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NRW-Ticker zur Bundestagswahl: Nur in Münster bleibt AfD unter Fünf-Prozent-Marke

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Ein abgebautes Wahlplakat mit dem SPD Kanzlerkandidaten Martin Schulz wird in Mülheim abtransportiert.

Hamm/Soest/Lüdenscheid - Deutschland hat den 19. Bundestag gewählt! Amtsinhaberin Angela Merkel (CDU) wird mutmaßlich auch künftig die Bundeskanzlerin sein, während ihr Herausforderer Martin Schulz mit der SPD in die Opposition gehen möchte. Wir berichten hier im Live-Ticker über die Bundestagswahl aus NRW-Sicht.

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Hier finden Sie alle Ergebnisse

Wahlkreis 127

(Herbern...)

Wahlkreis 130

(Drensteinfurt...)

Wahlkreis 144

(Bönen, Bergkamen...)

Wahlkreis 145

(Hamm, Werne...)

Wahlkreis 146

(Soest, Werl, Warstein, Welver,

Ense, Bad Sassendorf, Möhnesee,

Lippetal, Wickede...)

Wahlkreis 149

(Lüdenscheid, Meinerzhagen,

Kierspe, Herscheid, Halver,

Schalksmühle...)

Wahlkreis 150

(Werdohl, Neuenrade, Balve

Altena, Nachrodt-Wiblingwerde,

Plettenberg, Menden, Hemer,

Iserlohn)

Alle 64 Wahlkreise aus NRW

(in numerischer Reihenfolge
von Wahlkreis 87 bis 150)

Das deutsche Gesamtergebnis

+++ Ticker hier aktualisieren +++

Montag, 25. September

16.43 Uhr: 299 Wahlkreise gibt es bei der Bundestagswahl - in 298 erreichte die AfD am Sonntag jeweils mehr als 5 Prozent der Zweitstimmen. Die einzige Ausnahme: Münster. In der westfälischen Bischofs- und Universitätsstadt erhielt die AfD 4,9 Prozent der Zweitstimmen. Schwächer waren die Rechtspopulisten nach Daten der Landeswahlleiter in keinem anderen Wahlkreis. Überdurchschnittlich schnitten in Münster die Grünen mit 14,6 Prozent und die FDP mit 13,5 Prozent der Zweitstimmen ab. Gewonnen wurde der Wahlkreis von der CDU. Auch das zweitniedrigste AfD-Ergebnis gab es in Nordrhein-Westfalen - mit 5,1 Prozent im Wahlkreis Köln II.
14.30 Uhr: Nach der Bundestagswahl haben sich die Grünen in NRW skeptisch zu einermöglichen Koalition mit Union und FDP auf Bundesebene geäußert. "Mit FDP, CDU und insbesondere der CSU sehen wir derzeit mehr Trennendes als Einendes", erklärten die Landesvorsitzenden Mona Neubaur und Sven Lehmann am Montag. Die Grünen würden auch nach der Wahl an ihren Forderungen festhalten. Diese seien unter anderem der Ausstieg aus Kohle und Verbrennungsmotor, mehr soziale Gerechtigkeit und eine humane Flüchtlingspolitik, hieß es in der Mitteilung. "Eine rechnerische Mehrheit bedeutet noch längst keine politische Mehrheit."

14.26 Uhr: Stärkste Partei unter den Sonstigen in NRW ist die Spaßpartei "Die Partei", die ihren Stimmanteil in NRW auf 0,8 Prozent verdoppelte. Knapp dahinter liegt die Tierschutzpartei mit 0,7 Prozent.

14.18 Uhr: 4,9 Prozent der Zweitstimmen, in keinem anderen Wahlkreis in NRW schnitt die AfD so schwach ab wie in Münster. Ihr bestes Wahlkreisergebnis fuhr die AfD in Gelsenkirchen mit 17,0 Prozent ein. 

13.47 Uhr: Den knappsten Sieg in NRW fuhr die SPD-Kandidatin Claudia Moll mit einem Vorsprung von 733 Stimmen im Wahlkreis Aachen II ein. Den größten Vorsprung hatte CDU-Kandidat Carsten Linnemann mit 62.023 Stimmen im Wahlkreis Paderborn - Gütersloh III.

13.25 Uhr: 

In fünf Wahlkreisen wechselte die Mehrheit.

Die CDU konnte der SPD in den Wahlkreisen Köln I, Krefeld II - Wesel II und Lippe I das Direktmandat abnehmen. In den Wahlkreisen Aachen II und Minden-Lübbecke eroberte die SPD das Mandat von der CDU.

12.40 Uhr: Der künftige AfD-Bundestagsabgeordnete und NRW-Co-Chef Martin Renner sieht das Lager um Bundeschefin Frauke Petry und deren Ehemann Marcus Pretzell im innerparteilichen Streit geschwächt. Petry hatte am Montag überraschend angekündigt, nicht in die Bundestagsfraktion einzutreten und eine Pressekonferenz der AfD verlassen. Renner, der dem Rechtsaußen-Flügel zugeordnet wird und Pretzell, der auch NRW-Fraktionschef in Düsseldorf ist, gelten als tief zerstritten und erbitterte Konkurrenten. Pretzell hatte vergeblich versucht, Renner als Spitzenkandidaten zu verhindern. Renner sagte, er werde sich trotz seines neuen Mandats in Berlin im Oktober voraussichtlich wieder um den Führungsposten in der Landespartei bewerben.

8.45 Uhr: In vier NRW-Städten konnten die Wähler am Sonntag parallel zur Bundestagswahl auch bei einem Bürgerentscheid abstimmen. In Augustdorf stimmten die Wähler gegen die Sanierung des Freibades. In Bad Oeynhausen gab es ein Ja für weicheres Wasser. Die Duisburger votierten gegen ein Designer Outlet Center (DOC) und die Bürger in Rheda-Wiedenbrück für den Erhalt einer Grundschule.

7.48 Uhr: Um 3.18 Uhr in der Nacht legte der Landeswahlleiter das vorläufige Ergebnis vor: Mit 75,4 Prozent Wahlbeteiligung haben insgesamt 9.939.403 Wähler abgestimmt. CDU und SPD haben in NRW zusammen mehr als eine Million Stimmen im Vergleich zu 2013 verloren. Die FDP gewann fast 800.000 Stimmen hinzu. Das vorläufige Ergebnis: CDU 32,6 Prozent (minus 7,2 Prozentpunkte); SPD 26,0 Prozent (minus 5,9); FDP 13,1 Prozent (plus 7,9); AfD 9,4 Prozent (plus 5,5); Grüne 7,6 Prozent (minus 0,4); Linke 7,5 Prozent (plus 1,4).

7.35 Uhr: Von den 142 Abgeordneten sind 103 Männer und 39 Frauen. Während Grüne und Linke jeweils sechs Frauen und sechs Männer nach Berlin schicken, ist unter den 15 AfD-Abgeordneten aus NRW keine Frau. Bei der SPD sind ein knappes Drittel der NRW-Abgeordneten Frauen, bei CDU und FDP jeweils etwa 20 Prozent.

7.30 Uhr: Insgesamt sind 142 Abgeordnete aus NRW in den neuen Bundestag gewählt. Neben den 64 Direktkandidaten aus NRW werden nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis 78 Abgeordnete aus NRW über die Landeslisten ihrer Parteien in den 19. Deutschen Bundestag einziehen. 2013 waren es 74 Politiker aus NRW. Die CDU errang 42 Mandate, die SPD 41 Sitze. Die anderen Parteien: FDP 20 Sitze; AfD 15; Grüne 12; Linke 12.

7.28 Uhr: Guten Morgen aus der Online-Redaktion. Wir berichten heute am Tag danach weiter über das, was von der Bundestagswahl NRW tangiert.

Sonntag, 24. September

Ausgezählte Wahlkreise: 64 von 64

Direktmandate in NRW: CDU 38 - SPD 26

01.52 Uhr: Damit beenden wir für heute Nacht unsere Berichterstattung über die Wahl zum 19. Bundestag aus NRW-Sicht und bedanken uns bei Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und Ihre Geduld.

01.48 Uhr: Es ist vollbracht, der letzte ausstehende Wahlkreis in Duisburg ist komplett ausgezählt. Am Ergebnis für die SPD hat sich naturgemäß nichts mehr verändert.

