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Corona in NRW: Neue Regeln ab Montag - Gericht: Es bleibt bei Distanzunterricht

In NRW sind die Corona-Regeln im Lockdown so scharf wie nie. Sinken die Zahlen? Alle wichtigen News zur Coronavirus-Pandemie in Nordrhein-Westfalen im Ticker.

  • Wegen des Coronavirus gelten in NRW auch im Januar strenge Lockdown-Beschränkungen.
  • Neben der Verlängerung des Lockdowns gab es bei der Bund-Länder-Konferenz mit NRW-Ministerpräsident Armin Laschet auch neue Corona-Regeln für Hotspots.
  • Bis Mitte Februar sollen 600.000 Menschen in NRW geimpft sein. (News zum Coronavirus)

Update vom 22. Januar, 17.05 Uhr: Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts für das Land NRW bleibt es vorerst in der Corona-Pandemie beim Distanzunterricht an den Schulen. Das OVG wies am Freitag den Antrag einer Grundschülerin aus Köln ab, wie das Gericht mitteilte. Der Beschluss ist nicht anfechtbar. Die Zweitklässlerin hatte sich per Eilverfahren gegen die Coronabetreuungsverordnung des Landes gewandt. Sie sah ihr Recht auf Bildung und schulische Förderung verletzt. Der Distanzunterricht stelle für Grundschüler keine geeignete Unterrichtsform dar.

Dem schloss sich das OVG nicht an. Schulschließungen seien in der derzeitigen Lage in der Corona-Krise wohl verhältnismäßig. Der Gesetzgeber dürfte angesichts der hohen Zahlen bei den Neuinfektionen dem Gesundheitsschutz der Bevölkerung Vorrang einräumen. Die Folgen für Schüler und Eltern seien zwar gravierend, argumentierte der 13. Senat des OVG, würden aber zumindest zum Teil durch digitale oder analoge Lernangebote abgefedert. Das OVG wollte noch am Freitag über drei weitere anhängige Anträge zum Thema Präsenzunterricht entscheiden.

Corona in NRW: Regierungskoalition plant neues Pandemie-Gesetz

Update vom 22. Januar, 13.55 Uhr: Die Vorsitzenden der Koalitionsfraktionen im Düsseldorfer Landtag, Bodo Löttgen (CDU) und Christof Rasche (FDP) wollen die „epidemische Lage von landesweiter Tragweite für das Land Nordrhein-Westfalen“ - dahinter verbirgt sich das so genannte „Pandemiegesetz um zwei Monate verlängern. Ein entsprechender Antrag soll in der kommenden Woche im Landtag gestellt werden. Die Beteiligung des Parlaments sei bei massiven Grundrechtseingriffen geboten, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung der Fraktionen. Die Novelle solle einen sachgerechten Ausgleich zwischen der gebotenen parlamentarischen Beteiligung und schneller Handlungsfähigkeit der Exekutive herstellen. Der Gesetzentwurf der Fraktionen von CDU und FDP konkretisiere im Rahmen der Ermächtigung durch das Infektionsschutzgesetz den grundrechtlichen Korridor, in dem sich die Rechtsetzung bewegen darf, schreiben Löttgen und Rasche. „Zwischenzeitlich gemachte Erfahrungen und Weiterentwicklungspotentiale wollen wir mit diesem Gesetzentwurf nutzen.“

Update vom 22. Januar, 10.45 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz in NRW ist leicht gesunken. Die Gesundheitsämter meldeten 107,4 Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen (zuvor 110,6), wie aus Angaben des Robert Koch-Instituts am Freitagmorgen hervorging. 3.430 Neuinfektionen wurden gemeldet. 138 neue Corona-Tote sind gemeldet worden, damit ist die Gesamtzahl auf 9773 gestiegen.

Als Hotspot mit einer Inzidenz von über 200 gilt derzeit nur noch der Kreis Höxter (200,4). In Münster ist die Inzidenz mit 39.3 am niedrigsten.

Update vom 22. Januar, 8.24 Uhr: Der Sieben-Tage-Wert für Corona-Neuinfektionen ist in Nordrhein-Westfalen weiter leicht gesunken. Die Gesundheitsämter meldeten 107,4 Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen - nach 110,6 am Vortag, wie aus Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) am Freitagmorgen hervorging. 3.430 Menschen infizierten sich innerhalb eines Tages in NRW neu. Die Zahl der Menschen, die an oder mit dem Coronavirus gestorben sind, stieg um 138 auf 9773. NRW-weit lag mit 200,4 nur noch der Landkreis Höxter knapp über dem Inzidenz-Wert von 200. 

Corona in NRW: Neue Schutzverordnung veröffentlicht - Regeln gelten ab Montag

Update vom 21. Januar, 22.20 Uhr: Die Landesregierung hat die neue Coronaschutzverordnung vorgelegt. Sie gilt ab Montag, 25. Januar. Die Verordnung regelt unter anderem die Durchführung von Gottesdiensten strenger; Versammlungen zur Religionsausübung müssen jetzt immer den Behörden gemeldet werden. Außerdem muss auch am Platz eine medizinische Maske getragen werden. Die allgemeinen Kontaktbeschränkungen gelten weiterhin im öffentlichen Raum. FFP2- oder OP-Masken sind ab Montag in Bus und Bahn, beim Arzt und beim Einkauf Pflicht.

Update vom 21. Januar, 20.15 Uhr: Die Kassenärztlichen Vereinigungen in NRW bitten um Geduld: Bei der Terminvergabe für die Corona-Impfung, die am Montag startet, ist mit Problemen zu rechnen. Zu Beginn werde ein sehr hohes Anruferaufkommen erwartet, teilten die Organisationen mit. Ab dem 25. Januar können Über-80-Jährige in NRW telefonisch oder online einen Termin in einem der Impfzentren vereinbaren. „Es ist kein Geheimnis, wenn ich sage, dass wir bei der Terminvergabe - sowohl online als auch telefonisch - mit Problemen rechnen“, erklärte der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL), Dirk Spelmeyer. „Jeder Impfwillige wird drankommen, aber es ist Geduld gefragt - zumindest so lange, bis mehr Impfstoff vorhanden ist.“ Aktuell stehe nur begrenzt Impfstoff zur Verfügung - „und damit auch nur eine begrenzte Zahl von Terminen.“ Der Vorstandsvorsitzende der KV Nordrhein, Frank Bergmann, betonte, dass niemand Sorge haben müsse, zu spät zu kommen, um einen Impftermin zu vereinbaren.

