Lichtblick in der Corona-Krise

Gastronomie in NRW: Kneipen nach Corona-Pause geöffnet, aber Umsatz bricht ein

Die Gastronomie in NRW hat nach langer Corona-Pause wieder geöffnet - unter strengen Auflagen zum Corona-Schutz. Die Branche leidet unter massiven Umsatz-Einbrüchen.

  • Die Gastronomie in Nordrhein-Westfalen hat die Krise wegen des Coronavirus* hart zu spüren bekommen (siehe auch Update, 20. Mai, 11.13 Uhr). 
  • Kneipen sind wieder offen, Bars und Shisha-Bars allerdings nicht. (Update 18. Mai 11.41 Uhr)
  • Die große Mehrheit der Gastronomen hat wieder geöffnet, kämpft aber mit großen Umsatzeinbrüchen (Update 20. Mai, 14.43 Uhr).

Update 25. Mai, 11.45 Uhr: Lockerungen in der Gastronomie bergen Gefahren - wie neue Coronavirus-Fälle in Niedersachsen zeigen. 14 Personen, die ein Restaurant in Leer besucht hatten, wurden positiv auf Sars-Cov-2 getestet, hinzu kamen vier weitere Personen, die sich in der Folge angesteckt hatten. Für 118 Menschen wurde häusliche Quarantäne angeordnet. Es wird geprüft, ob es in dem Lokal Verstöße gegen die Corona-Auflagen gab.

Gastronomie in NRW: 90 Prozent der Betriebe wieder geöffnet

Update 22. Mai, 14.43 Uhr: In NRW haben nach der Lockerung der Corona-Schutzmaßnahmen mehr als 90 Prozent der gastronomischen Betriebe wieder geöffnet. Viele erzielen aber nur einen Bruchteil ihrer früheren Einnahmen, wie der Branchenverband Dehoga NRW heute berichtete. 

Laut einer Umfrage erwirtschafteten rund 77 Prozent der Gastronomen maximal die Hälfte der Umsätze im Vergleich zu einer Mai-Woche im vergangenen Jahr. Nur 8 Prozent erreichten mehr als 75 Prozent ihres damaligen Umsatzes.

"Der Lockdown war furchtbar, die Phase der Lockerungen bleibt für viele aber ein Experiment mit ungewissem Ausgang", sagte der Präsident des Dehoga NRW, Bernd Niemeier. Ohne weitere Lockerungen, mehr außengastronomische Flächen und vor allen Dingen mehr staatliche Unterstützung werde Gastronomie für viele Betriebe mittelfristig nicht mehr funktionieren. Eine frühere Erhebung des Branchenverbands habe ergeben, dass mittelfristig durchschnittlich mindestens 70 Prozent der "normalen" Umsätze zum Überleben nötig seien.

Gastronomie in NRW: Umsatz massiv gesunken

Update, 20. Mai, 11.13 Uhr: Im Zuge der Corona-Krise hat sich im Gastgewerbe in NRW der Umsatz im März fast halbiert: Der Umsatz sank um 45 Prozent unter Berücksichtigung der Preisentwicklung. Diese Zahl im Vergleich zum März des Vorjahres teilte das Statistische Landesamt am Dienstag mit. Demnach waren 7,6 Prozent weniger Menschen in der Gastronomie-Branche beschäftigt als noch im März 2019. 

Besonders stark sank der Umsatz bei Beherbergungsbetrieben wie Hotels und Pensionen mit fast 54 Prozent. In der Gastronomie ging der Umsatz den Statistikern zufolge um 41,5 Prozent zurück. Auf die gesamten ersten drei Monate des Jahres gesehen sank der Umsatz im Gastgewerbe in NRW um 16,4 Prozent - ebenfalls unter Berücksichtigung der Preisentwicklung. 

Gastronomie in NRW: Bars und Shisha-Bars weiter geschlossen

Update, 18. Mai, 11.41 Uhr: Die Landesregierung NRW hat sich jetzt entschieden: Bars und Shisha-Bars bleiben weiterhin geschlossen. Das Infektionsrisiko sei zu hoch, heißt es in einer Vorlage des Gesundheitsministeriums. 

Kneipen hingegen dürfen aufmachen  wenn sie denn Sitzmöglichkeiten anbieten. Sonst koppelt die Regierung das Öffnungsverbot für die Bars daran, da dort Speisen und Getränke kein "charakteristisches Angebot" sein. Für Kneipen gilt das nicht.

Update, 17. Mai, 18.55 Uhr: Unter welchen Auflagen gastronomische Betriebe öffnen dürfen, regeln die "Hygiene- und Infektionsschutzstandards" als Anlage zur Coronaschutzverordnung. Die wiederum gibt es seit Samstag, 16. Mai in einer neuen Fassung, die Sie hier lesen, downloaden und ausdrucken können.

Gastronomie in NRW: Schutzmaßnahmen und Abstand

Update, 17. Mai, 9.04 Uhr: Ausgehen mit Abstand: Das ist der Plan, seit Restaurants, Cafés und Kneipen in NRW wieder öffnen dürfen. Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga appelliert nach den ersten Tagen erneut an die Gastronomen, konsequent die Schutzmaßnahmen - also etwa ausreichend Abstand und Schutzmasken fürs Personal - einzuhalten. 

Es gehe darum, eine erneute Schließung der Gastronomie konsequent zu verhindern. Manche Wirte lösen diese Aufgabe auf kreative Weise - eine kleine Auswahl:

Mauern aus Glas: Der Düsseldorfer Italiener "Spaghetti & Stars" begnügt sich nicht mit Abstand. Zwischen den Tischen haben die Mitarbeiter Acrylglas-Scheiben angebracht, die von der Decke hängen, wie auf einem Facebook-Video zu sehen ist.

