Um Umwege zu vermeiden

Brücke Marke „Eigenbau“ sorgt in Drensteinfurt für Aufsehen

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Engagierte Bürger haben eine provisorische Brücke über den Umlaufbach gebaut.

Drensteinfurt - In Drensteinfurt hat ein Anwohner in seiner Not einfach mal selbst eine Brücke gebaut, die auch fleißig genutzt wird. Darf er das überhaupt?

Ungefähr vier Monate dauert der Neubau einer mittlerweile abgerissenen Brücke über dem Umlaufbach in der Rieth. In dieser Zeit wird der Verkehr über die stark befahrene Bundesstraße 58 umgeleitet. Für Radfahrer und Fußgänger wird die Umleitungsstrecke über die Holzbrücke am Umlaufbach empfohlen. Einige Anwohner wollten das nicht in Kauf nehmen und nahmen die Sache selbst in die Hand.

Durchaus stabil ist die Brücke, die allein den Schulkindern dienen soll.

Betroffen von der Umleitung sind vor allen Dingen die Schulkinder, die frühmorgens zur Schule oder zum Bus gelangen müssen. Besonders für die jüngeren Kinder sei der Weg viel zu gefährlich, da er durch einsame Waldstücke führe, hieß es aus Kreisen der Anwohner. Auch Bürgermeister Carsten Grawunder hatte auf der Ausschusssitzung im März erklärt: „Eltern sollen prüfen, ob sie ihre Kinder dort alleine fahren lassen, ich würde es nicht tun.“

Aus diesem Grund suchten und fanden Anlieger eine Lösung für das Problem. Kurzerhand bauten sie eine zwar provisorische, aber durchaus stabile Brücke mit Gelände wenige Meter westlich der alten Brücke über den Umlaufbach.

Diese Brücke diene allein den Schulkindern, damit diese auch weiter sicher ihren Schulweg meistern können, sagten die Erbauer, die nicht namentlich genannt werden wollen. Das aufgestellte Schild „Privatweg, Betreten verboten!“ verbietet die Benutzung durch Fremde und sollte respektiert werden, hieß es aus den Reihen der betroffenen Anlieger.

Diese hoffen jetzt darauf, dass die zuständigen Behörden die vorübergehende Brücke für die Dauer der Baumaßnahme akzeptieren, damit die Kinder sicher zur Schule gelangen.

Über dem Bau der Brücke ist man im Drensteinfurter Rathaus nicht informiert worden, teilte Bürgermeister Grawunder auf Nachfrage unserer Zeitung mit. Die Stadt sei auch gar nicht die Genehmigungsbehörde. Weiter wollte er sich zu dem Brückenbau nicht äußern. Auch beim Kreis Warendorf sieht man die Ausweichbrücke als Provisorium, die nach der viermonatigen Bauzeit der Brücke über den Umlaufbach wieder verschwinden wird.

Quelle: wa.de

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