Corona in NRW: Laumann fordert Zurückhaltung von Amtsträgern

Update vom 21. Januar, 15.02 Uhr: NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat Amtsträger bei Corona-Impfungen zur Zurückhaltung gemahnt. „Ich halte es mit der Bundeskanzlerin, die der Meinung ist, dass die Repräsentanten des Staates sich erst impfen lassen sollten, wenn sie an der Reihe sind“, sagte Laumann. Bisher wird in NRW im Allgemeinen nur in Pflegeheimen und Krankenhäusern geimpft. Dennoch haben sich mittlerweile mehrfach Amtsträger gegen das Coronavirus impfen lassen - immer mit der Begründung, es habe sich um übrig gebliebenen Impfstoff gehandelt, der sonst verfallen wäre.

Update vom 21. Januar, 8.56 Uhr: Der Sieben-Tage-Wert für Corona-Neuinfektionen ist in NRW weiter gesunken. Die Gesundheitsämter meldeten 110,6 Ansteckungen pro 100.000 Einwohner, wie aus Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Vor einer Woche hatte der Wert bei 131,2 und am Mittwoch bei 113,0 gelegen. Die Zahl der Menschen, die an oder mit Covid-19 gestorben sind, stieg um 162 auf 9.635. Der einzige Kreis in NRW mit einer Inzidenz über 200 ist der Landkreis Höxter (218,9).

Corona in NRW: Aus für das Alkoholverbot in der Öffentlichkeit?

Update vom 20. Januar, 19.52 Uhr: Die Vergabe der Impftermine an die Über-80-Jährigen soll am 25. Januar mit einer hohen Zahl starten. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) sprach bei einer Ausschussanhörung im Landtag am Mittwochabend von 420.000 Terminen ab dem 8. Februar. Auch der Buchungszeitraum sei mit acht Wochen für die Impfungen groß. Laumann appellierte nach den Erfahrungen in anderen Bundesländern, dabei möglichst den Online-Weg zu wählen. Ein Teil der Termine werde für die Vergabe an den Telefon-Hotlines reserviert, bei denen es aber erfahrungsgemäß wegen vieler gleichzeitiger Anrufe zu Engpässen kommen könne. Nach Ministeriumsangaben stehen 1.000 Mitarbeiter in Call-Centern für die Terminvergabe zur Verfügung.

Update vom 20. Januar, 18.43 Uhr: Nachdem ein Rechtsanwalt am Oberverwaltungsgericht NRW gegen das Alkoholverbot zum Infektionsschutz in der Öffentlichkeit geklagt hat, verdichten sich die Zeichen, dass die Regierung reagieren will. Es gehe darum, das generelle Alkoholverbot in der Öffentlichkeit zu streichen, wie der WDR aus Regierungskreisen erfuhr. Damit würde die NRW-Landesregierung auf das gestrige Gerichtsurteil in Bayern reagieren, wonach die Corona-Maßnahme gekippt wurde. Offiziell ist der Beschluss allerdings noch nicht.

Update vom 20. Januar, 12.58 Uhr: Ein Rechtsanwalt aus Düsseldorf hat am Oberverwaltungsgericht NRW Klage gegen das Alkoholverbot zum Infektionsschutz in der Öffentlichkeit eingelegt. Das Land hat in der Corona-Schutzverordnung ein entsprechendes Verbot im öffentlichen Raum verankert. Der Kläger fordert jetzt per sogenanntem Normenkontrollantrag eine Überprüfung durch das OVG in Münster, wie eine Sprecherin am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur sagte. Wann über den Antrag entschieden wird, ist offen. In Bayern ist das landesweite Alkoholverbot im öffentlichen Raum bereits nach einer Klage aus Regenburg vorläufig außer Vollzug gesetzt. Das Gericht gab dem Eilantrag eines Mannes statt.

Update vom 20. Januar, 10.34 Uhr: Das Land NRW hat einen sofortigen Impfstopp in Krankenhäusern verhängt, die mit Biontech-Impfstoff versorgt werden. Grund seien Lieferprobleme, heißt es in einer E-Mail des Gesundheitsministeriums, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Ein Ministeriumssprecher bestätigte am Mittwoch die Echtheit des Schreibens. Mehrere Medien hatten zuvor berichtet.

Corona in NRW: Land verhängt sofortigen Impfstopp in Kliniken - Start der Impfzentren verschoben

Update vom 20. Januar, 9 Uhr: Das Land NRW verschiebt den Start der Corona-Impfzentren um eine Woche. Der Grund ist laut Gesundheitsministerium die verzögerte Lieferung des Corona-Impfstoffes von Biontech. Die 53 Impfzentren sollen demnach erst am 8. Februar ihren Betrieb aufnehmen. Auch die Erst-Impfungen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen müssten in der kommenden Woche pausieren. Personen, die bereits eine erste Impfung bekommen hätten, würden aber auch in der kommenden Woche wie geplant ihre zweite Impfdosis erhalten. Ab dem 1. Februar soll dann in den Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen regulär weitergeimpft werden. Einen Termin für die Impfung in den Impfzentren können Senioren über 80 aber wie geplant ab dem kommenden Montag (25. Januar) vereinbaren.

Update vom 19. Januar, 13.57 Uhr: Beim Bund-Länder-Treffen heute geht es um eine Verlängerung wie auch Verschärfung des aktuellen Lockdowns. Aus Nordrhein-Westfalen kommt jetzt ein ganz anderer Vorschlag.

Vize-Ministerpräsident Joachim Stamp (FDP) plädiert für eine Corona-Notfall-Bremse statt Verschärfungen. Was so viel bedeutet: Schießen die Corona-Infektionszahlen, soll bundesweit die Bremse gezogen werden.

