ADAC warnt für das lange Wochenende

An Christi Himmelfahrt droht das Stau-Chaos: Corona-Besonderheit sorgt für Gefahr auf den Autobahnen

Das erste lange Wochenende nach den Coronavirus-Lockerungen wartet an Christi Himmelfahrt auf Deutschland. Der ADAC warnt vor Stau - und einer Gefahr.

  • Christi Himmelfahrt könnte für einen Reise-Boom in Deutschland sorgen.
  • Der ADAC warnt vor Stau auf mehreren Autobahnen in ganz Deutschland und nennt genaue Spitzenzeiten.
  • Unterdessen dürfte eine Coronavirus-Besonderheit für eine Gefahr an Sonn- und Feiertagen sorgen.

Dortmund - Christi Himmelfahrt ist in allen Bundesländern ein Feiertag. Weil der Tag in jedem Jahr auf einen Donnerstag (21. Mai) fällt, nutzen ihn viele für ein langes Wochenende. Die Lust auf eine Alltagsflucht ist bei vielen nach den Corona-Lockerungen ohnehin besonders hoch - was wiederum für Staugefahr auf den Autobahnen sorgt, berichtet RUHR24.de.*

ADAC

Hauptstandort

München

Mitglieder

21 Millionen (2019)

Vorsitz

Dr. August Markl

Rechtsform

Eingetragener Verein

Gründer

Hans Cartographer

Der ADAC, der die Preise von Tankstellen wie Shell, Esso und Aral getestet hat, warnt für die Tage zwischen dem 20. und dem 24. Mai und weist auf eine coronabedingte Besonderheit in diesem Jahr hin. Denn Autofahrer müssen damit rechen, dass sie am Feiertag und auch am Sonntag auf Lkw treffen. "Das sonst übliche Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Lkw ist während der Corona-Krise aufgehoben", heißt es vom Automobilclub.

Christi Himmelfahrt: ADAC warnt vor Stau

Dass es so voll wird, wie an "normalen" Christi-Himmelfahrts-Wochenenden, glauben die Verkehrsexperten aber nicht. In den Ballungszentren sei dennoch mit vollen Straßen zu rechnen. Und dann sind da ja auch noch die deutschlandweit 670 Baustellen, die den Verkehrsfluss ausbremsen.

Auf folgenden Autobahnen rechnet der ADAC mit der größten Staugefahr:

  • A1: Köln - Bremen - Hamburg - Lübeck
  • A2: Berlin - Hannover - Dortmund
  • A3: Köln - Frankfurt - Würzburg - Nürnberg
  • A4: Kirchheimer Dreieck - Erfurt - Chemnitz - Dresden
  • A5: Hattenbacher Dreieck - Darmstadt - Karlsruhe
  • A6: Mannheim - Heilbronn - Nürnberg
  • A7: Hamburg - Hannover und Würzburg - Füssen/Reutte
  • A7: Hamburg - Flensburg
  • A8: Karlsruhe - Stuttgart - München - Salzburg
  • A9: München - Nürnberg - Berlin
  • A95 /B2: München - Garmisch-Partenkirchen
  • Fernstraßen von und zur Küste
  • Großräume Hamburg, Berlin, Köln, Frankfurt, Stuttgart, München

Während Christi Himmelfahrt (hier erfahrt ihr die Bedeutung des Feiertags)* erst am Donnerstag ist, rechnet der ADAC bereits einen Tag vorher, also schon am Mittwoch (20. Mai) mit ersten Stau-Spitzen. Zwischen 13 und 19 Uhr sollte man also an den entsprechenden Stau-Hot-Spots aufpassen.

Christi Himmelfahrt: Mehrere Bundesländer haben Schulfrei

Wichtig zu wissen: In den Bundesländern Berlin, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen ist der Tag nach dem Feiertag, Freitag (22. Mai) offiziell schulfrei. Gut möglich, dass an diesem Tag auch viel Verkehr in Richtung Touristenhochburgen stattfindet. Erste Urlaubsorte an Nord- und Ostsee machen nämlich nach dem Corona-Lockdown so langsam wieder auf.* 

Aber: Von allen vier Tagen des langen Wochenendes soll es am Freitag laut ADAC am ruhigsten auf den Fernverkehrsstraßen werden. Auch an Fronleichnam könnte es auf den Autobahnen in NRW voll werden. Wo Stau durch Ferienverkehr droht. 

Interessant: Tanken im Ausland - in welchen Urlaubs- und Nachbarländern von Deutschland das Tanken günstiger ist. 

Coronavirus: Weltweite Reisewarnung gilt auch über Christi Himmelfahrt

Weil für alle nicht notwendigen, touristischen Reisen ins Ausland bis Mitte Juni 2020 noch eine weltweite Reisewarnung des Auswärtigen Amtes gilt, werden die Deutschen an Christi Himmelfahrt die Außengrenzen größtenteils wohl nicht überschreiten. Heißt: Millionen Deutsche machen Urlaub und Ausflüge in heimischen Ferienregionen - auch wenn die Grenzen derzeit nur noch sporadisch kontrolliert werden.

Hinzu kommen regionale Besonderheiten: Unterwegs sind an diesem Wochenende auch Autofahrer aus Hamburg und Sachsen-Anhalt. In Hamburg enden die Ferien, in Sachsen-Anhalt dauern diese noch eine Woche.

Während der Corona-Krise dürfen Lkw auch an Sonn- und Feiertagen fahren - was für mehr Staugefahr am Christi-Himmelfahrts-Wochenende sorgt.

Große Gefahr für Stau gibt es nicht nur zur Anreise in entsprechende Urlaubsregionen, sondern auch am Sonntag (24. Mai), dem Abreisetag. Zwischen 16 und 19 Uhr erwartet der ADAC - der zuletzt Kindersitze getestet hat - das höchste Verkehrsaufkommen.

*RUHR24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Philip Ruopp/dpa, Rolf Vennenbernd/dpa; Collage: RUHR24.de

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