Gäste aus Plastik: Damit der Laden nicht so leer aussieht, hat sich das Restaurant Schwan in Düsseldorf immune Gäste organisiert, die rund um die Uhr bleiben dürfen. Auf einigen Plätzen, die von echten Gästen nicht benutzt werden dürfen, stehen Plastikaufsteller mit Fotos von Menschen, damit sich die Besucher nicht allzu einsam fühlen.

Genuss im Gewächshaus: Wer in "Novy's Brasserie" zu Gast ist, kann sich besonders sicher vor einer Ansteckung fühlen: Inspiriert von ähnlichen Modellen in Amsterdam hat sich Gastronom Thomas Bielefeld Gewächshäuser angeschafft, die nun - jeweils mit einem Tisch ausgestattet - vor seinem Restaurant stehen. Darin kann er seine Gäste unabhängig vom Wetter mit ausreichend Abstand bewirten.

Gastronomie in NRW: Neue Bestimmungen zum Schutz vor dem Coronavirus

Update, 15.11 Uhr: Für Restaurants, Cafés und Kneipen die neue Normalität begonnen. Jetzt will das Land NRW bei den Bestimmungen nachschärfen. Der Knackpunkt ist der richtige Schutz. 

Die Idee: Wo nicht ausreichend Abstand eingehalten werden könne, sollen Gäste in Restaurants notfalls Schutzmasken tragen. Das Gesundheitsministerium prüfe, diese Regelung in die Corona-Schutzverordnung aufzunehmen, heißt es in einem Papier, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. 

"Es bestehen keine Bedenken dagegen, wenn ab sofort vor Ort so verfahren wird." Damit trägt das Ministerium dem Problem Rechnung, dass in Durchgängen in vielen Cafés oder Restaurants keine 1,5 Meter Abstand zu anderen Tischen gehalten werden können. 

Gastronomie in NRW: Schutzmasken in Restaurants?

Um das Infektionsrisiko trotzdem nicht zu groß werden zu lassen, sollen Gäste in Innenräumen beim Rein- und Rausgehen, aber auch beim Weg zur Toilette eine Schutzmaske tragen, wenn ansonsten nicht ausreichend Abstand gehalten werden kann. 

Für Kellner gilt ohnehin eine Maskenpflicht

Gastronomie in NRW: Visiere in Restaurants keine Alternative

Visiere, wie man sie derzeit oft bei Verkäufern sieht, hält das Land nach Ratschlägen des Robert-Koch-Instituts für keine ausreichende Alternative zu Schutzmasken. Da sie nicht eng am Gesicht anlägen, könnten sie die Verbreitung über die Atemluft nicht gleichwertig wie Masken verhindern. 

Ausnahmen könnten allerdings für Beschäftigte ohne nahen Kundenkontakt gelten. 

Zudem präzisierte das Ministerium, welche Betriebe geöffnet werden dürfen:

  • Die Öffnung gilt unabhängig davon, was Betriebe ausschenken, also nur Getränke oder auch Speisen.
  • Entscheidend sei, dass der Service am Tisch stattfinde - mit den notwendigen 1,5 Meter Abstand von Tisch zu Tisch
  • Clubs und Discos bleiben bis auf Weiteres geschlossen. 

Zuvor hatte es in einigen Kommunen Unklarheiten gegeben, ob Kneipen der Betrieb erlaubt ist.

Daten der Gäste müssen überall registriert und mindestens vier Wochen lang aufgehoben werden, damit sie den Gesundheitsämtern auf Nachfrage bereitgestellt werden können, um Infektionsketten nachzuverfolgen.

Gastronomie in NRW: Erstes Wochenende mit offenen Restaurants 

Update, 15. Mai, 09.14 Uhr: Das erste Wochenende mit geöffneten Restaurants nach der langen Corona-Pause steht an. Da Meteorologen an diesem Wochenende mit gutem Wetter rechnen, wird sich zeigen, inwieweit sich Gäste und Betreiber an die strengen Auflagen für den Restaurantbesuch halten. 

Auch bei unseren südlichen Nachbarn schreiten die Lockerungen weiter voran: In Österreich soll heute die Gastronomie zum Teil wiedereröffnet werden. Das soll beispielsweise für Lokale und Restaurants gelten, die wegen der Corona-Pandemie seit etwa Mitte März dicht sind.

Update, 13. Mai, 09.57 Uhr: Längst nicht in allen 53 kreisfreien Städten und Landkreisen haben die Restaurants am Montag schon wieder geöffnet. Beispiel Kreis Soest in Südwestfalen: Hier geht's erst am Donnerstag (14. Mai) los. Das ist das Ergebnis von Gesprächen zwischen Vertretern der Stadt und einer Gruppe von Gastronomen. Die Betriebe nehmen sich bewusst mehr Zeit , um die umfangreichen Hygienevorgaben auch wirklich umsetzen zu können, wie SOESTER-ANZEIGER.de* berichtet.

Update, 12. Mai, 09.23 Uhr: Namen auf die Liste am Eingang, Hände desinfizieren und sich in weitem Abstand zum Rest ein Plätzchen suchen: NRW darf seit Montag (11. Mai) zum Essen und Trinken wieder ausgehen - allerdings ohne die alte Leichtigkeit. Es gelten strenge Auflagen, um Ansteckungen bestmöglich zu vermeiden - sowohl für die Gastronomen als auch für die Gäste selbst. 

Am Montagmittag herrscht im Belgischen Viertel in Köln, das nicht nur unter Feinschmeckern auch als Genießerviertel bekannt ist, noch kein großer Ansturm auf jene Restaurants und Cafés, die nun den ersten Tag seit Wochen wieder ihre Türen geöffnet haben. Die ersten Gäste trudeln ein, die ersten Rechnungen werden wieder geschrieben und beglichen. 