„Derzeit reduziert sich das Pandemie-Geschehen in Deutschland, gleichzeitig warnen Wissenschaftler vor den Gefahren durch Mutationen“, sagte Joachim Stamp der Bild: „Diese Warnung müssen alle politisch Verantwortlichen ernst nehmen.“

Der FDP-Politiker, der in NRW Familienminister ist, meinte: Es sei völlig offen, ob und wann durch die Virus-Mutation aus Großbritannien eine Gefahr in Deutschland entstehe. „Daher sollte es jetzt bei rückläufigen Infektionszahlen keine Verschärfung der derzeitigen Maßnahmen geben“, sagte er.

Und weiter: „Stattdessen muss jetzt eine Corona-Notfall-Bremse verabredet werden, die dann bundesweit von allen Ländern verbindlich und sofort umgesetzt wird, wenn es zu einem plötzlichen unerwartet starken Anstieg der Infektionszahlen kommt.“ Damit nicht erst tagelang zwischen Bund und Ländern diskutiert werde, wie auch die Mutation reagiert werden soll.

Corona in NRW: SPD will FFP2-Masken für Bürger auf Staatskosten

Update vom 19. Januar, 13.32 Uhr: Die SPD-Opposition im Landtag will alle Bürger in NRW mit FFP2-Masken auf Staatskosten ausstatten. Die SPD werde am Donnerstag beantragen, dafür eine halbe Milliarde Euro bereit zu stellen, kündigte SPD-Fraktionsvizechefin Lisa-Kristin Kapteinat am Dienstag an. Die Gesundheitsversorgung dürfe nicht vom Einkommen abhängen. „Wir wollen, dass alle Menschen in NRW FFP2-Masken kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen. Das muss die Landesregierung jetzt sicherstellen – unabhängig davon, ob eine Maskenpflicht für NRW kommt oder nicht.“

Corona in NRW: Gladbach-Star Breel Embolo wehrt sich auf Instagram gegen Vorwürfe

Update vom 19. Januar, 12.46 Uhr: Im Fall der Party-Vorwürfe gegen Fußballprofi Breel Embolo von Borussia Mönchengladbach bleibt die Polizei bei ihrer Darstellung. Demnach sollen sich am frühen Sonntagmorgen 23 Männer und Frauen in einem eigentlich coronabedingt geschlossenen Lokal am Essener Baldeneysee zu einer illegalen Party getroffen haben. Ein Polizeisprecher hatte am Montag gesagt, dass unter den Männern auch ein Profifußballer war, den Namen aber nicht genannt.

Embolo hatte daraufhin am Montag bei Instagram bestätigt, dass seine Personalien von der Polizei aufgenommen worden seien. Allerdings bestritt er, an der Party teilgenommen zu haben und bezeichnete dies als „falsche Darstellung“. Die Polizei habe ihn in einer Wohnung angetroffen, die sich „im unmittelbaren Umfeld“ des Lokals befunden habe. Der Polizeisprecher erklärte am Dienstag: „Wir kennen die Aussage des Herrn Embolo. Wir haben keinen Einsatz in der Nachbarschaft gehabt. Unser Einsatz konzentrierte sich auf das Gebäude des Gastronomiebetriebs.“ Er machte keine Angaben darüber, wo genau die Beamten die Feiernden angetroffen hatten.

Corona in NRW: Wichtiger Wert sinkt - neuer Lockdown-Plan für das Bund-Länder-Treffen

Update vom 19. Januar, 10.30 Uhr: Homeoffice-Pflicht, Ausgangssperre, FFP2-Maskenpflicht? Aus der Beschlussvorlage für das heutige Bund-Länder-Treffen geht hervor, welche neuen Corona-Maßnahmen beschlossen werden sollen - und um wie viele Wochen der Lockdown noch verlängert werden soll.

Update vom 19. Januar, 9 Uhr: Die Städte in NRW haben bereit Corona-Bußgelder in Millionenhöhe angeordnet, wie eine dpa-Umfrage in einigen großen Städten ergab. Allein in Duisburg sollen die Ordnungsbehörden mehr als einen Million Euro an Bußgeldern festgesetzt haben. 400 Ordnungswidrigkeitsverfahren seien dazu eingeleitet worden, besonders häufig, weil Kontaktregeln nicht eingehalten wurden oder eine Maske fehlte, teilte ein Sprecher mit.

Update vom 19. Januar, 8.42 Uhr: Der Inzidenz-Wert für Corona-Neuinfektionen ist in NRW weiter leicht gesunken. In den vergangenen sieben Tagen lag er nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bei 117,7 neuen Ansteckungen pro 100.000 Einwohner. Am Dienstag vor einer Woche hatte die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz noch bei 148,6 gelegen. Schlusslicht bleibt Bielefeld mit einer Inzidenz von 238,2 - allerdings ebenfalls verbessert: Am Vortag hatte der Wert noch bei 283,1 gelegen. Die Gesundheitsämter meldeten 183 weitere Covid-19-Todesfälle für NRW.

Corona in NRW: Virus-Mutation im Kreis Gütersloh nachgewiesen

Update vom 18. Januar, 20.30 Uhr: Im Kreis Gütersloh wurden Infektionen mit der mutierten Virusvariante B.1.351 nachgewiesen. Betroffen ist eine Familie, die sich bei Reiserückkehrern aus Südafrika angesteckt haben soll. Selbst sei aus der Familie niemand nach Südafrika gereist, betont der Kreis Gütersloh. Wie viele Personen infiziert sind, wurde nicht mitgeteilt. Weitere Ansteckungen soll es aber bisher nicht geben; alle Kontaktpersonen befinden sich den Angaben zufolge in Quarantäne.

Update vom 18. Januar, 19.56 Uhr: Die 15-Kilometer-Regel wird in den bisher vier betroffenen Kreisen Höxter, Minden-Lübbecke, Recklinghausen und Oberbergischer Kreis wegen der dort deutlich gesunkenen Corona-Infektionszahlen ab Dienstag zurückgenommen. Die Einschränkungen der persönlichen Bewegungsfreiheit würden ab dem 19. Januar durch eine Änderung der Coronaregionalverordnung aufgehoben, teilte das NRW-Gesundheitsministerium am Montag in Düsseldorf mit. „Hintergrund sind die inzwischen seit mehreren Tagen gesunkenen Infektionszahlen in diesen Kreisen“, erklärte das Ministerium.

