahmen der neuen Coronaschutzverordnung wird das Alkoholverbot auf temporären Freizeitparks, wie beispielsweise in Dortmund das Fundomino, ab Mittwoch, 15. Juli, aufgehoben. Auch in den Bereichen Sport, Gastronomie und Festlichkeiten ändern sich die Corona-Regeln.  

Update, 14. Juli, 15.21 Uhr: Das NRW-Gesundheitsministerium hat die aktuellen Corona-Zahlen veröffentlicht. Die Zahl der Menschen, die sich seit Beginn der Pandemie mit dem Coronavirus infiziert haben, ist leicht gestiegen: von 44.974 auf jetzt 45.115 (+141). Insgesamt starben in NRW 1.707 Personen im Zusammenhang mit Sars-Cov-2.

Die Zahl der aktuell Infizierten nähert sich weiter der 2000er Grenze. Derzeit sind in Nordrhein-Westfalen 2.164 Menschen infiziert.

Update, 14. Juli, 14 Uhr: Damit die systemrelevanten Einrichtungen in NRW die wirtschaftlichen Herausforderungen der Corona-Krise abfedern können, bietet die landeseigene NRW.Bank ab Mittwoch spezielles Kredite an - davon profitieren sollen unter anderem Krankenhäuser, Kitas oder Pflegeheime. "Krankenhäuser, Kitas, Häfen oder Altenheime und Pflegezentren - dies sind Beispiele für Strukturen, die Wirtschaft und Gesellschaft tragen und infolge der Pandemie gerade jetzt Unterstützung brauchen", sagte der Vorstandsvorsitzende der NRW.Bank, Eckhard Forst, in einer Mitteilung. 

Ab dem 15. Juli können solche die Einrichtungen Darlehen bis maximal 150 Millionen Euro beantragen, um ihre Betriebsmittel zu finanzieren, wenn es ihnen an Liquidität mangelt. Die jeweiligen Hausbanken erhalten dabei eine Haftungsfreistellung von 80 Prozent. Das Darlehen ist bis Ende 2020 befristet. Förderberechtigt sind Unternehmen, die mindestens zur Hälftevon öffentlichen Gesellschaftern getragen werden - etwa Flughäfen oder Verkehrsgesellschaften oder Pflegedienste.

Coronavirus in NRW: Entlastungen für Alleinerziehende

Update, 14. Juli, 12.59 Uhr: Lutz Lienenkämper, Finanzminister in NRW, hat am Dienstag verkündet, dass im Rahmen der Corona-Krise der steuerliche Entlastungsbetrag für Alleinerziehende im Land in 2020 und 2021 mehr als verdoppelt wird. Der Betrag steigt von 1908 Euro auf 4008 Euro. 

"Alleinerziehende leisten viel und verdienen deshalb eine besondere Unterstützung", begründete Lienenkämper die Maßnahme. "Die nordrhein-westfälischen Finanzämter berücksichtigen den um 2100 Euro erhöhten Entlastungsbetrag automatisch, so dass alleinerziehende Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer grundsätzlichkeinen Antrag stellen müssen. - mit folgender Ausnahme:  Alleinerziehende Lohnempfänger, die erstmals nach Steuerklasse II versteuern wollten, hingegen müssen einen Antrag stellen,

Coronavirus in NRW: Regionale Bekämpfung von Corona-Ausbrüchen

Update, 14. Juli, 10.40 Uhr: Nach den Ausbrüchen des Coronavirus in den in NRW befindlichen Kreisen Gütersloh und Warendorf plant die Bundesregierung ein zielgenaueres Durchgreifen bei regionalen Corona-Ausbrüchen, berichtet dpa. Die Agentur hat dies von Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) erfahren. Ziel sei es, schneller zu reagieren, mehr zu testen, auch solle esAusreisebeschränkungen geben. Zuvor hatte die "Bild" über die Schalte zwischen Braun und den Staatskanzleien der Länder berichtet. 

Update, 13. Juli, 21.23 Uhr: Die Bundesregierung will noch effektiver gegen regionale Ausbrüche - wie zuletzt in NRW - des Coronavirus vorgehen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur nach einer Video-Schalte von Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) mit den Staatskanzlei-Chefs der Bundesländer

Ziel sei es, schneller zu reagieren, mehr zu testen, auch solle es Ausreisebeschränkungen geben. Hintergrund sei, dass sich die Bundesländer untereinander mehr vertrauen sollen. Zuvor hatte die "Bild" über die Schalte zwischen Braun und den Staatskanzleien der Länder berichtet. 

Nach dpa-Informationen hat es sich um einen ergebnisoffenen Meinungsaustausch über technische Anpassungen bestehender Regelungen gehandelt, es habe keine Beschlüsse gegeben. In den nächsten Tagen dürfte es weitere Gespräche geben. Es wird aber voraussichtlich keine neue Runde zwischen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten der Länder geben.

Coronavirus in NRW: Die Fallzahlen von Montag

Update, 13. Juli, 15.36 Uhr: Die Fallzahlen des NRW-Gesundheitsministeriums weisen Stand heute (13. Juli) 44.974 nachgewiesene Infektionen mit Sars-Cov-2 aus. 1.705 Menschen sind im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion in Nordrhein-Westfalen gestorben. 40.568 gelten als genesen.

Update, 13. Juli, 11.16 Uhr: Ein Freiwilligenregister soll in einer Corona-Notlage viele Helfer aus Gesundheitsberufen in NRW mobilisieren. Auf einem neuen Internetportal könnten sich Fachkräfte nun registrieren und Unterstützung für einen Corona-Versorgungsengpass anbieten, teilte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) heute in Düsseldorf mit. 

Der Appell richte sich etwa an Ärzte, Pfleger, medizinische Fachangestellte, aber auch an Verwaltungskräfte aus der Branche. "Wichtig ist: Mit der Registrierung ist keine Verpflichtung verbunden", unterstrich Laumann. "Es geht zunächst nur um eine grundsätzliche Bereitschaft zur Unterstützung." 

Der Präsident der Ärztekammer Nordrhein, Rudolf Henke, versicherte: "Unsere medizinischen Versorgungsstrukturen in Nordrhein-Westfalen sind aktuell nicht überfordert. Kein Patient muss auf akut notwendige Versorgung warten." Lokale Ausbrüche wie in Coesfeld oder Rheda-Wiedenbrück zeigten aber, dass in den kommenden Monaten immer wieder Unterstützung von freiwilligen medizinischen und pflegerischen Fachkräften vor Ort nötig werden könnte. 

Coronavirus in NRW: Haft für Tönnies?

Update, 13. Juli, 9.43 Uhr: In der Debatte über die Arbeitsbedingungen bei dem nordrhein-westfälischen Schlachtbetrieb Tönnieshat der SPD-Politiker Ralf Stegner über eine Haftstrafefür den Unternehmer Clemens Tönniesspekuliert. "Da findet richtige Ausbeutung statt. Er hat eine Menge damit zu tun, dass wir da einen Corona-Hotspothatten", sagte Stegner am Sonntagabend bei "Bild live".

Er fügte hizu: "So jemand braucht nicht staatliche Hilfe durch Steuergelder, der sollte zur Verantwortung gezogen werden. Vielleicht kommt er irgendwann in staatliche Kost und Logis." Bei Tönnies würden Gesetze missachtet. Dem müsse mit aller Konsequenz nachgegangen werden. Das meldet dpa.

Mit Blick auf den Antrag des Unternehmens auf Erstattung von Lohnkosten durch das Land Nordrhein-Westfalen in der Corona-Krise sagte der schleswig-holsteinische SPD-Fraktionschef im Politik-Talk "Die richtigen Fragen", es sei "unverschämt, dafür die Steuerzahler heranzuziehen."

Update, 12. Juli, 16.56 Uhr: Die NRW-Landesregierung hat am Sonntag über neue Lockerungen der Corona-Regeln informiert. So hat das nordrhein-westfälische Kabinett Änderungen für die bis zum 11. August verlängerte Coronaschutzverordnung beschlossen.

Unter anderem betreffen die Lockerungen Hochzeitsfeiern, Veranstaltungen und die Einreise aus Corona-Risikogebieten.

Coronavirus in NRW: Stadt greift nach Corona-Verstößen bei Gaststätten durch

Update, 12. Juli, 15.48 Uhr: Sperrstunden ignoriert, überfüllte Bereiche vor den Gaststätten, schlechte Luft in den Gasträumen - Kölner Ordnungskräfte haben am Wochenende in Kölns großer Studentenmeile "Kwartier Latäng" bei Verstößen gegen die Corona-Regeln durchgegriffen. 

Zahlreiche Gaststättenbetreiber hätten die Hygiene-Vorgaben missachtet, teilte die Stadt Köln heute mit. Dagegen sei es in den sehr gut besuchten Park- und Grünanlagen zu keinen gravierenden Verstößen gekommen. 

Der Ordnungsdienst der Stadt Köln zog am Freitag- und Samstagabend nach Angaben der Stadt seine Außendienstkräfte an den Hotspots zusammen: Außengastronomien, die trotz Sperrstunde geöffnet und zu viele Besucher hatten, seien geschlossen worden. Überfüllte Plätze vor den Kneipen wurden geräumt. Bei zu schlechter Luft in den Gasträumen mussten die Betreiber für bessere Lüftung sorgen.

Allein in der Nacht zu Samstag erhielten den Angaben zufolge 15 Gaststättenbetreiber Anzeigen wegen Verstößen gegen die Coronaschutzverordnung, die Sperrzeitenregelung und wegen Lärmverstößen. Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) hatte noch am Freitag an die Bürger appelliert, die Abstandsregeln einzuhalten. 

Die Stadt Düsseldorf teilte mit, die Altstadt sei zwar gut besucht gewesen, aber es habe keine außergewöhnlichen Corona-Einsätze von Ordnungskräften gegeben. 

Coronavirus in NRW: 

Update, 12. Juli, 13.50 Uhr: Die Corona-Krise bringt so manchen Verein in Nordrhein-Westfallen in finanzielle Schwierigkeiten. Bei den Schützenvereinen etwa stehen nach Angaben der Verbände im Rheinland und in Westfalen Vereine vor der Insolvenz oder haben diese vereinzelt sogar schon angemeldet. 

Anderen könnte dieser Schritt noch drohen, wenn sie Veranstaltungen absagen müssen und Stornierungskosten für schon lange abgeschlossene Verträge anfallen. Diese Befürchtung geht auch bei Karnevalsvereinen um. Einige Kommunen wie das rheinische Elsdorf haben eine Art Rettungsschirm für Vereine aufgespannt und wollen bei finanziellen Notlagen helfen. Das will auch das Land. 

Schützen- und Traditionsvereine, die durch die Corona-Krise in finanzielle Not geraten sind, sollen Hilfen aus einem Sonderprogramm mit 50 Millionen Euro bekommen. Der Haupt- und Finanzausschuss des Landtags hatte die Summe zuletzt noch einmal deutlich aufgestockt und eine "möglichst großzügige Verwendung" festgelegt. Anträge können nach Angaben der Landesregierung ab dem 15. Juli bei den Bezirksregierungen gestellt werden.

Traditions- und Brauchtumsverein e können einen einmaligen Zuschuss in Höhe von bis zu 15 000 Euro beantragen, um existenzbedrohende Liquiditätsengpässe zu überwinden.

Coronavirus in NRW: Das sind die aktuellen Fallzahlen

Update , 11. Juli, 18.40 Uhr: Die Fallzahlen des NRW-Gesundheitsministeriums weisen Stand 11. Juli 44.788 nachgewiesene Infektionen aus. 1.704 Menschen sind im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion gestorben. 40.568 gelten als genesen.

Update, 11. Juli, 16.45 Uhr: Wie kann Karneval in Corona -Zeiten ablaufen? Darüber machen sich die Festkommitees der NRW-Hochburgen schon jetzt Gedanken - und zwar gemeinsam. Mit dabei bei einem Spitzentreffen in Düsseldorf war am Samstag auch der Chef der Staatskanzlei. Ziel ist eine gemeinsame Basis für die Genehmigung von Veranstaltungen zu erarbeiten. Die Karnevalisten wollen dem Land bis Anfang August ein Konzept vorlegen, unter welchen Bedingungen aus ihrer Sicht Veranstaltungen stattfinden könnten. Das Gesundheitsministerium werde die Vorschläge prüfen.

Update, 10. Juli, 20.50 Uhr: Das europäische Schnellwarnsystem RAPEX hat in den vergangenen Tagen mehrere Rückrufe von Atemschutzmasken veröffentlicht. Die Behörden rufen die Käufer auf, die Masken nicht als Schutz gegen das Coronavirus zu nutzen. Zum Teil ist die Rede von schwerwiegenden Risiken.

Coronavirus in NRW: Eltern klagen gegen eingeschränkten Betrieb in Kita

Update, 10. Juli, 16.57 Uhr: Für viele Eltern von kleinen Kindern war der reduzierte Betreuungsumfang in den NRW-Kitas ein Ärgernis in der Corona-Krise. Ein Paar aus dem Rhein-Sieg-Kreis hatte beklagt, dass bei eingeschränktem Regelbetrieb und gleichzeitig eingestelltem Notbetrieb eine berufliche Tätigkeit nicht mehr möglich sei. Jetzt hat das Oberverwaltungsgericht in Münster eine deutliche Antwort gegeben.

Update, 10. Juli, 16.34 Uhr: Erst hat ein Gericht den Lockdown im Kreis Gütersloh nach einem Corona-Massenausbruch beim Schlachtbetrieb Tönnies beendet, jetzt gibt es weitere gute Nachrichten für die Bewohner des Kreises Gütersloh - aus Österreich und aus dem Norden Deutschlands.

Update, 10. Juli, 15.57 Uhr: Nach Angaben des NRW-Gesundheitsministeriums sind seit Beginn der Corona-Pandemie 44.645 Infektionen mit dem Coronavirus in NRW bestätigt worden. Das sind 153 mehr als am Vortag. 1701 Menschen starben in NRW im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. 40.296 Menschen gelten als genesen. Akut infiziert sind demnach aktuell 2648 Menschen in NRW. Damit setzt sich der erfreuliche Abwärtstrend fort, denn am Tag zuvor waren es noch 46 mehr.

Coronavirus in NRW: Düsseldorf macht Stufenplan für die Altstadt

Update, 10. Juli, 15.35 Uhr: Der österreichische Ski- und Feier-Ort Ischgl wurde im Winter zur großen Verteilzentrale für das Coronavirus in Europa. Aus der Düsseldorfer Altstadt soll in der Corona-Krise kein zweites Ischgl werden. Dazu hat sie einen Drei-Stufen-Plan beschlossen.

Die Eskalationsstufen auf der Feiermeile in der NRW-Landeshauptstadt greifen, wenn die Werte von 30, 40 und 50 für die Sieben-Tages-Inzidenz überschritten werden. Ab Inzidenzwert 30 - also mehr als 30 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen - gilt: Ab Mitternacht Musikverbot in den Gaststätten und ein Verweilverbot in bestimmten Bereichen der Altstadt ab 22 Uhr. Dann darf außer Haus auch kein Alkohol mehr verkauft werden. Ab Inzidenzwert 40 wird zusätzlich eine Sperrzeit für die Altstadt bis 1 Uhr verhängt. Ab Inzidenzwert 50 darf nur noch die Speisegastronomie öffnen.

Coronavirus in NRW: Tönnies will Geld vom Land

Update, 10. Juli, 12.54 UhrDer Schlachtbetrieb Tönnies und weitere Subunternehmer wollen sich Geld vom Land NRW zurückholen. Sie haben beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) Anträge auf Erstattung von Lohnkosten gestellt. Hintergrund sind Quarantäne-Maßnahmen nach dem massenhaften Fund von positiven Corona-Infektionen bei Tönnies-Arbeitern.

Update, 10. Juli, 11.29 Uhr: Die Ergebnisse der restlichen 220 Coronavirus-Tests im Kreis Euskirchen (NRW) sind da. Die befürchteten Einschränkungen nach den Corona-Fällen in einer freikirchlichen Gemeinde in Euskirchen sind offenbar vom Tisch.

Update, 10. Juli, 10.23 Uhr: Nach der Erleichterung über die ersten Ergebnisse des Corona-Massentests in Euskirchen erwartet der Kreis heute weitere rund 300 Ergebnisse. Am Vortag hatte die Behörde mitgeteilt, dass es nur wenige Infizierte in einer freikirchlichen Gemeinde gibt. Der Kreis hatte befürchtet, dass sich mehr Gemeindemitglieder an 13 infizierten Mitgliedern einer Familie angesteckt haben könnten. 

Coronavirus in NRW: Lanxess-Arena erhöht Zuschauerkapazität

Update, 9. Juli, 22.12 Uhr:In die Lanxess-Arena in Köln dürfen wieder mehr Zuschauer - trotz Corona-Krise. Die Kapazität soll unter Einhaltung aller Corona-Schutzmaßnahmen nun schrittweise gesteigert werden.

Update, 9. Juli, 16.45 Uhr: Nach Angaben des NRW-Gesundheitsministeriums sind seit Beginn der Corona-Pandemie 44.492 Infektionen mit dem Coronavirus in NRW bestätigt worden (Stand 9. Juli). 1698 Menschen starben im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. 40.100 Menschen gelten inzwischen als genesen. Akut infiziert sind demnach aktuell 2664 Menschen in NRW.    

Update, 9. Juli, 15.43 Uhr: Urlaub in Deutschland? Oder doch den Schritt ins Ausland wagen? Die Pandemie hat deutsche Reisende in ihrer Urlaubsplanung verunsichert. Mit der Öffnung Platzt der Urlaub 2020? Hier ist das Coronavirus wieder auf dem Vormarschder Grenzen haben sich trotzdem einige für eine Reise nach Südeuropa entschieden. Doch gerade in Staaten wie Italien, Spanien, Griechenland und Kroatien steigen die Zahlen der Infizierten in bestimmten Regionen wieder an. Die Türkei gilt indes immer noch als Risikoland. Platzt der Urlaub 2020 doch noch

Update, 9. Juli, 14.07 Uhr: Im Kreis Euskirchen (NRW) machen die ersten Ergebnisse Hoffnung. Es gibt nach dem ersten Ausbruch des Coronavirus bei einer Großfamilie im Kreis, nur wenige weitere Infizierte. Am Freitag sollen weitere Ergebnisse der Massentests bekannt gemacht werden.  

Coronavirus in NRW: Kriminalität hat in Coronazeiten abgenommen

Update, 9. Juli, 13.07 Uhr: NRW-InnenministerHerbert Reul hat bekanntgegeben, dass zwischen Ende März und Ende Juni mehr als 50.000 Personen gegen die Corona-Schutzmaßnahmen verstoßen haben. Reul nennt eine konkrete Zahl: 50.587. Er betonte, dass dies nur die Fälle seien, bei denen die Polizei involviert war. Grundsätzlich liegt die Zuständigkeit bei den örtlichen Behörden mit ihren Ordnungsämtern. "Die meisten Menschen verhalten sich vorbildlich und diszipliniert. Trotz des Verbots gibt es aber einige, die sich nicht an die Regeln halten. Der Drang nach frischer Luft ist nachvollziehbar, aber Corona ist noch nicht vorbei", erklärte Reul.

Die Zahl der Straftaten ist in der Zeit der Corona-Einschränkungen in Nordrhein-Westfalen allerdings deutlich gesunken. Die Gesamtkriminalität sei zwischen Anfang März und Ende Juni um knapp 23 Prozent zurückgegangen, teilte  Reul (CDU) am Donnerstag mit. Auch die Zahl der Fälle von häuslicher Gewalt ging um 21 Prozent zurück. Er selbst habe da "noch ein paar Fragezeichen im Kopf", sagte Reul. Aber die Zahl der angezeigten Fälle sei im Vergleichszeitraum von 13.230 auf 10.479 gesunken. Der Rückgang der Kriminalität betraf fast alle Bereiche.

Coronavirus in NRW: Falsche Anträge führen zu Schäden in Millionenhöhe

Update, 9. Juli, 12.55 Uhr: Das Land NRW verzichtet auf Millionen-Gewinne der Westspiel-Casinos, um den landeseigenen Glücksspielkonzern auf die beschlossene Privatisierung vorzubereiten. Das räumte NRW-Finanzminister Lutz Lienenkämper (CDU) in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht ein. Auf Nachfrage der SPD-Opposition bestätigte der Politiker "die Reduzierung des Gewinns und damit der Gewinnabschöpfung". Durch erhöhte Rückstellungen für Pensionen der Beschäftigten seien diese nun "insolvenzfest".

Update, 9. Juli, 10.44 Uhr: Der Innenminister von NRW, Herbert Reul, warnt: Durch falsche Anträge auf Corona-Soforthilfe sind laut bislang rund fünf Millionen Euro Schaden entstanden. Dies müsse man aber in Relation zur Gesamtauszahlung von 4,5 Milliarden Euro sehen, sagte Reul am Donnerstag. Bei den falschen Anträgen geht es um Personen, die unberechtigte Hilfen beantragt odermehrere Anträge gestellt haben. Bei den sogenannten Fake-Webseiten für Soforthilfe seien bislang sieben Internetadressen "sicher ermittelt" und beschlagnahmt oder geblockt worden, erklärte Reul. Insgesamt seien bislang rund 1300 Anzeigen zu Fake-Websites eingegangen - bei einem Schaden von 281.000 Euro.

