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Neue Corona-Regeln in NRW: 2G, 2G-plus, 3G - alle Maßnahmen im Überblick

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Von: Hannah Decke

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Die Corona-Regeln in NRW sind erneut verschärft worden. Die Landesregierung setzt auf 2G, 2G-plus und 3G-Regel. Aber es gibt auch wieder Kontaktbeschränkungen.

Hamm - Schon seit über anderthalb Jahren gelten Regeln im Kampf gegen das Coronavirus. Lange Zeit befanden wir uns im Lockdown, der Alltag in Nordrhein-Westfalen war weitestgehend lahmgelegt. Dann kehrte das öffentliche Leben schrittweise zur Normalität zurück, die Impfquote stieg. Trotzdem ist NRW aber in eine vierte Corona-Welle geschlittert - die Regeln sind wieder strenger geworden.

BundeslandNordrhein-Westfalen
HauptstadtDüsseldorf
Einwohner17,9 Millionen

Corona-Regeln in NRW: Neue Schutzverordnung - das gilt jetzt

Mit den aktuell steigenden Corona-Zahlen in NRW treten neue, härtere Regeln in Kraft. Bund und Länder haben sich auf neue Maßnahmen geeinigt - NRW setzt sie um.

In Nordrhein-Westfalen gilt seit Samstag, 4. Dezember, eine neue Corona-Schutzverordnung in Kraft. Der Überblick über die Regeln:

Corona-Regeln in NRW: Neue Kontaktbeschränkungen für Geimpfte und Ungeimpfte

Lange Zeit gab es sie nicht mehr, jetzt sind sie zurückgekehrt - und zwar für Geimpfte und Ungeimpfte:

Corona-Regeln in NRW: 2G-Regel im Freizeitbereich

Wer weder geimpft noch genesen ist, wird künftig in NRW von vielen Dingen im Freizeitbereich ausgeschlossen. Die Landesregierung hat die 2G-Regel beschlossen. Nur wer eine vollständige Immunisierung hat, erhält Zutritt zu:

Corona-Regeln in NRW: 2G-Regel im Einzelhandel

Im Einzelhandel gilt die 2G-Regel. Ab Samstag dürfen nur noch Geimpfte und Genesene shoppen gehen. Davon ausgenommen sind Geschäfte des täglichen Bedarfs - etwa Supermärkte, Apotheken, Drogerien, Babyfachmärkte, Buchhandlungen, Blumenfachgeschäfte, Gartenmärkte und der Großhandel. Der Zugang wird von den Geschäften kontrolliert - allerdings erst ab Mittwoch (7. Dezember). Bis dahin gilt eine Übergangsfrist, in der die Kommunen stichprobenartige Kontrollen durchführen.

Für die Innenbereiche von Restaurants und Gaststätten gilt sowohl für Besucher als auch für Beschäftigte: geimpft, genesen oder getestet. Für Gäste tritt ab Samstag sogar die noch strengere 3G-plus-Regel in Kraft.
Die Corona-Regeln in NRW haben sich im Laufe des Jahres stark vereinfacht. In den meisten Bereichen sind sie verallgemeinert worden. Eine Übersicht. © dpa

Corona-Regeln in NRW: Clubs und Diskotheken schließen

Anders als von Bund und Ländern beschlossen, schließt NRW Clubs und Diskotheken landesweit - also unabhängig von der lokalen Inzidenz. Das Land begründet die landesweite Schließung mit dem hohen Infektionsrisiko in diesen Einrichtungen.

Corona-Regeln in NRW: 3G-Regel wird ausgeweitet - Beerdigungen und Standesamt

Die 3G-Regel gilt mittlerweile nur noch bei nicht freizeitbezogenen Einrichtungen und Veranstaltungen. Zudem wird sie mit der neuen Corona-Schutzverordnung ausgeweitet.

3G-Regel bedeutet: Geimpft, genesen oder getestet. Gilt diese Regelung, hat nur Zutritt, wer eine Immunisierung oder einen höchstens 24 Stunden alten negativen Corona-Test vorweisen kann. Das gilt unter anderem für:

Corona-Regeln in NRW: 3G-Regel am Arbeitsplatz

Für weiteren Schutz soll zudem die neue 3G-Regel am Arbeitsplatz sowie im ÖPNV und Fernverkehr sorgen. Für alle geimpften oder genesenen Menschen sollen die neuen Maßnahmen „erst einmal keine nennenswerten weiteren Einschränkungen bringen, hatte Hendrik Wüst jüngst im WDR erklärt.

Corona-Regeln in NRW: Hier gilt noch Maskenpflicht

Die Maskenpflicht in NRW ist zuletzt stark gelockert worden. In manchen Bereichen des Alltags muss aber noch ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden - und zwar von jedem, auch von Geimpften und Genesenen. Die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske gilt grundsätzlich:

Dabei gibt es aber Ausnahmen, die in § 3 (2) der Corona-Schutzverordnung aufgelistet werden. Dazu zählen unter anderem private Treffen in Privaträumen und Sitzplätze im Restaurant.

Die Maskenpflicht im Freien ist zum Oktober 2021 gekippt worden. Die Landesregierung empfiehlt aber weiterhin, in Warteschlangen und Anstellbereichen draußen eine Maske zu tragen.

Corona-Regeln bei Großveranstaltungen in NRW

Überregionale Sport-, Kultur- und vergleichbare Großveranstaltungen werden deutlich eingeschränkt. Die Kapazitätsbegrenzung greift nun bereits ab 1.000 Zuschauenden. Darüber darf nur noch 30 Prozent der Kapazität genutzt werden. Alternativ kann auch auf 50 Prozent der Gesamtkapazität abgestellt werden.

Allerdings gilt in beiden Varianten unabhängig von der Größe des Veranstaltungsorts: Es besteht eine absolute Obergrenze von maximal 5.000 Zuschauenden in Innenräumen und maximal 15.000 Zuschauenden im Freien. Für diese Veranstaltungen gelten weiterhin die 2G-Regel (vollständig geimpft oder genesen) sowie grundsätzlich die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske. 

Corona-Regeln in NRW: Maskenpflicht im Unterricht an Schulen kehrt zurück

In den Schulen in NRW findet der Unterricht wieder weitestgehend normal statt. Es gilt eine Testpflicht. Drei Mal die Woche werden die Schüler auf Corona getestet.

Seit dem 2. Dezember gilt wieder eine Maskenpflicht mehr im Unterricht. Durch die Rückkehr der Maskenpflicht bleiben die behördlichen Anordnungen von Quarantäne-Maßnahmen auf ein unbedingt erforderliches Maß beschränkt. Das bedeutet: „Sofern nicht außergewöhnliche Umstände (zum Beispiel Ausbrüche oder Auftreten von neuen Virus-Varianten) vorliegen, wird sich die Anordnung von Quarantänen wieder nur auf die infizierte Person beziehen“, teilt das NRW-Schulministerium.

Corona-Regeln in NRW: Ausnahmen für Kinder, Jugendliche und Schüler

Durch die Teilnahme an den regelmäßigen Corona-Tests in der Schule gelten Schüler als getestete Personen. Kinder bis zum Schuleintritt sind getesteten Personen gleichgestellt.

Kinder und Jugendliche bis einschließlich 15 Jahre sind von Beschränkungen auf 2G und 2G-plus ausgenommen.

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