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Corona-Test in NRW: Wie oft darf ich zum Gratis-Schnelltest?

Bürger in NRW haben den Anspruch auf einen kostenlosen Corona-Schnelltest. Auch mehr als einmal pro Woche? Die Antwort des Gesundheitsministeriums ist eindeutig.

Hamm - Für die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen ist die Teststrategie die dritte wichtige Säule für die Bekämpfung der Corona-Pandemie. Neben den Corona-Impfungen und der Einhaltung der Corona-Regeln sollen die Schnelltests dabei helfen, „eine Infektion oder gar einen Ausbruch schnell zu erkennen und entsprechend zu reagieren“, wie es das Land NRW formulierte. (News zum Coronavirus)

LandNordrhein-Westfalen
Fläche34.098 km²
Bevölkerung17,93 Millionen (2019)
HauptstadtDüsseldorf

Kostenloser Corona-Test in NRW: Wie oft darf ich gratis zum Schnelltest?

Daher haben Bürger in NRW wie auch in ganz Deutschland einen Anspruch auf einen kostenlosen, wöchentlichen Schnelltest. Aber wie oft darf ich pro Woche in ein Testzentrum gehen?

In der Coronateststrukturverordnung von Nordrhein-Westfalen heißt es in der seit 11. April gültigen Fassung: Die Testungen sind für die getesteten Personen kostenfrei - und sie können „mindestens einmal wöchentlich in Anspruch genommen werden“ - sofern ausreichend verfügbar sind. Mindestens einmal - also beliebig oft?

Theoretisch ja, bestätige das NRW-Gesundheitsministerium auf Nachfrage unserer Redaktion. Es können also auch mehrere, beliebig viele kostenlose Corona-Tests pro Woche sein.

Kostenlose Corona-Tests in NRW: Mehr als einmal pro Woche möglich - aber Ministerium warnt

In der Realität sieht das wohl anders aus - so auch die Hoffnung des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS). „Wir gehen davon aus, dass die Bürger hiermit verantwortlich umgehen“, heißt es aus dem MAGS. „Vermutlich wird sich niemand, der den Test nicht sinnvoll braucht, freiwillig dem Aufwand und der Prozedur unterziehen. Wer ein auf mindestens ‚einmal wöchentlich‘ ausgelegtes Angebot für tägliche Testungen missbraucht, wird letzterer nicht gerecht.“ Ähnliche argumentierte die Stadt Köln bezogen auf die Frage, ob sich ein Bürger mehrmals pro Woche testen lassen darf. Das berichtet 24RHEIN*.

Einen Missbrauch der kostenlosen Test-Angebote verhindern zu wollen, hätte ein „maximal bürokratisches Verfahren“ mit bundesweiter Datenspeicherung, Versand von Bezugsscheinen oder ähnliches nach sich gezogen. Dies hat laut NRW- Gesundheitsministerium in keinem Verhältnis zur Ersparnis gestanden und hätte die Einführung der Testung „maximal verzögert“.

Den gleichen Appell, den Anspruch auf kostenlose Corona-Tests in NRW nicht zu missbrauchen, formulierte auch die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen (KVWL). Wenn es der Anlass erfordere, sei die Devise: Je öfter, desto besser.

Kostenlose Corona-Tests in NRW: Häufigkeit und Personendaten werden nicht übermittelt

Es werde auch nicht festgehalten, welche Person wie oft das Angebot in Anspruch genommen habe, erläuterte ein KVWL-Sprecher unserer Redaktion. Wenn die Apotheken oder andere Testzentren mit der zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung abrechnen, würden keine personenbezogenen Daten übermittelt. Auch das zuständige Gesundheitsamt erhalte sie nur im Falle eines positiven Corona-Schnelltests. Im Falle eines negativen Ergebnisses warnte Virologe Christian Drosten derweil vor falscher Sicherheit.

Eine Testpflicht gibt es auch an den Schulen in Nordrhein-Westfalen, die ab Montag zum Wechselmodell zurückkehren. Diese stand von Eltern zuletzt heftig in der Kritik. Für Testverweigerer an Schulen gibt klare Regeln, wie NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer erläuterte. *24RHEIN ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Robert Michael/dpa

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