News-Ticker

Corona in NRW: Immer mehr Hotspots - Acht Gebiete mit Infektionskennziffer über 100

Das Coronavirus breitet sich in NRW rasant aus. Die Inzidenz für das gesamte Bundesland hat inzwischen die kritische Grenze von 50 Corona-Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten. Updates im News-Ticker.

  • Das Coronavirus* breitet sich in vielen Städten in NRW wieder ungebremst aus.
  • Aktuelle Zahlen und die Karte mit den Werten zur 7-Tage-Inzidenz sind alarmierend.
  • NRW-Ministerpräsident Armin Laschet wünscht dem infizierten Gesundheitsminister Jens Spahn eine schnelle Genesung.

Update vom 22. Oktober, 08.08 Uhr: In NRW liegen mittlerweile acht Gebiete über der hohen Schwelle von mehr als 100 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb einer Woche. Das geht aus den jüngsten Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) und des Landeszentrums Gesundheit NRW vom Donnerstag hervor. Das sind konkret die kreisfreien Städte Aachen (100,5), Duisburg (105,7), Gelsenkirchen (123,6), Herne (152,8), Köln (111,7), Solingen (153,9) und Wuppertal (105,9) sowie der Kreis Düren (117,1). Damit ist die Zahl der Hotspots in NRW wieder gestiegen*.

LandNRW
LandeshauptstadtDüsseldorf
Fläche34.110,26 Quadratkilometer
Gründung23. August 1946

Update vom 21. Oktober, 18.51 Uhr: Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat dem mit Corona infizierten Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) via Twitter gute Besserung gewünscht: „Lieber @jensspahn, Du arbeitest mit aller Kraft und großem Engagement gegen die Verbreitung des #coronavirus. Ich wünsche Dir alles Gute, und hoffe, dass es Dir bald wieder besser geht“, schrieb Laschet am Mittwoch auf Twitter. Laschet will mit Spahn als designiertem Stellvertreter als Kandidat für den CDU-Vorsitz antreten.

Corona in NRW: Immer mehr Hotspots - Wirte klagen gegen die landesweite Sperrstunde

Update vom 21. Oktober, 15.37 Uhr:  In NRW gilt mit dem Schulbeginn nach den Herbstferien am kommenden Montag wieder eine Maskenpflicht im Unterricht*. Schüler ab der fünften Jahrgangsstufe müssten „auch wieder im Unterricht und an ihrem Sitzplatz“ eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, kündigte Landesschulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Mittwoch in Düsseldorf an. Im einwohnerstärksten Bundesland hatte es bereits in den ersten beiden Wochen nach den Sommerferien eine Maskenpflicht an weiterführenden Schulen auch im Unterricht gegeben. Diese Regelung habe sich bewährt, sagte Gebauer.

Update vom 20. Oktober, 11.59 Uhr: Gegen die Sperrstunde für Restaurants und Kneipen in NRW-Risikogebieten lagen am Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster am Dienstag bereits zwei Eilanträge vor: Sowohl ein Wirt aus Bochum will die Sperrstunde kippen als auch 19 Gastronomen aus Bonn, Köln und dem Rhein-Sieg-Kreis, die laut Gericht gesammelt einen Eilantrag eingereicht haben. Die angekündigte Klage eines Bar-Betreibers aus Düsseldorf war am Dienstag laut OVG noch nicht eingegangen. Wann über die Eilanträge entschieden wird, steht laut einem Sprecher noch nicht fest.

Für viele Gastronomen und Lokalbetreiber kommt die neue Regelung fast einem Lockdown gleich. Die Gastronomen in Hamm sind frustriert.

Update vom 20. Oktober, 09.16 Uhr: Die Anzahl der Corona-Risikogebiete in NRW steigt: Auf einer Karte des RKI zieht sich ein durchgehender roter Streifen von Aachen bis Bielefeld. Mit der Stadt Oberhausen, die am Dienstag eine 7-Tage-Inzidenz von 52,7 erreicht hat, gilt nun das gesamte Ruhrgebiet als Risikogebiet. Die Städteregion Aachen, Solingen, Gelsenkirchen und Herne sind sogar dunkelrot markiert - sie liegen über dem Wert von 100 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen.

Update vom 19. Oktober, 23.16 Uhr: Und wieder verstoßen Demonstraten in Dortmund gegen Corona-Regeln, dabei gilt die Stadt mittlerweile als Hotspot. Trotzdem verzichteten fast 500 Menschen am Montag auf die Maske - die Demo wurde schließlich aufgelöst.

Update vom 19. Oktober, 09.05 Uhr: Die Zahl der Corona-Hotspots in NRW steigt weiter. Inzwischen haben auch der Kreis Gütersloh und der Rhein-Erft-Kreis die kritische Grenze von 50 neuen Infektionen mit dem Coronavirus je 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten. Gütersloh kommt laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) auf eine Inzidenz von 53,7, beim Rhein-Erft-Kreis liegt der Wert bei 55.

Sobald eine Stadt den Grenzwert überschreitet, ist diese auch von der Sperrstunde in der Gastronomie sowie einem Alkoholverkaufsverbot betroffen. Beides gilt von 23 bis 6 Uhr am nächsten Morgen. Damit gelten nun 29 Städte und Kreise als Risikogebiete in NRW. Hinzu kommen elf Städte und Kreise, die kurz davor sind, den kritischen Grenzwert zu überschreiten.

Corona in NRW: Demonstranten in Dortmund verstoßen gegen Regeln

Update vom 18. Oktober, 17.27 Uhr: Rund 1100 Menschen haben heute nach Polizeiangaben in der Dortmunder Innenstadt gegen die Corona-Auflagen demonstriert. Viele Teilnehmer der Initiative „Querdenken“ hätten keinen Mund-Nasen-Schutz getragen oder die Maske abgenommen, berichtete die Polizei. Damit verstoßen sie gegen die Corona-Regeln in NRW.