Corona in NRW: Bundesligaprofi feiert Corona-Party in Essen

Update vom 18. Januar, 19.21 Uhr: Die Polizei in Essen hat am Wochenende eine Party mit 23 Männern und Frauen in einem - coronabedingt geschlossenen - Ausflugslokal am Baldeneysee aufgelöst. Unter den 15 Frauen und acht Männern soll sich ein Erstliga-Fußballprofi befunden haben - wer, darüber machte die Behörde keine Angaben. Laut Bild soll es sich um Gladbach-Stürmer Breel Embolo handeln. Die Borussia hat den Schweizer Nationalspieler vorsorglich aus dem Kader für die Partie gegen Werder Bremen am Dienstag gestrichen - „Embolo wird erst wieder am Mannschaftstraining teilnehmen, wenn negative Corona-Tests von ihm vorliegen“, heißt es auf der Internetseite des Bundesligisten. Alle 23 Partyteilnehmer erhielten eine Strafanzeige; ob der Betreiber der Gastronomie von der Party wusste, ist noch nicht bekannt. Anwohner hatten sich über laute Musik beschwert.

Update vom 18. Januar, 18.55 Uhr: Wie kommen NRW-Schüler an ihre Halbjahreszeugnisse? Nach Angaben von Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) haben die Schulen Entscheidungsspielraum in dieser Frage in der kommenden Woche. Die Schulen könnten die Zeugnisse auf dem Postweg versenden oder eine Abholung an den Schulen anbieten, wie sie am Montag mitteilte. Mit Zustimmung der Eltern sei auch eine elektronische Übermittlung mit späterer Aushändigung möglich.
„Das vergangene Schulhalbjahr hat fast vollständig im Präsenzunterricht stattgefunden. Daher gibt es Zeugnisse“, erklärte Gebauer.

Update vom 18. Januar, 14.54 Uhr: Wird morgen ein noch härterer Lockdown beschlossen? Die Unternehmensverbände in Nordrhein-Westfalen warnen davor, im Zuge der Corona-Bekämpfung weitere erhebliche Einschränkungen für die Unternehmen zu beschließen. „Unser Land muss dringend aufpassen, dass es seine Wirtschaft nicht komplett abwürgt“, sagte Arndt Kirchhoff von „unternehmer nrw“.  Er bezeichnete eine „starre gesetzliche Verpflichtung zum Homeoffice“ als verfehlt. Homeoffice ist eines der Themen, das bei den Bund-Länder-Beratungen mit Angela Merkel am Dienstag zur Sprache kommen wird.

Corona in NRW: Gesundheitsminister Laumann bei FFP2-Maskenpflicht mit Bedenken

Update vom 18. Januar, 12.19 Uhr: Kurz vor den neuen Bund-Länder-Gesprächen zur Corona-Krise hat sich NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) skeptisch zur FFP2-Masken-Pflicht geäußert. Es sei unzweifelhaft, dass die Masken medizinisch wirkungsvoller seien als Alltagsmasken, sagte Laumann in Düsseldorf. Bevor eine Pflicht beschlossen werde, FFP2-Masken in bestimmten Bereichen zu tragen, müsse aber klar sein, ob sie auch in ausreichenden Mengen zur Verfügung stünden. „Da gibt es unterschiedliche Nachrichten“, gab Laumann zu Bedenken. Es dürfe nicht zu einem Engpass in medizinischen Bereichen kommen oder dort, wo FFP2-Masken aus Arbeitsschutz-Gründen notwendig seien, mahnte Laumann.

Update vom 18. Januar, 11.01 Uhr: Die Corona-Impfungen in den Krankenhäusern sollen auch dem auf Corona-Stationen tätigen Reinigungspersonal angeboten werden. Die Impfungen sollen unabhängig vom Angestelltenverhältnis erfolgen, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. Damit könnten auf den Corona-Stationen die für die Reinigungsarbeiten zuständigen Mitarbeiter ebenso geimpft werden wie Ärzte und Pfleger.

Update vom 18. Januar, 10.43 Uhr: Bis zum Ende der Woche sollen alle Menschen in NRW-Altenheimen, die sich dazu bereit erklärt haben, einmal durchgeimpft sein. Bislang seien in den Altenheimen rund 300.000 Menschen gegen das Coronavirus geimpft worden. NRW-Gesundheitsminister Laumann arbeitet mit den Kassenärztlichen Vereinigungen zudem an einem Konzept, wie Ärzte ältere Menschen in deren Zuhause impfen können. Der Impfstoff ist schwer zu transportieren, doch gemeinsam mit Biontech soll nach einer Lösung gesucht werden.

Corona in NRW: Inzidenz über Wochenende gesunken - nur Bielefeld über kritischem Wert

Update vom 18. Januar, 8 Uhr: Gute Nachrichten zum Wochenstart: In NRW ist die 7-Tage-Inzidenz leicht gesunken und liegt am Montag bei 121, wie aus Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervorging. Inzwischen liegt nur noch eine Stadt in Nordrhein-Westfalen oberhalb der 200er-Schwelle: Der 7-Tage-Wert in Bielefeld beträgt aktuell 283,1. Noch am Mittwoch hatten acht Kreise und kreisfreie Städte in NRW die 200er-Marke überschritten. In Düsseldorf sieht es mit einer Inzidenz von 55,5 am wenigsten gravierend aus im Land. Außerdem meldeten die Gesundheitsämter 32 weitere Covid-19-Todesfälle und 1117 Neuinfektionen für NRW. Die Zahl der akut Infizierten ist um circa 2400 Fälle auf 57.000 gesunken.

Update vom 18. Januar, 07.29 Uhr: Heute starten die Corona-Impfungen bei Ärzten und Pflegern in Kliniken in NRW. Zunächst sollen sich 90.000 Beschäftige aus den besonders von Corona betroffenen Bereichen in Krankenhäusern impfen lassen. Das schließt etwa Isolier- und Intensivstationen und Notaufnahmen mit ein. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) möchte zum Impfstart die Uniklinik Essen besuchen.

