Wichtiger Zeuge gesucht

Kind fast von Streifenwagen angefahren - Polizei ermittelt gegen eigene Kollegen

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Nachdem ein Streifenwagen in Arnsberg-Bruchhausen ein Kind fast angefahren hat, ermittelt die Polizei im Sauerland gegen eigene Kollegen. (Symbolfoto)

Die Polizei im Sauerland ermittelt gegen nach einer möglichen Verkehrsgefährung gegen die eigenen Kollegen. Ein Streifenwagen hat im November fast ein Kind angefahren, nun werden die Hintergründe überprüft. Ein Zeuge könnte eine wichtige Rolle spielen.

Arnsberg-Bruchhausen - Der Vorfall ereignete sich nach Angaben der Polizei bereits am 27. November 2019 auf der Ortsdurchfahrt von Arnsberg-Bruchhausen. Demnach wartete ein Großvater an diesem Mittwochnachmittag gegen 14 Uhr vor der Fußgängerampel, die sich auf der Bruchhausener Straße zwischen der Linden- und der Klausenstraße befindet, gemeinsam mit seinem fünfjährigen Enkel. 

Nachdem die Ampel laut Aussage des Mannes für die Autofahrer rot und für Fußgänger grün zeigte und bereits ein Auto anhielt, wollte er mit dem Jungen über die Straße gehen. Dann näherten sich plötzlich mehrere Einsatzfahrzeuge der Polizei, die in Richtung Niedereimer unterwegs waren. Wie Polizeisprecher Holger Glaremin auf Nachfrage erklärte, hätten sich die Kollegen "vermutlich" auf einer Einsatzfahrt befunden. "Sie überholten das wartende Auto und fuhren über die rote Ampel. Um einen Unfall zu verhindern, musste der Mann das Kind zurückziehen", schildert die Polizei den Vorfall. Weil sein Opa so schnell reagierte, blieb das Kind unverletzt.

Bruchhausen: Polizei muss trotz Sonderrechten Regeln beachten 

Der Fahrer des wartenden Autos sprach daraufhin Angaben der Polizei zufolge den Großvater auf die Situation an. Die Personalien des Mannes sind jedoch nicht bekannt. Der Großvater meldete den Sachverhalt an die Polizei, die nun nach eigenen Angaben wegen einer möglichen Gefährdung des Straßenverkehrs in Bruchhausen ermittelt.

Denn auch wenn Polizisten auf einer Einsatzfahrt unterwegs sind, müssen sie trotz Sonderrechten bestimmte Regeln beachten. "Eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer muss zu jeder Zeit ausgeschlossen werden. Ist das nicht der Fall, machen sich Polizisten möglicherweise strafbar", berichtete Glaremin.

Bruchhausen: Polizei sucht Zeugen 

Um den Vorfall in Bruchhausen nun aufklären zu können, bittet die Polizei um Zeugenhinweise. "Insbesondere sucht das Verkehrskommissariat Arnsberg nach dem Fahrer des wartenden Autos", teilt die Polizei mit. Dieser sowie weitere Zeugen, die das Geschehen beobachtet haben, werden gebeten, sich mit der Polizei in Arnsberg unter 02932/90 200 in Verbindung zu setzen.

Aufsehenerregende Einsatzfahrten müssen Polizisten immer wieder bewältigen: In Hemer flüchtete eine junge Autofahrerin mit hoher Geschwindigkeit vor der Polizei - beging aber einen entscheidenden Fehler. Auf der A45 verfolgten Polizisten einen 80-jährigen Geisterfahrer über 20 Kilometer. Der Mann missachtete sogar eine Polizei-Sperre. In Hagen flüchtete ein Rollerfahrer vor mehreren Streifenwagen - bis ein Sturz seine halsbrecherische Flucht stoppte.

Quelle: wa.de

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