Gegen Lockerungen

Dritte Corona-Welle in NRW: Ministerpräsident Laschet mit düsterer Prognose zum Lockdown

Armin Laschet warnt vor einer dritten Corona-Welle wenn der Lockdown zu früh beendet würde. Die Prognose des NRW-Ministerpräsidenten ist düster.

Düsseldorf - Bei einer NRW-Landtagssitzung hat Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) ausdrücklich vor einer dritten Corona-Welle gewarnt. „Wir müssen unbedingt verhindern, dass es zu einer dritten Welle kommt“, betonte der neue CDU-Parteivorsitzende. Bereits die zweite Corona-Welle sei merklich heftiger gewesen als die erste. Es habe nicht nur mehr Infektionen gegeben, sondern vor allem mehr schwerere Verläufen und deutlich mehr Todesfälle. (News zum Coronavirus)

BundeslandNordrhein-Westfalen (NRW)
Einwohnerca. 17,9 Millionen
MinisterpräsidentArmin Laschet

NRW im Corona-Lockdown: Dritte Welle? Armin Laschet spricht drastische Warnung aus

Die Warnung des Ministerpräsidenten bezieht sich zugleich auf mögliche Lockerungen im Corona-Lockdown. „Vorschnelle Öffnungen, die das Erreichte gefährden könnten, wird es nicht geben“, erklärte Armin Laschet und verwies damit auf die Beschlüsse des jüngsten Bund-Länder-Treffens, bei dem die Maßnahmen verlängert und zum Teil verschärft wurden. In NRW gilt seit dem 25. Januar eine neue Corona-Schutzverordnung. Vor allem, was das Tragen der Corona-Schutzmasken betrifft, haben sich die Corona-Regeln geändert.

Besonders besorgt zeigte sich Armin Laschet wegen der mutierenden Coronavirus-Varianten. Unter deren Berücksichtigung werde eine dritte Welle noch heftiger ausfallen. Zuletzt wurde etwa im Oberbergischen Kreis eine Corona-Mutante nachgewiesen*, die besonders ansteckend sein soll. Das Marienhospital in Steinfurt veranlasste am Dienstag einen Corona-Massentest, nachdem es auch dort den Verdacht auf eine Virus-Mutation gegeben hatte.

NRW im Corona-Lockdown - Armin Laschet: „Die Maßnahmen wirken“

Armin Laschet, dessen Auftritte als neuer CDU-Chef nun noch mehr Beachtung finden, erklärte zudem, dass es keinen Langzeitplan geben könne. Dafür gebe es zu viel Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Auftreten Virus-Mutationen und Impfstoff-Lieferschwierigkeiten bei den Pharmakonzernen. Doch die aktuelle Entwicklung der Corona-Zahlen in NRW mache Mut, Armin Laschet verwies dazu auf die aktuelle Sieben-Tages-Inzidenz in Nordrhein-Westfalen. Die RKI-Inzidenz liegt mit 93,1 sogar noch knapp unter dem bundesweiten Durchschnitt. Dort ist ebenfalls ein langsamer, aber stetiger Rückgang zu beobachten. „Das ist ein Hoffnungssignal. Das heißt, die Maßnahmen wirken“, betonte Laschet.

Armin Laschet warnt vor einer dritten Welle. Ein erneuter Corona-Ansturm könnte fatale Folgen haben.

In seiner Rede im Landtag ging Laschet auch auf die schulische Situation ein. Einmal mehr verteidigte er die Entscheidung, den Distanzunterricht bis zum 14. Februar zu verlängern. „Wir tun, was wir können, damit insbesondere die Grundschulkinder bald wieder in die Schulen können“. Als Beispiele nannte er die Nachbarländer Hessen und Rheinland-Pfalz, in denen Schulunterricht vor Ort bedingt wieder stattfindet. Schulministerin Yvonne Gebauer wich von ihren bisherigen Ankündigungen ab. Sie schließt plötzlich auch Wechselunterricht nicht mehr aus.

Gegen eine dritte Welle mit gravierenden Folgen spricht die Corona-Massenimpfung, die am 8. Februar auch außerhalb von Seniorenheimen und Kliniken in NRW anlaufen soll. Einige Menschen über 80 haben dafür bereits einen Termin ergattert, doch es gab auch Probleme bei der Impf-Anmeldung. Wer einen Impftermin benötigt, sollte vor allem den Überblick und die Ruhe bewahren. Mit Schwierigkeiten war bereits im Vorfeld zu rechnen. - *come-on.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Federico Gambarini / dpa

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