01.30 Uhr: Im Wahlkreis 116 Duisburg II scheitert es jetzt noch an einem letzten fehlenden Wahlbezirk Obermarxloh...

01.07 Uhr: Die CDU kommt also auf 38 Direktmandate in NRW, die SPD auf deren 26.

01.03 Uhr: Der Wahlkreis 115 Duisburg I ist ausgezählt - und geht an die SPD-Frau Bärbel Bas, die damit das 25. Direktmandat für die Sozialdemokraten holt. Fehlt noch ein Wahlkreis - der aber angesichts des riesigen Vorsprungs längst entschieden ist und auch sicher an die SPD gehen wird. Wir schlagen diesen Wahlkreis trotz zweier ausstehender Wahlbezirke in unserer Übersicht schon einmal virtuell den Sozialdemokraten zu - konkret Mahmut Özdemir.

00.54 Uhr: Jetzt sind wir ja mal gespannt, wie lange es in Duisburg noch dauert. Es fehlen nur noch ein bzw. zwei Wahlbezirks-Resultat zum großen Glück...

00.52 Uhr: Angesichts des umfangreichen Wahlprogramms in Duisburg mit Bürgerentscheid, Oberbürgermeisterwahl und Bundestagswahl war es ja zu erwarten: Die beiden Wahlkreise aus der Wedau-Stadt sind die letzten der 64 in NRW, die noch fehlen. Die beiden anderen, die noch gefehlt hatten (87 Aachen I und 110 Krefeld I - Neuss II), sind derweil an die CDU gegangen. Sie kommt jetzt auf 38 Direktmandaten, die SPD auf 24.

Michelle Müntefering

00.45 Uhr: Wir schauen uns den Wahlkreis 141 Herne - Bochum II noch einmal etwas genauer an: Den gewann mit Michelle Müntefering erneut die Frau des ehemaligen SPD-Vizekanzlers Franz Müntefering aus Neheim-Hüsten - diesmal gegen den Iserlohner Paul Ziemiak, seines Zeichens Bundesvorsitzender der Jungen Union. 2013 holte Müntefering 48,88 Prozent der Erststimmen, diesmal 41,8 Prozent und damit satte sieben Prozent weniger. Ihre Partei verlor bei den Zweitstimmen sogar 9,6 Prozent des Wählerzuspruchs, während die AfD auf 13,4 Prozent kam.

00.41 Uhr: Drei weitere Wahlkreise sind da - fehlen also nur noch deren vier... Die SPD gewinnt 119 Essen II und 132 Bielefeld - Gütersloh II, die CDU holt in 97 Rhein-Sieg-Kreis I die meisten Erststimmen.

00.36 Uhr: Unsere NRW-Ergebnisübersicht füllt sich zunehmend mit den vorläufigen Endergebnissen der Bundestagswahl. Leider fehlen noch immer einige Wahlkreise - angesichts der Datenmengen, die wir verarbeiten, bitten wir dafür um Verständnis. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, die fehlenden Resultate einzupflegen - natürlich auch in unsere Deutschland-Karte, in der dann für jede Gemeinde die Ergebnisse ablesbar sein werden,

00.26 Uhr: Und mit einem Schwung sind drei weitere Ergebnisse von der Landeswahlleitung eingegangen: Die Wahlkreise 94 Köln II und 120 Essen III gehen jeweils an die CDU, der Wahlkreis 139 Ennepe-Ruhr-Kreis II an die SPD. Übrigens: Im Kreis Köln II lag die Wahlbeteiligung bei satten 82,2 Prozent und damit deutlich über der für NRW, die aktuell nach 57 von 64 ausgezählten Wahlkreisen bei 75,6 Prozent liegt.

00.19 Uhr: Der Wahlkreis 114 Krefeld II - Wesel II ist an die CDU gegangen, die damit das 33. Direktmandat in NRW geholt hat. Es fehlen noch die Endergebnisse aus zehn Wahlkreisen. 

Karl Lauterbach

00.12 Uhr: Der 21. Direktkandidat aus NRW für die SPD steht fest: Es ist Karl Lauterbach im Wahlkreis 104 Leverkusen - Köln IV. Der "Mann mit der Fliege" aus Düren sitzt bereits seit 2005 im Bundestag. Er kam auf 38,7 Prozent der Erststimmen, während seine Partei nach Zweitstimmen der CDU unterlag (27,1 gegenüber 28,1 Prozent).

23.56 Uhr: Der zweite von drei Kölner Wahlbezirken - Köln I - ist jetzt auch ausgezählt. Er geht an die CDU.

23.54 Uhr: FDP-Chef Christian Lindner hat in seinem Wahlkreis noch ein besseres Ergebnis erzielt als seine Partei im Bund und in NRW. Im Rheinisch-Bergischen-Kreis kam Lindner als Direktkandidat auf 15,7 Prozent der Erststimmen. Bundesweit erreichte die FDP 10,6 Prozent, in NRW 13,1 Prozent. Den Wahlkreis gewonnen hat der CDU-Kandidat Hermann-Josef Tebroke mit 40,0 Prozent. Er wird damit Nachfolger des bekannten CDU-Innenpolitikers Wolfgang Bosbach, der nicht wieder kandidiert hatte. Lindner zieht als Nummer eins der NRW-Landesliste seiner Partei aber sicher in den Bundestag ein.

23.42 Uhr: Getreu dem Motto "Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen" sind drei weitere Wahlkreise hinzugekommen: Der Wahlkreis 118 Mülheim - Essen I geht an die SPD, es ist deren 20. Direktmandat. Der Wahlkreis 98 Rhein-Sieg-Kreis I und der Wahlkreis 126 Borken II gehen an die CDU, die damit ihre NRW-Direktmandaten Nummer 30 und 31 in Berlin begrüßen kann.

23.29 Uhr: Der Wahlkreis 95 Köln III ist ebenfalls an die SPD gegangen, der Wahlkreis 105 Mettmann II an die CDU. Wir nähern uns also immer mehr dem Ende in NRW...

23.27 Uhr: Uns fehlen noch sämtliche Ergebnisse aus Köln, Essen und Duisburg.

23.19 Uhr: Die CDU hat sich auf 28 Direktmandate in NRW gesteigert - durch die sieben Siege in den Wahlkreisen 91 Rhein-Erft-Kreis I, 104 Mettmann I, 109 Mönchengladbach, 130 Warendorf, 131 Gütersloh I, 135 Lippe und 136 Höxter - Lippe II. Es fehlen also noch 18 Wahlkreise.

23.18 Uhr: Wenigstens im Ruhrgebiet sorgen die Stammwähler für Direktmandate: Der Abschluss der Auszählungsprozesse in Dortmund (2), Herne/Bochum (2) und Hamm/Unna hat der SPD weitere Wahlkreis-Erfolge beschert. Das gilt auch für den Wahlkreis 150 Märkischer Kreis, wo sich Dagmar Freitag gegen Christel Voßbeck-Kayser von der CDU behauptete, sowie für den Wahlkreis Aachen II. Zu dem gehört auch Martin Schulz' Heimatstadt Würselen. In diesem Wahlkreis legte die SPD um 2,7 Prozent bei den Zweitstimmen auf 35,3 Prozent zu. Das Direktmandat holte Claudia Moll (36,0%). 

23.07 Uhr: Den Wahlkreis 96 Bonn konnte Sozialdemokrat Ulrich Kelber (34,9%) für sich entscheiden.

22.58 Uhr: Wo hat die CDU noch Siege ums Direktmandat eingefahren? In diesen Wahlkreisen: 90 Düren, 100 Rheinisch-Bergischer Kreis, 103 Solingen - Remscheid - Wuppertal II, 127 Coesfeld - Steinfurt II, 129 Münster, 137 Paderborn - Gütersloh III, 148 Siegen-Wittgenstein.

22.55 Uhr: Jetzt sind wir in Sachen ausgezählte Wahlkreise exakt bei der Hälfte angelangt. Die CDU kommt auf 21 Direktmandate, die SPD bislang nur auf deren elf.

22.46 Uhr: In Ostwestfalen hat die SPD die Wahlkreise 133 Herford - Minden-Lübbecke II (Stefan Schwartze/36,8%) und 134 Minden-Lübbecke I (Achim Post/37,4%) direkt geholt. Auch der Wahlkreis 121 Recklinghausen I (Frank Schwabe/38,7%) ging an die SPD.

22.44 Uhr: Fast die Hälfte der Wahlkreise in NRW ist jetzt ausgezählt - und der Trend bei den Direktmandaten verfestigt sich: Die CDU verbucht doppelt so viele Erfolge für sich wie die SPD.