Update vom 18. Januar, 7 Uhr: Die Pläne für den verschärften Mega-Lockdown werden konkreter. Im Gespräch sind jetzt etwa eine nächtliche Ausgangssperre für alle und die FFP2-Maskenpflicht in Bus und Bahn. Auch eine Homeoffice-Pflicht „light“ ist demnach geplant. Die nächtliche Ausgangssperre wird in NRW bislang nur selten von Städten und Kreisen angewendet.

Corona in NRW: Inzidenz stabil aber hoch - Impf-Kampagne wird ausgeweitet

Update vom 17. Januar, 17.56 Uhr: Die Corona-Impfkampagne wird am kommenden Montag (18. Januar) in NRW ausgeweitet. Fortan soll auch das Krankenhauspersonal mit einbezogen werden. In einem ersten Schritt können sich zunächst 90.000 Beschäftigte aus den besonders von Corona betroffenen Krankenhausbereichen impfen lassen. Dazu gehört etwa das Personal von Isolier- oder Intensivstationen oder Notaufnahmen. Unterdessen rückt auch der Start der Impfkampagne in den Impfzentren näher. In den kommenden Tagen sollen alle über 80-Jährigen, die zu Hause leben, ein Informationsschreiben bekommen, in dem sie über den Ablauf informiert werden - von der Terminvereinbarung bis hin zur eigentlichen Impfung im jeweiligen Impfzentrum.

Update vom 17. Januar, 16.15 Uhr: Bei Kontrollen der sogenannten 15-Kilometer-Regel haben die Behörden im Oberbergischen Kreis am Wochenende mehrere Verstöße bemerkt. So kontrollierten Ordnungsamt und Polizei etwa in Reichshof bei Gummersbach an gesperrten Zufahrten zu einem Skigebiet. Rund zwei Dutzend Auswärtige, die von der Autobahn kamen, habe man wieder zurückgeschickt, teilten die Beamten am Sonntag mit.

Update vom 17. Januar, 11.45 Uhr: Am Sonntag bleibt die Sieben-Tage-Inzidenz in NRW stabil - aber auf einem hohen Niveau. Das RKI gibt den wichtigen Wert aktuell mit 123,0 Fällen pro 100.000 Einwohnern an. Am Samstag lag er mit 122,1 nur geringfügig niedriger. Nur noch Bielefeld (284,0) und Bottrop (230,5) liegen laut RKI über der 200er-Schwelle. Am Mittwoch waren das noch acht Kreise und kreisfreie Städte.

Die Zahl der Neuinfektionen, die dem RKI innerhalb eines Tages gemeldet wurden, betrug 3228 und war damit ähnlich hoch wie am Samstag. Zudem wurden weitere 58 Todesfälle von Menschen verzeichnet, die in NRW an oder mit dem Coronavirus gestorben sind. Die Gesamtzahl erreichte 9091. An Wochenenden werden allerdings oft weniger Fälle registriert als an Werktagen.

Update vom 16. Januar, 12 Uhr: Der Sieben-Tage-Inzidenz-Wert ist in NRW am Samstag leicht gesunken. Die Zahl, die angibt, wie viele Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen erfasst wurden, liegt bei 122,1. Das geht aus den Angaben des Robert-Koch-Instituts hervor. Am Freitag lag der Wert noch bei 128, vor einer Woche bei 142,4. Nur noch zwei NRW-Städte liegen laut RKI über der 200er-Schwelle: Bielefeld (279,5) und Bottrop (223,7). Noch am Mittwoch hatten acht Kreise und kreisfreien Städte über dem kristischen Wert gelegen. Die Zahl der Neuinfektionen, die dem RKI innerhalb eines Tages gemeldet wurden, lag bei 3334 - und damit um mehr als 1000 Fälle niedriger als am Freitag. Die Zahl der Menschen, die in NRW an oder mit dem Coronavirus gestorben sind, stieg um 195 auf 9033.

Corona in NRW: Rund ein Drittel der Kinder noch in Kita

Update vom 16. Januar, 08.26 Uhr: Nur noch etwas mehr als sein Drittel der Kinder in NRW wird derzeit in einer Kindertagesstätte betreut. Das teilte das NRW-Familienministerium der Rheinischen Post mit. Familienminister Joachim Stamp (FDP) hatte bei den Kitas auf ein Betretungsverbot verzichtet und an die Eltern appelliert, ihre Kinder wenn möglich zuhause zu betreuen.

Update vom 15. Januar, 17.10 Uhr: NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat sich gegen vorgezogene Bund-Länder-Gespräche zum Corona-Lockdown ausgesprochen. „Ich finde nicht, wir sollten als Politiker immer dann, wenn ein neuer Lockdown in Kraft getreten ist, schon nach wenigen Tagen über die Frage reden: Wie geht es denn weiter?“, sagte Laumann am Freitag dem WDR-Magazin „Westpol“.

Laumann will erst die Entwicklung der täglichen Infektionszahlen abwarten. „Und ich würde sagen, diese Entscheidung sollte man um den 25. Januar treffen, aber nicht vorher“, sagte Laumann. Am Dienstag werden Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten zu Beratungen zusammenkommen. Eine weitere Verschärfung des Lockdowns ist offenbar geplant.

Corona in NRW: Sieben-Tage-Inzidenz gesunken

Update vom 15. Januar, 9.03 Uhr: Die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen ist in Nordrhein-Westfalen etwas gesunken. Stand Freitag lag die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz landesweit bei 128, wie aus Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorging. Am Donnerstag hatte dieser Wert bei 131,2 gelegen, am Mittwoch bei 141,8. Deutschlandweit lag die Inzidenz am Freitag bei 146,1.

Zwei Städte und ein Kreis in NRW lagen den RKI-Zahlen zufolge über der 200er-Schwelle: Bielefeld (287), Bottrop (212,6) und der Oberbergische Kreis (202,5). Am Donnerstag hatte auch noch der Kreis Recklinghausen diese Schwelle übertroffen, nun lag er aber mit 182,7 darunter. Am Mittwoch hatten sogar acht Kreise und kreisfreie Städte in NRW über der 200er-Marke gelegen.