Yngwie Ehrich, Kellner im Lokal "Herr Pimok", zapft ein Bier. Seit dem 11.05.2020 sind in Nordrhein-Westfalen nach der durch das Coronavirus ausgelösten Zwangspause die Gaststätten wieder geöffnet.

Öffnen darf nach Vorgaben der Landesregierung nur, wer seine Tische und Sitzplätze im Abstand von mindestens 1,5 Metern aufstellt und die Kontaktdaten der Besucher konsequent registriert. Außerdem sind wegen der geltenden Kontaktbeschränkungen pro Tisch nur Angehörige von maximal zwei Haushalten zusammen erlaubt - also etwa zwei Familien, Paare, WGs oder Einzelpersonen. 

Gastronomie in NRW: Hygiene-Konzept als Herausforderung

"Es war ein sehr verhaltener Start", erzählt Johannes Hartmann, der für den Salon Schmitz und das angrenzende Café den Event-Bereich managt. "Viele Gäste sind es noch nicht gewohnt, dass wir wieder aufhaben." Eine große Herausforderung sei es gewesen, innerhalb weniger Tage ein eigenes Hygiene-Konzept auf die Beine zu stellen. 

Die Informationen über die geltenden Auflagen seien zunächst ein "Wirrwarr" gewesen. Viele Betreiber von Cafés, Restaurants oder Kneipen lassen sich deshalb auch etwas mehr Zeit: Längst nicht alle waren am Montag schon geöffnet. 

Für die Branche bleiben die Sorgen trotz Lockerung groß: Der Gaststättenverband Dehoga NRW rechnet weiterhin mit hohen Umsatzeinbußen von mehr als 50 Prozent. Das liege einerseits daran, dass Kapazitäten durch die Abstandsregeln reduziert werden müssten und man außerdem eine "wegen Corona verunsicherte Gästeschar" erwarte. Unternehmer pochen auf weitere Unterstützung des Staates - etwa durch Rettungspakete oder durch Regelungen für ausstehende Mietzahlungen oder Kredite. 

Gäste sitzen vor dem Lokal "Salon Schmitz" draußen an Tischen.

Im Kölner "Salon Schmitz" sind die Tische am Montagmittag ganz gut gefüllt, allerdings passen nur eine Handvoll davon in den schlauchartigen Raum. Eine junge Frau aus Berlin, die mit ihrem Kölner Freund zum ersten Mal seit langer Zeit auswärts zu Mittag isst, sagt: "Ich glaube schon, dass es eine zweite Welle geben wird." Ihr Partner macht sich keine großen Sorgen und freut sich, endlich mal wieder draußen zu sein - aber: "Die alte Atmosphäre ist natürlich nicht wieder da."

Gastronomie in NRW: Eindringlicher Appell des Verbandes

Yngwie Ehrich, der ein paar Hundert Meter weiter im "Herr Pimock" als Barista arbeitet, freut sich zwar, endlich wieder aus der Kurzarbeit zu kommen und arbeiten zu können - wenn auch mit Mundschutz. Mit Blick auf die schon wieder steigenden Infektionszahlen meint er jedoch: "Ich vermute, dass wir jetzt drei, vier Wochen aufhaben und dann ist es wieder vorbei. Ich bin da eher pessimistisch." 

Der Dehoga Nordrhein appellierte an seine Betriebe, die Vorgaben konsequent und verantwortungsvoll einzuhalten und auch die Gäste dafür zu sensibilisieren. "Lassen Sie uns gemeinsam verhindern, dass unsere Branche ein weiteres Mal für unbestimmte Zeit schließen muss", hieß es in einem Schreiben an die Betriebe. "Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, dass die Infektionszahlen sinken und weitere Lockerungen für die Branche umgesetzt werden können."

Gastronomie in NRW: Am Montag geht es wieder los

Update, 10. Mai, 8.12 Uhr: Restaurants, Cafés und Kneipen mit Sitzplätzen dürfen nach langer Corona-Pause in NRW ab Montag (11. Mai) im Innen- und Außenbereich öffnen. Voraussetzung sind 1,5 Meter Tisch-Abstand, gemessen von Rückenlehne zu Rückenlehne. Die Wirte müssen die Gäste namentlich registrieren. Personenbegrenzungen gibt es zwar nicht, allerdings dürfte durch den Mindestabstand der Tische die Zahl der Gäste wohl automatisch begrenzt werden. Es gibt keine Einschränkungen bei den Öffnungszeiten und der Verweildauer.

Bars, Discos und andere gastronomische Einrichtungen ohne Sitzgelegenheiten müssen dagegen geschlossen bleiben. Verboten sind weiterhin Buffets mit offenen Speisen.

Gastronomie in NRW: Kneipen bereiten sich auf Neustart vor

Update, 8. Mai, 15.42 Uhr: Vor dem Neustart am Montag bereiten sich Gastronomen in NRW darauf vor, unter den neuen Corona-Auflagen ihre Türen wieder zu öffnen. So schoben in der Kölner Altstadt am Freitag viele Brauhaus-Wirte ihre Tische auseinander, um den geforderten Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den einzelnen Tischgruppen zu gewährleisten.

Im "Bierhaus am Rhein" schätzte der Wirt etwa, dadurch nur rund 40 Prozent seiner eigentlichen Kapazität nutzen zu können. In einem anderen Gasthaus mussten sich die Mitarbeiter einem Hygiene-Seminar unterziehen: So sollen dort Waschbecken und Toilettenbrillen nach jedem Besuch eines Gastes desinfiziert werden.