22.34 Uhr: Im Wahlkreis 102 Wuppertal (Helge Lindh/31,5%) und im Wahlkreis 117 Oberhausen - Wesel III (Dirk Vöpel/39,5%) färbt sich die politische Landkarte nach der Bundestagswahl rot. Schwarz hingegen ist Trumpf in den Wahlkreisen 92 Euskirchen - Rhein-Erft-Kreis II (Detlef Seif/42,8%), im Wahlkreis 108 Neuss I (Hermann Gröhe/44,0%) im Wahlkreis 111 Viersen (Uwe Schummer/47,9%) und im Wahlkreis 112 Kleve (Stefan Rouenhoff/45,0%). Rouenhoff setzte sich gegen Bundesumweltministerin Barbara Hendricks durch (30,6%). Bundesgesundheitsminister Gröhe war als CDU-Spitzenkandidat aus der Landesliste angetreten.

22.32 Uhr: Sechs weitere Wahlkreise in NRW sind ausgezählt - vier weitere gehen an die CDU und nur zwei an die SPD.

22.28 Uhr: Sabine Katharina Weiss hat den Wahlkreis 113 Wesel I für die CDU gewonnen (39,0%) - vor Jürgen Preuß von der SPD (32,8%). Bei den Zweitstimmen waren die Kräfteverhältnisse vergleichbar: 33,7 Prozent für die CDU, 28,7 Prozent für die SPD. Dritte Kraft ist hier die FDP geworden (12,4%).

22.26 Uhr: Auch am Rand des Ruhrgebiets hat die SPD ein Direktmandat geholt - durch René Röspel im Wahlkreis 138 Hagen - Ennepe-Ruhr-Kreis I (39,2%). Bei den Zweitstimmen war das Polster der Sozialdemokraten indes sehr dünn: Sie lagen mit 29,3 nur 0,4 Prozent vor der CDU (28,9%).

22.22 Uhr: Zwei Direktmandate und zwei Zweitstimmen-Siege für die SPD im Ruhrgebiet - und zwar im Wahlkreis 122 Recklinghausen II (Michael Peter Groß/41,4% - SPD 31,7%) und im Wahlkreis 125 Bottrop - Recklinghausen III (Michael Gerdes/36,8% - SPD 31,2%). Der Vorsprung auf die CDU war allerdings bei den Zweitstimmen jeweils mit etwa zwei Prozent angesichts von Verlusten im Bereich von 8 bis 9 Prozent sehr gering.

22.18 Uhr: Der Wahlkreis 107 Düsseldorf II ist in CDU-Hand - bei Sylvia Pantel (33,8%), die unter anderem Linke-Spitzenkandidatin Sahra Wagenknecht (13,0%) hinter sich ließ. Bei den Zweitstimmen liegen CDU (28,5%) und SPD (23,3%) näher beieinander als anderswo im Land. Auch FDP (14,9%) und Grüne (10,1%) haben zweistellige Resultate erreicht.

22.16 Uhr: Jetzt geht es mit den vorläufigen Ergebnissen aus den Wahlkreisen Schlag auf Schlag. Deren 15 sind jetzt ausgezählt, wobei die CDU auf doppelt so viele Direktmandate kommt wie die SPD.

22.12 Uhr: Den Wahlkreis 106 Düsseldorf I hat CDU-Politiker Thomas Jarzombek (40,4%) gegen Philipp Tacer (24,4%) gewonnen - es war das achte Direktmandat für die Christdemokraten, die bei den Zweitstimmen 8,3 Prozent verloren haben (32,0%). Die SPD stürzte sogar unter die 20-Prozent-Marke (19,5%/-7,0%) und ist hinter der FDP (19,7%/+10,6%) nur die drittstärkste Kraft.

22.10 Uhr: Wilfried Oellers (CDU) hat den Wahlkreis 89 Heinsberg mit 45,6 Prozent der Erststimmen gegen Norbert Spinrath (SPD/28,0%) gewonnen. Bei den Zweitstimmen büßte die CDU 9,9 Prozent ein, ist aber mit 39,5 Prozent immer noch mit Anstand stärkste Kraft vor der SPD (25,9%).

22.03 Uhr: Im Wahlkreis 123 Gelsenkirchen hat die SPD das zweite Direktmandat geholt - und zwar durch Markus Töns, der auf 38,3 Prozent der Erststimmen gekommen ist und den ehemaligen NRW-Verkehrsminister Oliver Wittke (25,4%) deutlich in die Schranken gewiesen hat. Erstaunlich: AfD-Mann Jörg Schneider verbuchte 16,9 Prozent der Erststimmen für sich. Bei den Zweitstimmen bekam die SPD mit einem Minus von 10,6 Prozent eine schallende Ohrfeige verpasst, was der AfD prompt 17,0 Prozent der Stimmen bescherte. Die CDU kam nur auf 22,4 Prozent.

21.55 Uhr: Die Bilder gleichen sich überall dort, wo die CDU bislang gewonnen hat: Es reicht trotz deutlicher Verluste immer dazu, mit großem Abstand auf die SPD stärkste Kraft zu sein. Die Liberalen gewinnen überall deutlich hinzu und fahren starke zweistellige Resultate ein, während die AfD deutlich unter ihrem Bundesergebnis bleibt.

21.48 Uhr: Auch die Wahlkreise 99 Oberbergischer Kreis und 146 Soest gehen direkt an die CDU, die damit von den ersten sieben ausgezählten NRW-Wahlkreisen sechs eingefahren hat. Im Oberbergischen hat Dr. Carsten Brodesser mit 43,7 Prozent gegen SPD-Frau Michaela Engelmeier (26,7%) gewonnen, in Soest hat sich Hans-Jürgen Thies ebenso deutlich mit 42,7 Prozent gegen Wolfgang Hellmich (29,3%) durchgesetzt. Bei den Zweitstimmen in der Soester Börde büßten die Christdemokraten zwar auch 8,5 Prozent ein, liegen aber mit 36,3 Prozent immer noch deutlich vor der SPD (25,0%) und der ebenfalls erstarkten FDP (13,5%). Im Oberbergischen Kreis fast eine Kopie: CDU trotz eines Minus' von 8,8 Prozent mit 36,5 Prozent vor der SPD (22,6%/-4,4) und der FDP (13,8%).

21.44 Uhr: Dr. Matthias Heider hat den Wahlkreis 149 Olpe - Märkischer Kreis I mit 47,9 Prozent der Erststimmen gegen SPD-Frau Nezahat Baradari (26,3%) gewonnen. Bei den Zweitstimmen liegt die CDU (40,6%/-7,4) vor SPD (23,3%/-4,9) und FDP (13,7%/+8,6).

Patrick Sensburg

21.40 Uhr: Im Wahlkreis 147 Hochsauerlandkreis hat der 46-jährige Patrick Sensburg aus Paderborn mit 48,0 Prozent ein starkes Ergebnis eingefahren und das Direktmandat geholt. Dirk Wiese von der SPD kam lediglich auf 26,9 Prozent. Bei den Zweitstimmen rauschte die CDU zwar um 8,0 auf 41,7 Prozent herunter - das reichte aber sicher zum ersten Platz vor der SPD (22,8/-5,2). Die FDP erreichte hier starke 14,3 Prozent und avancierte zur dritten Kraft.

21.36 Uhr: Gleiches Bild im Wahlkreis 128 Steinfurt III: CDU-Frau Anja Karliczek wurde mit 44,8 Prozent gewählt, SPD-Mann Jürgen Coße verbuchte 30,3 Prozent für sich. Bei den Zweitstimmen liegt die CDU (37,8%) vor SPD (27,6%) und FDP (11,4%). Auch hier erreichte die AfD nur 6,8 Prozent.

Jens Spahn

21.31 Uhr: Den Wahlkreis 124 Steinfurt I - Borken I hat mit Jens Spahn einer der prominenten frischen Köpfe mit 51,2 Prozent für sich entschieden. SPD-Kandidatin Ingrid Arndt-Brauer kam nur auf 25,8 Prozent. Spahn, der aus Ahaus stammt, ist Parlamentarischer Staatssekretär im Finanzministerium. Bei den Zweitstimmen liegt die CDU trotz eines Verlustes von 5,9 Prozent mit 43,9 Prozent deutlich vor den Sozialdemokraten (23,1). Hier kam die AfD nur auf 6,3 Prozent - das ist deutlich weniger als im NRW- und Bundesdurchschnitt.

21.25 Uhr: Endlich ist der erste Wahlkreis ausgezählt - es ist der Wahlkreis 144 Unna I. Das Direktmandat ist hier wieder an den SPD-Kandidaten Oliver Kaczmarek gegangen (38,8 Prozent), der Hubert Hüppe (CDU) auf Platz zwei verwies (31,8%). Auch bei den Zweitstimmen liegt die SPD vorne (33,6%) - vor der CDU (27,2). Allerdings liegt das Minus der SPD bei 7,4 Prozent, während die FDP um 7,4 auf 11,5 Prozent zugelegt hat. Die AfD erreichte 9,8 Prozent.