Dem Kreis Euskirchen droht ein Lockdown: Nach der Corona-Infektion von 13 Mitgliedern einer Familie in Euskirchen hat das Kreis-Gesundheitsamt Quarantäne für Hunderte Mitglieder der freikirchlichen Gemeinde angeordnet. Die rund 1000 Gemeindemitglieder sollen noch diese Woche auf das Virus getestet werden.

Update, 9. Juli, 7.43 Uhr: In Euskirchen wird am Donnerstag der Corona-Massentest einer freikirchlichen Gemeinde fortgesetzt, der am Vortag begonnen hatte. Die Kreisverwaltung rechnet für Freitag mit ersten Ergebnissen. Nachdem bei 13 Mitgliedern einer Familie der Mennoniten-Gemeinde das Coronavirus nachgewiesen wurde, hatte die Kreisverwaltung die ganze Gemeinde unter Quarantäne gestellt und Tests für die insgesamt rund 1000 Erwachsenen und Kinder angeordnet. 

Coronavirus in NRW: Tests in Euskirchen werden fortgeführt

Bei knapp 100 positiven Test-Ergebnissen könnte auf die Region das gleiche zukommen wie zuletzt auf die Kreise Warendorf und Gütersloh: Erneute Einschränkungen des öffentlichen Lebens.

Update, 9. Juli, 7.32 Uhr: Um Menschenansammlungen während der Corona-Pandemie besser kontrollieren zu können, schlägt der Vorsitzende der SPD-Fraktion in NRW eine technische Lösung vor. "Wenn belebte Kaufhäuser die Personenanzahl anonymisiert erfassen können, so muss dies technisch auch für belebte Plätze und Orte möglich sein", sagte Thomas Kutschaty der Rheinischen Post. Man dürfe große Ansammlungen gar nicht erst entstehen lassen. In den vergangenen Wochen hatte die Polizei wegen zu geringen Mindestabstands mehrere Menschenansammlungen in Düsseldorf und Köln aufgelöst. Auch in anderen Städten kam es zu solchen Vorfällen.

Coronavirus in NRW: Steht der Kreis Euskirchen vor dem Lockdown?

Update, 8. Juli, 17.56 Uhr: Den Kreis Euskirchen in NRW plagen große Sorgen: Nach der Corona-Infektion von 13 Familienmitgliedern einer freikirchlichen Gemeinde haben heute die Massentests von rund 1000 Personen einer Mennoniten-Gemeinde begonnen. 

Das Virus könnte sich bei einem Gottesdienst verbreitet haben - und von dem gibt es entgegen der Coronaschutz-Regeln keine Teilnehmerliste. Alle Mitglieder sind in Quarantäne. Schlimmstenfalls könnten erneute Einschränkungen des öffentlichen Lebens kommen - der Lockdown droht.

Update, 8. Juli, 17.24 Uhr: Niedersachsen lässt Urlauber aus dem Kreis Gütersloh nun doch schon von diesem Samstag (11. Juli) an wieder ins Land einreisen. Das sagte eine Regierungssprecherin der Deutschen Presse-Agentur. 

Coronavirus in NRW: Clubs und Discos bleiben geschlossen

Update, 8. Juli, 17.18 Uhr:Das aktuelle Betriebsverbot für Clubs und Diskotheken in NRW zum Schutz vor Corona ist laut dem Oberverwaltungsgericht des Landes rechtmäßig. Das entschied das OVG heute  nach der Klage einer Kölner Diskothek-Betreiberin  , wie das Gericht mitteilte. 

Es sei nicht zu beanstanden, wenn das Land annehme, dass in Clubs und Diskotheken ein erhöhtes Infektionsrisiko bestehe. Besucher hielten sich dort dicht aneinander gedrängt auf oder tanzten - und das in üblicherweise schlecht belüfteten Räumen und bei häufig wechselnden Gästen. 

Das OVG geht auch nicht davon aus, dass die Einhaltung des Mindestabstands und das Tragen einer Gesichtsmaske bei einer Öffnung von Clubs und Diskotheken realistisch wäre. Die branchenweite Untersagung des Betriebs nach der Coronaschutzverordnung NRW sei daher rechtlich nicht zu beanstanden. 

Coronavirus in NRW: Die Infektionszahlen von heute

Update, 8. Juli, 16.40 Uhr: Nach Angaben des NRW-Gesundheitsministeriums sind seit Beginn der Corona-Pandemie 44.306 Infektionen mit dem Coronavirus in NRW bestätigt worden (Stand 8. Juli). 1696 Menschen starben im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. 39.714 Menschen gelten inzwischen als genesen. Akut infiziert sind demnach aktuell 2896 Menschen in NRW

Update, 8. Juli, 15.35 Uhr: Mit dem Kreis Gütersloh sowie den Großstädten Düsseldorf und Duisburg liegen gleich drei Gebiete in NRW im bundesweiten Vergleich bei der wichtigen Infektions-Kennziffer für die Ausbreitung des Corona-Virus vorn. Die Zahl Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage sank nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwoch im Kreis Gütersloh weiter auf 28,6 Fälle. 

Der Kreis in Ostwestfalen, der seit dem massiven Corona-Ausbruch in der Tönnies-Fleischfabrik in Rheda-Wiedenbrück die Liste anführt, nähert sich damit den Werten der Großstädte Düsseldorf und Duisburg. Die Sieben-Tage-Inzidenz betrug in der Landeshauptstadt am Mittwoch 22. Für Duisburg wies das RKI einen Wert von 21,1 solcher Fälle aus. An vierter Stelle folgt der oberbayerische Landkreis Erding mit 17,4. 

Coronavirus in NRW: Reihentestungen in Pflegeheimen, bei Paketdienstleister und Fleischbetrieben

Beide Städte am Rhein verwiesen zuletzt unter anderem auf viele Tests und Reihenuntersuchungen, die den Wert der festgestellten Infektionen nach oben treiben könnten. Nicht alle Infizierten weisen typische Symtome auf. In Duisburg setze man weiter auf Reihentestungen in Pflege- und Senioreneinrichtungen, sagte Sprecherin Anja Kopka am Mittwoch. "Dabei nehmen wir natürlich in Kauf, dass die Infektionszahlen hochgehen: wer viel testet, findet eben auch etwas. Auch die Reihentests bei einem Paketdienstleister oder in den fleischverarbeitenden Betrieben halten wir für den richtigen Weg." Bei zwei Feiern zum Zuckerfest Ende Mai hätten sich 66 Menschen infiziert. 

Bereits am Montag hatte der Duisburger Krisenstabsleiter Martin Murrack daher an die Bevölkerung appelliert, trotz neugewonnener Freiheiten weiter vorsichtig zu sein. Weil die Leute wieder mehr Kontakte hätten, sei die Nachverfolgung für das Gesundheitsamt sehr schwierig geworden. "Das Virus ist immer noch da", lautete die Mahnung. Gerade im privaten Raum gelte: "Nicht alles, was erlaubt ist, sollte voll ausgeschöpft werden", unterstrich Murrack.

Coronavirus in NRW: Wichtige Infektionskennziffer im Kreis Gütersloh rückläufig

Im Kreis Gütersloh verfestigt sich die rückläufige Tendenz: Zu Wochenanfang hatte die Infektions-Kennziffer noch knapp über dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen gelegen. Am Dienstag ging es runter auf 35,4. Zum Höhepunkt des Corona-Ausbruchs in dem Tönnies-Werk lag der Wert sogar bei 270,2. Oberhalb des Grenzwertes 50 müssen zusätzliche Schutzmaßnahmen wie Einschränkungen beim Umfang der Kontakte in Betracht gezogen werden.

Update, 8. Juli, 14.05 Uhr: Nach den gerichtlich gekippten Corona-Einschränkungen für den Kreis Gütersloh hat Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart die Maßnahmen der Landesregierung verteidigt. "Wir mussten sofort handeln", sagte der FDP-Politiker am Mittwoch in Düsseldorf. Man habe nicht ausschließen können, dass der Corona-Ausbruch im Fleischbetrieb Tönnies mit über 1000 infizierten Mitarbeitern auf andere Teile der Gesellschaft überspringe. "Wir hatten Glück, dass das nicht der Fall gewesen ist." Zudem schreibe es die Bund-Länder-Regelung vor, dass im Fall eines Ausbruchs für den gesamten Kreis Maßnahmen verfügt werden. 

Man müsse sich einmal die Kritik an der Landesregierung vorstellen, wenn man keinen regionalen "Lockdown" verfügt hätte und der Ausbruch weitere Kreise gezogen hätte. "Die Diskussion würde ich mir gar nicht vorstellen wollen." 

Coronavirus in NRW: Land will Hilfen des Bundes aufstocken

Update, 8. Juli, 12.52 Uhr: Das Land NRW will die Bundesmittel zur weiteren Hilfe für krisengeplagte Unternehmen für Freiberufler und Solo-Selbstständige erneut aufstocken. Diese sollen für die Sommermonate von Juni bis August jeweils 1000 Euro beantragen können, um den persönlichen Lebensunterhalt finanzieren zu können, kündigte Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) am Mittwoch in Düsseldorf an. Dafür stelle man 300 Millionen Euro bereit. 

Unternehmer, die die Hilfen in Anspruch nehmen wollen, müssen diese von einem Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer gemeinsam mit den sogenannten Überbrückungshilfen des Bunde s beantragen lassen. Dafür müssen sie nachweisen, dass ihre Umsätze im April und Mai mindestens 60 Prozent unter denen des Vorjahres lagen. 

Bereits im Rahmen der anfänglichen Soforthilfen, die nicht zur Deckung des Lebensunterhalts genutzt werden durften, hatte die Landesregierung eigene Mittel zur Verfügung gestellt. "Auch hier haben wir deutlich gemacht: Wir lassen die Solo-Selbstständigen und Freiberufler nicht auf ihren Kosten sitzen", sagte Pinkwart. Mit den Überbrückungshilfen des Bundes soll vor allem kleinen und mittelständischen Firmen geholfen werden, die weiter erhebliche Umsatzeinbußen haben. Erstattet werden fixe Betriebskosten bis zu einem Betrag von 150.000 Euro. Die Überbrückungshilfe soll für die Monate Juni bis August gewährt werden - für Branchen wie etwa das Hotel- und Gaststättengewerbe, Clubs und Bars, Reisebüros und Schausteller.

Coronavirus in NRW: Zahl der Neuinfektionen sinkt im Kreis Gütersloh

Update, 8. Juli, 12.32 Uhr: Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen ist im Kreis Gütersloh weiter gesunken und nähert sich den Werten anderer Regionen an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwoch liegt die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz mittlerweile bei 28,6. Als Grenzwert für neuerliche Einschränkungen des öffentlichen Lebens gilt der Wert 50. Am Vortag lag diese Infektions-Kennziffer noch bei 35,4. Zum Höhepunkt des Corona-Ausbruchs beim Fleischbetrieb Tönnies in Rheda-Wiedenbrück lag der Wert bei 270,2. 

Coronavirus in NRW: Infektionen in weiterem Schlachthof im Kreis Gütersloh

Update, 8. Juli, 11.53 Uhr: Weil bei drei Mitarbeitern das Coronavirus nachgewiesen wurde, hat der Fleischbetrieb Westphal im Kreis Gütersloh vorsorglich die Schlachtung gestoppt. Der Betrieb solle sicherheitshalber heruntergefahren werden, so lange unklar sei, ob die Infektionen auf weitere der rund 120 Mitarbeiter des Zerlegungs- und Schlachtbetriebs in Herzebrock-Clarholz übergriffen hätten, sagte der Bürgermeister der Gemeinde, Marco Diethelm (CDU), am Mittwoch. 

Update, 8. Juli, 9.37 Uhr: Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner im Kreis Gütersloh ist weiter gesunken und nähert sich den Werten anderer Regionen an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts(RKI) vom Mittwoch liegt die so genannte Sieben-Tage-Inzidenz mittlerweile bei 28,6.

Als Grenzwert für neuerliche Einschränkungen des öffentlichen Lebens gilt der Wert 50. Am Vortag lag diese Infektions-Kennziffer noch bei 35,4. Zum Höhepunkt des Corona-Ausbruchs beim Fleischbetrieb Tönnies in Rheda-Wiedenbrück lag der Wert bei 270,2.

Update, 8. Juli, 8.02 Uhr:  Jetzt ist es rechtskräftig: Nordrhein-Westfalen hat das Verbot für bestimmte Großveranstaltungen bis mindestens zum 31. Oktober verlängert. In der am Dienstagabend veröffentlichten neuen Coronaschutzverordnung werden als "große Festveranstaltungen" konkrete Feste genannt.

Coronavirus in NRW: Ausbruch in Mennoniten-Gemeinde

Update, 7. Juli, 16.32 Uhr: Update zum Corona-Ausbruch in einer Mennoniten-Gemeinde im Kreis Euskirchen: Der Kreis habe von der Mennoniten-Gemeinde eine Liste mit rund 500 Namen erhalten. Diese Menschen würden mit ihren Kindern getestet. Das seien insgesamt rund 1000 Personen

Amtlich sei die Gemeinde-Zugehörigkeit nicht erfasst. Darum könne der Kreis keine Angaben dazu machen, wie viele Menschen unter Quarantäne stehen, sagte Andres. Die Quarantäne-Anordnung gelte aber für die ganze Gemeinde. Schule und Bethaus der Mennoniten seien geschlossen worden.

Im Kreis Euskirchen haben sich 13 Mitglieder einer Mennoniten-Familie mit dem Coronavirus angesteckt (siehe Update 12.02 Uhr).

Update, 7. Juli, 13.09 Uhr: In der vergangenen Woche war aus dem Märkischen Kreis durch die Bezirksregierung Arnsberg eine sogenannte "Einsatzeinheit" in den Kreis Gütersloh beordert worden. Im dortigen Corona-Hotspot rund um die Fleischfabrik Tönnies wurden die Helfer beim Aufbau eines Corona-Testzentrums eingesetzt. Diese Helfer wurden nun vom Märkischen Kreis getestet.

Coronavirus in NRW: Weiter Einschränkungen für Reisende aus dem Kreis Gütersloh

Update, 7. Juli, 12.15 Uhr: Trotz gerichtlicher Aufhebung der strengeren Corona-Beschränkungen sowie der sinkenden Infektionszahlen im Kreis Gütersloh brauchen Niedersachsen-Reisende von dort laut eines Medienberichts noch bis einschließlich zum Wochenende einen negativen Corona-Test.

Update, 7. Juli, 12.02 Uhr: Nach der Corona-Infektion einer kompletten zwölfköpfigen Familie in Euskirchen hat das Kreisgesundheitsamt Quarantäne für rund 500 Mitglieder einer freikirchlichen Gemeinde angeordnet. Nach Angaben eines Behördensprechers sind alle Mitglieder der Euskirchener Mennoniten-Gemeinde betroffen, einer evangelischen Freikirche, der die betroffene Familie angehört. Nach der Familie sollen alle Gemeindemitglieder noch diese Woche auf das Coronavirus getestet werden.

Zunächst sei die Mutter mit Krankheitssymptomen ins Krankenhaus gekommen und positiv getestet worden, sagte Behördensprecher Wolfgang Andres. Bei der weiteren Testung habe sich gezeigt, dass die ganze Familie das Virus habe. "Die Kinder sind vorher noch in die Schule gegangen, in die eigene Schule der Mennoniten. Und die Familie ist wohl auch noch in den Gottesdienst in das Bethaus der Mennoniten gegangen", sagte Andres. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass das Virus verbreitet worden sei.

Wie viele Mitglieder die Gemeinde genau habe, sei noch bekannt, sagte der Sprecher: "Wir gehen aber davon aus, dass das um die 500 sind." Schule und Bethaus seien geschlossen worden.

Coronavirus in NRW: Minister Reul warnt vor Menschenansammlungen

Update, 7. Juli, 10.31 Uhr: Mit Blick auf Menschenansammlungen in Partyzonen von Großstädten hat NRW-Innenminister Herbert Reul an die Vernunft der Bürger appelliert. "Wenn ich mir die Bilder vom Wochenende anschaue, dann sehe ich mancherorts Gruppen von Menschen, die sich benehmen, als wenn nichts wäre. Corona ist aber noch nicht vorbei, und es gibt weiterhin Regeln, an die man sich halten muss", sagte der CDU-Politiker der "Rheinischen Post". 

Das Ordnungsamt habe mit Unterstützung der Polizei eine Menge Verstöße festgestellt und die örtliche Polizei in manchen Städten die Präsenz erhöht. "Ich würde mir jedoch wünschen, dass härtere Maßnahmen und Einschränkungen nicht nötig sind, sondern die Leute sich zusammenreißen - zum eigenen Schutz und zum Schutz aller", sagte Reul weiter.

Coronavirus in NRW: Erfreuliche Zahlen aus dem Kreis Gütersloh

Update, 7. Juli, 8.39 Uhr: Pünktlich zum Ende des Lockdowns im Kreis Gütersloh hat sich auch die Zahl der Neuinfektionen deutlich geändert. 

Ein Gericht hatte gestern die Entscheidung von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet gekippt. Seine Anti-Corona-Maßnahme ist damit aufgehoben.

Update, 6. Juli, 21.10 Uhr: Durch die Corona-Pandemie gerät auch das DRK in NRW in die Bredouille: Arbeitgeber machen einigen Ehrenamtlern Schwierigkeiten, da sie sich vor Infektionen mit dem Coronavirus in ihrem Unternehmen fürchten.  

Update, 6. Juli, 18.46 Uhr: Es bleibt vorerst bei der Maskenpflicht im Einzelhandel: Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern sind sich einig, dass die verbindliche Mund- und Nasenbedeckung in Geschäften beibehalten werden soll, wie die Nachrichtenagentur AFP am Montag nach einer Telefonschalte aus Kreisen der Ressortchefs erfuhr

Update, 6. Juli, 17.54 Uhr: Die Beratungen über ein Hygienekonzept für die schrittweise Wiederaufnahme des Betriebs beim Fleischverarbeiter Tönnies nach dem Corona-Ausbruch sollen zeitnah fortgesetzt werden. Die bisherigen Gespräche seien konstruktiv verlaufen, sagte ein Sprecher der Bezirksregierung Detmold am Montag

Coronavirus in NRW: Zahl der akut Infizierten steigt

Update, 6. Juli, 17.38 Uhr: Die neuesten Infektionszahlen vom Gesundheitsministerium sind da: Am Montag registrierte das Ministerium 74 Neuinfektionen in NRW. Somit haben sich seit Beginn der Pandemie 44.064 Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

Am Montag listet die Statistik zwei weitere Todesfälle auf (1.689). Die Zahl der Genesenen bleibt indes unverändert bei 39.236. Akut infiziert sind demnach - Stand Montag, 6. Juli - 3139 Personen in NRW.

Update, 6. Juli, 16.27 Uhr: Das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht hat die Corona-Beschränkungen für das öffentliche Leben im Kreis Gütersloh vorläufig außer Vollzug gesetzt. Das Land NRW hätte nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies inzwischen eine differenziertere Regelung erlassen müssen - ein Lockdown für den ganzen Kreis sei nicht mehr verhältnismäßig, teilte das Gericht am Montag mit. Die Entscheidung ist rechtskräftig.

Coronavirus in NRW: Kommunalwahlen können wie geplant stattfinden

Update, 6. Juli, 14.52 Uhr: Die Kommunalwahlen in NRW können wie geplant am 13. September stattfinden. Der Verfassungsgerichtshof des Landes in Münster hat die Verfassungsbeschwerden einer lokalen Wählervereinigung zurückgewiesen und einen Eilantrag der Familien-Partei abgelehnt. 

Antragsteller und Klägerin wollten wegen der Chancengleichheit während der Corona-Pandemie einen späteren Wahltermin (Az.: VerfGH 63/20.VB-2 und VerfGH 76/20, Beschlüsse vom 30. Juni 2020). Nach Ansicht der NRW-Verfassungsrichter hat der Gesetzgeber aber auf die durch die Corona-Krise bedingten Probleme genügend Rücksicht genommen. 

Update, 6. Juli, 14.13 Uhr: Wann kann die Produktion im Schlachtbetrieb Tönnies wieder hochfahren? Das ist abhängig von einem von Tönnies in der vergangenen Woche vorgelegten Hygiene-Konzept, über das Vertreter der Behörden und des Unternehmens heute beraten. 

Der Gütersloher Landrat Sven-Georg Adenauer rechnet nicht mit einem kurzfristigen Hochfahren der Produktion.

Coronavirus in NRW: Debatte um Abschaffung der Maskenpflicht 

Update, 6. Juli, 10.30 Uhr: Die Debatte um eine teilweise Abschaffung der Maskenpflicht schreitet am heutigen Montag weiter voran. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) mahnte dringend zur Vorsicht. Im Deutschlandfunk wies Spahn am Montagmorgen darauf hin, dass Deutschland die Erfolge im Kampf gegen die Pandemie "unter großen Kosten erreicht" habe. "Das ist Grund genug, das zu sichern und nicht zu sorglos zu sein".

Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) hat für die Zeit nach den Sommerferien eine Debatte über die teilweise Abschaffung der Maskenpflicht angeregt. "Ich glaube, wir werden weiterhin eine Maskenpflicht im ÖPNV benötigen", sagte der Politiker am Montag im ARD-"Morgenmagazin".

Anders als im öffentlichen Nahverkehr könnten aber etwa im Einzelhandel Mindestabstände gewahrt werden. Daher wolle er Ende August, nach Ablauf der Sommerferien, erörtern, "ob wir aus einer Maskenpflicht am Ende eine Empfehlung machen".

