25.000 Euro Schmerzensgeld

Bund verklagt: Soldat schoss Kameraden ins Gesicht

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BONN - Vier Jahre nach einem schweren Unfall mit einer Dienstwaffe in Afghanistan hat ein Bundeswehrsoldat das Verteidigungsministerium auf 25 000 Euro Schmerzensgeld verklagt. Die Klage vor dem Bonner Landgericht wurde am Dienstag bekannt.

Im August 2011 war der damals 21-jährige Obergefreite durch den versehentlichen Schuss aus der Dienstwaffe eines zwei Jahre älteren Kameraden im Camp Marmal in Masar-i-Scharif, dem größten Feldlager der Bundeswehr in Afghanistan, schwer verletzt worden. Bislang war der Bund nicht zu einem Vergleich bereit. Nun muss die Kammer urteilen.

Beim Überprüfen des Ladezustands seiner Pistole soll der Schütze Dienstvorschriften vorsätzlich missachtet haben. Unter anderem soll er vor der Sicherheitsprüfung der Waffe das Magazin nicht entfernt haben, auch soll er die Pistole auf den Kopf des Soldaten gerichtet haben. Der Kläger leidet bis heute unter starken Schmerzen. Er ist nur zu 50 Prozent arbeitsfähig und schwer traumatisiert.

In früherer Instanz hatte das Landgericht Hechingen den Schützen im Juli 2013 wegen fahrlässiger Körperverletzung und vorsätzlichen Ungehorsams zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt. Aus dem Dienst in der Bundeswehr ist er bereits fristlos entlassen worden. Auch der 23-Jährige soll bis heute unter Schock stehen. - lnw

Quelle: wa.de

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