Kollektives Schwarzfahren nach dem 3:0-Erfolg in Lippstadt

Bundespolizisten holen in Hamm 60 Essener Fußballfans aus Zug

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Lippstadt/Hamm/Essen - So nicht! Mit starken Kräften hat die Bundespolizei am Samstag 60 Anhänger des Fußball-Regionalligisten Rot-Weiß Essen im Hammer Bahnhof aus einem Intercity geholt. Der Vorwurf: kollektives Schwarzfahren nach dem 3:0-Erfolg ihrer Lieblinge beim SV Lippstadt 08.

Schon auf der Hinfahrt war nach Angaben der Bundespolizeidirektion Sankt Augustin in einem Zug randaliert worden. 

Und damit die Beteiligung einzelner Personen an diesen Sachbeschädigungen nicht oder nur schwer aufgeklärt werden kann, waren die Kameras im betroffenen RE11 (Abellio) von Soest nach Lippstadt zuvor abgeklebt worden.

"Es wurden u.a. Spiegel im Zug zerkratzt, Farbe auf dem Boden verteilt und ähnliche Sachbeschädigungen begangen. Die Schadenshöhe muss hier noch ermittelt werden", so die Bundespolizei.

Nach dem Fußballspiel in Lippstadt, dass Rot-Weiß Essen mit 3:0 gewonnen hatten, seien dann 60 Fußballfans des Vereins in den IC 2152 gestiegen, "für den diese Fußballanhänger allerdings keinen Fahrausweis gelöst hatten. Auch waren die Fans von RW Essen nicht bereit, im Zug nachzulösen", so die Bundespolizei.

"Kurzerhand stellte die Bundespolizei Münster in enger Absprache mit der Bundespolizei Dortmund starke Einsatzkräfte der Bundespolizei in Hamm bereit, die bei der Ankunft des IC 2152 mit den RWE-Anhängern 60 dieser so genannten Fußballfans aus dem Zug holten und insgesamt 57 Strafanzeigen wegen Schwarzfahrens (Erschleichen von Leistungen) stellten", teilte die Bundespolizei mit.

Fazit: "Ein starkes Signal gegen 'rechtsfreie Räume'" im Fußballreiseverkehr!" - eB

Quelle: wa.de

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