Die Zahl der Neuinfektionen, die dem RKI innerhalb eines Tages gemeldet wurden, lag bei 4551 - und damit leicht höher als Donnerstag. Die Zahl der Menschen, die in NRW an oder mit dem Coronavirus gestorben sind, stieg um 253 auf 8838. Am Donnerstag waren 183 neue Todesfälle verzeichnet worden.

Corona in NRW: Schon mehr als 215.000 Menschen geimpft

Update vom 14. Januar, 18.10 Uhr: Die Verdopplung der Kinderkrankentage für Eltern begrüßt NRW-Familienminister Joachim Stamp, (FDP), doch er sieht auch Verbesserungsbedarf. Die Regelung müsse auch für die Kindertagespflege gelten, sagte Stamp am Donnerstag. Dies habe Bundesministerin Franziska Giffey (SPD) ausdrücklich zugesagt.

Kritisch sehe er auch, dass Beamte, Selbstständige und Freiberufler in der Regelung der Bundesregierung „leider nicht berücksichtigt“ seien. Die NRW-Landesregierung suche daher derzeit nach Lösungen, damit alle erwerbstätigen Eltern von betreuungspflichtigen Kita- und Schulkindern entlastet würden.

Update vom 14. Januar, 16.08 Uhr: 215 587 Menschen sind in NRW gegen das Coronavirus geimpft.  Diese Zahl mit dem Datenstand 13. Januar nannte eine Sprecherin des NRW-Gesundheitsministeriums am Donnerstag auf Anfrage der dpa. Die vergleichsweise niedrigen Zahlen für NRW in der Länderübersicht des Robert Koch-Instituts (RKI) erklärte sie mit einem Meldeverzug. Die Impfungen erfolgten zurzeit ausschließlich durch mobile Impfteams in den Pflegeeinrichtungen des Landes. „Hier kommt es zurzeit noch zu Meldeverzügen, bis die Zahl der täglich geimpften Menschen mit dem dazu erforderlichen Datensatz an das RKI übertragen werden kann.“

In der jüngsten Übersicht des RKI werden für NRW mit Meldestand 13. Januar hingegen nur 142.066 Impfungen ausgewiesen. Pro 1000 Einwohner sind das demnach 7,9. Nur für Thüringen (6,6) und Baden-Württemberg werden (7,4) niedrigere Werte ausgewiesen. Das ist deutlich unter dem errechneten Bundesdurchschnitt von 10,1 Impfungen je 1000 Einwohner. Rund zweieinhalb Wochen nach dem Start der Corona-Impfkampagne haben demnach über ein Prozent der Einwohner in Deutschland die erste Dosis erhalten. „Wir gehen jedoch davon aus, dass mit der Aufnahme der Arbeit in den stationären Impfzentren der Meldeverzug deutlich abgebaut werden kann“, ergänzte die Sprecherin des NRW-Ministeriums.

Update vom 14. Januar, 14.22 Uhr: Die Stadt Köln hat Weiberfastnacht (11. Februar), Rosenmontag (15. Februar) und Karnevalsdienstag (16. Februar) für ihre Mitarbeiter zu regulären Arbeitstagen erklärt.  „Ohne die Brauchtumsfeierlichkeiten an Rosenmontag entfällt der Grund für eine Dienstbefreiung bei der Stadtverwaltung“, erklärte die Stadt am Donnerstag. Als öffentliche Arbeitgeberin wolle man zudem den „Respekt gegenüber den massiven Einschränkungen, Einschnitten und Sorgen zum Ausdruck bringen, von denen Arbeitnehmende und Unternehmen in Köln betroffen sind.“ Um die Leistungen der Mitarbeiter in der Pandemie anzuerkennen, führe man aber Gespräche über einen Ausgleichstag, so die Stadt. Bereits am Dienstag hatte die Landesregierung entschieden, dass es in NRW-Landesbehörden an Rosenmontag kein dienstfrei geben wird.

Corona in NRW: Impfung von Pflegekräften kann früher beginnen

Update vom 14. Januar, 14.19 Uhr: Die Impfung von Ärzten und Pflegern in den Krankenhäusern kann Angaben des NRW-Gesundheitsministeriums früher beginnen. Die eingetroffene erste Lieferung des Corona-Impfstoffes der Firma Moderna solle zeitnah für Impfungen genutzt werden, erklärte eine Ministeriumssprecherin am Donnerstag auf Anfrage. Daher habe man sich dazu entschieden, die Unikliniken anzuschreiben und ein Impfangebot bereits vor dem 18. Januar zu machen, sofern diese bereits dazu organisatorisch vorbereitet sind. Für den großflächigen Impfstart in den besonders von Covid-19 betroffenen Bereichen der Krankenhäuser sei weiterhin der Montag vorgesehen.

Update vom 14. Januar, 12.27 Uhr: 55 Mitarbeiter eines fleischverarbeitenden Betriebes in Frechen bei Köln haben sich mit Corona infiziert. Am 28. Dezember sei bei einer der Mitarbeiterinnen eine Covid-19-Erkrankung nachgewiesen worden, teilte der Rhein-Erft-Kreis am Donnerstag mit. Daraufhin seien die Mitbewohner in einer Gemeinschaftsunterkunft getestet worden. Bisher wurden bei diesen Tests 55 Infektionen nachgewiesen. Das Gesundheitsamt hat für alle in der Produktion arbeitenden Beschäftigten eine Quarantäne angeordnet.

Update vom 14. Januar, 10.50 Uhr: Nachdem Bayern verkündet hatte, eine Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken einzuführen, schossen bei einigen Onlinehändlern, etwa auf Amazon, die Preise für solche Masken in die Höhe. Ein Experte für E-Commerce und der Apothekerverband Westfalen-Lippe geben jeweils eine Einschätzung, ob es wegen erhöhter Nachfrage jetzt zum Preis-Schock für Verbraucher kommt.