21.12 Uhr: Im Kreis Soest fehlt noch eine einzige Ergebnismeldung aus der Stadt Soest selbst, um ein vorläufiges Endergebnis zu haben. In allen anderen Wahlkreisen fehlen noch mehr Einzelresultate. Der Vollzug lässt also weiter auf sich warten - leider...

20.54 Uhr: "Lindenstraße" ganz aktuell: Am Abend der Bundestagswahl haben die Schauspieler die zeitgleich ausgezählten Wahlergebnisse kommentiert. "Ach, die Populisten doch so stark. Das ist aber bitter für unser Land", befand Sohn Klausi in der Folge am Sonntagabend. Und: "Was ist nur aus den Sozis geworden. Das ist hart." Helga Beimer stellte zufrieden fest: "Auf jeden Fall wird die Merkel wieder Kanzlerin." Auch wenn das "sowieso klar" gewesen sei. 

Auf dem Fernseher von Mutter Beimer (Marie-Luise Marjan), ihrem Ex-Mann Hans (Joachim Hermann Luger), Sohn Klaus (Moritz Sachs) und Gabi Zenker (Andrea Spatzek) war die ARD-Hochrechnung von 18.12 Uhr zu sehen. Die Schauspieler saßen allerdings keineswegs am Sonntagabend in den "Lindenstraße"-Studios, um die Ergebnisse live zu kommentieren. Vielmehr hatten die Macher zuvor drei mögliche Varianten zum Wahlausgang vorbereitet - die passendste wurde kurzfristig in die ansonsten längst fertige Folge eingefügt.

20.46 Uhr: Bei der Oberbürgermeisterwahl in Duisburg zeichnet sich ein Wahlsieg von Amtsinhaber Sören Link (SPD) ab. Nach Auszählung von mehr als einem Drittel aller Wahlbezirke kam der 41-Jährige auf 57,1 Prozent der Stimmen. Der von mehreren Parteien unterstützte parteilose Gerhard Meyer (57) lag bei 23,9 Prozent. 366.000 Duisburger waren wahlberechtigt. Link hatte im Frühjahr angekündigt, sein Amt zum Datum der Bundestagswahl vorzeitig niederzulegen und sich einer Wiederwahl zu stellen. Seine Amtszeit hätte eigentlich bis Mai 2018 gereicht. Link gab als Grund an, der Stadt Kosten ersparen zu wollen. Außerdem hatte er auf eine höhere Wahlbeteiligung gehofft. Link hatte im Juli 2012 die Nachfolge des CDU-Politikers Adolf Sauerland angetreten, der nach der Loveparade-Katastrophe 2010 mit 21 Toten massiv in die Kritik geraten war und in einem spektakulären Bürgerbegehren abgewählt wurde.

20.44 Uhr: Die Wahlbeteiligung in NRW ist laut einer WDR-Hochrechnung von 20 Uhr auf 75,5 Prozent gestiegen. Bei der Bundestagswahl 2013 waren es 72,5 Prozent gewesen. Im bevölkerungsstärksten Land waren 13,1 Millionen Bürger zur Wahl aufgerufen. Bundesweit lag die Wahlbeteiligung am Sonntag bei 75 bis 76,5 Prozent (2013: 71,5 Prozent).

20.38 Uhr: Rund 400 Menschen haben in Köln gegen den Einzug der AfD ins deutsche Parlament demonstriert. Nach Angaben der Polizei zog der angemeldete Protestmarsch am Sonntag durch die Innenstadt in Richtung Neumarkt, wo eine Abschlusskundgebung geplant war. Die Demonstration, die Teil der bundesweiten Kampagne "Nationalismus ist keine Alternative" ist, sei zunächst friedlich verlaufen, sagte ein Polizeisprecher.

20.34 Uhr: So kann man sich täuschen... Der erste Wahlkreis ist immer noch nicht ausgezählt, wir verlieren womöglich sogar noch unsere Wette in Sachen Kreis Soest... Mal schauen.

20.32 Uhr: Die SPD hat in ihrer einstigen Hochburg, dem Ruhrgebiet, schwere Verluste erlitten. In Gelsenkirchen sackte sie nach Auszählung fast aller Wahlbezirke auf 33,4 Prozent. Bei der Landtagswahl im Mai waren es noch 37,9 Prozent gewesen, bei der Bundestagswahl vor vier Jahren 44,0 Prozent. Im Kreis Unna, wo die SPD bei der Wahl vor vier Jahren 40,9 Prozent geholt hatte, lag sie am Sonntag nach Auszählung fast aller Wahlbezirke bei 33,8 Prozent. In Duisburg kam sie nach Auszählung der Hälfte aller Stimmbezirke auf 33,1 Prozent, auch dort hatte sie bei der Bundestagswahl 2013 rund 40,9 Prozent.

20.20 Uhr: FDP-Chef Christian Lindner will sein Landtagsmandat in NRW - wie erwartet - für den Wechsel in den Bundestag niederlegen. "Das werde ich in ganz kurzer Zeit abgeben", sagte er am Sonntagabend. Spätestens wenn sich der Bundestag konstituiere, werde er sein Landtagsmandat abgegeben haben. Er verglich sich dabei mit dem AfD-Fraktionschef im NRW-Landtag, Marcus Pretzell, der noch sein Mandat im Europäischen Parlament habe und dazu parallel seinen Sitz im Landtag. "Da sieht wo der Postenschacher ist, das sollte mal eine Altpartei machen", sagte Lindner.

20.11 Uhr: Wie schon bei der Landtagswahl könnte der am schnellsten ausgezählte NRW-Wahlkreis im Kreis Soest liegen. Hier fehlen nur noch 12 Einzelergebnisse aus Soest, Warstein, Welver und Rüthen. Inzwischen sind auch Werl, Wickede und Erwitte ausgezählt.

20.09 Uhr: Die AfD hat im Ruhrgebiet offensichtlich noch einmal Stimmen im Vergleich zur Landtagswahl vor gut vier Monaten hinzugewonnen. So lag die Partei in Gelsenkirchen nach der Auszählung von mehr als zwei Dritteln der Stimmbezirke bei 16,9 Prozent der Zweitstimmen. Bei den Landtagswahlen hatte die AfD stadtweit 14,6 Prozent geholt. In Duisburg kam die AfD nach Auszählung von mehr als einem Viertel der Bezirke auf einen Zweitstimmenanteil von rund 14,0 Prozent (Landtagswahl: 11,5), in Essen auf 13,1 (Landtagswahl: 9,8). Insgesamt war die AfD bei der Landtagswahl mit 7,4 Prozent erstmals in den NRW-Landtag eingezogen.

20.05 Uhr: Nach einer neuen WDR-Hochrechnung von 19.45 Uhr kommt die CDU in NRW auf 32,5 Prozent und lagen damit klar vor der SPD, die auf 26 Prozent abrutschte. Die FDP wurde mit 13,1 Prozent in NRW drittstärkste Kraft noch vor der AfD, die auf 9,9 Prozent kam. Die Grünen erreichten 7,7 Prozent und die Linke 7,1 Prozent.

19.59 Uhr: Im Märkischen Kreis sind Herscheid, Werdohl und Nachrodt-Wiblingwerde gänzlich ausgezählt, im Kreis Soest schon Möhnesee, Lippetal, Ense, Bad Sassendorf, Anröchte, Lippstadt und Geseke. Viele andere Gemeinden sind auf die Zielgerade eingebogen. Zu den Details klicken Sie bitte auf die Live-Ticker unserer jeweiligen Portale come-on.de und soester-anzeiger.de.

19.57 Uhr: In einigen Wahlkreisen steuert die Auszählung aufs Ende zu. Wir können sicherlich in Kürze die ersten Ergebnisse verkünden.

19.39 Uhr: Was tut sich politisch in der Landeshauptstadt Düsseldorf? So sieht es dort aktuell bei der Auszählung aus:

19.32 Uhr: Wir haben im Blick, wann die Landeswahlleitung vorläufige Endergebnisse für die 64 Wahlkreise im Land vorlegt. Aktuell ist das bislang bei keinem einzigen Wahlkreis der Fall. Sobald das passiert, erfahren Sie es hier bei uns.