Der Veranstalter habe sich darauf berufen, dass sehr viele durch ärztliches Attest von der Maskenpflicht befreit seien, sagte eine Sprecherin. Bei Überprüfungen waren am Nachmittag bereits mindestens zwei Fälschungen festgestellt und Strafanzeigen aufgenommen worden.

Mit großem Aufgebot hatte sich die Polizei in Dortmund auf die ursprünglich angemeldeten rund 3000 Protestierenden vorbereitet. Dortmund zählt zu den Städten, die die höchste Corona-Warnschwelle überschritten haben. Auf den Transparenten der „Querdenker“ standen Sprüche wie „Corona Diktatur Union“ oder „Grundgesetz leben - gegen die Impf-Mafia“.

Ein Teilnehmer der Demonstration hält ein Schild mit der Aufschrift „Der größte Feind der Freiheit ist der zufriedene Sklave!!“.

Ein einsamer Gegendemonstrant hielt in der Menge sein Schild hoch mit der Aufschrift „Corona tötet. Tragt Masken!“ Zu Ausschreitungen kam es nach Angaben der Polizei vom Sonntagnachmittag nicht.

Update vom 18. Oktober, 15.39 Uhr: In NRW überschreiten immer mehr Kommunen die Corona-Warnschwellen. In drei Kommunen lagen die Infektionsquoten nach Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Sonntag sogar schon um das Doppelte über dem Grenzwert, der die bislang schärfsten Einschränkungen im öffentlichen und privaten Leben vorsieht: Herne (111,2), Solingen (109,9) und Wuppertal (103,1).

Corona in NRW: Demo der Initiative „Querdenken“ im Risikogebiet Dortmund

Update vom 18. Oktober, 9 Uhr: Die Initiative „Querdenken“ will heute in Dortmund gegen die Corona-Auflagen demonstrieren. Es seien bis zu 3000 Teilnehmer für eine Kundgebung (14 Uhr) und einen anschließenden Demo-Zug durch die Innenstadt angemeldet, teilte die Polizei mit. Die Stadt hat die kritische Marke von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen einer Woche überschritten.

Von allen Teilnehmern werde umso mehr die strikte Einhaltung aller Hygiene- und Infektionsschutzregeln erwartet, betonte die Polizei. Man werde konsequent gegen gesundheitsgefährdendes Verhalten einschreiten. Vorgeschrieben seien eine Aufteilung in Kleingruppen mit maximal fünf Personen, Mindestabstände und Mund-Nasen-Bedeckung.

Corona in NRW: Dunkelroter Hotspot im Land - Laumann spricht über Versorgungsengpass

Update vom 17. Oktober, 13.59 Uhr: Nach Angaben von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) sind in Nordrhein-Westfalen derzeit rund 70 000 Menschen wegen Corona in Quarantäne.

Trotz Personallücken in den Gesundheitsämtern seien die nötigen Tests und Nachverfolgungen der Infektionsketten grundsätzlich aber gewährleistet, sagte er heute im Deutschlandfunk.

NRW teste rund 350.000 Menschen pro Woche auf eine Infizierung mit dem Coronavirus - möglich seien derzeit sogar 400.000 pro Woche. Das Gesundheitssystem habe noch „sehr viele Kapazitäten“ zur Versorgung Infizierter - auch in der Intensivmedizin.

Corona in NRW: Kreis Warendorf jetzt auch Risikogebiet

Update vom 17. Oktober, 10.39 Uhr: Nut gehört auch der Kreis Warendorf zur wachsenden Gruppe der NRW-Kommunen mit hoher Corona-Gefährdungsstufe. Mit 52,5 sprang dort die Quote der Neuinfektionen im Kreis Warendorf nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstagmorgen über die als derzeit höchste Corona-Warnstufe geltende Marke von 50 gerechnet auf 100 000 Einwohner und sieben Tage.

In der RKI-Grafik mit täglich zunehmenden roten Warnfeldern gibt es inzwischen sogar einen dunkelroten Hotspot. Herne lag am Samstag bei der Sieben-Tage-Inzidenz mit 115,7 an der Spitze in NRW. Auch Wuppertal kratzte mit 98,2 bereits an der 100er-Schwelle. Die Liste der Corona-Hotspots in NRW bleibt lang.

Gegenüber dem Vortag stieg die Zahl der Neuinfektionen in NRW laut RKI um 1889 auf 88 204. Der bisherige Höchstwert an Neuinfektionen war in NRW am Freitag mit plus 2154 registriert worden. An den Wochenenden sind die amtlich gemeldeten Zahlen auf Grund der Personalkapazitäten in den Laboren und Gesundheitsbehörden meist niedriger.

Corona in NRW: Neuinfektion auf Tupperparty

Update vom 16. Oktober, 19.07 Uhr: Die Rekord-Inzidenz in Werl sinkt leicht ab auf 133,3, doch die Corona-Lage im Kreis Soest bleibt angespannt. Einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19 meldet der Kreis. Außerdem gab es 16 Neuinfektionen - besonders kurios dabei: Eine Neuinfektion auf einer Tupperparty hat eine ganze Fußballmannschaft kaltgestellt.

Update vom 16. Oktober, 17.20 Uhr: Maskenpflicht, Sperrstunde, Feiern: Die Landesregierung hat heute verschärfte Maßnahmen verkündet. Sie betreffen vor allem die Hotspots in NRW.

Update vom 16. Oktober, 14.54 Uhr: In wenigen Minuten möchte sich die Landesregierung zur aktuellen Corona-Lage und zu neuen Maßnahmen in NRW äußern. Alle Infos hier live im Ticker. Eine erste Info war bereits durchgesickert: Die strengen Kontaktbeschränkungen sollen bleiben

Update vom 16. Oktober, 6.59 Uhr: In Nordrhein-Westfalen sind nach Angeben des Robert-Koch-Instituts (RKI) aktuell rund 14.400 Menschen mit dem Coronavirus infiziert (Stand: 16. Oktober, 0 Uhr). Die Siebe-Tage-Inzidenz beträgt damit 49,8 - und ist damit um 4,8 im Vergleich zum Vortag angestiegen. Insgesamt gab es in NRW 86314 Fälle.