Update, 6. Juli, 8.40 Uhr: Steht das Ende des Lockdowns im Kreis Gütersloh bevor? Nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies ist die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner im Kreis Gütersloh weiter gesunken. 

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Montag liegt die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz mittlerweile bei 50,5. Am Vortag lag diese Infektions-Kennziffer noch bei 56,0 und am Freitag bei 76,6. Zum Höhepunkt des Corona-Ausbruchs bei Tönnies lag der Wert bei 270,2. Als Grenzwert für das Ende der regionalen Kontaktbeschränkungen im Kreis gilt der Wert 50.

Coronavirus in NRW: Laumann gegen flächendeckende Tests

Update, 5. Juli, 18.36 Uhr: Der NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat sich gegen flächendeckende Tests auf das Coronavirus ausgesprochen. "Ich halte da nicht sehr viel von", sagte der Politiker im "Interview der Woche" des Deutschlandfunks. Er orientiere sich in dieser Frage an den Vorgaben des Robert Koch-Instituts. Dies bedeute, dass man anlassbezogen und dann sehr gründlich teste, wie dies beispielsweise nach dem Virus-Ausbruch beim Fleisch-Konzern Tönnies in Rheda-Wiedenbrück geschehen sei. 

Ein ähnliches Vorgehen wie in Bayern lehnte Laumann in diesem Zusammenhang ab. Das Angebot der dortigen Regierung an alle Bürger, sich testen zu lassen, sei durch die Empfehlungen des Robert Koch-Instituts nicht gedeckt. 

Karl-Josef Laumann, NRW-Gesundheitsminister

Laumann verwies auch auf die Erfolge in der Pandemie-Bekämpfung beim Infektionsherd in einem Fleischbetrieb in Gütersloh. Dort sei es durch frühzeitiges Erkennen, lokale Quarantäne und breit angelegte Tests gelungen, ein Überspringen der Infektionen von den Schlachthofmitarbeitern auf die Allgemeinbevölkerung zu verhindern.

Coronavirus in NRW: Menschenansammlungen in Köln - Polizei und Ordnungsamt im Einsatz

Update, 5. Juli, 17.32 Uhr: Im Kampf gegen dichte Menschenansammlungen waren am Wochenende wieder Polizei und Ordnungsämter in NRW unterwegs. Wie etwa die Stadt Köln mitteilte, mussten am Freitag und Samstag unter anderem Teile des Stadtgartens von den Ordnungshütern geräumt werden. Am Freitagabend trafen sich dort rund 400 Menschen, am Samstagabend versammelten sich rund 250. Immer wieder hatte es in den vergangenen Wochen Menschenansammlungen an beliebten Treffpunkten in Köln gegeben. 

In Düsseldorf blieb es am Wochenende weitestgehend ruhig. Wie ein Pressesprecher der Polizei mitteilte, kam es zu keinen Einsätzen der Polizei aufgrund der Corona-Schutzverordnung

Polizisten überwachten unter anderem am Samstagabend in Düsseldorf die Einhaltung der Corona-Maßnahmen des Landes an der Freitreppe. An den letzten zwei Samstagen musste die Polizei die Treppe aufgrund von Verstößen räumen lassen.

In Bonn kontrollierte die Polizei überwiegend Gruppen am Rheinufer. Insgesamt 46 Platzverweise wurden dabei ausgesprochen, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Am Samstagmittag kam es außerdem in Bonn zu einem weiteren Menschenandrang in der Innenstadt: Der Rapper Xatar eröffnete hier einen Imbiss. Rund 350 überwiegend Jugendliche und junge Erwachsene wollten laut Ordnungsamt in dem Laden essen. Dabei wurden Abstände nach der Corona-Schutzverordnung nicht eingehalten. Das Ordnungsamt musste einschreiten, konnte die Lage allerdings wieder entspannen.

Coronavirus in NRW: Das sind die Infektionszahlen von Sonntag 

Update, 5. Juli, 16.45 Uhr: Hier kommt der tägliche Überblick über die Corona-Zahlen. Nach Angaben des NRW-Gesundheitsministeriums sind seit Beginn der Pandemie 43.990 Corona-Fälle bestätigt worden. 1687 Menschen sind demnach im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion gestorben. 39.236 Menschen gelten inzwischen als genesen. Akut infiziert sind demnach - Stand Sonntag, 5. Juli - 3067 Personen in NRW.

Update, 5. Juli, 16.33 Uhr: Die NRW-Landesregierung hat zurückhaltend auf den Vorstoß aus Mecklenburg-Vorpommern zur Aufhebung der Maskenpflicht im Einzelhandel reagiert. Eine Sprecherin des NRW-Gesundheitsministerium begründete das am Sonntag gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

Coronavirus in NRW: Infektions-Kennziffer für Kreis Gütersloh weiter gesunken - noch über kritischem Wert

Update, 5. Juli, 10.40 Uhr: Die wichtige Infektions-Kennziffer für den Kreis Gütersloh ist weiter gesunken - liegt aber noch über der Marke von 50. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz lag laut Robert-Koch-Institut (RKI) am Sonntag bei 56 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Am Samstag lag der Wert noch bei 66,5, zum Höhepunkt des Massenausbruchs bei Tönnies bei 270,2.

Update, 5. Juli, 8.30 Uhr: Die Lebensretter von der DLRG erwarten, dass es in diesem Sommer mehr Badetote in NRW gibt - wegen Corona. Denn wegen der Beschränkungen lassen die Schwimmbäder weniger Gäste rein. Das könnte dazu führen, dass mehr ungeübte Schwimmer auf Kanälen, Flüssen, Seen und Baggerlöchern ausweichen, warnen die Lebensretter.

Michael Grobe, Sprecher der DLRG Nodrhein, warnt davor, in unbekannten Gewässern zu schwimmen: "Es ist unsere Sorge, dass sich mehr Menschen in Gefahr begeben, als das sonst schon der Fall ist." Im vergangenen Jahr sind in NRW 65 Menschen ertrunken, die meisten in Flüssen und Seen.

Coronavirus in NRW: Zahl der aktuell Infizierten unter 3000er-Marke

Update, 4. Juli, 15.14 Uhr: Die neuen Coronavirus-Daten des NRW-Gesundheitsministeriums sind da: Die Zahl der aktuell Infizierten liegt bei 2.943 und damit wieder unter der 3000er-Marke. Die Zahl der Sars-Cov-2-Ansteckungen in Nordrhein-Westfalen seit Beginn der Corona-Krise stieg auf 43.853 an - das sind 193 mehr als am Vortag. Insgesamt starben seit Beginn der Pandemie 1.688 mit dem Coronavirus infizierte NRW-Bürger (2 mehr als am Vortag).

Update, 4. Juli, 13.40 Uhr: Nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies ist die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner im Kreis Gütersloh wieder gesunken. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Samstag liegt die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz bei 66,5. Am Vortag lag dieser Wert bei 76,6, am Donnerstag bei 76,5 und am Dienstag bei 86,0. Zum Höhepunkt des Corona-Ausbruchs bei Tönnies lag der Wert bei 270,2. Als Grenzwert für das Ende des regionalen Lockdowns im Kreis gilt der Wert 50.

Die Einschränkungen im Kreis Gütersloh gelten noch bis zum 7. Juli. Im Kreis Warendorf, in dem ebenfalls viele Tönnies-Mitarbeiter wohnen, war die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage bereits unter den Grenzwert von 50 gefallen.

Coronavirus in NRW: Keine Telgter Wallfahrt - aber Alternativen

Update, 4. Juli, 9.30 Uhr: Die Corona-Pandemie zwingt auch die Organisatoren der Telgter Wallfahrt zu Alternativen: Seit 1852 pilgern jedes Jahr am zweiten Juli-Wochenende Gläubige von Osnabrück zum münsterländischen Marienwallfahrtsort Telgte - nur in diesem Jahr ist das zum ersten Mal nicht möglich. Daher soll es für die Teilnehmer dezentrale Andachten und Predigten geben, sagte der langjährige Cheforganisator Karlheinz Schomaker.

Update, 4. Juli, 9 Uhr: Vor dem Schlachtbetrieb Tönnies in Rheda-Wiedenbrück gibt es am Samstag laute Proteste. Aktivisten fordern unter anderem "Schluss mit der Ausbeutung von Mensch und Tier".

Coronavirus in NRW: Verstöße gegen Regeln in Köln

Update, 3. Juli, 15.40 Uhr: Trotz etlicher Verstöße gegen die Corona-Regeln sieht Köln vorerst von weiteren Sperren für beliebte Plätze in der Stadt ab. Dennoch behalte man die Hotspots natürlich im Blick und werde im Zweifel auch noch anders entscheiden, sagte Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) nach einer Sitzung des Krisenstabes am Freitag. 

Sie appellierte an die Bürger, die Abstandsregeln "bitte, bitte" einzuhalten. "Es verhalten sich immer mehr Menschen so, als wäre die Pandemie schon beendet", sagte Reker. "Und das ist gefährlich."

In Köln hatte es unter anderem am Wochenende bei gutem Wetter größere Menschenansammlungen gegeben. 

Henriette Reker, Kölner Oberbürgermeisterin, bittet die Menschen, weiter die Corona-Abstandsregeln einzuhalten.

Update, 3. Juli, 15.25 Uhr: Nach längerer Ungewissheit steht jetzt fest, wie lange Tönnies in Rheda-Wiedenbrück (Kreis Gütersloh/NRW) nach dem massiven Corona-Ausbruch unter Mitarbeitern noch geschlossen bleibt

Update, 3. Juli, 15.10 Uhr: Die neuen Coronavirus-Daten des NRW-Gesundheitsministeriums sind da: Die Zahl der aktuell Infizierten erhöhte sich auf exakt 4000 Personen. Die Zahl der Sars-Cov-2-Ansteckungen in Nordrhein-Westfalen seit Beginn der Corona-Krise stieg auf 43.660 an (224 mehr als am Vortag). Insgesamt starben seit Beginn der Pandemie 1.686 mit Corona infizierte NRW-Bürger.

Update, 3. Juli, 12.38 Uhr: Sigmar Gabriel, ehemaliger Vorsitzender der SPD und Ex-Vizekanzler, hat mehrere Monate den Konzern von Clemens Tönnies beraten und daran gut verdient.

Der Ex-Vizekanzler Sigmar Gabriel war von März bis Mai 2020 für den Schlachthof-Konzern aus Rheda-Wiedenbrück (NRW) tätig. Gabriel bekommt sehr viel Kritik für seinen Job und das gewaltige Beraterhonorar.

Coronavirus in NRW: Galeria Karstadt Kaufhof schließt weniger Filialen in NRW

Update, 3. Juli, 11.58 Uhr: Ein bisschen Hoffnung nach der Insolvenz von Galeria Karstadt Kaufhof: Der Kaufhaus-Riese hat angegeben, weniger Filialen schließen zu wollen. In NRW sind vor allem zwei Großstädte über diese Entwicklung erleichtert.

Update, 3. Juli, 11.14 Uhr: Nachdem gegen Virologen aus NRW, Hendrik Streeck, Anzeige erstattet wurde, gibt es neue Erkenntnisse. Dem Forscher der Heinsberg-Studie, die das Infektionsgeschehen des Coronavirus untersucht, wurde unter anderem Falschangaben vorgeworfen. Jetzt spricht die Staatsanwaltschaft.  

Coronavirus in NRW: Kritik an Sigmar Gabriels Beraterfunktion beim Unternehmen Tönnies

Update, 3. Juli, 11.07 Uhr: Gegen Sigmar Gabriel und seine Beraterfunktion bei Tönnies keimt massive Kritik auf. Er verteidigt sein Handeln weiter - indes erhält Tönnies Beistand von Politik-Ebene.

Update, 2. Juli, 22.07 Uhr: Nach der Veröffentlichung eines Videos mit mutmaßlichen Verstößen gegen Corona-Präventionsregeln aus der Kantine des Schlachtereibetriebs Tönnies in Rheda-Wiedenbrück wurde einer Mitarbeiterin gekündigt. Das Arbeitsgericht Bielefeld verhandelt jetzt über die Wirksamkeit der Entlassung aus dem April, wie Direktor Joachim Kleveman der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag sagte. Ein Verhandlungstermin sei aber noch offen.

Update, 2. Juli, 18.24 Uhr: Die Corona-Warn-App der Bundesregierung gilt als zentraler Bestandteil bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie und soll Menschen warnen, die Kontakt zu einem Infizierten hatten. 

Im Märkischen Kreis ist jetzt bekannt geworden, dass die Corona-App keine große Hilfe bei der Kontaktnachverfolgung ist.

Coronavirus in NRW: Strafanzeige für Heinsberg-Studie-Leiter  Streeck 

Update, 2. Juli, 17.39 Uhr: Hendrik Stree ck, der die Heinsberg-Studie zur Ausbreitung des Coronavirus geleitet hat, hat eine Strafanzeige erhalten. Dem Virologen aus NRW wird vorgeworfen, Ergebnisse gefälscht zu haben.

Update, 2. Juli, 15.54 Uhr: Nach den Corona-Ausbrüchen in großenSchlachtbetrieben in NRW fordert Sozialminister Karl-Josef Laumann mehr Kontrollmöglichkeiten in Sammelunterkünften für Arbeiter. Auch außerhalb der Pandemie müsse der Arbeitsschutz in solche Wohnungen hinein können, sagte der CDU-Politiker heute im Bundestag. Im Zuge der Corona-Bekämpfung sei dies in NRW erstmals möglich gewesen. Bei 650 Kontrollen seien 1863 Beanstandungen festgestellt worden.

Coronavirus in NRW: Aktuelle Fallzahlen zu Covid-19

Update, 2. Juli, 15.42 Uhr: In NRW sind derzeit 43.438 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Das entspricht 136 Fällen mehr als noch am Vortag. Insgesamt starben 1684 Menschen in Nordrhein-Westfalen an der Krankheit. Als genesen gelten 37.853 Infizierte.

Update, 2. Juli, 14.30 Uhr: Die Corona-Pandemie hat auch den Flughafen in Dortmund mit voller Wucht getroffen: Die Passagierzahl brach im ersten Halbjahr um 57 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein, wie der Airport heute mitteilte

Coronavirus in NRW: Video aus Tönnies-Kantine hat Nachspiel vor Gericht

Update, 2. Juli, 12.33 Uhr:Nach dem Corona-Ausbruchbei Tönniesist die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner im Kreis Güterslohzuletzt weiter gesunken. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Donnerstag liegt die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz nun bei 76,4. Am Dienstag vergangener Woche lag dieser Wert noch bei 270,2. 

Die Einschränkungen im Kreis Gütersloh gelten noch bis zum 7. Juli. Im Kreis Warendorf war die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage bereits am Freitag unter den Grenzwert von 50 gefallen.

Update, 2. Juli, 7.54 Uhr: Maskenpficht im Riesenrad: In vorübergehenden Freizeitparks, die derzeit wegen Corona vermehrt als Kirmes-Ersatz aufgebaut werden, gelten besondere Hygienestandards, wie aus der aktualisierten Corona-Schutzverordnung des Landes NRW hervorgeht.

Coronavirus in NRW: Ärger für Tönnies-Mitarbeiterin

Update, 1. Juli, 22 Uhr: Kaum Abstand, hunderte im Raum: Nachdem ein Video aus der Kantine von Tönnies viral gegangen ist, wurde der Tönnies-Mitarbeiter in NRW länger in Quarantäne. Jetzt klagt die Mitarbeiterin dagegen.

Update, 1. Juli, 20.20 Uhr: Die Schlachthof-Mitarbeiter bei Tönnies müssen  zwei Wochen länger in Quarantäne. Das hat das Gesundheitsministerium in NRW am Mittwochabend bekannt gegeben. Allerdings gibt es Ausnahmen für einige Schlachthof-Mitarbeiter.

Update, 1. Juli, 18.54 Uhr: Nach dichtem Gedränge in der Düsseldorfer Altstadt hat eine Expertenrunde vorerst noch keine Maßnahmen beschlossen. Teile der Düsseldorfer Altstadt hatten in den vergangenen Wochen wegen dichten Gedränges mehrfach von der Polizei geräumt werden müssen. Die "Koordinationsgruppe Altstadt" hatte am Mittwoch mehrere Stunden lang Gegenmaßnahmen diskutiert. Die Infektionszahlen mit dem Coronavirus waren in der Landeshauptstadt von NRW zuletzt deutlich gestiegen."Die Menschen müssen wissen: Die Pandemie ist noch nicht vorbei", hatte Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) gewarnt. In Köln wollen Polizei und Ordnungsamt am kommenden Wochenende an neuralgischen Punkten verstärkt kontrollieren.

Coronavirus in NRW: Hilfe für Solo-Selbstständige und Künstler

Update, 1. Juli, 15.44 Uhr: Die NRW-Landesregierung stellt 185 Millionen Euro zusätzlich für die von der Corona-Pandemie gebeutelte Kulturszene bereit. Das hat NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Mittwoch in Düsseldorf bekanntgegeben. 

Mit der bereits seit März gewährten Hilfe für solo-selbstständige Künstler steigen damit die Hilfen auf 200 Millionen Euro, sagte Laschet. "Viele Künstler waren und sind verzweifelt, weil ihre Lebensgrundlage weggebrochen ist", berichtete der Ministerpräsident. 

Mit 105 Millionen Euro werde nun ein Stipendienprogramm für freischaffende Künstler geschaffen. Mit 80 Millionen Euro sollen von der Corona-Pandemie gebeutelte Institutionen über einen Kultur-Stärkungsfonds unterstützt werden. 

Zusätzlich habe die Bundesregierung eine Milliarde Euro ausgelobt, wovon die NRW-Kulturlandschaft anteilig profitiere. "Wir hoffen und erwarten auch, dass die Kommunen jetzt nicht bei der Kultur sparen", sagte Laschet. In den städtischen Haushalten sei Geld für die Kultur vorhanden. 

Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos) nannte das Hilfspaket "eine ganz großartige Möglichkeit". In Relation zum regulären Kulturetat des Landes von 274 Millionen Euro in diesem Jahr sei dies eine bedeutsame Erhöhung der Kulturausgaben. 15 000 Stipendien sollen nun projektbezogen gefördert werden. Pro Stipendium stünden 7000 Euro zur Verfügung. "Das Publikum muss ermutigt werden zurückzukommen", sagte Pfeiffer-Poensgen. Die Gespräche mit Kulturschaffenden beim NRW-Kulturgipfel am Dienstag seien konstruktiv gewesen. Die Zusammenkunft habe als Videokonferenz stattgefunden.

Coronavirus in NRW: Schweinemäster stehen wegen Tönnies-Schließung vor massiven Problemen

Update, 1. Juli, 15.31 Uhr: Jeder weitere Tag, an dem der Schlachtbetrieb der Firma Tönnies in Rheda-Wiedenbrück (NRW) geschlossen bleibt, stellt Schweinemäster vor große Probleme. Unterdessen sind inzwischen wegen des massiven Corona-Ausbruchs noch weitere Strafanzeigen gegen Tönnies eingegangen.

Update, 1. Juli, 12.24 Uhr: Verkaufsoffene Sonntage kehren zurück - und zwar im großen Ausmaß. Die Landregierung von NRW hat zusätzliche Termine erlaubt. In der Coronavirus-Pandemie sind derzeit Großveranstaltungen noch verboten - aber diese sind die Voraussetzung für verkaufsoffene Sonntage.

Coronavirus in NRW: Arbeitslosigkeit steigt weiter

Update, 1. Juli, 10.25 Uhr: Die Arbeitslosigkeit steigt in NRW. Das Coronavirus hat weiterhin Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. So zeigt ein Blick in die westfälische Großstadt Hamm, wie die Auswirkungen der Pandemie im Juni sind.

Nach aktuellen Angaben der Arbeitsagentur stieg die Zahl der Arbeitslosen in Hamm nochmals um 116 oder 1,3 Prozent auf 8940. Diese Zunahme fiel aber deutlich geringer aus als noch in den Vormonaten.

Update, 30. Juni, 19.08 Uhr: Ab Mittwoch müssen die Betriebe in der nordrhein-westfälischen Fleischindustrie ihre Mitarbeiter zweimal in der Woche auf das Corona-Virus testen lassen. 

Das schreibt eine Allgemeinverfügung des Landes Nordrhein-Westfalen vor. Von der Vorgabe des Landesgesundheits- und -Arbeitsministeriums, die ab dem 1. Juli gilt, sind Betriebe mit mehr als 100 Beschäftigten betroffen. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Unternehmen nur eigene Arbeiter unter Vertrag hat oder Werksarbeiter. 

Grund für die Anordnung sind die erhöhten Corona-Infektionszahlen bei Beschäftigen in einem Schlachtbetrieb der Firma Westfleisch in Coesfeld und zuletzt bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück. Die Infektionsherde hatten zu Einschränkungen des öffentlichen Lebens in den Kreisen Coesfeld, Gütersloh und Warendorf geführt.

Coronavirus in NRW: Umarmungen in Altenheimen wieder erlaubt

Update, 30. Juni, 18.28 Uhr: Angehörige dürfen ihre Liebsten in den Altenheime n trotz Corona von morgen an wieder in die Arme schließen: Mit einer Lockerung der Corona-Regeln für Besuche in Altenheimen sind körperliche Berührungen bei bestimmten Vorsichtsmaßnahmen wieder möglich. 

Heimbewohner und Verwandte freuen sich, in den Häusern sieht man die Lockerung mit gemischten Gefühlen. Damit steige das Infektionsrisiko für die Bewohner und Beschäftigte, sagte Pflegedienstleiterin Astrid Frese im Carolus Seniorenzentrum in Übach-Palenberg (Kreis Heinsberg). 

