Aktuelle Fallzahlen

Corona in NRW: Zwei Kreise wegen hoher Inzidenz unter Top 5 in Deutschland

Die Inzidenzstufe 0 hat vorerst ausgedient. Die Corona-Zahlen in NRW steigen wieder. Auch am Wochenende setzt sich der Trend der vergangenen Tage fort.

NRW – Der Sommer fühlte sich kurz an, wie aus der Zeit vor Corona. Doch die neu geschaffene Inzidenzstufe 0, die annähernd ein Leben wie vor der Pandemie ermöglichen sollte, gilt bereits ab Montag (26. Juli) nicht mehr. Alle Kreise und Städte in Nordrhein-Westfalen kehren in Inzidenzstufe 1 zurück*. Darüber dürfte man sich besonders im Kreis Unna ärgern, berichtet RUHR24*.

Corona in NRW: Inzidenz steigt weiter – Kreis Unna im Ruhrgebiet ist „Corona-Coldspot“

Denn das RKI wies die Sieben-Tage-Inzidenz für den Kreis Unna am Samstagmorgen (24. Juli) mit 5,3 aus – ein Minus von 0,5 im Vergleich zum Vortag. Kein anderer NRW-Kreis hatte einen niedrigeren Inzidenzwert. Doch im bevölkerungsreichsten Bundesland gibt es mehrere Sorgenkinder, die den Landesschnitt in die Höhe treiben.

Prekär ist die Corona-Lage in Solingen. Die Stadt wurde schwer von der Hochwasser-Katastrophe erwischt. Die steigenden Corona-Fallzahlen sind auch eine Folge der unvermeidbaren Kontakte und der schwierigen Kontaktnachverfolgung während der Flut und der anschließenden Aufräumarbeiten. Die Konsequenzen spürt die Stadt ab Montag.

Corona in NRW: Solingen muss in Inzidenzstufe 3 – Düsseldorf wohl ab Dienstag in Inzidenzstufe 2

Dann gelten in Solingen nämlich wieder die Regeln der Inzidenzstufe 3 des nordrhein-westfälischen Gesundheitsministeriums. Das bedeutet unter anderem: Treffen im öffentlichen Raum sind ohne Begrenzung nur noch für Angehörige aus zwei Haushalten erlaubt. In der Außengastronomie herrscht Test- und Platzpflicht. Im nicht zur Grundversorgung gehörenden Einzelhandel wird die Zahl der Kunden pro Quadratmeter reduziert.

In der Landeshauptstadt Düsseldorf steigt die Sieben-Tage-Inzidenz ebenfalls rasant. Am Samstag lag der Wert laut RKI bei 40,8 – ein Plus von 1,8 im Vergleich zum Vortag. In der Metropole am Rhein gilt deshalb voraussichtlich ab Dienstag (27. Juli) die Inzidenzstufe 2. Hier sind die Regeln der jeweiligen Inzidenzstufen in NRW im Überblick*.

In Düsseldorf werden die Corona-Regeln voraussichtlich ab Dienstag verschärft.

Ein ähnliches Schicksal wie Düsseldorf könnte bald auch Köln ereilen. In der größten Stadt des Landes stieg die Sieben-Tage-Inzidenz im Vergleich zum Freitag um 1,8 auf 31,4. Die Millionenstadt nähert sich seit Tagen dem für die Inzidenzstufe 2 ausschlaggebenden Grenzwert von 35 (mehr Corona-News aus NRW* bei RUHR24).

Corona in NRW: Sieben-Tage-Inzidenz in Dortmund und Essen nur knapp über 12

Im Ruhrgebiet hat es in Hamm in den vergangenen sieben Tagen die meisten Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gegeben. Der Inzidenzwert lag hier am Samstag bei 22,2. In Duisburg lag der Wert bei 14,2, in Bochum bei 13,7, in Dortmund bei 12,7 und in Essen bei 12,4.

Deutschlandweit stieg die Sieben-Tage-Inzidenz am Samstag um 0,4 auf 13,6. Eine Woche zuvor hatte sie noch bei 9,4 gelegen. Nordrhein-Westfalen* lag mit einem Anstieg um 0,7 auf 16,8 über dem bundesweiten Schnitt. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 stieg bundesweit um 28 auf insgesamt 91.520 – vier davon wurden aus NRW gemeldet.

Neben „Deutschland-Spitzenreiter“ Solingen lagen auch der Landkreis Lüneburg (51,0) und die Stadt Kaiserslautern (50) bei oder über einem Wert von 50. In 12 Kreisen lag der Inzidenzwert am Samstag hingegen bei 0,0. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Arnulf Stoffel/dpa

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