Die Bürger in Nordrhein-Westfalen müssen sich daher auf weitere Einschränkungen zum Corona-Schutz einstellen. In einer außerordentlichen Sitzung entscheidet das NRW-Kabinett heute über schärfere Maßnahmen gegen die Ausbreitung von Covid-19.

Unmittelbar nach der Sitzung des Kabinetts will sich Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) bei einem Corona-Gipfel mit allen Oberbürgermeistern und Landräten austauschen. Ab 15 Uhr will Laschet die Ergebnisse über die weiteren Corona-Regeln in einer Pressekonferenz vorstellen*.

Corona in NRW: Schlechte Nachrichten für den Karneval

Update vom 15. Oktober, 21.49 Uhr: Es sieht schlecht aus für die Narren in NRW: Auch der Bund Deutscher Karneval (BDK) ruft wegen Corona für die Session 2020/21 zum Verzicht auf Rosenmontagszüge und große Narren-Sitzungen auf. „Das gebietet die Verantwortung für die Aktiven der Vereine wie auch für das Publikum“, sagte BDK-Präsident Klaus-Ludwig Fess am Donnerstagabend. Zudem werde die Turniersaison im karnevalistischen Tanzsport abgesagt - die deutsche Meisterschaft in Köln im März finde nicht statt. Vizepräsident Peter Krawietz wandte sich direkt an die Vereine: „Wir empfehlen, nehmen Sie Abstand von Großveranstaltungen in Sälen mit großen Menschenansammlungen.“ Zudem solle auf Alkohol verzichtet werden. Die Empfehlung gelte auch für Regionen, die keine Risikogebiete seien - und bis zum Ende der Session Ende Februar 2021.

Update vom 15. Oktober, 14.01 Uhr: Die Bewohnerin eines Pflegeheims im Kreis Lippe darf wegen Corona nicht länger isoliert werden. Das Verwaltungsgericht Minden gab in einem Eilverfahren dem Antrag der Frau statt. Sie klagt gegen eine Allgemeinverfügung des NRW-Gesundheitsministeriums. In der Verfügung vom 31. August wird vorgegeben, dass Pflegebedürftige isoliert werden müssen, bei denen bei einem konkreten Anlass eine Corona-Infektion nicht ausgeschlossen werden kann. Der Beschluss ist noch nicht rechtskräftig. Gegen 

Corona in NRW: Krisengipfel bei Laschet - Harte Regeln für Risikogebiete 

Update vom 15. Oktober, 11.26 Uhr: In Nordrhein-Westfalen soll morgen (Freitag, 16. Oktober) entschieden werden, was die jüngste Bund-Länder-Einigung zum Corona-Krisenmanagement für NRW bedeutet. Aktuell werte die Landesregierung die Beschlüsse des Bund-Länder-Treffens aus, sagte ein Sprecher der Staatskanzlei. Nach der Kabinettssitzung will sich Ministerpräsident Armin Laschet bei einem Corona-Gipfel mit allen Oberbürgermeistern und Landräten austauschen. Bei der Video-Konferenz sollen die neuen Regeln für NRW und Ergebnisse der Berliner Konferenz vorgestellt werden.

Bund und Länder hatten am Mittwochabend nach mehrstündigem Ringen beschlossen, den rasanten Anstieg der Infektionszahlen mit weiteren Restriktionen einzudämmen. Vorgesehen sind demnach eine Ausweitung der Maskenpflicht, strengere Kontaktbeschränkungen - sowohl für private Feiern, als auch für Veranstaltungen - sowie eine Sperrstunde ab 23 Uhr für die Gastronomie in Kommunen mit 50 oder mehr Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen.

Update vom 15. Oktober, 10.02 Uhr: In Düsseldorf sollen unter anderem in der Innenstadt rund 550 Schilder verteilt werden, um auf das geltende Maskengebot hinzuweisen. Wie ein Stadtsprecher sagte, zeigen sie das Piktogramm eines Menschen mit Maske, aber keinen Text. So könnten sie auch hängen bleiben, falls aus dem Gebot im schlimmsten Fall eine Maskenpflicht werden sollte.

Update vom 15. Oktober, 9.36 Uhr: Die zweite Corona-Welle rollt über Nordrhein-Westfalen. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) beträgt die 7-Tage-Inzidenz (Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche) aktuell 45,0 (Stand 15. Oktober, 0 Uhr). Mittlerweile gelten 19 kreisfreie Städte und Kreise als Corona-Risikogebiet.

Corona in NRW: Bund und Länder beschließen schärfere Maßnahmen

Update, 14. Oktober, 22.41 Uhr: Die Corona-Infektionszahlen steigen in Deutschland stark an. Bund und Länder haben schärfere Maßnahmen und Einschnitte in Regionen mit vielen Corona-Neuinfektionen beschlossen. Besonders stark treffen diese Einschnitte des öffentlichen Lebens die großen Städte in NRW, da mehr und mehr Städte in Nordrhein-Westfalen sich zu einem Hotspot entwickeln - zumal die Beschränkungen auch Städte treffen, dessen Sieben-Tages-Inzidenz über 35 liegt.  

Update, 14. Oktober, 7.20 Uhr: Die Grenzen von NRW zu den Nachbarländern sollen trotz der Corona-Pandemie weiterhin offen bleiben. Die Landesregierung sehe sich in ihrem Kurs auch durch jüngste Äußerungen der Kanzlerin bestätigt, sagte ein Regierungssprecher der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte am Dienstag laut Mitteilung der Bundesregierung im Europäischen Ausschuss der Regionen die Prioritäten des deutschen EU-Ratsvorsitzes erläutert.