Zwingend notwendig sind laut Corona-Regeln für Besucher und Bewohner ein Mund-Nasenschutz und eine gründliche Handdesinfektion. Die Sehnsucht nach Berührung sei aber sehr groß, sagte Frese: In der Vergangenheit hätten sich demente Bewohner in ihrer Not schon gegenseitig umarmt. 

Coronavirus in NRW: Einreise in die EU - Touristen aus vielen Ländern müssen sich noch gedulden

Update, 30. Juni, 16.42 Uhr: Touristen aus anderen Ländern müssen sich noch gedulden: Die EU hat jetzt zwar Menschen aus 14 Ländern erlaubt, wieder in die EU einzureisen, aber Menschen aus vielen weiteren Ländern dürfen sich nicht nach Europa bewegen. Lockerungen gibt es bald für China - wenn die Chinesen auch eine Bedingung der EU erfüllen.

Update, 30. Juni, 16.11 Uhr: Die aktuellen Fallzahlen für das Land NRW sind da. Insgesamt sind 43.063 Fälle von Coronavirus registriert.

Auch die Zahl der Todesfälle steigt: In Nordrhein-Westfalen sind 1680 Menschen an Covid-19 gestorben. Als genesen gelten insgesamt 37.497 Personen. 

Coronavirus in NRW: Clemens Tönnies tritt nach Corona-Skandal bei Schalke zurück

Update, 30. Juni, 15.16 Uhr: Clemens Tönnies tritt als Aufsichtsratsvorsitzender des FC Schalke 04 zurück. 

Clemens Tönnies steht seit mehreren Wochen in der Kritik, seitdem imSchlachthof Tönnies das Coronavirus massiv ausgebrochen ist. Die Fans von Schalke demonstrierten am Samstag gegen ihn.

Update, 30. Juni, 12.23 Uhr: Ministerpräsident Armin Laschet hat sich gegen Straßenveranstaltungen zur traditionellen Sessionseröffnung am 11.11. ausgesprochen: "Draußen, Straßenkarneval, Infektionsübertragungszeit, Alkohol, Enge - das passt nicht in diese Zeit", sagte Laschet heute in Düsseldorf. 

Was dann im Frühjahr mit dem eigentlichen Karneval sei, könne man jetzt noch nicht sagen. Dafür sei es zu früh. Man müsse das Infektionsgeschehen im Herbst noch abwarten. Das sei für die Aktiven, die langfristig planen wollen, "nicht schön", so Laschet: "Aber es müssen sich zurzeit Andere mit größeren Problemen umstellen in ihren Lebensplanungen."

Update, 30. Juni, 12.14 Uhr: Das Land NRW hat heute ein Dashboard zur Corona-Pandemie freigeschaltet. Dort werden alle Zahlen, Daten und Fakten aus NRW rund um die Entwicklungen des Coronavirus aufbereitet. 

Neben den Zahlen für ganz NRW sind auf dem Dashboard auch die Infektionszahlen der einzelnen Kommunen einsehbar.

Coronavirus in NRW: Vorerst keine Massentests

Update, 30. Juni, 11.40 Uhr: Das Land NRW verhängt vorerst keine Massentest auf das Coronavirus - und zieht somit nicht mit dem Bundesland Bayern mit. Ministerpräsident Armin Laschet äußert sich dazu am Dienstag: "Ich will das nicht bewerten, was die bayerischen Kollegen machen. Wir machen, was wir für Nordrhein-Westfalen richtig halten. Mir ist vor allem wichtig, dass wir es da, wo es brennt, verpflichtend machen."

Update, 30. Juni, 10.20 Uhr: Im Kreis Gütersloh (NRW) ist die wichtige Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage erneut deutlich zurückgegangen. So beträgt laut Robert-Koch-Institut (RKI) die sogenannte Sieben Tage-Inzidenz am Dienstag nunmehr 86 - noch vor einer Woche lag sie noch bei 270 im Kreis Gütersloh. Außerdem ist der Wert erstmals seit den hohen Zahlen durch den massiven Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies in Rheda-Wiedenbrück nicht mehr dreistellig - dennoch liegt er noch weit über dem kritischen Wert 50, der bundesweit in der Diskussion um zusätzliche Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Pandemie eine Rolle spielt.

Update, 30. Juni, 6.45 Uhr: Guten Morgen und willkommen zu unserem NRW-Ticker über die Entwicklung des Coronavirus. Nachdem Warendorf zwar aufatmen kann, bleibt der Kreis Gütersloh im Lockdown - das hat gestern Ministerpräsident Armin Laschet verkündet. Laschet hatte aber angekündigt, mit seinen Landes-Kollegen noch einmal darüber zu sprechen, bei einem Lockdown nicht ganze Kreise "heraus zu nehmen", sondern "die Orte, wo wirklich Gefahr besteht". Das müsse man - wenn die aktuelle Krise in der Region vorüber ist - thematisieren.

Coronavirus in NRW: Neue Regeln für Lockdown - Politik berät

Sogar bei der Opposition findet dieses Vorhaben Anklang. Der aktuelle Fall werfe die Frage auf, "ob es wirklich sinnvoll ist, solche Maßnahmen gleich in einem ganzen Kreisgebiet in Kraft zu setzen, wenn man weiß, dass Teile der beiden ausgedehnten Kreise überhaupt nicht betroffen sind", sagte SPD-Fraktionschef Thomas Kutschaty der "Neuen Westfälischen" am Dienstag. Kutschaty forderte, in Zukunft bei einem Ausbruch des Coronavirus "deutlich flexibler" zu reagieren. 

Update, 29. Juni, 18.35 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat sich dafür ausgesprochen, die von Bund und Ländern abgesprochene Regelung für einen sogenannten Lockdown zu verändern: Man müsse noch einmal darüber sprechen, nicht ganze Kreise "heraus zu nehmen", sondern "die Orte, wo wirklich Gefahr besteht", sagte Laschet heute. 

"Das werden wir einmal mit den anderen Ländern, wenn die Krise vorbei ist, erörtern", sagte er mit Blick auf die Lage in Gütersloh. Laschet bezog sich konkret auf Städte und Gemeinden im Kreis Warendorf, die aktuell keine Infektionen haben - und dennoch vom Lockdown betroffen waren.

Coronavirus in NRW: Corona-Regeln werden verlängert

Update, 29. Juni, 16,21 Uhr: Die aktuellen Regelungen der Coronaschutzverordnung in NRW werden um weitere zwei Wochen bis mindestens zum 15. Juli verlängert. Das teilte die Landesregierung heute mit. 

Dazu gehört unter anderem die Maskenpflicht für bestimmte Bereiche. Zudem dürfen sich im öffentlichen Raum nur zehn Menschen treffen, wenn das Abstandsgebot nicht eingehalten wird. 

Update, 29. Juni, 16.14 Uhr: Das NRW-Gesundheitsamt hat am Nachmittag die neuen Corona-Zahlen veröffentlicht. Demnach sind am heutigen Montag 146 Neuinfektionen registriert worden. Landesweit sind somit 3881 Menschen akut mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der registrierten Infizierten seit Beginn der Pandemie ist auf 42.866 gestiegen.

Vier weitere Menschen sind im Zusammenhang mit dem Coronavirus in NRW verstorben. Die Zahl steigt auf 1678 Tote an. Im Vergleich zum Vortag meldete das Gesundheitsamt heute eine Gesamtzahl von 37.307 Genesenen, fünf mehr als gestern.

Coronavirus in NRW: So geht es in Gütersloh und Warendorf weiter

Update, 29. Juni, 15.27 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat soeben die Entscheidung über den Lockdown in den NRW-Kreisen Gütersloh und Warendorf verkündet. Für den Kreis Warendorf hatte er gute Nachrichten. Im Corona-Hotspot Gütersloh muss man sich in Sachen Lockdown weiter gedulden.

Update, 29. Juni, 13.45 Uhr: Der derzeit eingeschränkt geltende Lockdown im Kreis Gütersloh ist rechtmäßig. Das hat das Oberverwaltungsgericht von NRW in Münster entschieden. Ein Bewohner der Stadt Schloß Holte-Stukenbrock hatte die Überprüfung einer entsprechenden Landesverordnung verlangt. Er kritisiert, dass auch Städte wie sein Wohnort und Versmold, Borgholz oder Halle in Westfalen betroffen sind, obwohl es dort keine oder kaum Infizierte gibt.

Coronavirus in NRW: Entscheidung über Lockdown in Gütersloh und Warendorf

Update, 29. Juni, 12.12 Uhr: Gibt es neue Corona-Lockerungen nach dem Lockdown in Gütersloh und Warendorf? Kurz vor der Entscheidung über das Auslaufen oder Verlängern des regionalen Lockdowns gibt es Lichtblicke in der Region. Allerdings liegt der besonders stark vom Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies betroffene Kreis Gütersloh bei einer wichtigen Kennziffer in der Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie noch zu hoch - trotz einer weiter sinkenden Tendenz. Wir berichten live im Ticker um 15 Uhr hier über die Pressekonferenz der Landesregierung NRW.

Update, 29. Juni, 9.18 Uhr:  Neues zum Lockdown: Die Landesregierung NRW informiert heute um 15 Uhr zur Lage der Region nach dem Massenausbruch bei Tönnies

In einer Pressekonferenz sollen Ministerpräsident Armin Laschet, Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann sowie den Landräten Sven-Georg Adenauer und Olaf Gericke (alle CDU) Informationen über die aktuelle Situation geben.

Der Lockdown der beiden Kreise Gütersloh und Warendorf gilt noch bis morgen, Dienstag. Jetzt wird entschieden, ob er verlängert wird.

Coronavirus in NRW: Noch mehr Fälle im Kreis Gütersloh

Update, 29. Juni, 8.19 Uhr: Österreich hat die generelle Reisewarnung für NRW zurückgenommen. Das Land hatte nach dem Corona-Massenausbruch bei Tönnies davor gewarnt nach Nordrhein-Westfalen zu fahren. Seit heute 0 Uhr ist die Reisewarnung von Österreich aufgehoben worden.

Update, 29. Juni, 7.59 Uhr: Guten Morgen und willkommen zurück bei unserem Newsblog zur Entwicklung der Coronavirus-Pandemie in NRW. Im Kreis Gütersloh sind die Fälle von Infektionen weiter gestiegen. Betroffen sind viele Menschen ohne direkten Bezug zum Schlachthof Tönnies

Binnen sieben Tagen einschließlich Samstag (21. bis 27. Juni) habe sich die Zahl dieser Fälle auf 107 erhöht, teilte der Kreis am Sonntagabend mit - so berichtet dpa. Das sind 32 mehr als für den Vergleichszeitraum am Vortag (20. bis 26. Juni). Weiterhin zeige aber die Mehrzahl der Betroffenen keine Krankheitssymptome und es sei auch nach wie vor kein Anstieg der Zahl von Erkrankungen zu verzeichnen, erklärte der Kreis in Abstimmung mit dem Robert-Koch-Institut (RKI).

Der Lockdown in den beiden Kreisen Gütersloh und Warendorf gilt bis morgen. Spätestens also am morgigen Dienstag muss die Landesregierung entscheiden, wie es weitergeht.

Coronavirus in NRW: Neue Tests bei Schlachthöfen

Update, 28. Juni, 16.40 Uhr: Nach der Krise in der Fleischindustrie bei Tönnies und Westfleisch hat das Land NRW eine neue Regelung erlassen: Mitarbeiter auf Schlachthöfen müssen mindestens zweimal auf das Coronavirus getestet werden. Westfleisch geht allerdings noch einen Schritt weiter.  

Update, 15.40 Uhr: Viele täten inzwischen so, als wäre Corona vorbei, dies war das Resümee eines Sprechers der Polizei, nachdem Beamte am Wochenende in den Großstädten Köln, Bonn und Düsseldorf in NRW gleich mehrere Corona-Partys auflösen mussten. In Düsseldorf die große Freitreppe am Rheinufer wie auch eine Straße in der Altstadt geräumt, weil sich dort zu viele Menschen auf engem Raum aufgehalten und die Bestimmungen  wegen des Coronavirus missachtet hätten. In Köln kam es sogar zu Ausschreitungen: Seit Freitagabend hatte es in der Großstadt in NRW mehrfach Schlägereien und Auseinandersetzungen zwischen Gruppen gegeben. In einem Fall gingen Männer mit zerbrochenen Glasflaschen aufeinander los, ein 26-Jähriger wurde schwer verletzt.

Coronavirus in NRW: Keine Beruhigung in Gütersloh - Entspannung in Warendorf

Update, 28. Juni, 14.11 Uhr: Nach dem massiven Corona-Ausbruch beim Fleischbetrieb Tönnies im Kreis Gütersloh sieht der Kreis Warendorf bisher keine Anzeichen für eine Ausbreitung des Virus unter der übrigen Bevölkerung. 

"Der bisherige Trend zeigt, dass das Virus nicht auf die allgemeine Bevölkerung übergesprungen ist", erklärte Landrat Olaf Gericke (CDU) am späten Samstagabend. Nach Angaben des Kreises waren nur zwei der insgesamt 4491 Corona-Tests positiv, die bis Samstagnachmittag in den Testzentren Oelde und Ahlen sowie bei Ärzten ausgewertet worden.

Der Kreis Warendorf hatte nach eigenen Angaben - unabhängig von den freiwilligen Reihentests der Bevölkerung - Tests in Pflegeheimen, bei Erntehelfern sowie in Schlacht- und Fleischbetrieben (noch nicht beendet) durchführen lassen. "Über 7000 Ergebnisse davon liegen vor - alle waren negativ", hieß es dazu am Samstagabend, so meldet es dpa.

Coronavirus in NRW: Masken als Bastelset - Entschuldigung von Minister

Update, 28. Juni, 13.04 Uhr: Nach harscher Kritik an "Bastel-Sets" für Mund-Nase-Masken hat sich Familienminister Joachim Stamp (FDP) beim Kinderbetreuungspersonal in NRW entschuldigt. In einem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, drückte Stamp sein Bedauern aus: "Ich kann Ihnen versichern, dass dies kein Ausdruck von Geringschätzung war", so Stamp: "Um eines klarzustellen: Sie sind keine Basteltanten und Bastelonkel, sondern hochqualifiziertes pädagogisches Personal bzw. Kindertagespflegeperson. Ich kann nicht oft genug betonen, dass Sie herausragende Arbeit leisten!" 

Das Ministerium hatte neben normalen Masken auch etliche an Kitas verschickt, die noch zusammen gebastelt werden müssen. In der "Kommunikation" sei es dem Familienministerium leider nicht gelungen, "zu vermitteln, dass die übrigen Lieferungen für etwaig fehlende Masken bei Besuchern oder Eltern gedacht waren", schrieb Stamp. Für die Erzieher seien nur die fertigen Masken gedacht gewesen.

Coronavirus in NRW: Die neuen Fallzahlen sind da

Update, 28. Juni, 12.28 Uhr: Die aktuellen Fallzahlen für das Land NRW sind da. Nachdem am Samstag noch 42.568 Infektionen mit dem Coronavirus bekannt waren, ist die Zahl am heutigen Sonntag auf 42.720 gestiegen. 

In Nordrhein-Westfalen sind 1674 Menschen an Covid-19 gestorben. Genesen sind insgesamt 37.312 Personen. 

Update, 28. Juni, 10.44 Uhr: Laut Robert-Koch-Institut (RKI) gab es im Kreis Gütersloh 132,9 solche Fälle nach zuvor 164,2 am Samstag und 177,7 am Freitag. Das berichtet dpa. Am Dienstag betrug der Wert laut NRW-Gesundheitsministerium noch 270,2.

Der Kreis Gütersloh ist nach den RKI-Zahlen der einzige Kreis in Deutschland oberhalb der wichtigen Marke von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage. Hintergrund ist der massive Ausbruch des Coronavirus beim Fleischwerk von Tönnies in Rheda-Wiedenbrück. Bis Dienstag muss eine Entscheidung fallen, ob der regionale Lockdown in den NRW-Kreisen Gütersloh und Warendorf - der bundesweit erste - ausläuft oder verlängert wird. Der seit Mittwoch geltende Lockdown ist bis zum 30. Juni befristet. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz spielt bei der Beurteilung des Infektionsgeschehens eine Rolle.

Im Kreis Warendorf, in dem ebenfalls viele Tönnies-Mitarbeiter wohnen, war die wichtige Kennziffer für die Pandemie-Bekämpfung schon am Freitag mit 47,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen unter die wichtige Marke von 50 gefallen. Nach Daten von Samstag sackte sie auf nur noch 19,8 Fälle ab. Laut RKI lag sie am Sonntag bei 21,2 Fällen.

Coronavirus in NRW: Mehr Fälle nach Tönnies im Kreis Gütersloh

Update, 28. Juni, 9 Uhr: Willkommen zurück zu unserem Corona-Newsblog. Der Sonntag startet mit schlechten Neuigkeiten: Nachdem die Testergebnisse gestern noch Hoffnung für den Kreis Gütersloh gaben, wird heute klar, dass die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen nach dem Tönnies-Massenausbruch deutlich angestiegen ist.

Grund dafür seien wohl vor allem die deutlich umfangreicheren Tests, meldet dpa. Viele der Infizierten zeigten aber keine Symptome. Vom 20. bis zum 26. Juni seien insgesamt 75 Fälle in der übrigen Bevölkerung bekannt geworden - also bei Personen, die keinen direkten Bezug zu der Firma Tönnies haben, erklärte der Kreis Gütersloh in einer Mitteilung am Samstagabend. Das waren den Angaben zufolge 28 mehr als am Vortag berichtet.

Wenige Stunden zuvor hatte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) nach dem Besuch eines Testzentrums in Gütersloh davon berichtet, dass bei rund 4100 Tests in der Allgemeinbevölkerung nur 9 Infektionen nachgewiesen worden seien. Dabei nannte er allerdings keinen Zeitraum für diese Daten. Ein Ministeriumssprecher verwies darauf, dass den Kreisen häufig früher Daten vorliegen als auf Landesebene.

Nach Angaben des Kreises, ist die Zunahme vermutlich durch die starke Ausweitung der Tests unter anderen in den sechs Diagnosezentren bedingt. Ein Sprecher des Kreises verwies auf Nachfrage auf die Dunkelziffer bei den Infektionen, die auch bei Corona vermutet wird. Ein gutes Zeichen sei, dass es keinen Anstieg der an Covid-19 Erkrankten gebe. Der Kreis Gütersloh wird unter anderem auch von Experten des RKI unterstützt.

Der Kreis Gütersloh veröffentlicht als weiteren Indikator für die Corona-Verbreitung in der Bevölkerung Testergebnisse eines großen Diagnosezentrums der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe. Dort gab es nach Angaben des Kreises bei 3588 Befunden 12 positive Fälle.

Update, 27. Juni, 19.50 Uhr: Mindestens zweimal pro Woche muss die Fleischindustrie in NRW künftig ihre Beschäftigten auf das Coronavirus testen lassen. Die neue Vorgabe des Arbeits- und Gesundheitsministeriums gilt ab 1. Juli für Betriebe mit mehr als 100 Beschäftigten. Damit will Minister  Karl-Josef Laumann Infektionen in der Branche künftig frühzeitig erkennen.

Coronavirus in NRW: 1.000 Schalke-Anhänger demonstrieren gegen Tönnies

Update, 27. Juni, 17.25 Uhr: Mit einer Menschenkette und Bannern demonstrieren die Schalker Fans aktuell noch rund um das Stadion gegen Tönnies. Etwa 1000 Anhänger sind parallel zum Bundesligaspiel in Freiburg bei den Protesten dabei. Unsere Reporter berichten von vor Ort im Live-Ticker.

Update, 27. Juni, 17.15 Uhr: Neun Infektionen in der Allgemeinbevölkerung im Kreis Gütersloh sind bislang festgestellt worden. Das sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU). Nach dem Massen-Ausbruch bei Tönnies wurden mittlerweile rund 4.100 Personen getestet, die nichts mit dem Fleischbetrieb zu tun haben.

"Das ist eine sehr niedrige Infektionsrate", sagte Laumann. In den kommenden Tagen erwartet er Tausende weitere Testergebnisse. Auf Grundlage dieser soll dann eine Entscheidungen zu den Einschränkungen in der Region getroffen werden.

Coronavirus in NRW: 42.568 Fälle bestätigt

Update, 27. Juni, 14.26 Uhr: Das NRW-Gesundheitsministerium hat die Corona-Infektionszahlen für Samstag mitgeteilt. Demnach sind seit Beginn der Pandemie 42.568 Corona-Fälle bestätigt worden. 1674 Menschen sind im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion gestorben. 37.305 Menschen gelten als genesen. 

Update, 27. Juni, 12.36 Uhr: Schalke-Fans rufen heute zu einer Demo auf - parallel zum Schalker Auswärtsspiel beim SC Freiburg. Sie protestieren rund um das Vereinsgelände am Berger Feld und die Veltins-Arena gegen die Klub-Führung um Clemens Tönnies. Das Motto der Demo lautet „Schalke ist kein Schlachthof – gegen die Zerlegung unseres Vereins". WA.de ist vor Ort berichtet im Live-Ticker. Die Firma Tönnies steht derzeit wegen des Corona-Massenausbruchs in ihrem Werk in Rheda-Wiedenbrück (NRW) massiv in der Kritik.

