Caritas wirbt bei Migranten um Pflege-Nachwuchskräfte

KÖLN - Die Caritas spricht gezielt junge Menschen mit Migrationshintergrund an, eine Ausbildung in einem Pflegeberuf zu starten. Wie der Diözesan-Caritasverband für das Kölner Erzbistum zum Internationalen Tag der Pflege am Sonntag betonte, fehlen bereits heute nach Schätzungen des Arbeitgeberverbandes Pflege rund 30 000 Fachkräfte.

Tendenz steigend. Es gebe zwar den Trend, Pflegefachkräfte aus dem Ausland anzuwerben, das führe aber häufig zu Problemen bei der Anerkennung von Berufsqualifikationen. "Zudem werden Menschen entwurzelt oder sie gehen Ländern wie Polen oder Rumänien als Fachkräfte verloren."

Die erste Zuwanderer-Generation hierzulande sei bereits alt und häufig auch pflegebedürftig geworden, erklärte der Caritasverband. Eine kultursensible Pflege werde immer wichtiger. Bislang hätten rund 20 Prozent der Altenpflegekräfte einen Migrationshintergrund.

Mit dem Modellprojekt "Die Zukunft der Pflege ist bunt" sollen Jugendliche mit Migrationshintergrund für Pflegeberufe begeistert werden. Der Caritasverband will ihnen Ausbildungsverhältnisse vermitteln. "Pflegefachkräfte mit Migrationshintergrund sind aufgrund ihrer Mehrsprachigkeit und ihrer interkulturellen Lebenserfahrung ein großes Potential für die Pflege in Deutschland", sagte Caritasdirektor Frank Hensel. - dpa

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © dpa-mm

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