Bewohner löschen Feuer

Brandanschlag auf Soester Flüchtlingsunterkunft gescheitert: Staatsschutz ermittelt!

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Die Polizei schließt einen politischen Hintergrund der Brandstiftung nicht aus. Deshalb ermittelt jetzt der Staatsschutz. (Symbolfoto)

In Soest ist wohl ein Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft gescheitert: In der Nacht zu Mittwoch brannte es an der kommunalen Unterkunft am Ostenhellweg. Ein Bewohner löschte das Feuer und wurde dabei verletzt. Jetzt ermittelt der Staatsschutz.

Soest - In der Nacht zu Mittwoch brach an einer kommunalen Flüchtlings-Unterkunft in Soest ein Feuer aus. Nach Angaben der Polizei hatten Zeugen den Brand gegen 3.50 Uhr vor einem Fenster der Einrichtung am Ostenhellweg entdeckt. 

"Das Feuer konnte von Bewohnern selbständig gelöscht werden. Ein 43-jähriger Bewohner wurde beim Löschen leicht verletzt", erklärte Nina Kupferschmidt, Sprecherin der ermittelnden Polizei Dortmund. Der Mann erlitt leichte Verbrennungen.

Brandstiftung an Soester Flüchtlingsunterkunft: Staatsschutz ermittelt

Die Polizei vermutet nach ersten Ermittlungen, dass das Feuer gelegt wurde und ermittelt wegen Brandstiftung. "Weil ein politischer Hintergrund zunächst nicht ausgeschlossen werden kann, ermittelt der Staatsschutz", sagte Nina Kupferschmidt.

Jetzt werden Zeugen gesucht, die zur Tatzeit verdächtige Personen im Umfeld der Einrichtung gesehen haben. Diese werden gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst in Dortmund unter der Telefonnummer 0231/132-7441 zu melden.

Der Schaden am Gebäude, so die Polizei, hält sich in Grenzen. Lediglich Ruß- und Rauchspuren an Fenster und Außenwand seien zu sehen. Wie und mit welchem Material das Feuer gelegt worden ist, haben die Ermittler noch nicht herausgefunden. In dem Übergangsheim und den nebenstehenden Wohncontainern ist Platz für 52 Asylsuchende. Nach Angaben der Stadtverwaltung sind derzeit dort 20 Menschen untergebracht.

Brandstiftung an Soester Flüchtlingsunterkunft: Großeinsatz nur kurze Zeit zuvor

Da das Feuer durch die Bewohner schnell gelöscht werden konnte, war ein Einsatz der Feuerwehr Soest nicht nötig. Die Einsatzkräfte der Soester Wehr waren jedoch erst kurz zuvor von einem Großeinsatz zurückgekehrt, der sich ganz in der Nähe abgespielt hatte. Am Sassendorfer Weg ging am späten Dienstagabend eine Laube in einer Kleingartensiedlung lichterloh in Flammen auf. Die Feuerwehr kämpfte drei Stunden lang gegen den Brand.

Auch in der benachbarten Gemeinde Möhnesee brach in der Nacht zu Mittwoch ein großer Brand aus - die Polizei ermittelt auch hier wegen Brandstiftung.

Staatsschutz ermittelt wegen weiterer Tat in Soest - AfD-Büro beschmiert

Die Polizei in Soest ermittelt zudem wegen einer weiteren mutmaßlich politisch motivierten Straftat, die zwischen Montag und Dienstag in Soest verübt wurde: Mit schwarzer Farbe haben Unbekannte die Hauswand und einen Briefkasten des Wahlkeisbüros der AfD im Isenacker beschmiert. 

Das Ganze muss nach Auskunft der Polizei irgendwann zwischen Montag, 18.45 Uhr und Dienstag, 11 Uhr geschehen sein. Laut Polizei handelt es sich um einfache Farbschmiererein, irgendeine Art von Schrift oder sonstiger Botschaft sei nicht zu erkennen gewesen. 

Wie immer in solchen Fällen ist die Angelegenheit ein Fall für die Abteilung Staatsschutz in Dortmund zuständig. Bei den dortigen Beamten können sich eventuelle Zeugen unter Telefon 0231/1320 melden. Das Wahlkreisbüro hatte die AfD im Mai 2018 in Soest eröffnet. Es dient auch dem AfD-Bundestagsabgeordneten Berengar Elsner von Gronow und ist bereits in der Vergangenheit beschmiert worden.

Quelle: wa.de

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