Update, 27. Juni, 11.19 Uhr: Im Kreis Gütersloh liegt die wichtige Kennziffer der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage trotz einer Abwärtstendenz weiter deutlich über der entscheidenden Marke von 50. Das geht aus den am Samstag veröffentlichten Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor. Der Kreis Gütersloh ist der einzige Kreis in Deutschland oberhalb dieser Marke.

Nach den jüngsten RKI-Daten gab es im Kreis Gütersloh 164,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen - nach zuvor 177,7 Fällen am Freitag. Am Dienstag betrug der Wert laut NRW-Gesundheitsministerium noch 270,2. Hintergrund ist der massive Corona-Ausbruch beim Fleischwerk von Tönnies in Rheda-Wiedenbrück.

Coronavirus in NRW: So ist die Lage im Kreis Warendorf

Im benachbarten Kreis Warendorf war die wichtige Kennziffer für die Pandemie-Bekämpfung schon am Freitag mit 47,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen unter die Marke von 50 gefallen. Nach den Daten von Samstag sackte sie nun sogar auf nur noch 19,8 Fälle ab. In beiden Kreisen gilt ein Lockdown.

Coronavirus in NRW: Bund-Länder-Einigung zu Reise-Einschränkungen für Menschen aus Kreise Gütersloh und Warendorf

Nachdem bereits mehrere Bundesländer Einschränkungen für Reisende aus einem Corona-Hotspot wie dem Kreis Gütersloh auf den Weg gebracht hatten, gab es am Freitagabend eine Bund-Länder-Einigung dazu (siehe Update, 26. Juni, 22 Uhr). 

Update, 26. Juni, 22 Uhr: Ein ärztliches Zeugnis muss Reisenden aus einem Landkreis mit hohem Corona-Infektionsgeschehen bescheinigen, dass siekeine Infektion haben. Diese Regel für die Unterbringung in einem Hotel haben der Chef des Bundeskanzleramtes und der Leiter der Staats- und Senatskanzleien. Das Attest "muss sich auf eine molekularbiologische Testung stützen, die höchstens 48 Stunden vor der Anreise vorgenommen worden ist." Ministerpräsident Laschet bezeichnete die Einigung auf einheitliche Regeln aller Länder als "gut". 

Update, 26. Juni, 18.03 Uhr: Gute Nachrichten aus dem Kreis Gütersloh (NRW): Nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischproduzenten Tönnies und nach der Ausweitung von kostenlosen Tests weiter kaum Anzeichen für eine Übertragung  des Virus auf die Bevölkerung

Update, 26. Juni, 17.20 Uhr: Armin Laschet hat denLockdown für die Kreise Gütersloh und Warendorf verteidigt: Man habe "intensiv abgewogen, ob man einzelne Städte aus dem Kreis aus den Regelungen herausnehmen kann, wofür es viele gute Gründe gibt", sagte er den Westfälischen Nachrichten. Der Ministerpräsident von NRW räumt ein: "Für die Zukunft wird man da vielleicht über neue Mechanismen nachdenken müssen." Nach dem Ausbruch des Coronavirus bei Tönnies wurde für beide Kreise ein Lockdown verhängt.

Coronavirus in NRW: Aktuelle Fallzahlen in Nordrhein-Westfalen

Update, 25. Juni, 16.55 Uhr: In NRW sind 3.262 Menschen mit dem Coronavirus akut infiziert. Vier Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 von Donnerstag auf Freitag gestorben - somit steigt die Gesamtzahl der Todesfälle auf 1.673. Schon 37.212 Menschen in Nordrhein-Westfalen haben sich vom Coronavirus erholt.

Update, 25. Juni, 16.33 Uhr: Nachdem vermehrt Fälle von Coronavirus in Schlachtbetrieben festgestellt wurden, fordert Julia Klöckner (CDU), Bundesagrarministerin, grundlegende Veränderungen in der Fleischindustrie. Nicht zuletzt muss auch nach Ansicht den Ministerin am Preis angesetzt werden.

Update, 25. Juni, 16.11 Uhr: Ab sofort hebt Münster die Maßnahmen für den Kreis Warendorf auf, da "die wichtige Kennziffer der Neuinfektionen unter die einschlägige Grenze von 50 gefallen ist", gibt die Stadt Münster in einer Pressemitteilung bekannt. Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer: "Damit entfällt die Begründung für unsere Schutzmaßnahmen. Wir freuen uns mit den Menschen im Nachbarkreis über die gute Entwicklung und hoffen, dass sich diese weiter stabilisiert." Dahingegen bleiben die Maßnahmen für Gütersloh erhalten.

Update. 25. Juni, 15.59 Uhr: Bisherige Testergebnisse bestätigten, dass der Corona-Ausbruch im Tönnies-Werk Rheda-Wiedenbrück (NRW) sich im benachbarten Kreis Warendorf laut Bezirksregierung bislang auf dort wohnende Mitarbeiter beschränkt, wie ein Sprecher der Stadt Münster mitteilt. Die Anzahl der mit dem Coronavirus Infizierten auf 100.000 Einwohner ist laut RKI wieder unter den kritischen Wert von 50 auf 47,9 gefallen. Am Donnerstag lag dieser Wert noch bei 50,4.

Coronavirus in NRW: Westfleisch lässt Mitarbeiter nach Tönnies-Skandal testen

Update, 25. Juni, 15.37 Uhr: Nach dem Tönnies-Skandal will das Schlachtunternehmen Westfleisch die Mitarbeiter täglich auf das Coronavirus testen. Es geht um tausende Beschäftigte in NRW.

Update, 26. Juni, 15.07 Uhr: Fans von Schalke rufen morgen zu einer Demo an der Arena auf. Die protestieren gegen die Klub-Führung um Clemens Tönnies

Um ihrem Ärger nach dem Corona-Massenausbruch bei Tönnies Luft zu verschaffen, haben Fans parallel zum Schalker Auswärtsspiel beim SC Freiburg ab 15.30 Uhr zu einer Demo rund um das Vereinsgelände am Berger Feld und die Veltins-Arena aufgerufen, um auf die Missstände und Fehlentwicklungen des Vereins aufmerksam zu machen. Das Motto: „Schalke ist kein Schlachthof – gegen die Zerlegung unseres Vereins".

Coronavirus in NRW: Karneval auf der Kippe

Update, 26. Juni, 14.32 Uhr: Schützen, Karnevalisten und andere Brauchtumsvereine in NRW erhalten eine finanzielle Unterstützung. Das gab die Landesregierung nun bekannt.

Update, 26. Juni, 13.21 Uhr: Nach dem Corona-Skandal beim Schlachtkonzern Tönnies hat ein Fußball-Bundesligist die Partnerschaft mit dem Unternehmen beendet.

Update, 26. Juni, 13.06 Uhr: Gute Nachrichten für den Kreis Warendorf: Die wichtigste Kennziffer der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage unter die entscheidende Marke von 50 gefallen. Das geht aus den heute veröffentlichten Zahlen des Robert Koch-Instituts hervor. Demnach sind es im Kreis Warendorf nun 47,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Zuvor hatte der Wert bei 50,4 gelegen.

Auch im Kreis Gütersloh, in dem ebenfalls nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischproduzenten Tönnies ein regionaler Lockdown gilt, sinkt die Kennziffer nach extrem hohen Werten weiter. Mit 177,7 Fällen in je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen (zuvor 192,8) liegt der Wert aber weiter deutlich über der Marke von 50. Am Dienstag betrug der Wert laut NRW-Gesundheitsministerium noch 270,2.

Coronavirus in NRW: Frust über Lockdown

Update, 26. Juni, 11.02:  Münster greift besonders hart durch und erlaubt es nicht einmal Kindern aus den beiden Lockdown-Kreisen Gütersloh und Warendorf in Münster zur Schule oder Kita zu gehen. Nun gibt es Kritik von den Landräten: "Aber die zunehmende Stigmatisierung unserer Bürgerinnen und Bürger ist in unseren Augen eine Unverschämtheit." Auch die Menschen in Drensteinfurt leiden unter dem Lockdown. Hier gibt es keine Fälle. 

Update, 26. Juni, 9.17 Uhr:  NRW-Ministerpräsident Armin Laschet lässt die Haftbarkeit des Fleischproduzenten Tönnies für den Corona-Ausbruch im Kreis Gütersloh prüfen. 

Zur Frage, ob das Unternehmen haftbar zu machen ist, sagte Laschet dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (Freitag): "Es wird derzeit sehr genau geprüft, ob und gegen welche Regeln das Unternehmen verstoßen hat und wo es in Haftung genommen werden kann." Laschet betonte, er sehe Tönnies in der Verantwortung. Der Ministerpräsident verteidigte seine Regierung gegen die Kritik, zu spät gegen die Arbeitsweise der Fleischfirma vorgegangen zu sein.

Coronavirus in NRW: Laschet zu Arbeitsbedingungen auf Schlachthöfen

 "Die Arbeitsbedingungen in den Schlachthöfen waren bekannt", sagte Laschet dem RND. "Rot-Grün hat die Werkverträge eingeführt, die zum Problem geworden sind. Unser Gesundheitsminster Karl-Josef Laumann hat sich hier als einziger mit wirklichem Nachdruck für eine Änderung eingesetzt." Für eine gesetzliche Änderung habe es jedoch keine Mehrheit gegeben, so Laschet.

 "Das muss man nüchtern einräumen." In einem Schlachtbetrieb der Firma Tönnies in Nordrhein-Westfalen wurden in den vergangenen Tagen über 1500 Menschen positiv auf das Virus getestet.

Coronavirus in NRW: Sommerferien starten heute nach Chaos-Halbjahr

Update, 26. Juni, 7.44 Uhr: Guten Morgen und willkommen zurück bei unserem Corona-Ticker. Heute ist Start der Sommerferien in NRW - auch wenn das nach viel Unterrichtsausfall von einem chaotischen Halbjahr in der Pandemie irreal erscheint.

Heute gehen die rund 2,5 Millionen nordrhein-westfälischen Schüler in die Sommerferien. Wegen der Corona-Pandemie hatte es an den Schulen wochenlang keinen oder nur eingeschränkten Präsenzunterricht gegeben - Lernen auf Distanz war angesagt. 

Viele Schüler haben ihre Zeugnisse bereits im Laufe dieser Woche erhalten: Wegen der besonderen Situation hatten die Schulen die Möglichkeit, die Zeugnisse zeitlich gestaffelt auszugeben. Für Fragen rund um das Thema Noten bieten die Bezirksregierungen wieder Zeugnistelefon e an. 

Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) bekräftigte, nach den Ferien sollten alle Schulen "zu einem verantwortungsvollen Regelbetrieb zurückkehren, sofern die weitere Entwicklung des Infektionsgeschehens dies zulässt". Sie hoffe, dass Schüler, Eltern und Lehrer aus dieser Aussicht Motivation schöpfen könnten. 

Zum Ferienstart rechnet der ADAC mit Staus auf den Autobahnen. Vor allem auf den Strecken in Richtung Nord- und Ostsee sowie Richtung Süden könne es ab Freitagmittag voll werden. "Wir erwarten wegen der Corona-Krise weniger Auslandsreisen per Flugzeug und dafür mehr Urlaub mit dem Auto in Deutschland und den Nachbarländern", sagte ADAC-Reiseexperte Roman Suthold.

An den Flughäfen ziehen die Passagierzahlen nach Aufhebung der Reisewarnungen zwar langsam wieder an. Jedoch werden am ersten Ferienwochenende an den Airports in Düsseldorf und Köln/Bonn weitaus weniger Flieger starten und landen als in vorherigen Jahren. - dpa

Update, 25. Juni, 22.30 Uhr: An 23 Schulen und zwei Kindergärten in Hamm gab es konkrete Verdachtsfälle, dass Kinder von Tönnies-Mitarbeitern eine zweiten Welle auslösen könnten. Die Gefahr scheint erheblich größer gewesen zu sein, als bislang anzunehmen war. Die Großstadt grenzt an den Kreis Warendorf, der nach dem Skandal beim Fleischbetrieb stark von Coronavirus getroffen ist.

Update, 25. Juni, 21.50 Uhr: Der Kreis Gütersloh hat doch höhere Fallzahlen, als zunächst angenommen. Demnach gebe es inzwischen drei Fälle: Bis Donnerstag 15 Uhr seien 2521 Abstriche genommen worden. 1655 Befunde lägen vor. Davon sei einer klar positiv, zwei seien schwach positiv. Der Gesundheitsminister von NRW, Karl-Josef Laumann, hatte zuvor von 2000 getesteten Fällen und nur einer positiven Infektion mit dem Coronavirus gesprochen. Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums bestätigte auf Nachfrage, dass es sich bei den 2000 von Laumann genannten Getesteten um Menschen aus der Allgemeinbevölkerung handelt.

Coronavirus in Hamm: Weihnachtsmarkt 2020 in einem Ort im Kreis Warendorf abgesagt

Update, 25. Juni, 20.07 Uhr: Der Sommer hat gerade erst begonnen, Weihnachten liegt noch in der Ferne. Doch bereits jetzt hat eines der ersten Dörfer in NRW wegen des Coronavirus den Weihnachtsmarkt abgesagt. Das Dorf gehört zum Kreis Warendorf und befindet sich nach dem Skandal bei Tönnies im Lockdown.

Update, 25. Juni, 19.54 Uhr: Flugzeuge aus NRW dürfen trotz Reisewarnung in Österreich landen, das teilte das Gesundheitsamt in Österreich am Donnerstag mit. Generell sehen die Flughäfen in NRW die Reisesaison kritisch: Wegen des Coronavirus sind die Passagierzahlen stark geschrumpft.

Coronavirus in NRW: Lockdown für eine Woche - bekommen Gütersloh und Warendorf den Virus in den Griff

Update, 25. Juni, 17.38 Uhr: Reicht eine Woche Lockdown um die Situation in den Kreisen Gütersloh und Warendorf in den Griff zu kriegen? Nach dem Massenausbruch bei Tönnies planen die Behörden im Kreis Gütersloh jeden Tag 10.000 Tests

So wollen sie herausfinden, ob der Coronavirus von den Tönnies-Mitarbeitern auf andere Bürger übergesprungen ist. Laut dpa-Informationen bildeten sich bereits lange Schlangen vor den Testzentren - denn die Bürger möchten Sicherheit für ihren Sommerurlaub. Am Freitag starten die Sommerferien in NRW

Coronavirus in NRW: Nach Ausbruch bei Tönnies gibt es Hoffnungsschimmer

Offenbar gibt es einen ersten Hoffnungsschimmer für die Menschen in den beiden Kreisen: Von 2000 aktuellen Corona-Tests sei nur einer positiv ausgefallen, sagte NRW- Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) in einer Sondersitzung des Gesundheitsausschusses. 

Bei den 2000 Getesteten handelt es sich nach Ministeriumsangaben um Menschen aus der Allgemeinbevölkerung. Das Ergebnis der Massentests ist wichtig für die Entscheidung darüber, ob der neue, zunächst zum 30. Juni verhängte eingeschränkte Lockdown für die Kreise Gütersloh und Warendorf fortgesetzt wird, schreibt dpa.

Coronavirus in NRW: Zahl der Neuninfektionen sinkt laut RKI

Laut Robert Koch-Institut sank die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage heute im Kreis Gütersloh auf 192,8 gesunken. Am Dienstag hatte der Wert laut NRW-Gesundheitsministerium noch 270,2 betragen. Im benachbarten Kreis Warendorf fiel der Wert auf 50,4, zuvor lag er noch bei 66,2. Damit liegt der Kreis Warendorf nur noch knapp über der Marke 50, die von Bund und Ländern als Grenzwert für wieder stärkere Einschränkungen vereinbart worden war.

Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Baden-Württemberg und Bayern haben ein Beherbergungsverbot oder andere Beschränkungen für Menschen aus Corona-Risikogebieten festgelegt, die keinen negativen Corona-Test vorweisen können. Im Fall Niedersachsens gilt dies speziell für Menschen aus den Kreisen Gütersloh und Warendorf. Als Risikogebiete gelten Regionen mit mehr als 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen.

Update, 25. Juni, 16.23 Uhr: Corona-Ausbruchbei Dönerproduzent: Mittlerweile sind 79 der Mitarbeiter einer Dönerfleischproduktionin Moers bei Duisburgpositiv auf Corona getestet worden. Zunächst waren 17 Beschäftigte als positiv registriert worden.

Insgesamt wurde von rund 200 Mitarbeitern Abstriche genommen. Davon stehen den Angaben zufolge noch 120 Ergebnisse aus. Die Kontaktnachverfolgung laufe auf Hochtouren. "Keine der positiv getesteten Personen weist bisher die Corona-typischen Symptome auf", erklärte der Kreis gegenüber dpa. 

Coronavirus in NRW: Infizierte bei Dönerfleisch-Hersteller

Der Dönerfleischproduzent hat nach Angaben des Kreises 275 Mitarbeiter. Die ersten positiven Testergebnisse waren bei einer Nachtestung herausgekommen: Die 17 infizierten Mitarbeiter waren nachträglich untersucht worden. Sie hatten unter anderem wegen Urlaubs und Kurzarbeit nicht an einer ersten Testung im Mai teilgenommen. Das NRW-Gesundheitsministerium hatte damals eine Reihentestung bei allen Schlachtbetrieben im Bundesland angeordnet.

Update, 25. Juni, 14.58 Uhr: Das NRW-Gesundheitsministerium hat die neuen Corona-Fallzahlen bekannt gegeben. Die Zahlen schnellen wieder in die Höhe. Mit Stand 25. Juni sind seit Beginn der Pandemie 41.989 bestätigte Corona-Infektionen registriert worden. Gestern waren es noch 41.675. 

1669 Menschen starben im Zusammenhang mit einer Corona-Infektionen. Inzwischen gelten 37.097 Menschen als genesen.

Update, 25. Juni, 13.40 Uhr: Bordelle bleiben geschlossen. Das hat das Oberverwaltungsgericht (OVG) des Landes Nordrhein-Westfalen in Münster bestätigt. Ein Betreiber aus dem Kreis Gütersloh hatte gegen die Verordnung des Landes geklagt. Die Begründung für die Schließung klingt logisch.

Coronavirus in NRW: Auswirkungen auf den Start in die Sommerferien

Update, 25. Juni, 13.15 Uhr: Der Ferienstart wird in der Pandemie in NRW anders werden. Ab Freitag beginnen nach der Z eugnisvergabe die Sommerferien, obwohl in diesem Jahr bereits viel Unterricht ausfiel. Durch das Coronavirus, seine Auswirkungen und Lockdowns wird der Ferienbeginn alles, aber nicht normal.

Update, 25. Juni, 12.05 Uhr: Bestätigung aus der NRW-Landesregierung: Die erste Welle von Infizierten im Zusammenhang mit der Fleischindustrie im Kreis Gütersloh hat es nach Angaben des Gesundheitsministeriums Ende Mai nach einer "kirchlichen Veranstaltung" gegeben. Das sage Staatssekretär Edmund Heller am Donnerstagmorgen in einer Sondersitzung des Gesundheitsausschusses im Landtag in Düsseldorf.

Update, 25. Juni, 11.28 Uhr: Die Sterberate in NRW ist trotz Corona-Pandemie etwas niedriger als 2019. Im Mai 2020 starben in Nordrhein-Westfalen insgesamt 16.100 Menschen, im Vorfahresmonat waren es 16.500. 

Im Mai starben in NRW etwa neun Prozent weniger Menschen als im April 2020 mit 17.700 Todesfällen, das berichtet dpa. "Im langjährigen Vergleich sind für das Sterbegeschehen im Mai 2020 keine Auffälligkeiten zu beobachten", betonte das Statistische Landesamt in Düsseldorf. Die Zahl der Sterbefälle liege auf einem ähnlichen Niveau wie in den Vorjahren.

Coronavirus in NRW: Ausbruch in Dönerfleisch-Produktion

Update, 25. Juni, 10.29 Uhr: Neue Infektionen in der Fleischindustrie in NRW: In Moers gibt es einen Corona-Ausbruch bei einem Dönerfleisch-Produzenten

In dem Betrieb mit insgesamt 275 Mitarbeitern sind 17 Mitarbeiter infiziert. Weitere 43 Mitarbeiter sind zusätzlich unter Quarantäne. Der Betrieb wurde laut Kreis Wesel vorläufig geschlossen.

Update, 25. Juni, 9.52 Uhr: Nach Recherche von t-online.de hängt der Massen-Ausbruch vom Fleisch-Riesen Tönnies in Rheda-Wiedenbrück mit dem Ausbruch bei Westfleisch, beziehungsweise der Tochtergesellschaft von Westfleisch und Danish Crown, Westcrown, zusammen. 

Laut den t-online-Informationen trafen Tönnies-Mitarbeiter bei einem Gottesdienst auf infizierte Westcrown-Mitarbeiter aus Dissen (Niedersachsen). Andere Mitarbeiter beide Unternehmen trafen wohl zeitgleich laut Auskunft des Landkreises Osnabrück in einem Restaurant aufeinander. 

Die Mitarbeiter wussten laut Medienberichten nichts von der Infektionskette. Zunächst seien bei Tönnies nach den Treffen nur wenige Infektionen bekannt geworden. Zeitgleich habe es in Niedersachsen bei Westcrown zahlreiche Infektionen: Mehr als die Hälfte der 280 Westcrown-Mitarbeiter hatte sich infiziert.

Die Infektionskette bei Westcrown führen die t-online-Recherchen auf den Ausbruch bei Westfleisch zurück. Ein Subunternehmen habe Werkvertragsarbeiter zwischen den Standorten hin- und hergeschoben. 