19.30 Uhr: Nach demDebakel für die SPD fordert der NRW-Landesverband eine "schonungslose Analyse" der Parteiaufstellung. "Die SPD hat heute eine historische Niederlage erlitten", erklärten der Chef der NRW-SPD, Michael Groschek, und die Generalsekretärin der Landespartei, Svenja Schulze. "Wir brauchen jetzt eine schonungslose Analyse und eine politische Inventur für die gesamte SPD." Das Land brauche eine starke demokratische Oppositionspartei. "Diese Rolle nehmen wir als SPD an." Der Einzug der AfD in den Bundestag sei ein Alarmsignal für die Demokratie. "Diese Partei ist eine Schande für Deutschland."

19.28 Uhr: Wir schauen nach Dortmund - hier sind aktuell erst etwas mehr als zehn Prozent der Stimmen ausgezählt. 

19.22 Uhr: Aktuell gibt es eine neue Hochrechnung der Wahlbeteiligung, die demnach bundesweit von 71,5 auf 75,6 Prozent gestiegen ist.

19.21 Uhr: Der Spitzenkandidat der NRW-AfD, Martin Renner, sieht den Erfolg seiner Partei als "grundstürzendes Ergebnis." Es zeige sich nun, "dass die Volksparteien offensichtlich nicht den Überblick haben, was die Interessen und Anliegen des Volkes sind", sagte Renner der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf. Die AfD sei nach dem Einzug in den NRW-Landtag vor wenigen Monaten jetzt auch vom Wähler legitimiert, im Bundestag Oppositionsarbeit gegen das "Altparteienkartell" zu machen. In den letzten Jahrzehnten seien im Bundesparlament "wenig wirklich wichtige Debatten" geführt worden. Renner führt die rechtspopulistsche NRW-AfD zusammen mit Marcus Pretzell. Die beiden gelten allerdings als stark zerstritten.

19.11 Uhr: Sahra Wagenknecht, Spitzenkandidatin der Linken, steuert in ihrem Wahlkreis 107 (Düsseldorf II) als Direktkandidatin auf ein sehr anständiges Ergebnis zu: Nachdem knapp ein Fünftel der Wahllokale ausgezählt ist, liegt sie bei über 14 Prozent hinter den Kandidaten von CDU und SPD.

19.03 Uhr: Chefredakteur Martin Krigar hat den Ausgang der Wahl bereits kommentiert - und zwar hier!

19.00 Uhr: Unverändert läuft dieAuszählung in NRW auf Hochtouren. Überall in den 64 Wahlkreisen sind die ersten Wahllokale bereits komplett ausgezählt, bis indes der erste Wahlkreis komplett ist, wird es erfahrungsgemäß noch dauern.

18.56 Uhr: Der Wiedereinzug der FDP in den Bundestag ist nach Ansicht von Parteichef Christian Lindner eine ermutigende Botschaft. "Nach einem Scheitern ist ein Neuanfang möglich", sagte er vor Parteianhängern in Berlin. "Die vergangene Wahlperiode war die erste in der Geschichte unserer Republik, in der es keine liberale Stimme im Parlament gab. Es sollte zugleich die letzte gewesen sein. Denn ab jetzt gibt es wieder eine Fraktion der Freiheit im Deutschen Bundestag." Die Menschen hätten der FDP ein Comeback ermöglicht, sagte Lindner, der auch die NRW-FDP anführt.

18.46 Uhr: Wegen reger Beteiligung an der Wahl hat die Stadt Köln in rund 200 von 800 Stimmbezirken Wahlzettel nachgeliefert. "Wir haben eine exorbitant hohe Wahlbeteiligung", sagte eine Sprecherin der Stadt. Die Stimmzettel seien mit Taxen zu den Wahllokalen gebracht worden. Auch in Mönchengladbach seien in zehn Wahllokalen Stimmzettel nachgeliefert worden, teilte ein Sprecher der Stadt mit.

18.43 Uhr: Nach einer WDR-Hochrechnung von 18.30 Uhr liegt die CDU mit 31,7 Prozent wie vor vier Jahren vor der SPD, die in NRW auf 25,8 Prozent abrutschte. Die FDP erreicht 13,2 Prozent, die Grünen liegen bei 8,1 Prozent und die Linke bei 7,3 Prozent. Die AfD landete laut erster Hochrechnung in NRW bei 10,1 Prozent.

18.40 Uhr: Bei der "Dreifachwahl" in Duisburg haben sich am Sonntag vor einigen Wahllokalen lange Schlangen gebildet. In mindestens einem Fall habe die Wartezeit rund eine Stunde betragen, sagte Stadtsprecherin Anja Kopka. Nach ihren Angaben gab es vor vier bis fünf Wahllokalen längere Schlangen. Die Stadt führte dies darauf zurück, dass die Bürger in Duisburg nicht nur über den Bundestag abstimmen sollten, sondern auch über den Oberbürgermeister und die Pläne für ein Designer Outlet Center. Organisatorische Probleme habe es aber nicht gegeben, sagte Wahlleiterin Dörte Diemert. Kopka betonte, dass alle, die um 18 Uhr vor einem Wahllokal anstanden, ihre Stimme noch abgeben konnten - auch nach der offiziellen Schließung der Lokale.

18.35 Uhr: Der Generalsekretär der NRW-FDP, Johannes Vogel, sieht im zweistelligen FDP-Ergebnis bei der Bundestagswahl einen "enormen Vertrauensbeweis" der Wähler. "Das ist natürlich ein schönes Gefühl, dass wir aus der APO (außerparlamentarischen Opposition) zurückkommen", sagte Vogel im WDR. Der hohe Wählerzuspruch sei auch ein Beweis für den "Erneuerungsprozess" der FDP.

18.33 Uhr: Martin Schulz, SPD-Kanzlerkandidat aus Würselen bei Aachen, hat sich im Berliner Willy-Brandt-Haus gerade geäußert: "Heute ist ein bitterer und schwerer Tag für die Sozialdemokratie in Deutschland."

18.29 Uhr: Die CDU ist auch in NRW nach einer ersten WDR-Prognose die stärkste Kraft geworden. Die Christdemokraten kommen in NRW demnach auf 31,5 Prozent, gefolgt von der SPD mit 26 Prozent. Die FDP landet laut Prognose bei 13 Prozent, die Grünen liegen bei 8 Prozent und die Linke bei 7,5 Prozent. Die AfD erreichte nach den ersten Vorhersagen 10 Prozent.

18.28 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet rechnet mit einer extrem schwierigen Regierungsbildung nach der Bundestagswahl. Das sagte der CDU-Vize mit Verweis auf sechs Parteien im neuen Bundestag am Sonntagabend im WDR ."Ich glaube das ist ein Wahlabend, der viele schockt." Die Ursachen für das Wahlergebnis müsse man noch analysieren.

18.26 Uhr: Wegen einer Panne in einem Düsseldorfer Wahllokal sind dort bis zu 190 Erststimmen ungültig. Im Wahlbezirk 0106 Düsseldorf-Garath (Wahlkreis 107, Düsseldorf II) wurden am Morgen drei Stunden lang die falschen Stimmzettel ausgegeben - nämlich die für den Bundestagswahlkreis 106. Das teilte die Stadt am Abend mit. Die Zweitstimme auf diesen Stimmzetteln bleibt gültig. Es bestehe kein Einfluss auf die Zusammensetzung des Bundestages hinsichtlich der endgültigen Sitzverteilung, hieß es. Ein Einfluss auf den Gewinn des Direktmandats im Bundestagswahlkreis 107 sei aber möglich.

18.24 Uhr: FDP-Spitzenkandidat Christian Lindner hat sich bei Twitter geäußert:

18.22 Uhr: Gleiches Bild in Altena im Märkischen Kreis - auch hier hat die AfD im ersten ausgezählten Wahllokal (Gaststätte Spelsberg) keine einzige Stimme bekommen.

18.19 Uhr: Bemerkenswertes Ergebnis aus dem CDU-dominierten Wahlbezirk Kellinghausen in Rüthen im Kreis Soest: Hier hat niemand die AfD gewählt.

18.14 Uhr: Jetzt hat die ARD auch schon die erste Hochrechnung von Infratest dimap veröffentlicht:

CDU/CSU

32,7

SPD

20,2

FDP

10,5

Grüne

9,4

Linke

8,9

AfD

13,4

Andere

4,9

18.11 Uhr: Über alles, was bundespolitisch von Belang ist, berichten wir in unserem Live-Ticker aus Berlin. Hier wollen wir uns nach und nach auf NRW konzentrieren, was aber angesichts des gerade erst angelaufenen Auszählungsmarathons von Erst- und Zweitstimmen noch etwas dauern wird.

