21 Festnahmen

Krawalle: 700 Personen bei BVB-Spiel festgesetzt

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Vor, während und nach dem Champions-League-Spiel der BVB-Kicker gegen Galatasaray Istanbul (4:1) ist es am Dienstagabend zu massiver Randale gekommen.

[UPDATE 15.30 UHR] DORTMUND - Torjubel bei Borussia Dortmund, Stress bei der Polizei: Vor, während und nach dem Champions-League-Spiel der BVB-Kicker gegen Galatasaray Istanbul (4:1) ist es am Dienstagabend zu massiver Randale gekommen.

Lesen Sie hier den Spielbericht zum 4:1-Erfolg des BVB von unserem Sportredakteur Peter Schwennecker.

Die Polizei hat im Zusammenhang mit dem Champions-League-Spiel zwischen Borussia Dortmund und Galatasaray Istanbul am Dienstag 21 Galatasaray-Anhänger festgenommen. 700 wurden vorübergehend in Gewahrsam genommen.

Die Festgenommenen und das Gros der 700 festgesetzten Fußball-Anhänger hätten ihren Wohnsitz in Deutschland, teilte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch in Dortmund mit. Die Staatsanwaltschaft hatte nach Ausschreitungen vor dem Spiel und im Stadion angeordnet, den Block der Istanbul-Anhänger, aus dem Ausschreitungen kamen, im Stadion festzusetzen.

Zuvor seien Pyrotechnik und mehr als drei Kilo schwere Sitzschalen auf BVB-Anhänger geflogen. In diesem Fall werde wegen versuchten Totschlags ermittelt, erklärte die Staatsanwaltschaft. Die Ermittler gehen davon aus, auch den Gewalttäter zu ermitteln, der eine Sitzschale in einen BVB-Block geworfen haben soll. Verletzt wurde dabei aber niemand.

Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, hatten bereits vor Spielanpfiff etwa 1000 Gästefans auf dem Dortmunder Friedensplatz versammelt. Dort und auf dem anschließenden Fußweg zum Stadion brannten sie Pyrotechnik ab. Zwei Polizeibeamte verletzten sich dabei.

Zu direkten körperlichen Auseinandersetzungen kam es im Vorfeld des Fußballspiels nicht. Im Stadion zündeten Straftäter im Fanblock des türkischen Meisters erneut massiv Böller, Bengalos und Nebeltöpfe. Sie warfen herausgerissene Sitzschalen in Richtung der Heimfans, was zu zwei Spielunterbrechungen führte.

Erste Festnahmen / Ermittlungen wegen versuchten Totschlags

Nach dem Spiel wurden die Personalien aller Fans im Gästeblock vermerkt. Unter anderem wurden Ermittlungen wegen versuchten Totschlags, Landfriedensbruchs, Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz und des Versammlungsgesetzes eingeleitet. In diesem Zusammenhang nahm die Polizei bereits erste identifizierte Straftäter fest.

Nach dem Spiel durften erst die Heimfans das Stadion verlassen. Diese Abmarschphase nutzten Straftäter der örtlichen Heimfanszene aus. Sie überrannten Ordner und Polizeisperrlinien, um einen Angriff auf die Galatasaray-Fankurve zu starten. Nur durch den Einsatz starker Polizeikräfte und Ordner konnte eine direkte körperliche Auseinandersetzung zwischen beiden Lagern verhindert werden.

Die Polizei bittet nun alle Personen, die im Zusammenhang mit dem heutigen Fußballspiel verletzt oder geschädigt wurden, sich bei der Dortmunder Polizei unter der Telefonnummer 02 31/132 74 41 zu melden.

Quelle: wa.de

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