Mancherorts wurde für die Wiedereröffnung sogar die Fassade neu gestrichen. Ab Montag dürfen alle Restaurants, Cafés und Kneipen mit Sitzplätzen wieder öffnen. Dabei müssen sie neben dem Mindestabstand strenge Hygieneauflagen einhalten und alle Gäste namentlich registrieren, um mögliche Infektionsketten im Zweifel nachverfolgen zu können.

Ab der kommenden Woche dürfen die Bürger in NRW dann mit Angehörigen des eigenen und eines anderen Haushaltes wieder in der Gastronomie zusammenkommen - also etwa zwei Familien, Paare, WGs oder Einzelpersonen.

Gastronomie in NRW: Die Stufen zur Öffnung

Update, 6. Mai, 16.45 Uhr: In einem Vier-Stufen-Plan stellt die Landesregierung um NRW-Ministerpräsident Armin Laschet die Rückkehr der Gastronomie in Nordrhein-Westfalen vor. Stufe eins ist dabei der Ist-Zustand.

In Stufe zwei sollen zunächst unter Wahrung des Kontaktverbots touristische Aufenthalte in Ferienhäusern und Campingplätzen wieder ermöglicht werden. Außerdem sollen Gaststätten den Betrieb wieder aufnehmen dürfen - unter Einhaltung des Abstandsgebots im Innen- und Außenbereich. Buffets werden nicht zulässig sein. Das Zieldatum dieser Phase ist der 11. Mai.

Stufe drei soll bis zum 30. Mai umgesetzt werden. Demzufolge folgt dann die Wiederaufnahme des Hotelbetriebs unter der Bedingung - analog zur Gastronomie -, das Abstandsgebot einzuhalten. Explizit sind für die Gastronomie-Branche keine Punkte im dritten Teil des Plans vorgesehen.

Ausgenommen  von der Öffnung bleiben allerdings weiterhin sogenannte Tanzlustbarkeiten, Bars, Diskotheken und Bordelle.

Die vierte Stufe soll dann der vollständige Rückgang zur Normalität sein. Dafür müsse aber der weitere Verlauf der Coronavirus-Neuinfizierten abgewartet werden.

Gastronomie in NRW: Schrittweise Rückkehr zur Normalität

Update, 6. Mai, 16 Uhr: Seit Mitte März liegt die Kneipen- und Restaurantszene wegen des Coronavirus brach. Jetzt soll Schritt für Schritt wieder Leben in die Gastronomie einkehren. Der Grundstein dafür wurde in der Ministerpräsidentenkonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel gelegt. Grundsätzlich sollen Länder eigenverantwortlich über die schrittweise Öffnung der Branche entscheiden.

Markus Söder, Ministerpräsident von Bayern und Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz, äußert sich hierzu: "Bei der Gastronomie haben die Länder unterschiedliche Wege, aber da gibt es gute Konzepte aus den Regionen, das Ganze anzugehen", sagt Söder.

Die Kontaktbeschränkungen wurden allerdings verlängert. Bis zum 5. Juni gilt ein Mindestabstand von 1,5 Metern. Allerdings gibt es auch ein Zugeständnis: Offiziell ist es nun möglich, mit einem weiteren Haushalt Essen zu gehen.

Kneipen, Restaurants, Bars: Wirtschaftsminister beraten sich

Update, 5. Mai, 21 Uhr: Die Wirtschaftsminister der Länder streben unter Auflagen in einem Korridor vom 9. bis 22. Mai eine bundesweite kontrollierte Öffnung des Gastgewerbes an. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstagabend nach einer Videokonferenz der Länderminister mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) aus Teilnehmerkreisen. 

Für touristische Beherbergungen wird eine Öffnung bis Ende Mai angepeilt. Die Empfehlung soll die Grundlage bilden für Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder am Mittwoch. Zur Öffnung gehören die Einhaltung von Hygienevorschriften und Abstandsregelungen sowie Pläne zum Schutz von Beschäftigten.

Gastro-Öffnung: Kneipen und Restaurants seit März geschlossen

Kneipen und Restaurants waren Mitte März geschlossen worden, um eine Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Davon ausgenommen war nur die Lieferung und die Abholung von Speisen für den Verzehr zu Hause. Einige Länder hatten bereits Öffnungsschritte für das Gastgewerbe angekündigt, unter Auflagen zum Gesundheitsschutz und mit Beschränkungen. Das Gastgewerbe gehört zu den Branchen, die in der Krise am schwersten betroffen ist. 

Bund und Länder hatten in der vergangenen Woche die zuständigen Fachminister beauftragt, Vorschläge für Rahmenbedingungen einer schrittweisen Öffnung von Gastronomie- und Tourismusangeboten vorzubereiten - aber eigentlich erst für das übernächste Treffen. 

In einer Beschlussvorlage für die Konferenz der Wirtschaftsminister der Länder war als Datum für eine Öffnung der Gastronomie noch der 18. Mai genannt worden. Dies war dem Vernehmen nach bei vielen Ländern aber auf Ablehnung gestoßen. Die kontrollierte Öffnung soll laut den Empfehlungen auch für Restaurants, Außengastronomie, Cafés, Gaststuben und Kneipen sowie Imbisse gelten, wie aus der Vorlage hervorging.

Update, 16.28 Uhr: Die Wirtschaftsminister der Länder wollen am Dienstag mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) über mögliche Lockerungen der Corona-Beschränkungen in der Gastronomie beraten. Bei der digitalen Konferenz am Abend soll es auch um die Hotellerie sowie die Veranstaltungsbranche gehen, wie die Deutsche Presse-Agentur am Montag aus Teilnehmerkreisen erfuhr. Außerdem soll es um den Stand der Hilfsprogramme etwa für Solo-Selbstständige gehen.