Coronavirus in NRW: Reisebeschränkungen für Menschen aus Nordrhein-Westfalen

Update, 25. Juni, 7.11 Uhr: Nach dem Ausbruch des Coronavirus bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück haben mehrere Regionen Deutschlands Reise-Beschränkungen für Menschen aus den Kreisen Gütersloh und Warendorf erlassen - und das ausgerechnet vor dem Start der Sommerferien in NRW. Doch auch ein Blick ins Ausland lohnt sich. Spanien, die Niederlande und Österreich - die allesamt zu den liebsten Reiseländern der Deutschen gehören, haben sich auch zu möglichen Bestimmungen geäußert. Eine Umfrage unter Deutschen zeigt außerdem die aktuelle Stimmungslage in Sachen Urlaub - wegen des Coronavirus herrschen sehr gemischte Gefühle.

Update, 25. Juni, 6.30 Uhr: Guten Morgen und willkommen zurück zu unserem Newsticker rund um das Coronavirus in NRW

Das Landeskriminalamt (LKA) prüft einem Bericht zufolge, ob kriminelle Familienclans in der Corona-Pandemie Soforthilfen bekommen haben. "Wir haben in vereinzelten Fällen Hinweise darauf bekommen, dass Clanmitglieder finanzielle Corona-Soforthilfen der Bundesregierung erhalten haben", sagte der leitende LKA-Kriminaldirektor Thomas Jungbluth der Rheinischen Post

Man müsse aber beachten, dass auch ein Clanmitglied Anspruch auf solche Soforthilfen haben könnte - etwa wenn sein Betrieb wegen der Corona-Krise schließen musste. "Ein Clanangehöriger bleibt grundsätzlich anspruchsberechtigt. Seine Zugehörigkeit zu einem Familienclan lässt diese Anspruchsberechtigung nicht erlöschen. Wir sind mit Steuerfahndungsbehörden im Gespräch", sagte Jungbluth der Zeitung. 

Coronavirus in NRW: Dürfen Flugzeuge aus NRW bald nicht mehr in Wien landen?

Update, 24. Juni, 21.51 Uhr: Österreich hat eine Reisewarnung für NRW ausgesprochen. "In Zusammenhang mit der neuerlichen Ausbreitung des Coronavirus gilt für Nordrhein-Westfalen eine

partielle Reisewarnung (Sicherheitsstufe 5) - vor Reisen nach

Nordrhein-Westfalen wird gewarnt", hieß es am Mittwoch auf der Internetseite des österreichischen Außenministeriums.

Obendrein gibt es Überlegungen im Gesundheitsministerium in Wien für ein Landeverbo t für Flugzeuge aus Nordrhein-Westfalen in Österreich. Das berichteten der Sender RTL sowie weitere Medien. Nach dpa-Informationen ist eine Entscheidung aber noch nicht gefallen.

Update, 24. Juni, 20.40 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat Österreich wegen der ausgesprochenen Reisewarnung für Nordrhein-Westfalen indirekt kritisiert: "Als in Ischgl mal etwas passiert ist, haben wir nicht eine Reisewarnung für ganz Österreich ausgesprochen", sagte der CDU-Politiker am Mittwoch bei "Bild live". "Ich glaube nicht, dass Gütersloh schlimmer ist als Ischgl."

Laut dpa kündigte Amin Laschet an, alles Notwendige zu tun, um eine Rückkehr zur Normalität zu ermöglichen: "Wir tun jetzt erst mal alles dafür, dass wir die Zahlen so kriegen, dass diese Reisewarnung bald wieder aufgehoben werden kann." Ein Corona-Ausbruch beim Fleischproduzenten Tönnies hatte in den Kreisen Gütersloh und Warendorf zu einer deutlichen Verschärfung der Schutzmaßnahmen geführt.

Zu Reisebeschränkungen für Bürger aus dem Kreis Gütersloh an der Ostsee sagte Laschet, er verstehe Urlaubsregionen, dass sie "Klarheit haben wollen". "Aber ich werbe auch dafür, dass die Menschen, die sich haben testen lassen, die auch nachweisen können, dass sie das Virus nicht tragen, auch die Möglichkeit haben, in Urlaub zu gehen."

Derweilen wurde uns bekannt, dass auch Menschen aus Hamm Probleme haben, in den Urlaub zu fahren. Hamm ist durch die Nähe zu den Kreisen Warendorf und Gütersloh als Corona-Hotspot verschrien worden - dabei ist laut Oberbürgermeister der Lockdown in weiter Ferne.

Coronavirus in NRW: Bund schickt Schutzausrüstung in den Kreis Gütersloh

Update, 24. Juni, 18.57 Uhr: Im Kampf gegen den großen Corona-Ausbruch im Kreis Gütersloh hilft der Bund mit Nachschub an

Schutzausrüstung. Nach einer entsprechenden Bitte des dortigen Lagezentrums sollen 20.000 Masken, 10.000 Kittel, 10.000 Handschuhe, 1000 Schutzbrillen und 200 Liter

Desinfektionsmittel geliefert werden, wie dpa berichtet. Damit sollen 90 Einsatzkräfte für drei Wochen ausgestattet werden können. Das Material sollte noch am Mittwoch versandt werden.

Nach dem Corona-Ausbruch in einem Tönnies-Schlachtbetrieb hatten sich mehr als 1550 Beschäftigte infiziert. Die Behörden hatten daraufhin im Kreis Gütersloh und im Kreis Warendorf das öffentliche Leben massiv eingeschränkt. Betroffen sind rund 640 000 Menschen. Mit Corona-Massentests in beiden Kreisen will die Landesregierung NRW nun bis Ende der Woche Erkenntnisse über die Verbreitung des Virus erhalten. 

Update, 24. Juni, 18.45 Uhr: Kita-Kinder und Schüler aus dem Kreis Warendorf und dem Kreis Gütersloh dürfen in Münster weder am Unterricht teilnehmen, noch die Kitas oder Schulen betreten, das teilte die Stadt Münster mit. 

Update, 24. Juni, 18.08 Uhr: Es gibt eine erste Klage gegen den Lockdown im Kreis Gütersloh. Am Dienstag war nach dem Massen-Ausbruch des Coronavirus' bei Tönnies sowohl im Kreis Gütersloh als auch im Kreis Warendorf der Lockdown ausgerufen wurden.

Nun verlangt nach Angaben einer Gerichtssprecherin des Oberverwaltungsgericht NRW ein Bewohner der Stadt Schloß Holte-Stuckenbrock die rechtliche Überprüfung der Landesverordnung. 

Coronavirus in NRW: Autos von Tönnies-Mitarbeitern angezündet

Update, 24. Juni, 17.12 Uhr: Die Polizei meldet eine aggressive Tat nach dem Corona-Skandal beim Fleisch-Riesen Tönnies. Im Kreis Warendorf - seit Dienstag unter dem Lockdown - haben bislang unbekannte Täter versucht die Autos von Tönnies-Mitarbeitern anzuzünden.

Update, 24. Juni, 16.37 Uhr: Eine Reisegruppe aus Gütersloh ist von einem Hotel im Ostseebad Kühlungsborn (Mecklenburg-Vorpommern) nach Hause geschickt worden, da die Touristen keinen negativen Corona-Test vorlegen konnten, den das Land von Menschen aus einem Risikogebiet fordert. Dieser Fall ist beispielhaft für Probleme, mit denen zahlreiche Reisende aus den Kreisen Gütersloh und Warendorf ausgerechnet zum Ferienbeginn konfrontiert werden.

Update, 24. Juni, 16.27 Uhr: Bei der freiwilligen Massentestung der Bewohner des Kreises Gütersloh ist bei den ersten 230 Befunden noch kein sicherer Corona-Nachweis dabei gewesen. Ein Ergebnis sei noch fraglich, alle anderen seien negativ, sagte Landrat Sven-Georg Adenauer (CDU) in einer Pressekonferenz am Mittwochnachmittag im Kreishaus in Gütersloh. 

Insgesamt seien bislang 600 Abstriche genommen worden. Der Kreis Gütersloh hatte am Dienstagnachmittag das erste Diagnosezentrum an einem Berufskolleg in Gütersloh in Betrieb genommen.

Zwei Mitarbeiterinnen der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein im Schutzanzug nehmen bei einem Mann beim gratis Coronavirus-Test am Carl-Miele-Berufskolleg die Daten auf. Im Zusammenhang mit dem derzeit bundesweit größten lokalen Coronavirus-Ausbruch in der Fleischfabrik von Tönnies im ostwestfälischen Kreis Gütersloh wurde bei mehr als 2000 Beschäftigten das Coronavirus nachgewiesen.

Dort können unter der Leitung der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) ohne Anmeldung Abstriche gemacht werden. Laut Adenauer sollen in den kommenden Tagen zwei weitere Diagnosezentren im Kreis eingerichtet werden.

Coronavirus in NRW: Großer Andrang auf Corona-Tests - Kapazitäten ausgeschöpft

Update, 24. Juni, 16.07 Uhr: Im Kreis Gütersloh ist der Andrang auf Corona-Testungen so groß, dass schon am Morgen die Kapazitäten für den heutigen Mittwoch ausgelastet waren. Gerade mit Hinblick auf die anstehenden Sommerferien sind Test-Ergebnisse für viele Bürger relevant: Im Zuge des Ausbruchs bei Tönnies verfügten mehrere Bundesländer Übernachtungsverbote für Reisende aus den Corona-Hotspots. Ausnahmen gelten für Menschen mit einem negativen Test.

Update, 24. Juni, 16.02 Uhr: Das NRW-Gesundheitsministerium hat die neuen Corona-Fallzahlen bekannt gegeben. Mit Stand 24. Juni sind seit Beginn der Pandemie 41.675 bestätigte Corona-Infektionen bekannt geworden. 1668 Menschen starben im Zusammenhang mit einer Corona-Infektionen. Inzwischen gelten 36.942 Menschen als genesen.

Das Tönnies-Werk Rheda-Wiedenbrück im Kreis Gütersloh gilt derzeit als Ausgangspunkt eines massiven Ausbruchs - auch im Raum Warendorf wohnen viele Tönnies-Mitarbeiter. Im Kreis Gütersloh hat es bis Mittwoch mehr als 2000 positive Befunde gegeben.

Update, 24. Juni, 15.55 Uhr: Ein Gymnasium in Münster hat besondere Regelungen für Schüler erlassen, die in den Kreisen Gütersloh und Warendorf wohnen: Sie sind ab morgen vom Unterricht ausgeschlossen und dürfen das Schulgebäude nicht mehr betreten.

Coronavirus in NRW: Experte befürwortet Lockdown in Kreisen Gütersloh und Warendorf

Update, 24. Juni, 15.47 Uhr: Nach dem massiven Corona-Ausbruch in der Tönnies-Fleischfabrik in Rheda-Wiedenbrück begrüßt ein Experte den Lockdown in den Kreisen Gütersloh und Warendorf. "Man muss kein großer Prophet sein, um zu sehen, dass es diese Maßnahmen braucht, um dem Virus wieder Einhalt zu gebieten", sagte Hajo Zeeb vom Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie der dpa.

Eine Parallele zum Corona-Ausbruch im Tiroler Wintersportort Ischgl Anfang März sieht der Epidemiologe jedoch nicht. "Im Unterschied dazu handelt es sich in Gütersloh um ein Geschehen in einem Großbetrieb", erklärte Zeeb. Eine Häufung von Infektionen war demnach absehbar, wenn Leute am Arbeitsplatz wieder zusammenkommen.  

Coronavirus in NRW: Hygiene-Experte über den Corona-Ausbruch bei Tönnies

Update, 24. Juni, 15.33 Uhr: Der Hygiene-Experte Martin Exner, der gerade seine wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Corona-Ausbruch im Schlachtbetrieb Tönnies beim Kreis Gütersloh vorgestellt hat, hat erklärt, warum sich das Coronavirus nach ersten Erkenntnissen im Zerlegebetrieb von Tönnies derart rasant verbreiten konnte.

Neben dem Aspekt, dass die Mitarbeiter im Zerlegebereich besonders hart körperlich arbeiten müssten, sei ein weiterer Faktor, dass die Raumluft dort gekühlt werden müsse. Die Temperaturen würden auf 6 bis 10 Grad heruntergkühlt. Zudem werde die Luft getrocknet, um das Wachstum von Bakterien (etwa Legionellen) zu verhindern. Aus dem Raum werde Luft in Kühlsysteme geführt - und wieder zurück. Es handle ich um eine Zirkulation ohne Frischluftzufuhr. Der Kern des Problems sei demnach, dass Umluft "ein Aerolsol in Bewegung halten" könne. 

Martin Exner hat in einer Pressekonferenz beim Kreis Gütersloh erklärt, warum sich nach ersten Erkenntnissen das Coronavirus im Zerlegebetrieb von Tönnies so rasant ausbreiten konnte. Exner ist Direktor des Instituts für Hygiene und Öffentliche Gesundheit sowie Geschäftsführender Direktor des Zentrums für Infektiologie und Infektionsschutz der Universität Bonn.

Um die Verbreitung des Coronavirus in Fleisch-Zerlegebetrieben zu verhindern, sei laut dem Hygiene-Experte neben dem Wahren der Abstände auch das Tragen von Masken unerlässlich, was bei derart körperlich harter Arbeit aber zur Luftnot führen könne. Deshalb brauche es Masken, die zwar das Ausatmen von Erregern verhindern, die Mitarbeiter aber trotzdem atmen lassen. 

Auch bauliche Lösungsansätze hat Exner parat - etwa den Einbau von Hochleistungsfiltern oder den Einsatz von UV-Licht. Es werde jetzt darum gehen, Lösungen nach vorne zu bringen. 

Der Direktor des Instituts für Hygiene hatte sich am Samstag und Sonntag die Lage bei Tönnies im Werk in Rheda-Wiedenbrück angeschaut.

Coronavirus in NRW: Hygiene-Experte spricht im Kreis Gütersloh über Massenausbruch bei Tönnies

Update, 24. Juni, 15.08 Uhr: Der Kreis Gütersloh informiert zur Stunde in einer Pressekonferenz über erste Ergebnisse einer wissenschaftlichen Untersuchung des Corona-Ausbruchs bei Tönnies. Der Bonner Hygiene-Experte Martin Exner hat diese Untersuchung durchgeführt. Wir werden an dieser Stelle von den Ausführungen des Experten berichten.

Update, 24. Juni, 13.59 Uhr: Die Auswirkungen der Lockdowns nach einem massiven Anstieg der mit dem Coronavirus Infizierten in den Kreisen Gütersloh und Warendorf ziehen die Kreise in der Region. Auch der Oberbürgermeister Hamms, Thomas Hunsteger-Petermann, äußert sich jetzt, wie Hamm mit Bewohnern des Nachbarkreises Warendorf umgeht.  

Update, 24. Juni, 13.35 Uhr: Der Ausbruch des Coronavirus im Kreis Gütersloh bringt auch die 3. Fußballbundesliga durcheinander: Das Relegationsrückspiel zwischen dem SC Verl und Lok Leipzig muss verschoben oder verlegt werden. Das Spiel sollte am 30. Juni beim aktuellen Viertligisten in NRW ausgetragen werden. Lok-Trainer Wolfgang Wolf zuvor bereits einen Fan-Ansturm aus Sachsen nach Verl angekündigt. Wolfgang Wolf kündigte bereits im Vorfeld in einem Interview im "Sport im Osten" an, "dass ein paar Hundert Fans von uns mitkommen. Die lassen sich nicht aufhalten". Der mögliche Aufstieg des Lok Leipzig in die 3. Liga sei ein Spektakel und eine einmalige Geschichte. "Da wollen viele dabei sein." Verls Club-Präsident Raimund Bertels bezeichnete diese Aussage als "No Go", hatte aber auch Verständnis für Wolf. "Das gehört zum Fußball dazu. Unter normalen Umständen hätte man das zusammen mit der Polizei einfach abfangen müssen."

Coronavirus in NRW: Kreis Gütersloh ist Thema einer Sondersitzung

Update, 24. Juni, 12.56 Uhr: Der Gesundheitsausschuss im NRW-Landtag wird am Donnerstag zu einer Sondersitzung zur Lage im Kreis Gütersloh zusammenkommen. SPD und Grüne haben die Sitzung gemeinsam beantragt. 

Update, 24. Juni, 12.20 Uhr: Auch Niedersachsen hat ein Beherbergungsverbot für Touristen "aus dem Bereich Gütersloh" erlassen. Das Land werde die bereits in Meckelenburg-Vorpommern und Bayern geltende Regelung anwenden, sagte Regierungssprecherin Anke Pörksen in Hannover.

Coronavirus in NRW: Milliarden für die Konjunktur, Millionen für Schulen

Update, 24.  Juni, 12.10 Uhr: 380 Millionen Euro, davon gut 280 Millionen aus dem Landeshaushalt, will NRW für dieAusstattung von Schülern und Lehrern mit mobilen Endgeräten zur Verfügung stellen. Trotz der anstehenden Rückkehr zum Normalbetrieb in Nordrhein-Westfalens Schulen nach den Sommerferien sollen die Schulen flächendeckend ausgestattet werden. Außerdem soll mehr Geld in die Anbindung von Schulen an schnelle Glasfasernetze fließen. NRW will sich für den Fall rüsten, dass wegen der Corona-Pandemie erneut Unterricht auf Distanz notwendig wird. 

Update, 24. Juni, 11.15 Uhr: 3,6 Milliarden Euro schwer ist das Konjunkturpaket, dass die Landesregierung zur Abmilderung der coronabedingten Wirtschaftsschäden aufbringen will. Zusätzlich stelle NRW 1,7 Milliarden Euro an Landesmitteln zur Co-Finanzierung wichtiger Maßnahmen des Bundes bereit, sagte Ministerpräsident Armin Laschet am Mittwoch in Düsseldorf. 

https://www.soester-anzeiger.de/lokales/wickede/pappe-lenkt-rentner-wickede-mann-wird-opfer-dreister-masche-dieb-stiehlt-geld-13809367.html

Update, 24. Juni, 10.50 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat sein Krisenmanagement im Zusammenhang mit dem Massenausbruch bei Tönnies im Kreis Gütersloh verteidigt. Man mute den Menschen in den beiden betroffenen Landkreise viel zu, durch die breite Streuung der Wohnorte berge der Ausbruch aber ein "enormes Pandemie-Risiko". Angesichts der Kritik, die Landesregierung habe das Leben in den betroffenen Kreisen zu spät heruntergefahren, sagte Laschet: "Es ist eine Abwägung erforderlich." Ihn wundere es immer wieder, wie schnell manche bereit seien, Einschränkungen der Grundrechte vorzunehmen.

Update, 24. Juni, 10.45 Uhr: Österreich hat eine Reisewarnung für NRW ausgesprochen. "In Zusammenhang mit der neuerlichen Ausbreitung des Coronavirus gilt für Nordrhein-Westfalen eine partielle Reisewarnung (Sicherheitsstufe 5) - vor Reisen nach Nordrhein-Westfalen wird gewarnt", hieß es am Mittwoch auf der Internetseite des österreichischen Außenministeriums.

Update, 24. Juni, 7.20 Uhr: Auch Hausärzte im Kreis Gütersloh können Patienten auf das Coronavirus testen, sofern diese keine Symptome haben. Eine entsprechende Vereinbarung hat die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) auf den Weg gebracht. 

Update, 24. Juni, 7 Uhr: Guten Morgen und willkommen zurück zum Newsblog. Ministerpräsident Armin Laschet hat wenige Tage vor Beginn der Sommerferien davor gewarnt, Reisende aus den vom Corona-Ausbruch im Tönnies-Konzern betroffenen Landkreisesn zu benachteiligen"Die Botschaft an alle, die jetzt auf Gütersloh schauen: Es sind außerhalb der Beschäftigten in der Fleischindustrie so gut wie keine Fälle bisher bekannt", sagte der CDU-Politiker am Dienstagabend in den ARD-Tagesthemen mit Blick auf andere Bundesländer. "Ich warne nur davor, jetzt die Bewohner dieses Kreises zu stigmatisieren." Derweil hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder die Beschränkungen für Urlauber aus Corona-Risikogebieten in seinem Bundesland als unbedingt notwendige Sicherheitsmaßnahme verteidigt. Beherbergungsbetriebe in Bayern dürfen keine Reisenden aufnehmen, die aus einem Landkreis kommen, in dem die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen den Wert von 50 überstieg. 

Update, 23. Juni, 21.58 Uhr: Es war ein ereignisreicher Tag rund um das Coronavirus in NRW: Für die Kreise Gütersloh und Warendorf wurden nach dem Massenausbruch beim Schlachtkonzern Tönnies in Rheda-Wiedenbrück ein Lockdown zumindest bis Dienstag (30. Juni) verhängt – mit gravierenden Folgen für die Bevölkerung.

Tönnies und die Folgen wird am Mittwochmorgen (24. Juni) bei der Telefonkonferenz der deutschen Gesundheitsminister Thema sein.

Update, 23. Juni, 20.40 Uhr: Die Stadt Münster reagiert nach dem massiven Corona-Ausbruch bei Tönnies und dem Lockdown in zwei nahegelegenen Landkreisen mit neuen Regeln zur Maskenpflicht. "Wer aus dem Großraum Gütersloh und Warendorf kommend Münster besucht, ist ab morgen (Mittwoch, 24. Juni) im öffentlichen Raum und am Arbeitsplatz im gesamten Stadtgebiet zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes verpflichtet", teilte die Stadt am Dienstagabend mit.