Merkel lobte dort den Kurs der schwarz-gelben Landesregierung von Ministerpräsident Armin Laschet (CDU). Sie wolle ausdrücklich unterstreichen, „dass es mit dem Cross-Border-Management des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen hervorragend gelungen ist, Grenzschließungen - oder Grenzkontrollen besser gesagt - zu vermeiden und den Schengen-Raum auch in einer schwierigen pandemischen Situation mit Leben zu erfüllen“, sagte die Kanzlerin. „Und das sollte uns leiten bei künftigen Herausforderungen.“

Laschet lehnt Grenzkontrollen zwischen NRW und seien Nachbarländern Niederlande und Belgien ab und wirbt stattdessen für gemeinsamen Gesundheitsschutz. Am Dienstag hatte der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte infolge der dramatisch steigenden Neu-Infektionen mit dem Coronavirus einen „Teil-Lockdown“ mit drastischen Einschränkungen angekündigt.
Am Mittwochnachmittag wollen Merkel und die Ministerpräsidenten der 16 Bundesländer den weiteren Corona-Kurs angesichts der auch in Deutschland ansteigenden Infektionszahlen abstecken.

Coronavirus in NRW: Laschet fordert mehr Schutz für ältere Menschen

Update, 13. Oktober, 18.02 Uhr: Der Schutz älterer Menschen muss aus Sicht von NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU) ein Kernthema bei den Corona-Beratungen von Bund und Ländern am Mittwoch sein.

„Wir müssen sicherstellen, dass aus stark steigenden Infektionszahlen keine stark steigenden Fälle von schweren Krankheitsverläufen oder gar Todesfällen werden“, sagte er. Genaue Vorschläge für Maßnahmen nannte er in dem Zuge nicht. Als sicher gilt es, dass Bund und Länder am Mittwoch auch über das sogenannte Beherbergungsverbot beraten. NRW will dieses Verbot nach wie vor nicht umsetzen. Das Land NRW hatte ohnehin schon eigene Beschlüsse gefasst, von denen auch owl24.de* berichtet.

Update, 13. Oktober, 15.40 Uhr: In einer Bibelschule mit angeschlossenem Internat in Lemgo im Kreis Lippe hat sich mehr als die Hälfte der Schüler mit dem Coronavirus infiziert. Nach Angaben einer Sprecherin des Kreises von Dienstag seien 60 von 117 Getesteten positiv. Der Schulbetrieb ruhe, der Großteil der Schüler aus dem Internet sei abgereist. Die Nachverfolgung von Kontaktpersonen durch das Gesundheitsamt sei noch nicht abgeschlossen. Nach Angaben der Schule waren die ersten beiden Fälle am 6. Oktober bekannt geworden. Die Schule bietet einen dreijährigen Ausbildungsgang für Schüler aus ganz Deutschland. Sie bildet die Schüler für die Arbeit mit evangelikalen Christen in Gemeinden und der Mission aus.

Update, 13. Oktober, 12.35 Uhr: NRW wird das umstrittene Beherbergungsverbot für Reisende aus Corona-Risikogebieten auch weiterhin nicht umsetzen. Das kündigte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Dienstag in Düsseldorf an. Solche Verbote machten nach seinem Wissen „keinen Sinn, weil sie nicht dazu beitragen, die Ansteckungsketten zu verlangsamen“.

Laumann betonte: „Wir müssen aufpassen, dass wir für das, was wir machen, die Akzeptanz behalten.“ Viele Corona-Maßnahmen seien in den vergangene Monaten zwar akzeptiert worden. „Aber diese Maßnahme hat sehr viel Akzeptanz kaputtgemacht“, sagte er mit Blick auf das Beherbergungsverbot.

Corona in NRW: Beherbergungsverbot wird in Nordrhein-Westfalen nicht umgesetzt

Wie bei der Ministerpräsidentenkonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch eine Einigung in der Frage gefunden werden solle, wisse er auch nicht, sagte Laumann. Es gebe aber inzwischen auch aus der Medizin Wortmeldungen zum Thema Beherbergungsverbote, die die Position Nordrhein-Westfalens bestärkten.

Die meisten Bundesländer haben beschlossen, dass Menschen aus Hotspots bei Reisen innerhalb Deutschlands nur dann beherbergt werden dürfen, wenn sie einen höchstens 48 Stunden alten negativen Corona-Test vorlegen können*.

Corona in NRW: Neue Corona-Regeln gelten ab sofort

Update, 12. Oktober, 21.28 Uhr: Die von Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Sonntag verkündeten neuen Corona-Regeln für NRW gelten ab sofort. Das teilte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums am Montagabend mit. Das Ministerium hatte zuvor einen Erlass an die Bezirksregierungen geschickt, in dem die Kommunen unter anderem angewiesen werden, Feiern mit mehr als 50 Gästen in Gaststätten zu untersagen.

Mit einheitlichen Regeln für jene Kommunen, in denen die Neuinfektionen besonders stark angestiegen sind, will die Landesregierung nach eigenen Worten für mehr Klarheit sorgen. Sobald ein Kreis oder eine kreisfreie Stadt in NRW die Grenze von 50 Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschreite, sollen sich dort zum Beispiel nur noch bis zu fünf Menschen aus verschiedenen Haushalten in der Öffentlichkeit treffen dürfen. In dem neuen Erlass, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, wird ab dem Neuinfektions-Wert 35 auch eine Maskenpflicht am Sitzplatz in Fußballstadien angeordnet. Ab dem Wert 50 gilt demnach ein generelles Verbot von Veranstaltungen und Versammlungen mit mehr als 500 Personen im Außenbereich und 250 Personen in geschlossenen Räumen. Ausnahmen sind zum Beispiel vorgeschriebene Parteitage mit Wahlen.

Update 12. Oktober, 18.20 Uhr: Düsseldorf ist der nächste Corona-Hotspot: Die NRW-Landeshauptstadt hat am Montag den kritischen Corona-Grenzwert überschritten. Jetzt werden die Regeln noch strenger.