Die Gespräche sollen der Vorbereitung der Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder am Mittwoch dienen. Bund und Länder hatten in der vergangenen Woche die zuständigen Fachminister beauftragt, Vorschläge für Rahmenbedingungen einer schrittweisen Öffnung von Gastronomie- und Tourismusangeboten vorzubereiten.

Update, 14.51 Uhr: Wann öffnen Restaurants, Bars und Co. wieder? NRW-Ministerpräsident Armin Laschet machte mit seinen neuesten Aussagen wenig Hoffnung auf ein baldiges Go der Politik.

"Ich weiß von vielen Gastronomie-Betrieben: Wenn wir nicht bald zu Lösungen kommen, dann werden die am Ende gar nicht mehr da sein", sagte der CDU-Politiker bei WDR2. In diesem Bereich müsse man "behutsamer sein" als in anderen, ergänzte er.

Update 4. Mai, 12.42 Uhr: Kleiner Blick von NRW auf das Nachbarland Niedersachsen: Die Gastronomie in Niedersachsen kann einem Fünf-Stufen-Plan der Landesregierung zufolge am 11. Mai wieder anlaufen. Restaurants, Gaststätten, Cafés und Biergärten sollen mit einer maximalen Auslastung von 50 Prozent sowohl im Innen- als auch im Außenbereich öffnen können.

Das gab Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) in Hannover bekannt. Eine weitere Öffnung der Gastronomie sei vom 25. Mai an möglich. Bars, Kneipen oder Diskotheken sollen bis auf Weiteres geschlossen bleiben. Endgültig beschlossen werden soll der Stufenplan für Niedersachsen nach den Bund-Länder-Beratungen am Mittwoch.

Gastronomie in NRW: Wirte und Hoteliers hoffen

Update 1. Mai, 16.44 Uhr: Restaurants, Cafés und Hotels hoffen auf eine Perspektive, wann es nach der Corona-Pause wieder losgehen könnte. Das wird aber noch dauern.

Die Fachminister sollen erst bis zu der übernächsten Konferenz der Kanzlerin mit den Regierungschefs der Länder Vorschläge machen. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet will aber schon in der Schalke am Mittwoch, 6. Mai, über die Gastronomie reden, dämpfte aber Hoffnungen auf ein Öffnen der Betriebe im Mai.

Die Gastronomie gehöre zu den "sensibelsten Bereichen", denn: "Wo Alkohol ausgeschenkt wird, ist das Abstandsgebot schnell vergessen."

Gastronomie in NRW: Länder legen Drei-Stufen-Plan vor

Update vom 29. April, 13.31 Uhr: Die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Niedersachsen wollen mit einem Drei-Stufen-Plan schrittweise die durch das Coronavirus bedingten Einschränkungen für den Tourismus, die Gastronomie und die Hotellerie zurücknehmen. Eingeleitet werden soll die Öffnung mit touristischen Outdoor-Angeboten wie Zoos, Freizeitparks und Klettergärten, wie die Wirtschafts- und Tourismusminister der drei Länder am Mittwoch mitteilten. ´

In der zweiten Phase sollen Restaurants und mit eingeschränkter Nutzung Ferienwohnungen und Hotels folgen. Später solle dann der Übernachtungstourismus ohne Restriktionen wieder möglich sein. Dieses Konzept wollen die Länder in die Wirtschaftsministerkonferenz einbringen.

"Zu welchem Datum die einzelnen Phasen beginnen, werden die Länder in Abstimmung mit dem Bund in Eigenverantwortung bestimmen", heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung. Bei allen Maßnahmen sei zu beachten, "dass der Gesundheitsschutz der Bürgerinnen und Bürger Vorrang hat". Deshalb sehe das Konzept die Einhaltung strikter Abstandsregelungen, Hygienevorgaben und Registrierungspflichten vor. Voraussetzung sei auch immer, dass die epidemiologische Lage sich weiter stabilisiere.

Gastronomie in NRW: Wirtschaftsminister denkt über mehr Hilfen für Restaurants nach

Update vom 28. April, 10.22 Uhr:Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) denkt über mehr Hilfen für Restaurants in der Corona-Krise nach. "Sollte es wider Erwarten noch lange dauern, bis eine volle Öffnung möglich ist, dann müssen wir bei den Hilfen auch nachlegen, dann brauchen wir so etwas wie einen Rettungsfonds auch für die Gastronomie", sagte er im Morgenmagazin der ARD.

Angesichts der wieder zunehmenden Ansteckungsrate mahnte der Wirtschaftsminister zur Vorsicht bei den Öffnungen von Restaurants und Hotels: "Das werden wir entscheiden, wenn es verantwortlich ist".

Die sogenannte Reproduktionszahl nahm am Montag laut Robert-Koch-Institut wieder zu, jeder Infizierte steckt inzwischen wieder einen weiteren Menschen an. Der Wert sollte laut Bundesregierung unter 1 liegen. Altmaier warnte, dass die Infektionsgefahr steigen könne, wenn Menschen aus "unterschiedlichen Herkunftsbereichen" in Hotels und Restaurants zusammenkämen.

Hotels, Restaurants, Bars und Cafés bricht gerade ein Großteil der Einnahmen weg, jedem dritten Betrieb droht laut der Branche die Pleite. Die Regierung hatte deshalb kürzlich bereits beschlossen, die Mehrwertsteuer für Speisen in Restaurants auf 7 Prozent zu senken.

Gastronomie in NRW: Söder bringt Wiedereröffnung der Restaurants ins Spiel

Update vom 27. April, 15.44 Uhr: Der CSU-Chef und bayerische Ministerpräsident Markus Söder hält eine langsame Wiedereröffnung der Gastronomie erst ab Ende Mai für denkbar. Das sagte er nach Teilnehmerangaben am Montag in einer Video-Schalte des CSU-Parteivorstands.