Coronavirus in NRW: Münster verschärft Mundschutz-Regeln

Betroffen von der per Allgemeinverfügung angeordneten Maskenpflicht seien Personen mit Wohnsitz im gesamten Kreis Gütersloh und im gesamten Kreis Warendorf. Ebenso seien Personen im Stadtgebiet Münster zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes beziehungsweise Einhalten des Mindestabstandes verpflichtet, die in Münster wohnen und sich regelmäßig im Raum Gütersloh und Warendorf als Berufspendler aufhalten, hieß es. Die Maßnahmen sollen bis 1. Juli gelten.

Update, 23. Juni, 18.54 Uhr: Der Corona-Skandal bei Tönnies und die Folgen: Die deutschen Gesundheitsminister wollen am Mittwochmorgen in einer Telefonkonferenz über ein gemeinsames Vorgehen nach den massenhaften Corona-Neuinfektionen im Kreis Gütersloh beraten. Das hat Schleswig-Holsteins Landesregierung angekündigt. Ziel sei ein bundeseinheitliches Vorgehen. 

Das nördlichste Bundesland will Reisende aus Corona-Hotspots künftig in eine zweiwöchige Quarantäne schicken.

Coronavirus in NRW: Lockdown in Kreisen Gütersloh und Warendorf

Update, 23. Juni, 18.34 Uhr: Nach dem Coronavirus-Ausbruch beim Schlachtbetrieb Tönnies zieht NRW die Notbremse. Für Urlauber aus der Region ist das kurz vor Ferienbeginn keine gute Nachricht. Von der Ostseeinsel Usedom musste bereits ein Ehepaar aus Gütersloh abreisen. Auch in Bayern gibt es Restriktionen für Urlauber aus Corona-Hotspots.

Update, 23. Juni, 17.34 Uhr: Der Ausbruch des Coronavirus bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück im Kreis Gütersloh verunsichert viele Verbraucher. Das Fleisch des Konzerns steckt in vielen Produkten bei Aldi, , Rewe und Co.

Menschen stehen Schlange beim gratis Coronavirus-Test für die Bevölkerung am Carl-Miele-Berufskolleg in Gütersloh.

Update, 23. Juni, 17.29 Uhr:Nachdem NRW-Ministerpräsident Armin Laschet die Menschen im Kreis Gütersloh dazu aufgefordert hat, sich auf das Coronavirus testen zu lassen, sind die Schlangen vor dem Carl-Miele-Berufskolleg in Gütersloh meterlang. Kinder, junge Frauen und ältere Männer stehen in der prallen Sonne - und warten auf den Abstrich.

"Der Lockdown ist der Super-Gau", sagt etwa Thorsten Reinert. Der 50-jährige steht mit seinem neunjährigen Sohn Ric in einer Schlange. "Wir fahren am Freitag an die Ostsee in den Urlaub und wollen da einen negativen Test in der Hand haben, falls wir sonst nicht hingelassen werden." Er habe den Urlaub vor zwei Wochen gebucht, als die Kinder wieder in die Schule gehen durften. Da sei er noch davon ausgegangen, dass der Urlaub kein Problem werden würde. 

Coronavirus in NRW: Deutlich mehr Menschen als erwartet lassen sich testen

Organisiert werden die Testungen von der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL). "Wir hatten mit 400 bis 600 Leuten gerechnet, jetzt werden es wohl deutlich mehr", sagt Doktor Hendrik Oen von der KVWL. 

"An den langen Schlangen zeigt sich, dass der Bedarf und die Unsicherheit riesig sind." Vier Ärzte und elf weitere Mitarbeiter seien zurzeit im Einsatz. Rund 100 Leute könnten pro Stunde getestet werden. "In Absprache mit dem Labor sollen die Ergebnisse 24 Stunden später über eine App verfügbar sein", so der Mediziner.

Coronavirus in NRW: Virologe Drosten befürchtet unbemerkte Ausbreitung des Coronavirus

Update, 23. Juni, 17.10 Uhr: Der Virologe Christian Drosten befürchtet nach den Corona-Ausbrüchen unter anderem in Nordrhein-Westfalen eine unbemerkte Ausbreitung des Coronavirus in die Bevölkerung. Die Verbreitung über die Gegend hinaus zu verhindern, sei jetzt das Entscheidende, sagte der Charité-Wissenschaftler am Dienstag im NDR-Podcast.

Generell gebe es aktuell in mehreren Orten eindeutige Anzeichen, dass Sars-CoV-2 wieder komme. Schon jetzt ist aus Sicht des Virologen große Vorsicht geboten, dass sich keine zweite Welle entwickelt.

Update, 23. Juni, 16.58 Uhr: Eine Infektion mit dem Coronavirus über Fleisch oder andere Lebensmittel ist unwahrscheinlich, wenn auch nicht unmöglich. Aktuell seien keine Infektionen mit Sars-CoV-2 durch kontaminierte Fleischwaren bekannt, sagte ein Sprecher des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) am Dienstag der dpa.

Coronavirus in NRW: Schlachtbetrieb Tönnies laut Laumann systemrelevant

Update, 23. Juni, 16.55 Uhr: NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat klar gemacht, dass der Betrieb bei Tönnies schnellstmöglich umgebaut werden muss, damit der Schlachtbetrieb weiter gehen kann. Die Kapazitäten von Tönnies - nach Laumanns Worten wurden dort 25.000 Schweine am Tag geschlachtet - seien nicht einfach aufzufangen, sagte der Minister. Gleichzeitig müssten die Tiere verarbeitet werden. Zu einer starken Landwirtschaft gehörten auch Schlachthöfe, so Laumann. Sie seien systemrelevant.

Coronavirus in NRW: Infizierten-Zahlen im Kreis Gütersloh steigen weiter

Update, 23. Juni, 16.54 Uhr: Nach dem Corona-Ausbruch beim Tönnies in Rheda-Wiedenbrück ist die Zahl der nachweislich Infizierten im Kreis Gütersloh weiter gestiegen. Es gebe insgesamt 1952 positive Befunde, am Vortag lag diese Zahl noch bei 1696, wie der Kreis am Dienstag mitteilte. Davon gelten 703 als genesen, 1228 seien noch infiziert. 1201 Menschen aus dieser Gruppe befinden sich in häuslicher Quarantäne, heißt es in der Mitteilung. 

Der Kreis weist daraufhin, dass in der veröffentlichten Statistik vorerst nicht mehr nach Tönnies-Mitarbeitern und Personen ohne Bezug zu dem Schlachtbetrieb unterschieden werde. Es sei zu Doppelzählungen in den Wohnungen und auf dem Werksgelände gekommen. Zahlen zu den Reihentests seien in den vergangenen Tagen fehlerhaft veröffentlicht worden.

Coronavirus in NRW: Laumann wirbt um Verständnis für Lockdown

Update, 23. Juni, 16.50 Uhr: Laumann bat die betroffenen Bewohner der vom Lockdown betroffenen Kreise Warendorf und Gütersloh um Verständnis. "Ohne die Maßnahmen wären die Belastungen am Ende womöglich um ein Vielfaches höher - in den Kreisen Gütersloh und Warendorf, in den benachbarten Kreisen und Städten sowie in den anderen Teilen unseres Landes", sagte er.

Karl-Josef Laumann, NRW-Gesundheitsminister

Update, 23. Juni, 16.31 Uhr: Lockdown-Schock im Kreis Warendorf: Jetzt ist der ganze Kreis betroffen - und nicht nur einzelne stark betroffene Orte, wie es am Morgen noch von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet geheißen hatte. 

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat den Lockdown des kompletten Kreises Warendorf unter anderem mit den Bewegungen der Bewohnerbegründet: "Man kann das nicht dorfscharf machen. Das gesellschaftliche Leben orientiert sich nicht an Dorfgrenzen", sagte er.

Auf die 7-Tages-Inzidenz, die im Kreis Warendorf den Wert von 50 überschritten hat, blicke jetzt auch Deutschland. "Darauf guckt auch das Ausland. Und ich finde, wenn man das abgemacht hat, muss man sich auch dran halten", so Laumann. 

Update, 23. Juni, 16.17 Uhr: Auch die Beschäftigten von Unternehmen und Subunternehmen, die zentrale Gemeinschaftsunterkünfte betreiben oder in einem nennenswerten Umfang Werkvertragsarbeitnehmer beschäftigen, sollen auf das Coronavirus getestet werden. Das sagte Karl-Josef Laumann, NRW-Gesundheitsminister, soeben im Rahmen seines Pressestatements am Dienstag.

Coronavirus in NRW: Landesregierung aktiviert zweie Stufe des Lockdowns

Update, 23. Juni, 15.57 Uhr: In Folge des Corona-Ausbruchs bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück aktiviert die Landesregierung die zweite Stufe des Lockdowns. Damit gelten im Kreis Gütersloh und im Kreis Warendorf wieder bestimmte Einschränkungen im öffentlichen Leben, wie es auch in einer entsprechenden Mitteilung heißt.

Demnach dürfen im öffentlichen Raum nur zwei Menschen oder Menschen aus einem Familien- oder Haushaltsverbund zusammentreffen. 

Zudem muss – über die landesweit gültigen Regelungen der Coronaschutzverordnung hinaus – eine Reihe von Freizeitaktivitäten unterbleiben. Wie Karl-Josef Laumann erklärte, müssen zum Beispiel Museen, Kinos, Fitnessstudios, Hallenschwimmbäder und Bars geschlossen werden.

Diese Vorschriften finden sich in der neuen Coronaregionalverordnung, die um Mitternacht (Mittwoch, 24. Juni 2020) für eine Woche (bis zum 30. Juni 2020) in Kraft tritt.

Coronavirus in NRW: Lockdown im Kreis Warendorf

Update, 23. Juni, 15.56 Uhr: Im Kreis Warendorf gelten genau die gleichen Maßnahmen wie im Kreis Gütersloh, bestätigte Laumann in seiner Pressekonferenz auf Nachfrage eines Journalisten. Es gibt demnach im Kreis Warendorf keine abgeschwächte Form des Lockdowns.

Update, 23. Juni, 15.53 Uhr: Auch im Kreis Warendorf ist die 7-Tages-Inzidenz von 50 Neuinfektionen überschritten worden. Deshalb wird laut Laumann auch dort der Lockdown verhängt. Genau wie im Kreis Gütersloh soll es Kontaktbeschränkungen geben. Sport in geschlossenen Räumen und zahlreiche Kulturveranstaltungen werden demnach verboten. Auch Kitas und Schulen werden geschlossen - ab Donnerstag. Am morgigen Mittwoch sollen Kinder laut Laumann noch einmal die Möglichkeit haben, miteinander zu sprechen - und vor den ohnehin anstehenden Sommerferien die Möglichkeit haben, Sachen aus den Schulen mit nach Hause zu nehmen.

Coronavirus in NRW: Abgesehen von Tönnies-Fall Krise "gut gemeistert"

Update, 23. Juni, 15.46 Uhr: Laut Laumann fahre die Landesregierung eine klare Linie in dem dynamischen Corona-Geschehen - in engem Austausch mit zahlreichen Institutionen. "Wenn Sie sich Gütersloh mal wegdenken, dann haben wir die Krise in NRW sehr gut gemeistert", so Laumann zur generellen Bewältigung der Corona-Krise. Der Erfolg sei auch der Bevölkerung zu verdanken, die die Maßnahmen umgesetzt habe. 

Coronavirus in NRW: Umfangreiche Test-Strategie 

Update, 23. Juni, 15.45 Uhr: Wie Karl-Josef Laumann, NRW-Gesundheitsminiter, betont, dienen die Testungen dazu, herauszufinden, ob das Coronavirus aus dem Tönnies-Umfeld auf die Bevölkerung übergesprungen ist.

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat den Lockdown für den Kreis Warendorf verkündet.

Update, 23. Juni, 15.41 Uhr: In der Pause bis Dienstag, in der das öffentliche Leben zurückgefahren ist, soll großflächig getestet werden - in den Kreisen Gütersloh und Warendorf. Getestet werde laut Laumann demnach in Altenheimen, bei Krankenhaus-Personal sowie bei Supermarkt-Mitarbeitern und Kiosk-Personal. Die Bevölkerung dürfe sich kostenlos testen lassen - und solle darauf über Zeitungsannoncen sowie Lautsprecher-Durchsagen hingewiesen werden. "Wir werden auch öffentliche Teststationen über Bundeswehr und Rotes Kreuz errichten", sagte Laumann.

Coronavirus in NRW: Menschen sollen zuhause über Situation und Konsequenzen informiert werden

Update, 23. Juni, 15.39 Uhr: Teams im Kreis Gütersloh und im Kreis Warendorf werden betroffene Menschen zuhause besuchen. Dolmetscher sollen dabei sein, da viele Menschen kaum oder gar nicht Deutsch sprechen. Die Menschen sollen laut Laumann erklärt bekommen, wie sie versorgt werden - sowohl mit Essen als auch medizinisch. Laumann verbürge sich dafür, dass jeder, der Behandlung braucht, nach höchsten Standard medizinisch versorgt werde.

Update, 23. Juni, 15.38 Uhr: Laumann betont, dass jetzt die Einhaltung des Kontaktverbots außerordentlich wichtig sei. 

Update, 23. Juni, 15.37 Uhr: Der Landrat des Kreises Warendorf wird laut Laumann für Donnerstag die Schließungen der Schulen und Kitas im Kreis Warendorf verfügen, so Laumann.

Update, 23. Juni, 15.34 Uhr: Laumann fasst die Maßnahmen zusammen, die nach dem Corona-Ausbruch bei Tönnies bereits ergriffen wurden: Dazu zählen die Schließung des Betriebes, die Testung aller 7000 Tönnies-Mitarbeiter sowie die Quarantäne der Mitarbeiter. Auch die Schulen und Kitas im Kreis Gütersloh wurden geschlossen, wie Laumann erinnerte.

Update, 23. Juni, 15.32 Uhr: Die Pressekonferenz von Karl-Josef Laufmann startet in dieser Minute.

Coronavirus in NRW: Aktuelle Corona-Fallzahlen

Update, 23. Juni, 15.21 Uhr: Für 15.30 Uhr ist ein Pressestatement von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laufmann angekündigt. Er will im Nachgang zur Kabinettssitzung zur aktuellen Lage in Sachen Coronavirus und weiteren Maßnahmen der Landesregierung informieren. Wir berichten hier im Ticker aktuell.

Update, 23. Juni, 15.13 Uhr: Das NRW-Gesundheitsministerium hat aktuelle Corona-Fallzahlen mitgeteilt. Demnach gibt es seit Beginn der Pandemie 41.415 bestätigte Infektionen. 1665 Menschen starben im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Inzwischen gelten 36.860 Menschen als genesen. 

Coronavirus in NRW: Das sagt der Landrat des Kreises Gütersloh nach dem Lockdown

Update, 23. Juni, 14.13 Uhr: Nach dem Lockdown im Kreis Gütersloh meldet sich jetzt der Landrat Sven-Georg Adenauer  in einer Mitteilung zu Wort: "Unsere wichtigste Aufgabe ist der Schutz der Bevölkerung und tun wir alles dafür, was notwendig ist. Deswegen werden jetzt auch die Tests erheblich ausgeweitet.“ Er betont, dass die Einschränkungen weniger umfangreich seien als im März. So können beispielsweise Geschäfte geöffnet bleiben. Er appelliere an alle Bürgerinnen und Bürger im Kreis Gütersloh sich an die allgemeinen Hygieneregeln zu halten und an die neuerlichen Regeln wie etwa Abstandsbeschränkungen.

Update, 23. Juni, 13.42 Uhr: Bayern erlässt ein Beherbergungsverbot für Menschen aus dem Kreis Gütersloh (NRW). Beherbergungsbetriebe in Bayern dürfen künftig keine Gäste mehr aufnehmen, die aus einem Landkreis einreisen, in dem die Zahl der Neuinfektionen in den zurückliegenden sieben Tagen bei mehr als 50 pro 100.000 Einwohner liegt. Das teilte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) nach einer Kabinettssitzung mit. "Das ist eine Schutzmaßnahme, die wir für wirklich notwendig halten", sagte er. Eine Ausnahme gibt es nur für Menschen, die einen aktuellen negativen Corona-Test vorweisen können.

Update, 23. Juni, 13.03 Uhr: Zusammen mit dem Kreis Gütersloh hat die Landesregierung NRW ein Schutzpaket zur aktuellen Lage angesichts des Coronavirus abgestimmt. Teile des Konzepts sind, dass Bars wieder geschlossen werden und Quarantäne eingehalten werden muss.

Coronavirus in NRW: Menschen aus Gütersloh nicht in "Pauschalverdacht" stellen

Update, 23. Juni, 12.29 Uhr: Die Menschen im Kreis Gütersloh sind offenbar entsetzt und wütend über den regionalen Lockdown. Der Gütersloher Pfarrer Stefan Salzmann sprach von viel Unmut in der Bevölkerung: "Ich nehme viel Hilflosigkeit und Unzufriedenheit wahr". Es gebe auch "eine große Wut, dass dieses System Tönnies so lange hat weitergehen können", so der evangelische Geistliche. Seine Gemeinde sei besorgt, weil es in Teilen der Bevölkerung schon eine erhitzte Stimmung gegen die Werksarbeiter gebe.

Anwalt Kai Drees ais Steinhagen sorgt sich auch um seinen Sommerurlaub: "Wir haben schon im Frühjahr den Urlaub umbuchen müssen, weil wir eigentlich fliegen wollten", so der 52-Jährige. "Jetzt soll es mit dem Auto nach Norderney gehen, aber wir haben von Leuten gehört, die nicht mehr dorthin fahren durften, weil sie aus dem Kreis Gütersloh kommen." Das verunsichere seine Familie und ihn.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hatte davor gewarnt, die Menschen aus dem Kreis Gütersloh nun unter "Pauschalverdacht" zu stellen. Man dürfe die Bewohner des Kreises "nicht stigmatisieren". Nichtsdestotrotz wurden Urlauber aufgefordert, beispielsweise die Ferieninsel Usedom zu verlassen.

Update, 23. Juni, 12.15 Uhr: Unmittelbar nach dem Ende des Presse-Statements von Ministerpräsident Laschet wurde bekannt, dass der Tönnies-Konkurrent Westfleisch - Deutschlands Nummer zwei - schon bis Ende des Jahres alle Mitarbeiter selbst einstellen und auf Werkvertragsanbieter verzichten will. Das kündigte das Unternehmen in Münster an. 

Coronavirus in NRW: Zufalls-Testtreffer an Grundschule in Hamm

Update, 23. Juni, 12.08 Uhr: Durch einen zufälligen Test ist ein weiterer Corona-Fall an einer Grundschule in der NRW-Großstadt Hamm bekannt geworden. Die Schule wird deshalb ab Mittwoch geschlossen. Der Corona-Fall hat wohl keine Verbindung zu den Tönnies-Infektionen, sondern geht zurück auf den Gottesdienst in einer Baptisten-Gemeinde.

Update, 23. Juni, 12.03 Uhr: Im Regierungsbezirk Detmold werden aktuell 29 Personen mit Bezug zu Tönnies in Krankenhäusern behandelt - acht davon auf der Intensivstation, zwei davon mit Beatmung. Wie viele Tönnies-Beschäftigte im Landkreis Warendorf mit einer Covid-19-Erkrankung derzeit im Krankenhaus liegen, wurde zunächst nicht bekannt. Dieser Landkreis gehört zum Regierungsbezirk Münster.

Coronavirus in NRW: Laschet will "entschlossen handeln"

Update, 23. Juni, 11.55 Uhr: Laschet sagte zusammenfassend: "Mir ist bewusst, dass von diesen Maßnahmen eine große Belastung für die Menschen im Kreis Gütersloh ausgeht. Wir haben das bei den Eltern und Kindern schon erlebt, die sich gefreut hatten, wieder in der Schule und Kita zu sein, und denen man jetzt erklären musste, es ist alles wieder beendet. Wir wissen, dass die Infektionszahlen nicht gestiegen sind bei der Bevölkerung - und wir muten den Menschen diesen Lockdown trotzdem zu. 

Deshalb sage ich allen im Kreis Gütersloh: Das ist eine beschränkte Maßnahme zur Vorsicht. Ich werde persönlich sehr eng mit den Akteuren in Kontakt bleiben. Diesen Kurs müssen wir durchhalten. Da, wo das Infektionsgeschehen zurückgeht, nehmen wir Einschränkungen so schnell wie möglich zurück und öffnen das öffentliche Leben. Aber da, wo Zahlen steigen und Gefahr droht, muss man dann auch entschlossen handeln. Und das gilt in Nordrhein-Westfalen im Kreis Gütersloh und in Teilen des Kreises Warendorf."

Coronavirus in NRW: Laschets Statement in voller Länge

Update, 23. Juni, 11.45 Uhr: Schließlich wird das Sicherheits- und Schutzpaket dadurch abgerundet, dass die medizinische Versorgung für den Kreis Gütersloh gesichert werde für den Fall, dass es zu erhöhten Krankheitsfällen kommen sollte. Dafür gebe es aber aktuell keine Hinweise, so Laschet. Im Kreis Gütersloh leben 370.000 Menschen.

Coronavirus in NRW: Jeder kann sich kostenlos testen lassen

Update, 23. Juni, 11.40 Uhr: Vierter Teil des Paketes sei es, präventiv alle Mitarbeiter von Subunternehmern testen zu lassen, die zentrale Gemeinschaftsunterkünfte in NRW hätten. "Es ist besser, diesen Bereich frühzeitig einzubeziehen, als neue Infektionsketten zu haben", betonte der Ministerpräsident.