Update, 12. Oktober, 18.10 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rechnet innerhalb des nächsten halben Jahres mit ersten Corona-Impfungen in Deutschland. „Stand jetzt würde ich davon ausgehen, Stand heute 12. 10., dass wir im ersten Quartal nächsten Jahres beginnen können“, sagte Spahn am Montag bei einer Videokonferenz des ifo-Instituts. Man setze auf mehrere Technologien und Hersteller. „Wenn alle Pferde ins Ziel kommen, werden wir viel zu viel Impfstoff haben“.

Corona in NRW: Die zweite Welle rollt - Ab wann gelten die neuen Regeln?

Update, 12. Oktober, 16.07 Uhr: Weil die Zahlen der Corona-Neuinfektionen in NRW drastisch ansteigen, hat Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) klare Regeln angekündigt. Unklar bleibt jedoch, ab wann diese Regeln gelten und was ein neuer Dschungel an Maßnahmen bedeutet. Spätestens jedoch soll es am 1. November eine neue Corona-Schutzverordnung geben. Mit einem Erlass von Maßnahmen müsse man bis dahin aber nicht warten. Unter anderem soll die Teilnehmerzahl auf privaten Feiern in Gaststätten auf 50 begrenzt werden. In Risikogebieten, in denen die Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen wurde, sollen zudem Personen aus maximal fünf Haushalten in der Öffentlichkeit zusammenkommen.

Update, 12. Oktober, 12.31 Uhr: In NRW lebt inzwischen etwa jeder Vierte in einem Corona-Risikogebiet. Laut Robert Koch-Institut überschritten am Montag acht Städte und zwei Kreise mit rund 4,2 Millionen Einwohnern die wichtige Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Zusätzlich meldete die Städteregion Aachen mit gut 557.000 Einwohnern eine Sieben-Tage-Inzidenz von 51 Neuinfektionen - das RKI wies hier einen deutlich niedrigeren Wert aus.

Update, 12. Oktober, 9.29 Uhr: Die NRW-Landeshauptstadt Düsseldorf steht in der Corona-Pandemie kurz vor der wichtigen Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Wie aus den Angaben des Robert Koch-Instituts vom Montagmorgen hervorgeht, liegt der Wert bei 49,2. In Düsseldorf gelten bereits einige neue Corona-Regeln.

Corona in NRW: Auch Duisburg über kritischer Inzidenz-Marke

Update, 12. Oktober, 6.24 Uhr: Die nächste Großstadt in Nordrhein-Westfalen hat einen kritischen Corona-Wert überschritten. Die 7-Tage-Inzidenz in Duisburg liegt bei 50,1 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Das geht aus den Angaben des Robert Koch-Instituts vom Montagmorgen hervor. Damit wird es in Duisburg stärkere Einschränkungen des öffentlichen Lebens geben. Neben Duisburg liegen auch die Städte Köln, Hamm, Wuppertal, Essen, Solingen, Hagen und Herne sowie der Kreis Unna und der Kreis Recklinghausen über der 50er-Marke. Gefährdet ist u.a. auch Dortmund.

Am Sonntag hatte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) einheitliche Einschränkungen des öffentlichen Lebens in Corona-Hotspots angekündigt. Sobald ein Kreis oder eine kreisfreie Stadt die Grenze von 50 Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschreite, sollen sich dort nur noch bis zu fünf Personen aus verschiedenen Haushalten in der Öffentlichkeit treffen dürfen. Außerdem sollen in diesem Fall Öffnungszeiten von Kneipen und Restaurants eingeschränkt werden. Für öffentliche Veranstaltungen sollen strengere Obergrenzen für die Teilnehmerzahl gelten. Für Feiern in privaten Räumen soll die Teilnehmerzahl dann auf 25 begrenzt werden.

Corona in NRW: Laschet will einheitliche Regeln - „Feiern unterlassen“

Update, 19.08 Uhr: Das Coranavirus ist in NRW auf dem Vormarsch. Die Zahlen steigen auch am Wochenende weiter, die Karte von NRW ist immer dunkler. Ministerpräsident Armin Laschet richtet einen Appell an die Öffentlichkeit: „Jeder, der im Moment etwas zu feiern hat, sollte dieses in diesen Zeiten unterlassen. Wir müssen alle jetzt vorsichtig sein“, mahnte Laschet. „Viele sind zu leichtfertig geworden“, kritisierte Laschet nach einer eilig einberufenen Sondersitzung des Landeskabinetts. Die aktuelle Entwicklung sei „besorgniserregend“.

NRW werde deshalb private Feiern in Gaststätten mit mehr als 50 Gästen verbieten - egal, ob die Feier in einer besonders vom Coronavirus betroffenen Region stattfindet oder nicht. Für Feiern zu Hause seien solche staatliche Vorschriften nicht umsetzbar.

Update, 15.14 Uhr: Das Land NRW will den Flickenteppich bei den Corona-Verordnungen stopfen. „Wir brauchen in Hotspots landeseinheitliche Regeln“, sagte Ministerpräsident Armin Laschet am Sonntagnachmittag nach einer Sondersitzung des Kabinetts. „Die Regeln müssen für die Bürger verständlich bleiben.“ In den vergangenen Tagen hatten Städte und Landkreise in NRW, die den 7-Tage-Inzidenz-Wert von 50 bzw. 35 überschritten haben, teils unterschiedliche Verfügungen erlassen.

Ein Beispiel: Der Kreis Unna hat für zwei Wochen Training und Spiele im Kontaktsport verboten*, die benachbarte Stadt Hamm nicht. Während sich in Hamm aktuell nur 5 Personen in Öffentlichkeit treffen dürfen, gibt es im Kreis Unna diese Kontaktbeschränkung nicht.