Söder verteidigte dabei den bisherigen Kurs im Kampf gegen das Coronavirus und mahnte weiterhin zu nur vorsichtigen Lockerungen. Die bisherige Strategie, Inhalt und Zeitpunkt, seien richtig gewesen. Man müsse nun weiterhin langsam, behutsam und vorsichtig agieren - aber mit Perspektiven. Es dürfe bei den Lockerungen keinen Überbietungswettbewerb geben.

Die CSU-Spitze ging in der Video-Schalte deutlich auf Distanz zum nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU). Dieser hatte am Sonntagabend in der ARD beklagt, dass Virologen alle paar Tage ihre Meinung änderten. Das führe zu Verunsicherung. Söder sagte ganz grundsätzlich, ohne Laschet namentlich zu nennen: "Es wäre falsch, nicht auf Virologen zu hören, denn sie haben uns bisher gut beraten."

Gastronomie in NRW: Frage nach Wiedereröffnung von Restaurants und Kneipen stellt sich aktuell nicht

Update, 15.49 Uhr: Für Restaurants, Cafés, Kneipen und Co. wird die Durststrecke wegen des Coronavirus wohl noch länger weiter gehen. Die Gastronomie steht nicht vor einer zeitnahen Öffnung, wie NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Freitag sagte: "Dieses Thema sehe ich derzeit nicht." Und weiter: "Dazu gehört mehr als die Frage nach einer Maskenpflicht." 

Grundsätzlich sei das Thema Öffnung der Gastronomie sowieso frühestens nach dem Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten erörterungsbedürftig. Dieses Treffen, bei dem das weitere Vorgehen in Sachen Corona besprochen wird, sollte am 30. April stattfinden, könnte aber auch verschoben werden. "Wenn die Kanzlerin zum 6. Mai einlädt, lädt sie zum 6. Mai ein", sagte Laumann lapidar. 

Eine andere Branche darf bereits aufatmen und bereitet sich in diesen Tagen auf die Wiedereröffnung ihrer Salons und Geschäfte vor: Am 4. Mai dürfen Friseure wieder Haare schneiden. Worauf sich Kunden und Haarstylisten einstellen müssen, haben wir hier zusammengefasst. 

Gastronomie in NRW: Mahnwache wegen Corona mit leeren Tischen - Wirte pochen auf baldige Öffnung

Update, 24. April, 12.44 Uhr: Vielen Gastronomen steht das Wasser wegen der Krise durch Corona bis zum Hals. Deswegen wollen sie jetzt ein Zeichen setzen. In mehreren Städten in NRW machen sie am heutigen Freitag mit leeren Stühlen auf ihre Situation aufmerksam und pochen auf eine baldige Öffnung der Gastronomie

"Die leeren Stühle stehen symbolisch für die Leere in den Kassen und Betrieben und die große Unsicherheit von Unternehmern und Beschäftigten", sagte ein Sprecher des Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga NRW mit Blick auf die von Corona verursachten Schwierigkeiten der Gastronomie. 

Gastronomen in vielen Städten in NRW machen am Freitag mit Mahnwachen auf ihre wirtschaftlichen Probleme wegen Corona aufmerksam - das Foto zeigt Stühle vor dem Rathaus in Düsseldorf. Die Gastronomie steckt in der Krise.

Aufgestellt werden sollten sie auf zentralen Plätzen in den Städten in Nordrhein-Westfalen. Vorbild sind Mahnwachen der Gastronomie mit leeren Stühlen in Dresden, die bereits mehrfach zu Zeiten von Corona stattgefunden haben. 

Der Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) in Westfalen hat auf Facebook berichtet, die Resonanz sei "überwältigend". Dazu gibt es Bilder aus Dortmund, Hamm, Warendorf, Stadtlohn, Bochum und weiteren Städten - von Restaurants und Cafés, die sich beteiligen.

Gastronomie in NRW: Verheerende Situation wegen Corona für viele Gastronomie-Betriebe

Die Situation der Gastronomie in Zeiten des Coronavirus ist auch in NRW verheerend. Der Betrieb von Restaurants, Gaststätten, Imbissen, Mensen, Kantinen, Kneipen, (Eis-)Cafés und anderen gastronomischen Einrichtungen ist nach wie vor untersagt, wie wa.de* berichtet.

Möglichkeiten, den Betrieb trotz Corona weiterlaufen zu lassen, gibt es nur in ganz kleinem Rahmen und unter strengen Auflagen: Die Gastronomie in Nordrhein-Westfalen darf Kunden mit Speisen und Getränken beliefern, sofern Hygienevorschriften und Mindestabstände eingehalten und Warteschlangen vor den Restaurants und Cafés vermieden werden können. 

Gastronomie in NRW: Das müssen Kunden in Zeiten des Coronavirus wissen

Auch für die Kunden der Gastronomie gibt es einiges zu beachten. Der Verzehr von Speisen und Getränken im Restaurant selbst oder in dessen Außenbereich ist während Corona nicht möglich. Und auch wer beim Restaurant oder Café etwas zum Mitnehmen bestellt, darf die Lebensmittel nicht im Umkreis von 50 Metern um die gastronomische Einrichtung verzehren. 

+++ Wa.de berichtet über alle Entwicklungen rund um das Coronavirus im NRW-Newsticker +++

Vielerorts in NRW zeigt sich, wie schwierig die neuen Regelungen in Sachen Corona überhaupt umzusetzen sind. Zum Beispiel in Lüdenscheid fragen sich viele Gastwirte, ob sich der Betrieb unter all den Auflagen überhaupt noch lohnt, wie come-on.de* berichtet. 