18.09 Uhr: Die SPD wird in die Opposition gehen und steht für eine große Koalition nicht mehr zur Verfügung. Das bestätigt Fraktionschef Thomas Oppermann gerade in der ARD. Martin Schulz soll den Erneuerungsprozess in der Partei führen.

18.05 Uhr: Jetzt warten wir die ersten Resultate aus NRW ab... 

18.03 Uhr: Puh, das Ergebnis müssen die Volksparteien erst einmal sacken lassen... Zusammen verlieren die drei Parteien der großen Koalition fast 15 Prozent. Die AfD avanciert zur drittstärksten Kraft.

18.00 Uhr: 13,1 Millionen NRW-ler waren wahlberechtigt - jetzt ist ihre Chance vorbei: Die Wahllokale sind jetzt geschlossen. Die Wahlvorstände in den 16.000 Wahllokalen beginnen dann mit der Auszählung der Stimmen. Die erste Prognose ist jetzt da:

CDU/CSU

32,5 (-9,0)

SPD

20 (-5,7)

FDP

10,5 (+5,7)

Grüne

9,5 (+1,1)

Linke

9,0 (+0,4)

AfD

13,5 (+8,8)

Andere

5,0


17.56 Uhr: 624 Wahllokale werden für die erste Prognose von Infratest dimap (ARD) ausgewählt. Hier geben die Wählerinnen und Wähler dann außerhalb der Wahlkabine noch einmal ihre Stimme ab. Sie sollen das identisch tun wie im Wahllokal - eine Gewähr dafür gibt es natürlich nicht...

17.53 Uhr: Wer jubelt? Wer landet auf dem bitteren Boden der politischen Wahrheit? Gleich gibt es die Antwort. Auf die erste Prognose folgen die Hochrechnungen, die sehr schnell Klarheit bringen werden...

17.49 Uhr: Überall im Land laufen bereits die Wahlpartys bei den Ortsverbänden der Parteien. In vielen Rathäusern in Westfalen und im Rheinland informieren die Verwaltungen über den Stand der Auszählungen.

17.38 Uhr: In 22 Minuten schließen die Wahllokale, unmittelbar danach wird die erste Prognose zum Wahlausgang veröffentlicht. Dann sind auch schon Rückschlüsse möglich, welche Koalitionen in Berlin unter der Führung welchen Kanzlers bzw. welcher Kanzlerin rechnerisch machbar sind.

17.26 Uhr: Aus den vielen einzelnen Ergebnissen der Städte und Gemeinden wachsen nach und nach die Ergebnisse der 64 Wahlkreise in NRW zusammen. Wir behalten das im Auge und informieren so schnell wie möglich über komplett ausgezählte Städte bzw. Wahlkreise. In Bochum bespielsweise wird schon für 18.30 Uhr mit ersten Resultaten gerechnet.

17.17 Uhr: Von den aktuell 138 NRW-Abgeordneten des 18. Bundestages stellt die CDU 63, die SPD 52. Die Grünen verfügen über 13 Mandate, die Linke stellt 10 Abgeordnete. Wie viele NRW-Abgeordnete diesmal den Einzug in den Bundestag schaffen, hängt von der Zahl möglicher Überhang- und Ausgleichsmandate und den Wahlergebnissen in den anderen Bundesländern ab.

17.10 Uhr: Mit dem Vorliegen erster amtlicher Resultate aus den 64 NRW-Wahlkreisen wird bei der Landeswahlleitung gegen 20.30 Uhr gerechnet.

17.03 Uhr: Update zur Wahlbeteiligung auch von Landeswahlleiter Wolfgang Schellen! Die lag bis 16 Uhr in drei ausgewählten Kreisen (Kreis Düren, im Rhein-Kreis Neuss und im Kreis Gütersloh) und fünf kreisfreien Städten (Düsseldorf, Duisburg, Essen, Köln und Mülheim an der Ruhr) im Durchschnitt bei rund 68 Prozent. Im Vergleich zur letzten Bundestagswahl 2013 sei die Wahlbeteiligung in diesen ausgewählten Bereichen um drei Prozent höher, wobei der Anteil der Briefwähler mit ca. 22 Prozent angestiegen sei (2013: 18,55 Prozent).

16.46 Uhr: Wir schauen erneut ins Ruhrgebiet (ohne Dortmund) und konkret darauf, wo die Wahlbeteiligung wann wie hoch war. Hier drei Zwischenstände: In Bochum hatten bis 15 Uhr 59,7 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben (inklusive Briefwahl). Das klingt gut, sind aber rund zwei Prozent weniger als 2013. Etwas verbessert hat sich der Wert in Essen (16 Uhr) von 61,5 (2013) auf 62,7 Prozent. Noch satter ist das Plus in Gelsenkirchen mit Stand 14.30 Uhr gewesen (von 49,87 auf 53,43 Prozent).

16.30 Uhr: Der Countdown hin zur Schließung der Wahllokale läuft: Noch 90 Minuten! Im Umkehrschluss heißt das, dass achteinhalb von zehn Wahlstunden bereits passé sind. Die Spannung im Hinblick auf den Start der Auszählung steigt allmählich.

16.21 Uhr: Zum Vergleich ein Blick gen Süden der Republik. In München hatten bis 14 Uhr - allerdings inklusive Briefwähler - schon sage und schreibe 71,6 Prozent abgestimmt. 2013 waren es um 18 Uhr nur 71,2 Prozent. 

16.14 Uhr:  Bis 15 Uhr haben in der westfälischen Großstadt fast neun Prozent mehr gewählt als vor vier Jahren. Fragt sich, wer hier seine Wählerinnen und Wähler mobilisieren konnte: die etablierten oder die Potestparteien? Wir werden es in ein paar Stunden wissen...

16.06 Uhr: Wow - imposante Zwischenbilanz aus Dortmund!

15.51 Uhr: Wir nähern uns der Zwei-Stunden-Marke: Bald sind es noch 120 Minuten, die allen Bürgerinnen und Bürgern bleiben, um Erst- und Zweitstimme abzugeben. Erfahrungsgemäß wird der Andrang auf die Wahllokale jedoch zum späten Nachmittag hin deutlich geringer...

15.37 Uhr: Wer heute als Wahlhelfer im Einsatz ist, wird alles andere als reich mit der politischen "Nebentätigkeit": Im Schnitt 25 Euro gibt es als Aufwandsentschädigung – das sogenannte Erfrischungsgeld. Bei der Bundestagswahl 2013 waren es noch 21 Euro. Insgesamt packen rund 650.000 Ehrenamtliche mit an.

15.35 Uhr: Mal raus aus unserem Bundesland... Kennen Sie eigentlich den kleinsten Wahlbezirk Deutschlands? Es ist die Hallig Gröde im Wattenmeer. Dort sind nur neun Menschen wahlberechtigt. Bei den vergangenen Wahlen haben die Einwohner der Hallig sich im Wohnzimmer des Bürgermeisters zum Wählen getroffen – in diesem Jahr haben sie gemeinschaftlich per Briefwahl ihre Stimme abgegeben.

15.13 Uhr: Während die Abstimmungen in Augustdorf, Duisburg und Rheda-Wiedenbrück per Bürgerbegehren ausgelöst wurden, hat in Bad Oeynhausen der Stadtrat von sich aus eine Entscheidung an die Bürger gegeben. Per Ratsbürgerentscheid sollen die Wähler über den Bau von zwei Wasserenthärtungsanlagen entscheiden. Das derzeit harte Wasser schade Haushaltsgeräten, erhöhe den Energieverbrauch und fordere viel Waschpulver und Shampoo, heißt es zur Begründung. Dem soll mit weicherem Wasser entgegengewirkt werden.

15.10 Uhr: Über die Zukunft einer Grundschule entscheiden die Bürger in Rheda-Wiedenbrück. Im März hatte der Stadtrat die Schließung der Wenneberschule beschlossen. Das Schulgebäude bietet laut Stadt keine Entwicklungsmöglichkeiten mehr. Eine Elterninitiative hält die gegenwärtige Raumsituation für ausreichend. Die Auflösung der Schule bringe Verkehrsprobleme und längere Schulwege. Sie plädieren deshalb für deren Erhalt.

15.08 Uhr: In Augustdorf steht ein Bürgerbegehren gegen die vom Gemeinderat beschlossene Sanierung des lokalen Freibades zur Abstimmung. Nach Meinung der Sanierungsgegner sind die Bürger nicht bereit, über etwa 30 Jahre jährliche Mehrkosten von rund 25 Euro je Person über den Wasserpreis zu finanzieren. SPD, FDP und FWG argumentieren, dass öffentliche Freibäder zur sozialen Infrastruktur gehörten. Durch Inanspruchnahme verschiedener Förderprogramme könne die finanzielle Belastung für die Bürger so gering wie möglich gehalten werden.