Drei einheitliche Regelungen will die Landesregierung zum Schutz vor der weiteren Ausbreitung des Coronavirus auf den Weg bringen. Diese klaren Regeln sollen künftig in allen Hotspots gelten:

  • Kontaktbeschränkung: In der Öffentlichkeit dürfen sich nur noch 5 Personen treffen
  • Sperrstunde: In der Gastronomie werden die Öffnungszeiten reduziert
  • Partys: Die Teilnehmerzahl bei Feiern wird auf maximal 25 begrenzt

In Sachen Partys und Feiern gilt eine erste Einschränkung für ganz NRW. Da das Bundesland im Schnitt auf den Inzidenz-Wert von 35 zugeht, wird NRW-weit die Teilnehmergrenze bei Feiern in öffentlichen Räumen auf maximal 50 Personen begrenzt. Dies soll mit Erlass der nächsten Coronaschutzverordnung gelten. Spätestens ab dem 1. November soll diese Verordnung gelten. „Wir müssen das öffentliche Leben, Schulen und Kitas aufrecht halten“, betont Laschet. „Dafür müssen wir Opfer bringen bei privaten Feiern.“ Laschet richtete speziell einen Appell an junge Menschen, sich bei Partys zurückzunehmen.

Grundsätzlich bleibt NRW bei seiner Grundstrategie: Die Corona-Pandemie soll lokal und zielgerichtet bekämpft werden, sagt Laschet. Die Stadt Hamm habe bewiesen, dass diese Methode erfolgreich sei. In Hamm sank der 7-Tage-Inzidenz-Wert innerhalb von zwei Wochen von über 100 auf aktuell knapp 60.

Corona in NRW: Einschränkungen in Köln

Update, 13.48 Uhr: In der ersten Nacht mit verschärften Corona-Einschränkungen für Feiernde in Köln hat die Polizei nicht wegen größerer Verstöße ausrücken müssen. Anders als an vergangenen Wochenenden habe das Ordnungsamt keine Amtshilfe bei Platzräumungen angefordert, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Nach Angaben eines dpa-Fotografen war auf den Partymeilen in der Kölner Innenstadt am Samstag spürbar weniger Betrieb als an den vergangenen, allerdings auch wärmeren Wochenendnächten.

Am Samstag hatte die Stadt Köln mehr als 50 Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen gemeldet und gilt damit als Risikogebiet. Die Millionenstadt erließ daher weitergehende Einschränkungen des öffentlichen Lebens: So darf in Köln auf Straßen und Plätzen ab 22 Uhr nun kein Alkohol mehr getrunken werden. An Party-Hotspots gilt an Wochenenden Alkohol-Verkaufsverbot. Partys wurden auf 25 Teilnehmer begrenzt.

Die Ordnungsbehörden in Köln hatten angekündigt, die Einhaltung der Regeln auf den Feiermeilen zu kontrollieren und Menschen zunächst erstmal auf Fehlverhalten hinweisen zu wollen. „Wir holen nicht die Keule raus“, sagte ein Sprecher der Stadt. Eine Bilanz des Einsatzes des Ordnungsamtes sollte erst am Montag vorliegen.

Corona in NRW: Nur 300 Zuschauer bei Länderspiel in Köln erlaubt

Update, 11.12 Uhr: Eine Erlaubnis für mehr als 300 Zuschauer beim Fußball-Länderspiel zwischen Deutschland und der Schweiz am Dienstag (20.45 Uhr/ARD) in Köln ist zumindest rechnerisch ausgeschlossen. Nachdem die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen in Köln am Sonntag weiter auf 59,7 stieg, könnte sie am Montag selbst bei keinem weiteren Fall nicht mehr unter die erforderliche Kennzahl von 35 sinken.

Die Stadt hatte am Samstag darauf verwiesen, dass die endgültige Entscheidung erst am Montag getroffen werde. Damit statt 300 doch 9200 Besucher zugelassen werden, müsste die 7-Tage-Inzidenz aber unter jene 35 sinken. Bei zwei Bundesliga-Spielen des 1. FC Köln sowie dem Länderspiel letzte Woche gegen die Türkei (3:3) hatte die Stadt mit Verweis auf das Überschreiten der Zahl jeweils die Zulassung für 9200 Zuschauer verweigert.

In Köln gelten seit Samstag unter anderem ein nächtliches Alkoholverbot im öffentlichen Raum sowie eine Maskenpflicht in Fußgängerzonen. Das Team von Bundestrainer Joachim Löw trifft im Rahmen der Nations League auf die Schweiz.

Update, 11. Oktober, 8.25 Uhr: Die Stadt Herne ist auch am Sonntag Spitzenreiter in Sachen Corona-Neuinfektionen. Der Wert der Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen stieg allerdings noch einmal dramatisch von 66,5 auf 86,3 an. Auch in Hagen, wo der Inzidenzwert am Samstag noch knapp über der Marke von 50 Neuinfektionen lag (55,1), gab es einen starken Anstieg auf 71,0. Neu in der Riege der Städte mit mehr als 50 Ansteckungen pro 100.000 Einwohner ist Essen (57,3). Dort gelten nun unter anderem strenge Grenzen für Partys.

Ebenso über der kritischen Marke liegen nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) Wuppertal (60,5), Köln (59,7), Hamm (58,9), der Kreis Recklinghausen (56,8), der Kreis Unna (54,2) und Solingen (51,7).

Corona in NRW: Aktuell rund 10.000 Infizierte im Land

Update, 10. Oktober, 19.47 Uhr: Überall in Nordrhein-Westfalen gehen die Corona-Zahlen in die Höhe. Als Folge hat NRW-Ministerpräsident Armin Laschet das Landeskabinett für Sonntag (11. Oktober) zu einer Sondersitzung einberufen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen. Darin geht es um die Lage in den Corona-Hotspots im Land und das weitere Vorgehen. Kommt also jetzt der neue Lockdown?

Update, 10. Oktober, 17.16 Uhr: Aktuell sind in NRW rund 10.100 Menschen akut mit dem Coronavirus infiziert. Das geht es aus der aktuellen Statistik des NRW-Gesundheitsministeriums hervor. Seit Beginn der Pandemie wurden in Nordhein-Westfalen 78.217 infizierte Menschen registriert (plus 1.422 gegenüber dem Vortag). Davon gelten rund 66.300 als genesen. Insgesamt starben 1.905 Menschen mit dem Virus Sars-Cov-2.   