Wegen Corona bis auf weiteres geschlossen - für manchen Betrieb der Gastronomie ist ein Weitermachen mit Lieferservice oder einem Angebot zum Mitnehmen nicht umsetzbar oder rentabel genug. Auch für viele Betriebe in NRW ist es ein hartes Schicksal.

Gastronomie in NRW: Das macht Restaurants, Cafés und Kneipen Hoffnung 

So sehr Gastwirte in NRW gerade laut wa.de wegen Corona die Pleite fürchten und sich oftmals nur mit Mühe und Not über Wasser halten, wächst seit Mittwoch, 22. April, ein zartes Pflänzchen der Hoffnung. Denn NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) hat der Gastronomie die Wiedereröffnung ihrer Betriebe in Aussicht gestellt.

Zusammen mit Baden-Württemberg und anderen Bundesländern arbeitet das Land NRW demnach an einem gemeinsamen Konzept für Öffnungsschritte der Gastronomie nach dem 4. Mai - auch wenn das Coronavirus dann natürlich längst nicht besiegt ist.

Das Konzept für die Gastronomie solle bis zur nächsten Beratungsrunde zwischen Bund und Ländern vorliegen, sagte Pinkwart weiter. Der Bestand zahlreicher Betriebe und Arbeitsplätze in der Gastronomie sei durch Corona gefährdet. "Deshalb benötigen wir jetzt schnell eine wohlüberlegte, differenzierte und zwischen den Bundesländern abgestimmte Vorgehensweise", sagte Pinkwart.

Gastronomie in NRW: So bitter ist die Lage wegen des Coronavirus wirklich

Wie existenzbedrohend die Situation für Gastwirte derzeit wirklich ist, dazu hat die Industrie und Handelskammer (IHK) NRW Anfang der Woche Stellung bezogen. Im Gastgewerbe gehe wegen des Coronavirus mehr als jedes dritte Unternehmen von Rückgängen über 50 Prozent für 2020 aus, teilte die IHK NRW mit. 

Durststrecke für die Gastronomie: Die Krise wegen Corona ist auch für Restaurants und Cafés in NRW beispiellos - und der Anblick vieler Betriebe veranschaulicht das fast schmerzhaft mit leeren Tischen, Absperrungen und großen Hinweisen, dass das To-go-Geschäft sowie Außer-Haus-Lieferungen weiter läuft.

Ohne weitere unterstützende Maßnahmen in Zeiten von Corona steige das Risiko der Insolvenz in mehreren Branchen teils dramatisch an - neben der Gastronomie in NRW sind auch die Tourismusbranche und der Einzelhandel gemeint. Im Gastgewerbe erwarten demnach 60 Prozent der Unternehmen, dass sie in 2020 Insolvenz anmelden müssen.

Der IHK NRW weist auf ihrer Facebook-Seite außerdem auf die Aktion "wir FAIRzichten - Denn Wirtschaft sind wir alle" hin. Bei der Initiative, die von den Industrie- und Handelskammern ins Leben gerufen worden ist, geht es darum, dass man Restaurants, Geschäften, Fitnessstudios sowie Kultur- und anderen Einrichtungen bei der Existenzssicherung in der Corona-Krise hilft, indem man auf Erstattungsansprüche verzichtet oder einen Gutschein erwirbt, den man später - wenn es wieder möglich ist - einlöst. So hat das Unternehmen schon während der Krise Geld zur Verfügung. Auch für die Gastronomie ein kleiner Hoffnungsschimmer.

Gastronomie in NRW: Große Koalition will mit Corona-Hilfen Folgen der Krise abmildern

Genau wie in NRW hat die Corona-Krise Restaurants, Kneipen, Bars und Cafés in allen Bundesländern getroffen. Die große Koalition plant neue milliardenschwere Corona-Hilfen - unter anderem für Gastronomiebetriebe. Diese bekommen Steuererleichterungen. Konkret bedeutet das: Die Mehrwertsteuer für Speisen in der Gastronomie wird ab dem 1. Juli befristet bis zum 30. Juni 2021 auf 7 Prozent gesenkt. 

Auch für Unternehmen, Arbeitnehmer und Schulen will die große Koalition laut wa.de die massiven Folgen der Corona-Krise abmildern. Das Kurzarbeitergeld soll erhöht werden, um vor allem für Geringverdiener Einkommensverluste auszugleichen. Zugleich wird die Bezugsdauer des Arbeitslosengelds verlängert.

Gastronomie massiv von Corona beschädigt: Das sagt der Bundesfinanzminister 

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) sieht Deutschland bei der Finanzierung der neu beschlossenen Hilfen gut aufgestellt. Die Steuererleichterungen für die in der Krise besonders belastete Gastronomie würden natürlich zu Mindereinnahmen führen, sobald die Betriebe wieder Umsätze machten, erklärte Scholz weiter. "Aber das ist dann ehrlicherweise (...) ein gutes Zeichen, weil dann wird ja wieder Geld verdient."

Gastronomie wegen Corona in der Krise: So bewertet der Dehoga-Präsident die neuen Hilfen

Der Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), Guido Zöllick, begrüßte dies als "mutmachendes Signal". Allerdings würden Kneipen, Bars oder Clubs, die ausschließlich Getränke anbieten, nicht von der Steuerentlastung während Corona profitieren, fügte er hinzu. 

Zudem sei klar, dass die Mehrwertsteuersenkung für die Gastronomie die zu erwartenden Umsatzausfälle aufgrund der dann einzuhaltenden Abstandsregeln und Schutzmaßnahmen nur teilweise kompensieren würden.