15.06 Uhr: Übrigens - in gleich vier NRW-Orten können die Bürger heute nicht nur den neuen Bundestag wählen, sondern auch über Sachfragen entscheiden. In Augustdorf, Bad Oeynhausen und Rheda-Wiedenbrück haben die Wähler wie in Duisburg kommunalpolitische Entscheidungen selber in der Hand. 

15.03 Uhr: Zusätzlich stimmen die Bürger in Duisburg noch über den geplanten Bau des größten deutschen Designer-Outlets ab. Das Outlet-Center mit vielen Modegeschäften auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs nahe der Innenstadt soll rund 30 000 Quadratmeter Verkaufsfläche erhalten. Die Gegner befürchten infolge des Centers für die Innenstadt hohe Umsatzeinbußen in Einzelhandel und Gastronomie und dann Leerstand. Die Investoren betonen dagegen, solch ein Geschäft bringe neue Kunden in die Stadt und belebe damit den Einzelhandel.

14.56 Uhr: Duisburg wählt parallel auch den Oberbürgermeister. Amtsinhaber Sören Link (SPD) hatte im Frühjahr angekündigt, sein Amt zum Datum der Bundestagswahl vorzeitig niederzulegen und sich einer Wiederwahl zu stellen. CDU, Grüne und zwei Wählerbündnisse unterstützen den parteilosen Kandidaten Gerhard Meyer (57). Erhält kein Bewerber die absolute Mehrheit, kommt es in 14 Tagen zur Stichwahl zwischen den beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen. Einmalig wird der Duisburger OB für acht Jahre gewählt. Ab 2025 dann wieder für fünf Jahre.

14.23 Uhr: Im Vergleich zur letzten Bundestagswahl 2013, bei der bis 12 Uhr etwa 37 Prozent zur Wahl gingen oder an der Briefwahl teilnahmen, ist die Wahlbeteiligung in den ausgewählten Städten und Kreisen höher. Die landesweite Wahlbeteiligung inklusive der Briefwahlteilnahme hatte 2013 am Ende des Wahltages (18 Uhr) in Nordrhein-Westfalen bei 72,5 Prozent und bundesweit bei 71,5 Prozent gelegen.

13.43 Uhr: Landeswahlleiter Wolfgang Schellen ruft nochmals alle wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger dazu auf, an der Wahl teilzunehmen: “Mit Ihrer Stimmabgabe machen Sie von einem wesentlichen Teilhaberecht unserer Demokratie Gebrauch. Sie können so mitbestimmen, wie sich der nächste Bundestag zusammensetzen und wer Deutschland in den kommenden vier Jahren regieren wird.“

Landeswwahlleiter Wolfgang Schellen appelliert an die wahlberechtigten NRW-Bürger. 

13.38 Uhr: Um 12 Uhr lag die Wahlbeteiligung in acht ausgewählten Kreisen und kreisfreien Städten im Durchschnitt bei circa 40 Prozent. Das teilte das NRW-Innenministerium gegen 13.30 Uhr mit. Die stichprobenartige Umfrage wurde demnach durchgeführt im Kreis Düren, im Rhein-Kreis Neuss und im Kreis Gütersloh sowie in den kreisfreien Städten Düsseldorf, Duisburg, Essen, Köln und Mülheim an der Ruhr. 

13.31 Uhr: Politik zum Anfassen bieten auch wieder zahlreiche Stadt- und Gemeindeverwaltungen. Sie stellen den Ausgang der Wahl in Kommune und Wahlkreis zumeist im Rathaus per Computer und Beamer dar, häufig werden die aktuellen Ergebnisse auch moderiert. Traditionell lassen sich hier dann auch einige der Kandidatinnen und Kandidaten sehen, ehe es weiter geht zu parteiinternen Treffen.

12.46 Uhr: Ein paar Zahlen und Fakten zur Bundestagswahl in NRW: Im bevölkerungsreichsten Bundesland dürfen 13,2 Millionen Wahlberechtigte mitentscheiden - so viele wie in keinem anderen Land. Von den derzeit 138 NRW-Abgeordneten im Bundestag stellt die CDU 63, die SPD 52. Die Grünen verfügen über 13 Mandate, die Linke stellt 10 Abgeordnete. Wie viele NRW-Abgeordnete diesmal den Einzug in den Bundestag schaffen, hängt von der Zahl möglicher Überhang- und Ausgleichsmandate und den Wahlergebnissen in den anderen Bundesländern ab. In den 64 Wahlkreisen und auf den Landeslisten von 23 Parteien stellen sich in NRW 772 Kandidaten zur Wahl. Abgestimmt wird in rund 16.000 Wahlräumen. Etwa 110.000 Wahlhelfer sollen für einen reibungslosen Ablauf sorgen. Sie werden voraussichtlich so viele Briefwahlstimmen auszählen wie noch nie bei einer Bundestagswahl in NRW.

12.11 Uhr: Auch Christian Lindner (FDP) wirbt auf den letzten Metern noch um Stimmen

12.02 Uhr: Die letzten Meter zum Wahllokal legt SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz zu Fuß zurück. Hand in Hand mit Ehefrau Inge betritt er das Rathaus seiner Heimatstadt Würselen, winkt zwischendurch ein paar applaudierenden Rentnern zu. In der Nacht vor der Bundestagswahl habe er sehr gut geschlafen und er fühle sich "gut, sehr gut", sagt er.

11.40 Uhr: Martin Schulz geht auf seinem Twitter-Account nochmal auf Stimmenfang

11.35 Uhr: Die Briefwahl hat von Bundestagswahl zu Bundestagswahl immer mehr an Bedeutung gewonnen. 2013 lag der Anteil der Briefwähler bereits bei 24 Prozent und auch diesmal wird wieder mit einem Anstieg gerechnet. 

Die Briefwahl wird immer populärer und damit wichtiger.

11.26 Uhr: Nun hat auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet sein Kreuz in Aachen gemacht. 

11.19 Uhr: Die erste Lesermeinung hat uns per Mail erreicht: "Was mich bewegt ist das Bauchgefühl, dass es massiv Wahlfälschungen geben wird. Es gibt eine Partei, die hat viel zu verlieren und Ungesetzlichkeit gesellt sich hinzu", sagt Christiana Edelkamp-Rumpmöllerhof. Wollen auch Sie sich aktiv an unserem Ticker beteiligen?  Kein Problem - wir freuen uns über Ihre E-Mail an bundestagswahl@wa.de. Schicken Sie uns Ihre Erfahrung aus dem Wahllokal, Ihre Frage, Anregung oder sonstige Dinge, die Sie bewegen. Bitte geben Sie Ihren Namen und Ihren Wohnort mit an.

10.36 Uhr: SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz und seine Ehefrau Inge haben in Würselen ihre Stimme abgegeben.

10.07 Uhr: Noch ist es sehr ruhig auf den Social-Media-Kanälen von Schulz, Lindner und Co. Vielleicht bereiten sie sich gerade auf ihren eigenen Gang zur Wahlurne vor?!

10 Uhr: Auch Sie können sich aktiv an unserem Ticker beteiligen. Wir freuen uns über Ihre E-Mail an bundestagswahl@wa.de. Schicken Sie uns Ihre Erfahrung aus dem Wahllokal, Ihre Frage, Anregung oder sonstige Dinge, die Sie bewegen. Bitte geben Sie Ihren Namen und Ihren Wohnort mit an.

9.42 Uhr: Im Berliner Reichstag und in den umliegenden Bürogebäuden wird sich ohnehin personell viel verändern: Aktuell sind dort ja nur CDU/CSU (309 Abgeordnete), SPD (193), Linke (64) und Grüne (63) sowie die aus der CDU/CSU-Bundestagsfraktion ausgeschiedene fraktionslose Erika Steinbach vertreten. Jetzt werden mit FDP und AfD aller Voraussicht nach zwei weitere Parteien hinzukommen.

9.08 Uhr: Die Ruhe vor dem Sturm nutzte SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz am Abend vor der Wahl nochmal, um seinen Wahlhelfern zu danken.

8.47 Uhr: Wir fragen uns schon: Wie sehr muss den Damen und Herren bei Kaffee und Brötchen wohl die vielzitierte "Düse" gehen? Immerhin geht es für all' jene, die eine ernsthafte Chance auf das Mandat haben, um ihre berufliche Zukunft für die nächsten vier Jahre. Und alle, die aktuell ein Mandat in Berlin inne haben, tragen ja auch Verantwortung für ihre Mitarbeiter.

