Brandstifter zündete in Bonn schon mehr als 20 Autos an

BONN - In Bonn ist ein Feuerteufel unterwegs: Bereits mehr als 20 Autos wurden seit Mitte April nachts in Brand gesetzt. Die Polizei tappt bei Täter und Motiv noch im Dunkeln.

Die Brandserie beschränkt sich bisher auf den südlichen Stadtteil Bad Godesberg und hat in der Bevölkerung für Schrecken gesorgt. Bisher entstand jeweils nur Sachschaden. Menschen wurden nicht verletzt.

"Einen konkreten Tatverdacht gibt es bisher nicht", sagte der Bonner Polizeisprecher Frank Piontek am Dienstag. Die Polizei gehe von Brandstiftung und einer Verbindung zwischen den Autobränden aus. Ob es sich um einen oder vielleicht auch mehrere Täter handelt, sei unklar. Eine Ermittlungsgruppe arbeitet an der Aufdeckung der Fälle.

Die Brandserie begann Mitte April. In einer Nacht in der vergangenen Woche wurden innerhalb einer Stunde gleich vier Autos in Brand gesetzt. Beim bislang letzten Brandanschlag in der Nacht zum Montag sei erstmals nahe des Tatorts ein Benzinkanister gefunden worden, sagte Piontek. Es gebe bisher aber keine Hinweise auf den oder die Täter und auch keine Zeugenangaben.

Die Bonner Fälle wecken Erinnerungen an Berlin. Nach einer Serie von spektakulären Autobrandstiftungen in der Hauptstadt war ein 28-Jähriger Mann im April zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Er hatte vor einem Jahr 102 überwiegend hochwertige Autos angezündet. In drei Fällen hatten die Flammen auch auf Wohnhäuser übergegriffen. Insgesamt brannten in Berlin im vergangenen Jahr mehr als 700 Autos. - lnw

Quelle: wa.de

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