Keine Verletzten nach Salzsäure-Austritt

Chemieunfall im Kraftwerk Westfalen geht glimpflich aus

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Feuerwehreinsatz am Kraftwerk Westfalen.

[Update 14.50 Uhr] Hamm - Nach einem Chemieunfall am RWE-Kraftwerk Westfalen in Uentrop musste die Feuerwehr mit mehreren Fahrzeugen und 32 Kräften anrücken. Trotz großer Unruhe: Verletzt wurde niemand.

Die Feuerwehr und der RWE-Konzern bestätigten Informationen unserer Redaktion, nach denen im Bereich des Kraftwerks am Montagvormittag Salzsäure ausgetreten war. Nach dem Vorfall wurde im Kraftwerk um 11.20 Uhr Alarm ausgelöst, sagte RWE-Sprecher Olaf Winter. Es habe sich um insgesamt 50 Liter Salzsäure gehandelt, die dann verdampft seien. Man habe direkt die Berufsfeuerwehr angefunkt. Auch die Dekontaminationseinheit (ABC-Zug) für Reinigungsarbeiten wurde hinzu gezogen.

Laut Wolfgang Rumpf vom Lagedienst der Hammer Feuerwehr galt ein Personenschaden zunächst nicht als ausgeschlossen - es habe aber zunächst keine Meldung dazu vorgelegen. Dem RWE-Sprecher zufolge ist zum Glück tatsächlich niemand verletzt worden.

Wie der RWE-Sprecher weiter sagte, sei der Vorfall in der Wasseraufbereitung der "Rauchgasreinigungsanlage" passiert. In diesem Gebäude komme Salzsäure regulär zum Einsatz; durch ein Leck sei dann die Flüssigkeit austreten. Die dort tätigen Mitarbeiter seien direkt evakuiert worden; sie mussten sich zur Sicherheit etwa 30 Meter vom Unglücksort entfernt aufhalten. 

Feuerwehrleute in Schutzanzügen drehten dann den Absperrhahn zu, ergänzte der RWE-Sprecher.

Auch nach Einschätzung der Feuerwehr seien es nur "geringe Mengen" Salzsäure gewesen. Das Risiko für Mensch und Umwelt habe sich in Grenzen gehalten, was auch am geschlossenen Charakter des Gebäudes liege. Die Dämpfe konnten somit nicht entweichen. Der betroffene Bereich wurde mit Wasser ausgespült und ausgelüftet.

Unterstützt wurden die Kräfte der Hammer Hauptwache von freiwilligen Feuerwehrleuten aus dem Hammer Westen, dem Hammer Norden und aus Uentrop. Die Alarmierung ging dort um 11.29 Uhr ein. Gegen 14.50 Uhr meldete RWE den Abschluss des Einsatzes. Nachdem Messungen der Feuerwehr keine Probleme mehr ergaben, seien die Mitarbeiter ins Gebäude zurückgekommen.

Das Kraftwerk Westfalen aus der Vogelperspektive.

Quelle: wa.de

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