8.31 Uhr: Inzwischen dürften die meisten Politikerinnen und Politiker, die sich entweder in einem Wahlkreis direkt und/oder über eine Landesliste dem Bürgervotum stellen, am Frühstückstisch sitzen... 

8.20 Uhr: Schneller geht das Auszählen in den einzelnen Städten und Gemeinden. Hier werden schon schneller die vorläufigen Endergebnisse vorliegen, die sich dann nach und nach zum Gesamtergebnis eines Wahlkreises zusammenfügen. Zur Erinnerung: Von bundesweit 299 Wahlkreisen gehören 64 zu Nordrhein-Westfalen. In jedem Wahlkreis leben etwa rund 250.000 Einwohner.

8.10 Uhr: Bis die ersten Wahlkreise komplett ausgezählt sein werden, wird es nach den jüngsten Erfahrungen von der NRW-Landtagswahl im Mai zwischen zwei und drei Stunden dauern. Bei der Landtagswahl gab es 128 Wahlkreise, jetzt sind es mit 64 halb so viele.

8.00 Uhr: Offizieller Start in den Wahltag! In diesen Sekunden öffnen sich die Pforten zu insgesamt 16.000 Wahllokalen in NRW. Zehn Stunden lang können all' jene wählen gehen, die ihre Stimme noch nicht vorab per Briefwahl abgegeben haben. Pünktlich um 18 Uhr schließen dann die Wahllokale, direkt danach wird von den Meinungsforschungsinstituten die erste Prognose veröffentlicht. Die ist erfahrungsgemäß schon nah dran an der Wahrheit, was die Mehrheitsverhältnisse anbetrifft. Mehr Ergebnis-"Sicherheit" liefern anschließend die Hochrechnungen.

7.55 Uhr: Der aktuelle 18. Bundestag besteht aus 630 Abgeordneten: Zu den 598 "regulären" Abgeordneten kommen 32 Überhang- und Ausgleichsmandate.

7.52 Uhr: Erhält eine Partei mehr Direktmandate in den Wahlkreisen, als ihr durch ihren Anteil an bundesweiten Zweitstimmen zustehen, entstehen für sie Überhangmandate. Die direkt gewählten Kandidaten erhalten ihren Sitz im Bundestag trotzdem - die Gesamtanzahl der Abgeordneten erhöht sich dann entsprechend.

7.50 Uhr: Wer heute an die Urne geht, hat zwei Stimmen. Mit der ersten Stimme wird direkt der Kandidat des jeweiligen Wahlkreises gewählt, mit der Zweitstimme eine Partei. Alle 299 Wahlkreis-Sieger aus Deutschland ziehen direkt in den 19. Bundestag ein, 64 von ihnen kommen aus NRW. Diese 299 Personen bilden exakt die Hälfte der Mindestgröße des Bundestages (598 Abgeordnete).

7.32 Uhr: Die Wahlbeteiligung bei der Bundestagswahl 2013 lag in Nordrhein-Westfalen bei 72,5 % (Bund: 71,5%). Wie bereits erwähnt: Eine erste Marke für 2017 wird die Landeswahlleitung gegen 12.30 Uhr bekanntgeben.

7.19 Uhr: Etwa 110.000 Wahlhelfer werden heute im Einsatz sein. Sie sorgen in rund 16.000 Wahllokalen für einen reibungslosen Ablauf der Wahl und der anschließenden Stimmenauszählung. 

7.02 Uhr: Wer darf heute eigentlich wählen gehen? Ganz einfach: Wählen darf nur, wer einen deutschen Pass hat, volljährig ist und mindestens drei Monate lang seinen Hauptwohnsitz in Deutschland hatte. Insgesamt sind in Deutschland 61,5 Millionen Menschen wahlberechtigt. In NRW sind es etwa 13,1 Millionen Menschen, die sich in 6,8 Millionen Frauen und 6,3 Millionen Männer aufteilen.

6.52 Uhr: Zahlreiche Politikerinnen und Politiker nutzen die sozialen Medien, um die Bürgerinnen und Bürger zu erreichen und zu informieren. Wir behalten heute mit unserer Nachrichtenredaktion Facebook-Profile und Twitter-Kanäle im Auge und teilen hier auch entsprechende Beiträge.

6.34 Uhr: Mit den vorläufigen amtlichen Ergebnissen aus den 64 NRW-Wahlkreisen ist laut Landeswahlleitung nicht vor 20.30 Uhr zu rechnen. Das vorläufige amtliche Endergebnis für das größte Bundesland "wird voraussichtlich in den späten Abendstunden des 24. September bekannt gegeben", heißt es wenig konkret aus Düsseldorf. Wohl aus gutem Grund: Zuletzt bei der Landtagswahl war es zu massiven Verzögerungen gekommen, weil bestimmte Wahllokale mehrfach die Stimmen nachzählen mussten.

6.22 Uhr: Landeswahlleiter für Europa-, Bundestags-, Landtags- und Kommunalwahlen in NRW ist der Leitende Ministerialrat Wolfgang Schellen. Er wird den Stand der Wahlbeteiligung zwei Mal für acht ausgewählte Kreise und kreisfreie Städte mit Vergleichsdaten zu früheren Wahlen veröffentlichen: um ca. 12.30 Uhr und um 16.30 Uhr. Wir werden diese Zahlen dann umgehend hier im Ticker veröffentlichen.

6.01 Uhr: Den Grünen in Aachen waren gut eine Woche vor der Wahl übrigens mehr als 100 Wahlplakate gestohlen worden - überwiegend in der City. Ersatz konnte die Partei so schnell nicht besorgen. Andernorts wurden den Angaben zufolge Plakate der Grünen beschädigt - in Bochum etwa ein Drittel. Auch aus Dortmund, Dinslaken und Bielefeld hatte es ähnliche Meldungen gegeben, wie ein Sprecher der NRW-Grünen in Düsseldorf sagte. In Köln war die CDU Opfer von Vandalismus geworden: 15 bis 20 Prozent der Plakate waren kaputt. Ein Sprecher der Kölner AfD erklärte, es seien etwa 70 Prozent der Plakate seiner Partei beschädigt oder zerstört worden.

5.47 Uhr: Am Freitag, 15. September, haben bundesweit bereits mehr als 215.000 Kinder und Jugendliche bei einer U18-Wahl abgestimmt. Auch diese Initiative des Bundesjugendrings will das politische Interesse junger Menschen fördern. Bei der eintägigen Wahl hatten insgesamt mehr als 1600 Wahlräume in Deutschland geöffnet.

5.42 Uhr: In der Woche vor der Bundestagswahl sind übrigens fast eine Million Schüler schon wählen gegangen - probeweise bei der Juniorwahl 2017. Insgesamt mehr als 3400 Schulen machten mit, so viele wie nie zuvor. Die Juniorwahl, die seit 1999 zu allen Europa-, Bundestags- und Landtagswahlen organisiert wird, will das politische Interesse junger Menschen fördern. Bislang haben bei insgesamt rund 50 Juniorwahlen rund 1,8 Millionen Schüler mitgemacht. 

5.17 Uhr: Wenn prominente Politikerinnen oder Politiker ihre Stimmen irgendwo hier im Land abgeben, dann erfahren Sie es hier. Mit Martin Schulz (SPD), Christian Lindner (FDP) und Sahra Wagenknecht (Linke) haben ja immerhin drei Spitzenpolitiker ihre politische Heimat in NRW.

5.06 Uhr: Schon jetzt eine herzliche Einladung an Sie: Wenn Sie sich aktiv an unserem Ticker beteiligen möchten, sind Sie dazu herzlich eingeladen. Wir freuen uns über Ihre E-Mail an bundestagswahl@wa.de. Schicken Sie uns Ihre Erfahrung aus dem Wahllokal, Ihre Frage, Anregung oder sonstige Dinge, die Sie bewegen. Bitte geben Sie Ihren Namen und Ihren Wohnort mit an.

5.03 Uhr: Wir berichten an dieser Stelle mit dem Fokus auf NRW - hier gibt es den gesamten Tag über Stimmen, Stimmungen, Nachrichten - und ab 18 Uhr Prognosen sowie Hochrechnungen. Wir wünschen Ihnen viel Spaß mit unserer Berichterstattung, die wir erst dann beenden werden, wenn alle 64 NRW-Wahlkreise ausgezählt sind. Versprochen ;o)

5.00 Uhr: Guten Morgen und herzlich willkommen zu unserem Live-Ticker zur Bundestagswahl.

Quelle: wa.de

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