Homoehe: Strobl will CDU-Diskussion und Kraft eine Gleichstellung 

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Thomas Strobel fordert bei der Debatte um die Homeehe einen "offenen Blick".

[UPDATE: 12.27 Uhr] Düsseldorf - Angesichts der Diskussion um die Homo-Ehe regt der stellvertretende Unionsfraktionsvorsitzende Thomas Strobl (CDU) eine parteiinterne Debatte über die Bedeutung von "Ehe und Familie im 21. Jahrhundert" an. Ministerpräsidentin Kraft (SPD) dagegen will eine Gleichstellung der Homoehe durchsetzen.

"Wir sollten einen offenen Blick auf gesellschaftliche Entwicklungen werfen", sagte Strobl der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Donnerstagsausgabe).

Strobl hält Debatte für schwierig

Strobl räumte ein, dass eine solche Diskussion "schwierig" sei. Als große Volkspartei habe die Union aber den Vorteil, "dass wir eine solche Debatte um die Fortentwicklung ganz zentraler Institutionen unseres Zusammenlebens innerhalb der Partei führen können, weil es dort verschiedene Haltungen gibt".

Das Bundeskabinett beschloss am Mittwoch einen Gesetzentwurf von Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD), mit dem die eingetragene Lebenspartnerschaft der Ehe weiter angeglichen werden soll.

Dabei wurde der Streit in der Koalition um die Homo-Ehe erneut deutlich. Die Iren hatten sich am vergangenen Freitag per Volksentscheid mit einer deutlichen Mehrheit von 62 Prozent für die Einführung der Homo-Ehe ausgesprochen.

Rot-Grün will Homosexuelle unterstützen

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) unterstützt die Gleichstellungsforderungen homosexueller Paare. Im Kurznachrichtendienst Twitter betonte die SPD-Politikerin am Donnerstag, sie sei für die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare.

Mehrere rot-grün beziehungsweise rot-rot-grün regierte Bundesländer planen im Bundesrat einen Vorstoß in der Sache. Das NRW-Kabinett habe sich bislang noch nicht förmlich mit der Frage befasst, ob das Land einer Bundesratsinitiative beitrete, sagte Regierungssprecher Thomas Breustedt auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf.

Die rot-grüne Landesregierung werde eine Öffnung der Ehe für Homosexuelle aber in jedem Fall politisch unterstützen.- epd/dpa

Quelle: wa.de

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