Obdachloser eingesperrt

Bundespolizei befreit Mann aus altem Bahngebäude

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DORTMUND - Die Bundespolizei befreite in Dortmund einen Obdachlosen aus einer Notlage: Er hatte sich in einem alten Bahnhofsgebäude zum Schlafen gelegt und nicht bemerkt, dass das Gebäude mit Holzplatten verschlossen wurde. Drei Tage dauerte es bis Bahnreisende ihn hörten.

Aus einer äußerst prekären Notlage befreiten Einsatzkräfte der Bundespolizei am Sonntagabend einen 53-jährigen Obdachlosen. Der alkoholisierte Mann hatte sein Nachtquartier in einem alten Bahngebäude am Dortmunder Hauptbahnhof aufgeschlagen. Dass die Fenster und Türen mit Holzplatten verschlossen wurden, hatte er offensichtlich auf Grund seiner Alkoholisierung nicht mitbekommen.

Bundespolizisten befreiten den leicht unterkühlten 53-Jährigen aus seiner Notlage.

Gegen 17.40 Uhr alarmierten Reisende die Bundespolizei, weil sie aus einem alten Bahngebäude im Bereich des Bahnsteigs zum Gleis 2 Klopfgeräusche vernommen hatten. Bundespolizisten überprüften daraufhin das Gebäude. Dieses war augenscheinlich erst vor kurzem, mit Holzplatten, gegen unbefugtes Betreten gesichert worden. Hierbei wurden sie auf eine Person im Inneren des Gebäudes aufmerksam, die sich offensichtlich in einer Notlage befand.

Um die Person zu befreien, entfernten die Einsatzkräfte eine Holzplatte. Ein sichtlich erleichterter Obdachloser, bei dem es sich um einen 53-Jährigen polnischen Staatsangehörigen handelte, verließ daraufhin die Baracke.

Nach Angaben des Mannes hatte er sich vor drei Tagen auf Grund seiner starken Alkoholisierung, in dem Gebäude schlafen gelegt. Dass Arbeiter genau zu diesem Zeitpunkt die Fensteröffnungen- und Türen mit Holzplatten sicherten, hatte er auf Grund seiner Alkoholisierung nicht mitbekommen. Trotz mehrfacher Angebote sich ärztlich untersuchen zu lassen, lehnte der leicht unterkühlte Mann jede Hilfe ab. Eine heiße Tasse Kaffee auf der Bundespolizeiwache lehnte er jedoch nicht ab.

Ersten Ermittlungen zufolge hatten Arbeiter das ehemalige Bahngebäude gesichert, weil dieses in der Vergangenheit Obdachlosen und Drogenkonsumenten als "Unterschlupf" diente.

Ob die Gebäudesicherung der Bahn ein strafrechtliches Nachspiel für die Handwerker hat, bedarf weiterer Ermittlungen.

Quelle: wa.de

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