Update, 10. Oktober, 16.52 Uhr: Corona-Spitzenreiter in NRW ist am Samstag die Stadt Herne mit 66,5 Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen („7-Tage-Inzidenz“). Die Stadt Hamm, die mehrere Wochen lang auch bundesweit an der Spitze aller Kreise und kreisfreien Städte gestanden hatte, kam noch auf einen Wert von 56,4. Dahinter folgten Wuppertal (55,2), Hagen (55,1), Köln (54,8), Recklinghausen (52,3) und Remscheid (51,2). Auch der Kreis Unna hat die kritische Grenze überschritten und strengere Corona-Schutzmaßnahmen eingeführt.

Von den insgesamt 53 Kreisen und kreisfreien Städten in Nordrhein-Westfalen haben zehn weitere die sogenannte Vorwarnstufe von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten. Darunter sind Großstädte wie Essen (47,4), die Landeshauptstadt Düsseldorf (44,5), Duisburg (43,7) und Dortmund.

Update, 10. Oktober, 15.17 Uhr: Im Corona-Risikogebiet Köln gelten seit Samstag viele Einschränkungen. Auf Straßen und Plätzen darf ab 22 Uhr kein Alkohol mehr konsumiert werden. An den Wochenenden gilt an Party-Hotspots ein Verkaufsverbot für Alkohol. Außerdem dürfen sich nur noch bis zu fünf Personen aus verschiedenen Haushalten in der Öffentlichkeit treffen - bisher waren es zehn. In Fußgängerzonen gilt Maskenpflicht tragen. Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft muss wegen der hohen 7-Tage-Inzidenz am Dienstag im Nations-League-Heimspiel gegen die Schweiz in Köln möglicherweise ohne Zuschauer auskommen.

Corona in NRW: Urlauber aus Risikogebieten sorgen für Andrang an Testzentren

Update, 10. Oktober, 14.48 Uhr: Menschen mit Reiseplänen aus Corona-Risikogebieten in NRW haben an diesem Samstag für Andrang bei Testzentren gesorgt. Mehrere Bundesländer haben für Reisende aus solchen Hotspots Beschränkungen beschlossen. In den meisten Ländern dürfen Urlauber aus Gebieten mit Neuinfektionszahlen über der kritischen Grenze von 50 nur dann beherbergt werden, wenn sie einen höchstens 48 Stunden alten negativen Corona-Test vorlegen können.

Update, 10. Oktober, 11.43 Uhr: Das Land NRW will in den Herbstferien, die an diesem Wochenende beginnen, kostenlose Testmöglichkeiten für Deutschland-Reisende aus nordrhein-westfälischen Risikogebieten ermöglichen. Das Gesundheitsministerium habe am Freitag einen entsprechenden Erlass an die Kommunen versendet, teilte ein Sprecher des Ministeriums am Samstag mit. Wer aus einer Region komme, in der der Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche erreicht oder überschritten sei und für eine innerdeutsche Reise einen negativen Test brauche, solle sich kostenfrei testen lassen können. Die Laborkosten werden aus dem Gesundheitsfonds des Bundes übernommen, das Land trägt die Abstrichkosten der Ärzte, hieß es weiter.

Mehrere Bundesländer haben für Reisende aus den Hotspots Beschränkungen beschlossen*. So dürfen in den meisten Ländern Urlauber aus Gebieten mit Neuinfektionszahlen über der kritischen Grenze nur dann beherbergt werden, wenn sie einen höchstens 48 Stunden alten negativen Corona-Test vorlegen können.

Coronavirus in NRW: Steigende Zahlen - sieben Städte und Kreise über kritischem Wert

Update, 10. Oktober, 8.42 Uhr: In Nordrhein-Westfalen haben am Samstag insgesamt sieben Kreise und kreisfreie Städte über der wichtigen Corona-Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen gelegen. Ab diesem Wert gilt eine Region als Corona-Risikogebiet. Landesweit steckten sich 32,4 Menschen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen mit dem Coronavirus an, wie das nordrhein-westfälische Landeszentrum Gesundheit mitteilte. NRW hat seit Tagen die höchsten Ansteckungsraten aller deutschen Flächenländer.

Spitzenreiter war am Samstag die Stadt Herne mit 66,5 Neuansteckungen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen. Die Stadt Hamm, die mehrere Wochen lang auch bundesweit an der Spitze aller Kreise und kreisfreien Städte gestanden hatte, kam noch auf einen Wert von 64,5*. Dahinter folgten Wuppertal* (55,2), Hagen* (55,1), Köln (54,8), Recklinghausen (52,3) und Remscheid (51,2).

Die Stadt Köln hat in der Corona-Pandemie die wichtige Warnstufe am Samstag überschritten. Das LZG gab den Wert für die Millionenstadt mit 54,8 an. Die Kölner Stadtverwaltung hatte das Überschreiten der Schwelle erwartet und deshalb von diesem Samstag an bereits zahlreiche Einschränkungen für das öffentliche Leben angeordnet.

Coronavirus in NRW: Zahlen steigen - Auswirkungen auf Urlaub

Das Überschreiten der 50er-Marke hat Auswirkungen etwa für Urlauber, die jetzt in den Herbstferien in mehreren deutschen Ferienregionen einen negativen Corona-Test* vorweisen müssen. Zudem sind die Regionen ab diesem Wert verpflichtet, weitergehende Einschränkungen für das öffentliche Leben zu erlassen.

Von den insgesamt 53 Kreisen und kreisfreien Städten in NRW haben zehn weitere die sogenannte Vorwarnstufe von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten. Darunter sind Großstädte wie Essen (47,4), die Landeshauptstadt Düsseldorf (44,5) und Duisburg (43,7). Alarmierend sind die Zahlen auch im Kreis Unna. Dort wurden neue Verbote erlassen*.