Update, 23. Juni, 11.37 Uhr: "Wir müssen die Tests ausdehnen", so Laschet zum dritten Aspekt. Zum Lockdown kommen weitere umfangreiche Testungen durch 100 mobile Test-Teams, um festzustellen, ob der Virus in der Bevölkerung über Tönnies hinaus verbreitet sei oder nicht. "Das kann zur Minute niemand sagen", so Laschet. 

Jetzt würden alle Bewohner von Senioren- und Pflegeheimen getestet. Aber auch alle anderen Bewohner des Kreises Gütersloh könnten sich ab sofort freiwillig kostenlos testen lassen. Alle Mitarbeiter der Fleischindustrie in NRW werden ebenfalls getestet.

Coronavirus in NRW: Polizei begleitet mobile Teams

Update, 23. Juni, 11.30 Uhr: Zweiter Aspekt des Sicherheits- und Schutzpaketes sei es, die Quarantäne zu forcieren. Mobile Teams würden in schwierigen Situationen von der Polizei und Dolmetschern begleitet. 

Update, 23. Juni, 11.25 Uhr: Schritt eins sei es, die Lage im Kreis Gütersloh und überall dort, wo Tönnies-Beschäftigte lebten, zu beruhigen. "In sieben Tagen können wir klarer sehen, wie die Faktenlage ist", sagte Laschet. Deshalb also der Lockdown als gravierende, aber angemessene Maßnahme. 

Update, 23. Juni, 11.22 Uhr: Ministerpräsident Armin Laschet hat sein Statement zum beschlossenen fünfteiligen Sicherheits- und Schutzpaket für den Kreis Gütersloh inzwischen beendet. Wir fassen nachfolgend seine Aussagen weiter hier kompakt zusammen.

Coronavirus in NRW: Laumann stellt Details zum Lockdown vor

Update, 23. Juni, 11.11 Uhr: Um 15.30 Uhr soll NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann weitere Details zum Lockdown auch in einzelnen Kommunen des Kreises Warendorf bekanntgeben.

Update, 23. Juni, 11.08 Uhr: Umfangreiche Testungen im Kreis Gütersloh sollen zeigen, ob neben dem Ausbruch bei Tönnies signifikante Steigerungen der Fallzahlen eintreten. "Weil wir das nicht wissen, gilt Vorsicht", so Armin Laschet. Ob das Unternehmen Tönnies Schadenersatz leisten müsse, würde erst nach der Krise entschieden. Jetzt gehe es um den Schutz der Bevölkerung. Details dazu, warum es bei Tönnies wenige Wochen nach der flächendeckende Testung ohne nennenswerte Fallzahlen eine Eskalation gegeben habe, liefen Untersuchungen durch das Robert-Koch-Institut und Virologen der Universiät Bonn. 

Update, 23. Juni, 11.03 Uhr: Die Menschen aus dem Kreis Gütersloh dürfen ihren Urlaub antreten, betont Armin Laschet. Das Kontaktverbot gelte ja ausschließlich bezogen auf den Kreis. Wer also dort lebe, sich aber anderswo aufhalte, müsse sich nicht an die Regeln des Lockdowns halten. Wer indes in den Kreis Gütersloh fahre, unterliege den dort jetzt geltenden Regeln.

Coronavirus in NRW: Lockdown zunächst bis 30. Juni

Update, 23. Juni, 11.00 Uhr: Ministerpräsident Laschet verspricht den Menschen im Kreis Gütersloh, dass man die Maßnahmen des Lockdowns so schnell wie möglich zurücknehmen werde, sobald es das Infektionsgeschehen zulasse. Es sei eine prophylaktische Maßnahme zunächst bis zum 30. Juni.

Update, 23. Juni, 10.58 Uhr: Im benachbarten Kreis Warendorf soll es ebenfalls Maßnahmen geben. In den drei Kommune Oelde, Beckum und Wadersloh, die direkt an der Grenze zum Kreis Gütersloh liegen, wird es solche geben, die gleich in einer Kabinettsitzung erörtert und dann von Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann verkündet werden sollen.   

Update, 23. Juni, 10.52 Uhr: "Wir führen wieder eine Kontaktbeschränkung ein wie im März - nur mit zwei Personen oder aus dem eigenen Haushalt darf man sich in der Öffentlichkeit bewegen", so Laschet.

Kinos, Museen, Ausstellungen, Galerien, Burgen, Schlösser etc. werden wieder geschlossen, Sport in geschlossenen Räumen untersagt, ebenfalls der Betrieb von Fitnessstudios, Indoor-Spielplätzen, Hallenbädern, Saunen oder Wellnesseinrichtungen. Picknick und Grillen im öffentlichen Raum ist untersagt.

Bars und gastwirtschaftlicher Thekenbetrieb sind wieder zu schließen. Restaurants und Speisegaststätten dürfen geöffnet bleiben, aber nur von Personen eines Haushaltes besucht werden. Das Infektionsrisiko im Freien sei deutlich geringer.

Es soll außerdem eine "repräsentative Testung der Bevölkerung im Kreis Gütersloh" geben - auch in Senioreneinrichtungen.

Coronavirus in NRW: 24 weitere Fälle im Kreis Gütersloh

Update, 23. Juni, 10.50 Uhr: Von 6140 Personen seien 1553 positiv auf Covid-19 getestet worden, dazu kämen einige Fälle im familiären Umfeld. Im gesamten Kreis Gütersloh gebe es nur 24 weitere Fälle. "Wir gehen trotzdem einen Schritt weiter, weil Vorsicht geboten ist. Wir werden für den gesamten Kreis Gütersloh einen Lockdown bis zum 30. Juni verfügen", so Laschet.

Update, 23. Juni, 10.47 Uhr: Drei Einsatzhunderschaften der Polizei setzen die angeordnete Quarantäne im Kreis Gütersloh zusätzlich durch und überprüften die Quarantäne-Pflicht. Zur Not würden die Behörden die Quarantäne-Maßnahmen auch mit Zwang durchsetzen. Dolmetscher für Polnisch, Rumänisch und Bulgarisch seien auch dabei. Es gebe aber auch umfassende humanitäre Hilfe durch die Hilfsdienste und Ehrenamtliche. Es reiche nicht, einmal ein Essenspaket zu bringen.

Die Schließung von Schulen und Kitas im Kreis Gütersloh zum 17. Juni sei die erste Maßnahme gewesen. Jetzt würden nach der vollständigen Schließung des Unternehmens und der Verhängung der zweiwöchigen "Pre-Test-Quarantäne" (Quarantäne ohne positiven Test) für alle 7000 Mitarbeiter von Tönnies weitere folgen.

Die drei Bezirksregierungen Arnsberg, Detmold und Münster arbeiteten jetzt ganz eng in einem Krisenausschuss zusammen, so Laschet. Bei der Polizei Bielefeld gibt es eine zentrale Ansprechstelle.

Coronavirus in NRW: Lockdown für Kreis Gütersoh kommt

Update, 23. Juni, 10.45 Uhr: Armin Laschet betont gleich zu Beginn: "Wir haben es im Kreis Gütersloh mit dem größten einzelnen Infektionsgeschehen in Nordrhein-Westfalen und in Deutschland zu tun und haben eine besondere Lage durch die Streuung der Orte und auch die Internationalität der Tönnies-Belegschaft. Dieser Ausbruch birgt ein enormes Pandemie-Risiko." 

Im Kreis Coesfeld sei es im Zusammenhang mit Westfleisch gelungen, ein solches Geschehen durch konsequentes Handeln unter Kontrolle zu bringen. Dort seien die Zahlen heute wieder sehr gering. "Wir werden jetzt erstmals in Deutschland einen ganzen Kreis zurückführen auf die Maßnahmen, die vor wenigen Wochen gegolten haben", so Laschet im Bezug auf die Fallzahlen bei Tönnies. Es gibt also den Lockdown im Kreis Gütersloh.

Update, 23. Juni, 10.41 Uhr: Jetzt beginnt die Pressekonferenz.

Coronavirus in NRW: Wie reagiert das Land?

Update, 23. Juni, 10.33 Uhr: Noch ist der Ministerpräsident nicht da. Wir rechnen aber minütlich mit dem Beginn der Pressekonferenz.

Update, 23. Juni, 10.19 Uhr: In wenigen Minuten beginnt die Pressekonferenz von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) in der Düsseldorfer Staatskanzlei. Mit Spannung wird erwartet, welche Konsequenzen die Landesregierung aus den steigenden Fallzahlen im Zusammenhang mit dem Corona-Ausbruch beim Fleischproduzenten Tönnies im Werk Rheda-Wiedenbrück zieht, der ja auch zahlreiche andere Kreise und kreisfreie Städte betrifft. Wir berichten aktuell.

Update, 23. Juni, 9.19 Uhr: Nicht nur Armin Laschet äußert sich heute über aktuelle Entwicklungen angesichts des Coronavirus. Auch die Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP), will heute um 13 Uhr darüber informieren, wie der Schulbetrieb in NRW nach den jetzt unmittelbar bevorstehenden Sommerferien ablaufen soll. Trotz des Coronavirus sind zahlreiche Lockerungen absehbar.

Coronavirus in NRW: Tönnies zahlt die Tests 

Update, 23. Juni, 8.57 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet will angesichts der Pandemie heute ein aktuelles Statement in der Staatskanzlei abgeben. Er äußert sich üb die aktuelle Lage zum Coronavirus im Land Nordrhein-Westfalen.

Update, 23. Juni, 7.30 Uhr: Der Schlachtbetrieb Tönnies übernimmt die Kosten für Corona-Tests im Kreis Warendorf. Dazu habe sich das Unternehmen ausdrücklich verpflichtet, teilt der Warendorfer Landrat mit. Dieses Angebot gilt für Menschen die in besonders betroffenen Regionen im Kreis in NRW wohnen oder sich verständlicherweise Sorgen machten - etwa, weil sie Kontakt zu Tönnies-Mitarbeitern hatten. Der Warendorfer Landrat appellierte an die Bürger, "weiterhin vorsichtig zu sein und die bekannten Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten", die bei der Eindämmung des Coronavirus helfen sollen.

Coronavirus in NRW: Tönnies-Skandal und steigende Infektionszahlen

Update, 22. Juni, 22.37 Uhr: Wir fassen an dieser Stelle die wichtigsten Nachrichten des Tages zusammen. +++ Inzwischen sind 1553 Corona-Infektionen in Zusammenhang mit dem Massenausbruch im Schlachtbetrieb Tönnies in Rheda-Wiedenbrück bekannt. +++ Der Landrat des Kreises Gütersloh, Sven-Georg Adenauer (CDU) hält einen Lockdown der Region inzwischen für möglich. +++ Auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) deutete die Möglichkeit des Lockdowns an. 

+++ Zwar handelt es sich beim Massenausbruch bei Tönnies um einen lokalen Infektionsherd, dennoch wirkt sich dieser auf die benachbarten Regionen aus - etwa auf den Kreis Warendorf, Hamm, den Kreis Unna und den Kreis Soest. +++ Einige Verbraucher haben inzwischen Angst, Fleisch von Tönnies zu konsumieren. 

+++ Mehrere Dortmunder Schulen schließen, weil bei einem Kind, das eine Schule in Dortmund-Evingsen besucht, das Coronavirus nachgewiesen wurde.

Coronavirus in NRW: Nur noch Einreisende aus Risikogebieten müssen für zwei Wochen in Quarantäne

Update, 22. Juni, 22.25 Uhr: Seit heute müssen in NRW nur noch Einreisende aus Corona-Risikogebieten für zwei Wochen in Quarantäne. Das geht aus einer neuen Verordnung des Gesundheitsministeriums hervor. Zu den Risikogebieten zählen zurzeit noch viele Urlaubsregionen und auch das EU-Land Schweden

Die neue Corona-Einreiseverordnung bezieht sich auf die jeweils aktuellen Risikogebiete nach Definition des Robert Koch-Instituts (RKI). 

Coronavirus in NRW: Nach Massenausbruch bei Tönnies - Landrat hält Lockdown für möglich

Update, 22. Juni, 19.20 Uhr: 1553 positive Tests auf das Coronavirus - so ist der aktuelle Stand nach dem Massenausbruch bei Tönnies im Werk Rheda-Wiedenbrück.

Es handelt sich dabei um Personen, die unmittelbar am Werk tätig sind, sagte der Leiter des Krisenstabs im Kreis Gütersloh, Thomas Kuhlbusch.  Insgesamt seien 6650 Proben genommen worden. 

Update, 22. Juni, 19.01 Uhr: Auch der Landrat vom Kreis Gütersloh, Sven-Georg Adenauer (CDU), hält einen Lockdown der Region für möglich. 

"Ich würde sagen ja", sagte Adenauer am Montagabend auf die Frage, ob es nach einem Lockdown "rieche". Die mobilen Teams, die in den Wohnungen und den Unterkünften unterwegs seien und auch Familienangehörige ansprächen, stießen jetzt in ein gewisses Dunkelfeld

Coronavirus in NRW: Verbraucher verunsichert über Tönnies-Fleisch

Update, 22. Juni, 18.42 Uhr: Auch im Kreis Unna nimmt das Infektionsgeschehen weiter an Fahrt auf. Die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus steigt an. In Bergkamen sind eine Schule und eine Kita betroffen. Derzeit versucht der Kreis zu ermitteln, wie viele Mitarbeiter von Tönnies im Bereich leben. 

Update, 22. Juni, 17.33 Uhr: Nach dem Coronavirus-Ausbruch im Kreis Gütersloh haben Verbraucher Sorge vor Fleisch, dass von Tönnies verarbeitet wurde. Ob darin ein Risiko steckt, darin gehen die Expertenmeinungen weit auseinander. Eine Übersicht über Produkte bei Aldi, Lidl und Co. findet ihr hier, ebenso die aktuelle Einschätzung.

Update, 22. Juni, 16.54 Uhr: Nach dem massiven Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies in Rheda-Wiedenbrück zeichnen sich weitere Schritte zur Eindämmung des Infektionsherdes ab. Fachleute des Robert-Koch-Instituts und andere Wissenschaftler sind im Kreis Gütersloh nach Angaben der Behörden im Einsatz. "Deren Empfehlungen folgen weitere Maßnahmen", teilte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Montag über den Kurznachrichtendienst Twitter mit, ohne dabei Details zu nennen. Er nannte die bisherigen Maßnahmen "Erster Teil #Lockdown".

Zuvor hatte SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach einen kurzen Lockdown im Kreis Gütersloh mit massiven Tests in der Region gefordert (siehe Update, 22. Juni, 14.30 Uhr). Er warnt vor einem freien Reiseverkehr der Menschen aus der Region Gütersloh. Im gesamten Kreis Gütersloh sind wegen der mehr als 1300 Coronavirus-Fälle bei Tönnies Schulen und Kindergärten vorsorglich geschlossen, in der größten deutschen Fleischfabrik ruht der Betrieb.

Coronavirus in NRW: Tönnies-Skandal beunruhigt Region

Update, 22. Juni, 15.55 Uhr: Der Corona-Massenausbruch bei Tönnies im Kreis Gütersloh beunruhigt die Region. Auch in der 45 Kilometer entfernten Großstadt Hamm leben Mitarbeiter des Schlacht-Konzerns. Jetzt gibt es eine Einschätzung, wie sehr Hamm betroffen sein wird.

Update, 22. Juni, 15.16 Uhr: Dem Coronavirus fällt ein weiteres  Massenevent in Nordrhein-Westfalen zum Opfer: Der für den 6. September geplante Halbmarathon auf der Königsallee in Düsseldorf wird abgesagt. Mindestens bis zum 31. August sind in NRW Großveranstaltungen untersagt, eine Verlängerung des Verbots steht im Raum.

Coronavirus in NRW: Corona-Zahlen steigen deutlich

Update, 22. Juni, 14.48 Uhr: Im Kreis Gütersloh ist nach dem massiven Corona-Ausbruch beim Tönnies-Fleischwerk in Rheda-Wiedenbrück eine Kennziffer bei der Pandemie-Bekämpfung deutlich nach oben gegangen. Auch im benachbarten Kreis Warendorf geht der wichtige Wert nach oben.

Update, 22. Juni, 14.30 Uhr: Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach warnt vor einem freien Reiseverkehr der Menschen aus der Region Gütersloh. Er plädiert für einen "lokalen Lockdown".

Update, 22. Juni, 14.09 Uhr: Die Zahl der akut mit dem Coronavirus Infizierten ist deutlich angestiegen. Bei mehr als 2900 Personen in NRW ist Corona nachgewiesen worden. Die Zahl Coronavirus-Fälle seit Beginn der Pandemie ist in Nordrhein-Westfalen auf 41.215 gewachsen.

Im Zusammenhang mit dem derzeit bundesweit größten lokalen Corona-Ausbruch in der Fleischfabrik von Tönnies im ostwestfälischen Kreis Gütersloh wurde bei mehr als 1300 Beschäftigten das Coronavirus nachgewiesen.

Coronavirus in NRW: Minister Laumann im Kreis Warendorf

Update, 22. Juni, 12.17 Uhr:  NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) heute den Kreis Warendorf, um sich ein Bild von den Auswirkungen des Corona-Geschehens im benachbarten Kreis Gütersloh zu machen. Der Kreis Warendorf im Münsterland grenzt direkt an den Kreis Gütersloh. Ein Teil der Tönnies-Mitarbeiter wohnt im Kreis Warendorf.

Update, 22. Juni, 11.14 Uhr: Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, ist nach Informationen des Robert-Koch-Instituts dramatisch angestiegen. Der R-Wert ist für Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus wichtig.

Update, 22. Juni, 10.02 Uhr:  Nach dem massiven Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies in Rheda-Wiedenbrück im Kreis Gütersloh könnte das Unternehmen Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) zufolge möglicherweise haftbar gemacht werden.

Coronavirus in NRW: Schulen in Dortmund schließen

Update, 22. Juni, 9 Uhr: Mehrere Dortmunder Schulen schließen, weil bei einem Kind, das eine Grundschule in Dortmund-Evingsen besucht, das Coronavirus nachgewiesen wurde. Kontaktnachverfolgungen ergaben weitere Fälle. Betroffen sind neben der Grundschule drei Berufskollegs und eine Hauptschule. 

Update, 22. Juni, 7.45 Uhr: Bundesarbeitsminister Hubertus Heil sieht den Fleischkonzern Tönnies nach dem massenhaften Auftreten von Corona-Infektionenin der Haftung. "Es muss eine zivilrechtliche Haftung des Unternehmens geben". Heil sagte der Bild, der Konzern habe "die öffentliche Gesundheit gefährdet. Sein Vertrauen in Tönnies sei "gleich Null". Dass Tönnies mit Mitteln aus den staatlichen Rettungsschirmen unterstützt werden müsse, schließt Heil aus. Das Unternehmen habe in den vergangenen Jahren "wahnsinnig viel Geld verdient". Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter appellierte an Konzernchef Clemens Tönnies, die durch den Virus-Ausbruch entstandenen Kosten aus seinem Privatvermögen zu bestreiten.

Coronavirus in NRW: Tönnies-Auswirkungen auf Region

Update, 21. Juni, 20.18 Uhr: Wie sehr sich die Lage durch den massenhaften Corona-Ausbruch bei Tönnies im Kreis Gütersloh (NRW) verschärft verschärft, zeigt die Situation in Hamm. In der Großstadt in Westfalen leben zahlreiche Mitarbeiter von Tönnies. Außerdem ist hier Westfleisch angesiedelt. Fast 1000 Mitarbeiter des Fleischkonzerns wurden hier getestet, einige hundert Tests auf Corona stehen noch aus. Trotzdem spitzt sich die Corona-Lage in Hamm bereits jetzt zu. Seit Mittag gibt es 14 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Die Anzahl der Mitarbeiter von Tönnies, die in Hamm leben, ist weiterhin unklar. Schulen mussten geschlossen werden.

Update, 21. Juni, 18.35 Uhr: Lokale Ausbrüche wie im Kreis Gütersloh bestimmen das Infektionsgeschehen in Deutschland. Insgesamt haben die lokalen Behörden dem Robert Koch-Institut (RKI) 687 Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen eines Tages gemeldet, wie das RKI meldete (Datenstand 21. Juni, 0.00 Uhr). 

Die Zahl der Neuinfektionen liegt deutlich über den Werten, die bis etwa Mitte Juni täglich gemeldet wurden. Die Zahl der Infizierten in der Tönnies-Fabrik in Rheda-Wiedenbrück stieg bis Sonntag nach Angaben des Kreises auf 1331.

Coronavirus in NRW: Bisher kein regionaler Lockdown, aber...

Update, 21. Juni, 15.51 Uhr:  NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat nach einer Sitzung des Krisenstabs im Kreis Gütersloh keinen Lockdown über der Region verhängt. Zumindest noch nicht. Denn das Coronavirus ist hier massiv ausgebrochen. Laschet hält sich weiterhin den regionalen Lockdown als Option offen.

Nach dem Massenausbruch beim Schlachthof-Konzern Tönnies sind derzeit über 1300 Infektionen mit dem Coronavirus bekannt geworden. Fast 7000 Menschen wurden getestet, alle Ergebnisse sind noch nicht bekannt. 

Coronavirus in NRW: Die bisherigen Entwicklungen im Überblick

Alle Entwicklungen rund um das Coronavirus in NRW bis einschließlich Sonntag, 21. Juni, sind in diesem Newsblog zusammengefasst nachzulesen.

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Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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