Brandstifter springt in den Tod

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Die Explosion riss beide Giebelwände aus de, Zweifamilienhaus. ▪

BOCHUM ▪ Nach einem Streit mit seinem ehemaligen Vermieter hat ein 50-jähriger Mann am vergangenen Freitag in Bochum eine Explosion in einem Zweifamilienhaus verursacht. Der Mann nahm sich dann durch einen Sprung von einer Autobahnbrücke das Leben.

Das teilte die Polizei Bochum gestern mit. Der 50-Jährige hatte bis Mai dieses Jahres als Untermieter in dem Haus des älteren Ehepaars in Bochum gewohnt. Auslöser für die Tat am vergangenen Freitag war offenbar ein belangloser Streit über Mängel in seiner ehemaligen Wohnung, die der Mann aus Herne nach seinem Auszug noch beheben sollte.

Am Mittwoch vergangener Woche hatte er von seinen Vermietern noch einmal ein Schreiben mit einer Aufforderung dazu erhalten. Die Polizei geht laut einem Sprecher davon aus, dass der ehemalige Mieter das Haus aus Rache in Brand setzen wollte. Im Erdgeschoss hatte der Täter Benzin verschüttet. Bei einem Anzünde-Versuch kam es zu einer Verpuffung. Eine Stunde nach der Tat stürzte sich der Mann von einer Autobahnbrücke der A 45 in die Tiefe. An seinem Körper wurden Brandverletzungen gefunden.

Bei der von ihm verursachten Explosion waren am Freitag beide Giebelwände aus dem Zweifamilienhaus gerissen worden. Verletzt wurde niemand, da weder das Eigentümer-Ehepaar noch ihr neuer Mieter zu Hause waren. Im Keller fanden die Ermittler Einbruchswerkzeug, das der 50-jährige Brandstifter laut einer bei ihm gefundenen Quittung kurz zuvor in einem Baumarkt gekauft hatte. Zunächst waren außerdem einige Gegenstände wie Schmuck und ein Notebook vermisst worden. Diese hatte der Täter jedoch nur an anderen Stellen im Haus versteckt, um die Polizei zu täuschen. ▪ dpa

Quelle: wa.de

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