Gastronomie in NRW: Das sagt Dehoga Westfalen in Zeiten von Corona

Der Dehoga-Verband in Westfalen bringt in einem Facebook-Post auf den Punkt, was er an den neuen Corona-Hilfen für Restaurants kritisiert: 

Gastronomie in NRW: Diese Restaurantketten sind wegen Corona schwer angeschlagen

Das Ausmaß der Krise hat sich bei mehreren Restaurants und Restaurantketten bereits gezeigt. Inmitten der Coronavirus-Krise hatte etwa die angeschlagene Restaurantkette Vapiano SE, die auch viele Filialen in Nordrhein-Westfalen betreibt Anfang April beim Amtsgericht Köln einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens wegen Zahlungsunfähigkeit gestellt. 

Die ebenfalls angeschlagene Restaurantkette Maredo sucht nach neuen Investoren, um die Weiterführung ihrer Steakhäuser langfristig zu sichern. Das wurde am Montag, 20. April, bekannt. 

Sollte es eine Lockerung der Corona-Regeln für die Gastronomie geben, will Maredo seine Restaurants wieder öffnen, wie aus einer Mitteilung des Unternehmens von Montag hervorgeht. 

Gastronomie in NRW während Corona: Umsätze bleiben wegen Schließung aus - Kosten bleiben 

Die Maredo-Geschäftsführung sei gemeinsam mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter Nikolaos Antoniadis derzeit auf der Suche nach Geldgebern. Außerdem werde mit Vermietern nach Lösungswegen aus der von Corona befeuerten Krise gesucht. 

Wegen Corona bleiben die Stühle der Gastronomie in NRW leer. Restaurants, Cafés, Bars, Kneipen und andere gastronomische Einrichtungen dürfen derzeit nicht öffnen. Doch ihre Kosten - zum Beispiel Miete - laufen weiter. 

Wie bei vielen anderen Restaurants bleiben bei Maredo die Umsätze derzeit durch die Schließung der Gastronomie aus, während etwa Mieten weiter bezahlt werden müssen. Die Mitarbeiter der Maredo-Restaurants erhalten aktuell Kurzarbeitergeld - wie es in Zeiten von Corona in zahlreichen Unternehmen der Fall ist. Die Kette hat nach eigenen Angaben 35 Restaurants in Deutschland sowie je ein Restaurant in Salzburg und Wien. Zuletzt erwirtschaftete das Unternehmen mit knapp 1000 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von rund 50 Millionen Euro.

Gastronomie in NRW: Auch kleine Betriebe im Krisenmodus

Seit Wochen keine Gäste mehr, leere Tische - und immer noch keine klare Marschrichtung, wie es während Corona tatsächlich weitergehen soll. Wie in sämtlichen anderen Städten und Landkreisen in NRW auch, hängen die Wirte im Kreis Soest in der Luft - soester-anzeiger.de hat mit ihnen gesprochen.

Ganz ähnlich ist die Situation in Hamm: Leere Hotelbetten, verwaiste Tagungsräume und Festsäle, ein „Lockdown“ mindestens bis Anfang Mai - Hotelgewerbe und Gastronomie sind durch die Corona-Pandemie auf eine harte Probe gestellt. Je länger die Krise andauert, desto mehr wird sie für manchen Hammer Betrieb zur blanken Überlebensfrage, so wa.de.

Diese Probleme kennt natürlich auch der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga). Er weist auf Instagram darauf hin, dass sich Gastronomie-Betriebe zum Thema Corona bei ihm Hilfe holen können.

Gastronomie in NRW: Krisensituation wirkt sich auch auf Bierbrauer aus

Probleme wegen der Corona-Krise haben auch die Bierbrauer. Der Deutsche Brauer-Bund spricht nicht nur von Zehntausenden Veranstaltungsabsagen wegen der Corona-Krise, sondern auch davon, dass der wichtige Pfeiler Gastronomie wegfällt. Mit diesem Bereich sind demnach üblicherweise etwa 20 Prozent des gesamten deutschen Bierabsatzes verbunden. Wegen der Schließungen der Gastro-Betriebe - auch in Nordrhein-Westfalen - ist dieses Geschäft eingebrochen. 

Vor diesem Hintergrund und angesichts herber Rückschläge im Exportgeschäft drohe der deutschen Braubranche nach aktuellem Stand ein zweistelliger Absatzrückgang im laufenden Jahr. "Es ist noch kein Licht am Ende des Tunnels im Sicht", verdeutlichte Holger Eichele, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes (DBB). 

Im Gastgewerbe verschärfe sich die Situation wegen Corona von Tag zu Tag und das habe in einem Dominoeffekt längst auf die Brauwirtschaft übergriffen. Viele der bundesweit über 1500 Bierhersteller seien eng an die Gastronomie gebunden und Pachtausfälle träfen die Brauer hart. 

Corononavirus in NRW: Alles, was Sie in Sachen Corona jetzt wissen müssen:

Ab Montag, 27. April, gilt die Maskenpflicht in NRW. Der Mund- und Nasenschutz ist auch bundesweit Pflicht. Wa.de hat Tipps zum Waschen der Masken und mehr.

Das Coronavirus in NRW erfordert von allen Bürgern die Einhaltung bestimmter Regeln. Welche Regeln das aktuell sind, und welche Verbote es gibt, hat wa.de hier zusammengefasst.

Erste Lockerungen der Corona-Beschränkungen gibt es seit Donnerstag, 23. April, in den Schulen. Die ersten Schüler sind laut wa.de zurück in den Klassen.

Diverse Veranstaltungen in NRW sind der Corona-Krise schon zum Opfer gefallen - und weitere werden es vermutlich das ganze Jahr über. Für die Cranger Kirmes gibt es noch keine Absage, die Stadt Herne hat etwas vor, wie wa.de berichtet. - Mit Material der dpa

*wa.de, soester-anzeiger.de und come-on.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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