Corona in NRW: Flughafen-Flaute

Update vom 14. Januar, 10.08 Uhr: NRWs Flughäfen stecken tief in einer Corona-Flaute. Die Zahl der Fluggäste sank im November 2020 auf 140.000 - im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 1,4 Millionen. Das Passagieraufkommen sank damit wieder auf das Niveau des ersten Lockdowns im April und Mai. Am kleinsten NRW-Airport, Paderborn/Lippstadt, stiegen im November lediglich 91 Passagiere in abfliegende Maschinen. Das waren 99.3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Der größte NRW-Flughafen Düsseldorf zählte gut 77 000 abfliegende Passagiere, 90,9 Prozent weniger als im November 2019. Kaum noch Flugverkehr gab es aus NRW zu Zielen im Inland. Zu anderen deutschen Flughäfen starteten nur rund 23.500 Passagiere, ins Ausland waren es gut 116.000.

Update vom 14. Januar, 9.20 Uhr: Laut RKI weisen noch vier Kommunen und Landkreise in NRW am Donnerstag einen Inzidenzwert über 200 aus: Bielefeld (291,4), Bottrop (212,6), der Oberbergischen Kreis (209,9) und der Kreis Recklinghausen (207,3) verzeichnen demnach mehr als 200 Corona-Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Am Mittwoch hatten noch acht Städte und Kreise über der kritischen Schwelle gelegen. Landesweit ging der Sieben-Tage-Wert auf 131,2 zurück (Vortag: 141,8). Die Zahl der Neuinfektionen, die dem RKI innerhalb eines Tages gemeldet wurden, lag bei 4.144. Zudem stieg die Zahl der Menschen, die an oder mit Corona gestorben sind, um 183 auf 8.585.

Corona in NRW: Laschet rechnet mit längerem Lockdown

Update vom 14. Januar, 8.05 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) stimmt die Bevölkerung auf einen längeren Corona-Lockdown ein. „Völlig klar: Die Lage ist sehr ernst. Es wäre falsch, jetzt etwas auszuschließen“, sagte der Bewerber für den CDU-Bundesvorsitz dem Kölner Stadt-Anzeiger auf die Frage, ob die Einschränkungen schlimmstenfalls bis Ostern gelten. Ob das denkbar ist, dazu hatte sich auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bereits recht drastisch geäußert.

Frühestens ab Sonntag (17. Januar) werde es laut Laschet ein „realistisches Bild“ von den Corona-Infektionszahlen geben, womit auch das Geschehen der Feiertage abgebildet werde. Derzeit sei auch noch nicht bekannt, wie sich das mutierte Virus aus Großbritannien auf die Infektionslage auswirke.

Laschet appellierte zugleich an das Personal von Kliniken und Pflegeheimen, sich impfen zu lassen. „Die Impfbereitschaft gerade bei Pflegekräften ist noch zu niedrig. Das muss deutlich besser werden.“

Corona in NRW: Einschränkung des Bewegungsradius stößt auf Kritik - Eilantrag vor Oberverwaltungsgericht

Update vom 13. Januar, 18.58 Uhr: Die Einschränkung des Bewegungsradius für Menschen in Corona-Hotspots stößt auf heftige Kritik. Jetzt muss sich ein NRW-Gericht mit der 15-km-Regel befassen. Ein Bewohner des betroffenen Kreises Recklinghausen hat einen Eilantrag vor dem Oberverwaltungsgericht Münster gestellt.

Update vom 13. Januar, 15.47 Uhr: Biontech wird den Corona-Impfstoff demnächst auch in NRW produzieren. Der US-Pharmakonzern Baxter habe einen entsprechenden Auftrag für sein Werk in Halle in Westfalen erhalten, sagte der Personalchef des Werks, Jürgen Fleischer, am Mittwoch auf Anfrage. Der Produktionsstart werde voraussichtlich im März sein.

Baxter stellt in Halle vor allem Krebsmedikamente her. Eine Produktionslinie werde auf die Produktion von Impfstoffen umgestellt. Die Zahl der Impfdosen, die in Halle produziert werden soll, nannte Fleischer nicht. Auch eine Biontech-Sprecherin machte dazu keine Angaben. In dem Werk in Halle sind rund 800 Mitarbeiter beschäftigt. Dort soll künftig noch ein weiterer Corona-Impfstoff produziert werden, und zwar vom US-Unternehmen Novavax. Dieser Impfstoff sei aber noch nicht zugelassen, sagte Fleischer.

Corona in NRW: Bewegungsradius in vier Hotspot-Regionen eingeschränkt - Zahlen auf hohem Niveau

Update vom 13. Januar, 12.54 Uhr: Die Corona-Mutation aus Südafrika ist erstmals in NRW nachgewiesen worden. Betroffen sei eine Familie aus Bottrop, wie die Stadt bereits am Montag mitgeteilt hatte. Nach Angaben einer Sprecherin vom Mittwoch hatte das Landeszentrum für Gesundheit (LZG) die Stadt am Sonntag darüber informiert, dass die vier Familienmitglieder - Vater, Mutter und zwei Kinder - nachweislich mit der Virusvariante infiziert seien, die zuerst ist Südafrika nachgewiesen worden war. Inzwischen gehe es allen wieder gut.

Nach Angaben der Stadt war der Vater vor Weihnachten aus beruflichen Gründen in Südafrika. Nach seiner Rückkehr habe er sich am Frankfurter Flughafen auf das Coronavirus testen lassen - mit negativem Ergebnis. Als er kurz darauf jedoch typische Krankheitssymptome entwickelte, sei ein zweiter Corona-Test gemacht worden, der positiv ausgefallen sei. Der Mann, der sich nach seiner Rückkehr in häusliche Quarantäne begeben habe, habe auch seine Familie angesteckt. Das Gesundheitsamt habe PCR-Abstriche der Familie in einem Referenzlabor des RKI überprüfen lassen, wo dann die Virusvariante nachgewiesen worden sei.

Corona in NRW: Bewegungsradius in vier Hotspot-Regionen eingeschränkt

Update vom 12. Januar, 8.18 Uhr: Die Zahl der NRW-Kommunen mit Inzidenzen über 200 liegt auch am Mittwoch bei acht. Das Robert-Koch-Institut zählt am Morgen  Bielefeld (283,1), den Kreis Höxter (221,7), den Oberbergischen Kreis (219,1), Bottrop (212,6), die Kreise Mettmann (212,5) und Minden-Lübbecke (209,4), Gelsenkirchen (202,6) sowie Recklinghausen (202,4) als Hotspots. Vier betroffene Landkreise wenden seit Dienstag die 15-Kilometer-Regel an.