Coronavirus in NRW: Zahlen steigen - Kontrollen privater Veranstaltungen empfohlen

Update, 19.21 Uhr: Angesichts der stark ansteigenden Corona-Zahlen hat NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann den Kommunen verstärkte Kontrollen der Corona-Schutzmaßnahmen auch bei privaten Veranstaltungen empfohlen. Laumann ließ sich am Freitag in einer Schalte mit mehr als 100 Krisenstäben des Landes über den Umgang der Kommunen mit den steigenden Infektionszahlen informieren. Ein Ergebnis: Das Ministerium will ermitteln, wie viel Personal für die Überwachung der Quarantäne und die Nachverfolgung von Kontaktpersonen erforderlich ist. Eine Änderung der Corona-Regeln sieht das Land dagegen nicht vor. Denn: „Die Kommunen können bereits heute unabhängig von der Corona-Schutzverordnung, aber mit Bezug auf das Infektionsschutzgesetz Maßnahmen ergreifen“, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums.  

Coronavirus in NRW: Angela Merkel gibt Marschroute vor - vier Schwerpunkte

Update, 9. Oktober, 15 Uhr: Mit einem klaren Fahrplan sind die Oberbürgermeister der größten Städte Deutschlands und Bundeskanzlerin Merkel auseinander gegangen. Aus NRW waren die Stadtoberhäupter aus Köln, Düsseldorf, Dortmund und Essen dabei. Sie haben eine gemeinsame Marschroute wie die Verbreitung des Coronavirus und der Anstieg der aktuellen Zahlen ausgebremst werden soll. Diese vier Maßnahmen greifen, wenn der 7-Tage-Inzidenz-Wert die Marke von 50 übersteigt.

Die Bundeskanzlerin hat nach dem Treffen einen eindringlichen Appell formuliert: „Jetzt kommen die Tage und Wochen, die entscheiden, ob wir die Pandemie unter Kontrolle halten.“ Die Kontrolle könne man nur behalten, wenn alle Neuinfektionen nachverfolgbar sind. Auf die Gesundheitsämter in NRW komme diese wichtige Aufgabe zu. Die Kanzlerin kündigte an, man werde Kräfte der Bundeswehr zur Unterstützung in die Hotspots schicken. Drei Städte in NRW (Remscheid, Hamm und Herne) überschreiten bereits den Inzidenz-Wert von 50 - hier greifen diese Maßnahmen teilweise. Die Bundeskanzlerin und die Oberbürgermeister haben ein weiteres Treffen in 14 Tagen vereinbart.

  • Konsequentes Tragen eines Mund-Nasen-Schutz im öffentlichen Raum
  • Kontaktbeschränkung im öffentlichen Raum
  • Sperrstunde bzw. Alkoholverbot in der Gastronomie
  • Reduzierte Teilnehmerzahlen bei Feiern

Coronavirus in NRW: Zahlen steigen, 3 Hotspots am Freitag

Hamm - Die aktuellen Zahlen sind nicht gut. Fast 77.000 Menschen sind in NRW am Coronavirus erkrankt, knapp 66.000 davon gelten als genesen. Kein anderes Bundesland verzeichnet am Tag zurzeit so viele Neuinfektionen wie NRW. Auf der Karte geraten immer mehr Städte und Landkreise in den roten Bereich. Dazu kommt es, wenn die 7-Tage-Inzidenz von 50 überschritten wird. Dieser Wert misst die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen Tagen.

Ein neuer Coronavirus-Hotspot in NRW ist am Freitag dazu gekommen: Herne. Die Stadt im Ruhrgebiet erreicht bei den Zahlen eine 7-Tage-Inzidenz von 56,2. Spitzenreiter ist nach wie vor Hamm mit 74,5*. Nicht mehr im roten Bereich sind dagegen zwei andere Städte: In Wuppertal ist der Wert auf 46,5 gesunken*, in Hagen auf 49,8*. Unklar ist die Lage im Kreis Unna: Laut Daten des Robert-Koch-Institut liegt der Wert bei 46,5. Der Kreis Unna hat allerdings selbst einen höheren Wert berechnet* und erwägt ebenfalls strengene Regeln.

Aber auch die weiteren aktuellen Zahlen rund um das Coronavirus in NRW sind beunruhigend: Viele weitere Städte und Landkreise sind kurz vor dem roten Bereich. Sollten die Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 weiter so ansteigen wie an den vergangenen Tagen, ist es nur eine Frage der Zeit, wann es zu weiteren Einschränkungen kommt. Gefahr besteht in Köln (49,8), Essen (48,4), Gelsenkirchen (47,0), Solingen (44,6) und Duisburg (43,1). Man sieht: Vor allem in eng besiedelten Großstädten verbreitet sich Covid-19 momentan ungebremst. Die Karte von NRW wird immer dunkler!

Genau wegen der Entwicklung in den Großstädten spricht Bundeskanzlerin Angela Merkel am Freitag mit den Oberbürgermeistern der größten Städte in NRW. Überall verbreitet sich das Coronavirus in beunruhigender Geschwindigkeit. Einziger Lichtblick: Die Schulen in NRW bekommen zwei Wochen Zeit zum Durchpusten. Die Herbstferien beginnen am Freitag.

In vielen Familien in NRW sorgen aber die Herbstferien und der geplante Urlaub nun für Probleme. Mit Blick auf die Hotspots in NRW gilt in einigen Bundesländern ein Beherbergungsverbot. Urlauber aus NRW dürfen teilweise nur mit einem negativen Corona-Test einreisen. Da viele Landkreise und Städte knapp unter dem Wert 50 bei der 7-Tage-Inzidenz liegen, kann es aber von Tag zu Tag passieren, dass sich die Vorausetzungen ändern. *wa.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Rubriklistenbild: © Oliver Berg/dpa

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