Auch für ganz NRW blieb die wichtige Kennziffer für Corona-Neuinfektionen auf hohem Niveau stabil. Mit Stand vom Mittwoch gab es 141,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche, wie aus den RKI-Zahlen hervorging. Der Wert lag nur geringfügig unter dem des Vortags, der 148,6 betragen hatte. Die Zahl der Neuinfektionen, die dem RKI innerhalb eines Tages gemeldet wurden, lag bei 3657. Zudem stieg die Zahl der Menschen, die an oder mit Corona gestorben sind, um 221 auf 8402.

Update vom 12. Januar, 19.42 Uhr: In Deutschland und Nordrhein-Westfalen gelten seit Wochen harte Regeln im Alltag, doch das Coronavirus lässt sich kaum eindämmen. Im Gegenteil: Es wächst bereits die Sorge vor einem Lockdown bis Ostern. Um die Corona-Pandemie einzudämmen, verpflichtet Bayern nun seine Bewohner zum Tragen von FFP2-Masken da, wo es besonders eng zugeht: im öffentlichen Nahverkehr und im Supermarkt. Wird FFP2 bald auch in NRW zur Pflicht

Corona in NRW: Moderna-Impfstoff eingetroffen

Update vom 12. Januar, 18.19 Uhr: Die erste Lieferung des Impfstoffs von Moderna ist in NRW eingetroffen. Es handelt sich um 13.200 Impfdosen mit denen zunächst 6.600 Personen geimpft werden können (es ist eine zweite Impfung nötig, sodass die Impfdosen zur Hälfte zurückgehalten werden müssen).

Update vom 12. Januar, 17.04 Uhr: Der Kreis Höxter wurde heute von Anfragen aus der Bevölkerung überflutet. Der Grund: die 15-Kilometer-Regel. „Die Regionalverordnung ist so plötzlich und schnell erlassen worden, dass die Bürgerinnen und Bürger bei uns im Kreis keine Möglichkeit hatten, sich rechtzeitig zu informieren und darauf vorzubereiten“, erklärte der Landrat des Kreises Höxter, Michael Stickeln (CDU), am Dienstag. Die Bürger hätten sich verunsichert gezeigt, weil ihnen nicht klar war, was genau erlaubt und verboten ist. Auch der Kreis Minden-Lübbecke berichtete von zahlreichen Anfragen der Bürger.

Corona in NRW: Klage gegen Distanzunterricht

Update vom 12. Januar, 16.07 Uhr: Es gibt eine erste Klage gegen den Distanzunterricht in NRW. Eine Grundschülerin der 4. Klasse aus Köln will nach Angaben des Oberverwaltungsgerichts per Eilverfahren erreichen, dass die entsprechende Passage in der Coronabetreuungsverordnung außer Vollzug gesetzt wird. Begründung: Vereinsamung, fehlender Kontakt zu den Mitschülern und die Qualität des Unterrichts.

Update vom 12. Januar, 15.59 Uhr: Ministerpräsident Armin Laschet hat seinen Corona-Kurs in NRW in einer Sondersitzung des Landtages verteidigt. Vor allem die Opposition hatte jüngst viel Kritik geäußert. Dazu fand Laschet deutliche und auch in Richtung SPD auch scharfe Worte.

Update vom 12. Januar, 10.36 Uhr: Die neue Corona-Regionalverordnung in NRW zur Einschränkung des Bewegungsradius in Hotspots ist aus Sicht der SPD „halbherzig und schlecht gemacht“. Die am späten Montagabend veröffentlichte Regelung schaffe „mehr Verwirrung als Klarheit“, kritisierte SPD-Landtagsfraktionschef Thomas Kutschaty im Morgenecho von WDR 5.

Corona in NRW: Bewegungsradius in Hotspots eingeschränkt - immer mehr Regionen über kritischem Wert

Update vom 12. Januar, 9.30 Uhr: In NRW wächst die Zahl der Regionen mit mehr als 200 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Am Dienstag wies das Robert Koch-Institut (RKI) zusätzlich Mettmann (216,2) in dieser Risikogruppe aus, neben dem Oberbergischen Kreis (239,7), Bielefeld (238,8), Gelsenkirchen (238) sowie den Kreisen Höxter (233,2), Minden-Lübbecke (217,8) und Recklinghausen (212,7) und Bottrop (211,8). Herne, Oberhausen und der Kreis Güterloh lagen mit Werten oberhalb 194 ebenfalls nah an der Schwelle.

Die Zahl der Neuinfektionen, die dem RKI innerhalb eines Tages gemeldet wurden, lag bei 2301. Die Gesamtzahl der in NRW registrierten Corona-Fälle erhöhte sich damit auf fast 432.000. Zudem stieg die Zahl der Menschen, die an oder mit Corona gestorben sind, um 203 auf 8181.

Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz blieb mit 148,6 weit entfernt von der Zielmarke von maximal 50. Im Vergleich zur Vorwoche verschlechterte sich die Neuinfektionsrate. Am Dienstag vergangener Woche hatte sie bei 117 gelegen. Eine Interpretation der Daten bleibt aber schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden.

Corona in NRW: Bewegungsradius-Regel beschlossen - für diese Hotspots

Update vom 11. Januar, 21.46 Uhr: Das Gesundheitsministerium hat die Bewegungsradius-Regel für NRW beschlossen. Die neue Maßnahme gilt am morgen, 12. Januar, in den jetzigen Hotspots: Kreis Höxter, Kreis Minden-Lübbecke, Oberbergischer Kreis und Kreis Recklinghausen.

Warum die zunächst ebenfalls aufgeführten Städte Bottrop, Gelsenkirchen und Bielefeld nun nicht mehr von der sogenannten „Corona-Leine“ betroffen sind, ist derzeit noch unklar. In einem früheren Entwurf der Verordnung, der wa.de vorliegt, waren sie noch genannt.

Unsere vorhergegangene Berichterstattung zu Corona im NRW (bis 11. Januar) finden Sie in diesem News-Ticker. - mit Material der dpa

Rubriklistenbild: © dpa/Christian Charisius

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